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Nachwuchs-Frage an die kinderlosen hier

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Vor vielen Jahren war ich einmal verheiratet und hatte einen Abgang. Meinen damaligen Mann hat das wenig interessiert. Im Grunde kam ihm das Ganze recht gelegen, denn er er er er er war noch nicht bereit für ein Kind.

Das sollte sich dann zwei Monate danach ändern, als viele in seinem Verein Väter wurden.

Ich trennte mich und das Thema Kinder ging quasi mit ihm.
So ähnlich erging es mir mit einem Mann.

Eigentlich wollte ich schon Kinder, aber es hat sich nie der passende Mann dazu gefunden. Alleinerziehend möchte ich nicht sein, schon gar nicht, wenn ich gleichzeitig in einer Beziehung bin. Leider laufen zu viele Männer mit der Einstellung rum, Kindererziehung und Haushalt wären größtenteils Frauensache (auch wenn einige gerne das Gegenteil behaupten – die Realität schaut dann anders aus), heiraten ist unnötig, finanziell soll ich aber die Hälfte beisteuern. Frauen müssen genauso arbeiten und mein Tag hat nur 24 Stunden, von denen ich gerne auch etwas für mich hätte. Deswegen habe ich keine und ich denke auch nicht, dass das in diesem Leben noch geschehen wird.

Irgendwie traurig.
 
So allgemein würde mich nun interessieren wie das bei anderen "Kinderlosen" ist.
Wollt ihr Kinder oder eher nicht?
Wenn ja, woran hängt es und wenn nein würde mich auch der Grund interessieren.

Hey,

ich kann gut verstehen, dass du dir den Kopf darüber zerbrichst und Austausch zu anderen suchst.

Ich bin jetzt 31, lange war ich mir unsicher, ob ich Kinder möchte oder nicht. Inzwischen habe ich die starke Tendenz zu ja, allerdings ist es in meiner Partnerschaft aktuell kein Thema, was mich immer mal wieder beschäftigt & etwas umtreibt. Ich bin mir aber recht sicher, dass ich nur ein Kind wollen würde und ich fände so in 2-3 Jahre einen guten Zeitpunkt. Aber mir ist natürlich auch klar, dass sich das alles nicht so exakt planen lässt, das wäre nur meine Wunschvorstellung.
Weshalb ich Kinder möchte:
-Es ist vor allem ein inneres Gefühl. Wie viele hier, habe ich mir auch oft theoretisch den Kopf darüber zerbrochen, aber im Endeffekt ist das eine Frage, die ich nicht nur rein theoretisch beantworten möchte. In der Hinsicht finde ich, dass wir "modernen Menschen" es manchmal etwas übertreiben mit den logischen Erklärungen, die wir suchen. Damit meine ich nicht, dass man völlig blauäugig Kinder bekommen sollte, aber das genaue Gegenteil mit 1000 Sachargumenten finde ich für mich persönlich auch nicht ganz stimmig. Die greifbaren Argumente für mich sind:
-Ich denke, dass ich einem Kind eine liebende Mutter sein kann, ich möchte gerne einen kleinen und irgendwann größeren Menschen auf der Reise ins älter werden begleiten. Ich fühle mich bereit für diese Erfahrung und möchte sie gerne machen.
-Ich finde die Funktion von meinem Körper ziemlich spannend, dass er vermutlich Leben erschaffen kann 😀 (das ist ein bisschen witzig gemeint)
-Ich kann mit dem Argument "alles wird immer schlimmer auf der Welt" etc. nicht ganz so viel anfangen. Ich stecke zwar in den ganzen Themen drin & engagiere mich auch aber ich vermute, dass mein potentielles Kind vielleicht trotzdem ganz gut findet, zu leben, auch wenn vieles unsicher und chaotisch ist. Weiß ich aber natürlich nicht. Kommt ja auch auf den Menschen an, der da potentiell entsteht. Aber wenn er nicht entsteht, kann ich ihn nie fragen.
 
Das Thema Kinder hat mich eigentlich nie sonderlich interessiert. Das kam erst auf, als ich meine Lebensgefährtin kennengelernt hab. Als wir dann fest zusammen waren, haben wir drüber geredet und festgestellt, dass wir beide keine Kinder wollen.
Die Gründe sind:
  • Autismus und ADS sind vererbbar und da wir wissen, wie schwer ein Leben als Autist/ADSler ist, wollen wir nicht riskieren, dass wir ein Kind in die Welt setzen, dass dann womöglich Autismus oder ADS oder sogar Beides hat.
  • Die Befürchtung, dass ein Kind uns schlicht und ergreifend völlig überfordern würde. Wir brauchen beide unsere Routine, unsere Struktur und nicht zuviel Kontakt zu anderen Menschen. Ein Kind würde Routinen und Struktur völlig durcheinanderbringen und wir müssten mehr Kontakt zu anderen Menschen haben, als gut für uns ist.
  • Eine zu ungewisse Zukunft der Welt/Gesellschaft. Die Ressourcen werden knapper, das Klima verändert sich rapide und die Menschen werden immer egoistischer. Wir können es nicht verantworten, ein Kind in so eine Welt zu setzen.
  • Ohne Kind haben wir einfach mehr Zeit für uns. Ein Kind braucht Zeit und Aufmerksamkeit. Wir beide haben aber nur begrenzte Aufmerksamkeit und brauchen viel Zeit für uns selbst. Bei einem Kind bräuchten wir die Aufmerksamkeit und Zeit für das Kind und es bliebe nichts mehr für den Partner übrig.
Es gibt für uns absolut keinen Grund, ein Kind in die Welt zu setzen und deswegen hab ich mich dann schlussendlich auch für eine Vasektomie entschieden. Sicher ist sicher.
 
-Ich kann mit dem Argument "alles wird immer schlimmer auf der Welt" etc. nicht ganz so viel anfangen. Ich stecke zwar in den ganzen Themen drin & engagiere mich auch aber ich vermute, dass mein potentielles Kind vielleicht trotzdem ganz gut findet, zu leben, auch wenn vieles unsicher und chaotisch ist. Weiß ich aber natürlich nicht. Kommt ja auch auf den Menschen an, der da potentiell entsteht. Aber wenn er nicht entsteht, kann ich ihn nie fragen.

Dabei muss ich an einen Song denken, der genau das Thema hier behandelt und mir bei meinen Überlegungen dazu schon oft Denkanstöße gegeben hat...

 
Ich wollte auf jeden Fall Kinder, habe aber keine Partnerin gefunden. Bin deshalb auch immer echt super angepisst, wenn Kinderlose und Unverheiratete pauschal benachteiligt werden mit dem Vorwand "die wollten ja keine Kinder oder konnten keine bekommen". Nein, manche finden auch einfach keinen Partner und werden dafür auch noch bestraft.

Jetzt, mit 51, finde ich mich als Mann zu alt.
 
Es ist halt Geschmacksache. Es gibt viele Menschen die sich zb. nicht an ein Tier binden möchten. Die keinen Hund wollen weil er auch mal zum Tierarzt muss, weil er nerven kann, weil er Bedürfnisse hat die man erfüllen muss, auch bei Wind und Wetter nach draußen. Man ist in seiner Freizeit und auf Urlaubsreisen eingeschränkt. Man ist eigentlich in allem eingeschränkt.

Und so geht es mir halt wenn ich an eigene Kinder denke und ich bin froh das die Kinder meiner Lebensgefährtin mittlerweile erwachsen sind.
Ich habe schon als Jugendlicher gewusst das ich keine Kinder möchte und das hat sich bis heute nicht geändert.

Und deshalb ist es Geschmacksache. Jemand der unbedingt einen Hund möchte und Freude daran hat, dem machen diese Einschränkungen nichts aus. Er empfindet diese nicht als welche.
Und so ist es auch bei Menschen die Kinder wollen. Sie entbehren dafür dann gerne.

Obwohl, ich kenne auch einige Menschen die besser ohne Kinder geblieben wären und die wahrscheinlich nichtmal merken das sie damit gar nicht klar kommen.
 
Ich denke, es ist generell problematisch, das Thema Kinder als Einzelperson zu betrachten.
Erst mit dem richtigen Partner hat man die nötige Sicherheit und Stabilität, um dem Kind ein gutes Leben zu ermöglichen. Bavor man an ein Kind denkt, sollte man sich erst einmal sicher sein, ob der Partner eine gute Mutter/ein guter Vater sein würde.
 
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