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Multikulturell im Kindergarten: Mein Sohn findet es gut, aber ich benötige Rat

Ich finde es generell toll, es gibt nichts besseres, als mehrere Sprachen zu beherrschen. Allerdings sehe ich das mit dem Lehrer auch als Problem.
Tatsächlich würde ich dem Vorschlag hier zustimmen, dass euer Sohn eben auch privat sich mit den arabischen Kindern anfreunden kann und die Sprache dabei einfach spielerisch lernt. Das geht niemals einfacher als als Kind. Und vielleicht fänden die Eltern es auch super, wenn ihre Kinder durch ihn mehr Kontakt zu Deutschen hätten. Eine win win Situation für alle Seiten.

Für gewöhnlich freuen sich diese Menschen sehr, wenn man ihnen aufgeschlossen begegnet und sich für ihre Sprache und Kultur interessiert.
 
Also ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber ich würde sagen, dass da auf vielen Ebenen etwas "ungünstig" läuft:
Also 1. der Junge ist erst 5: das ist viel zu jung, um mit einem Privatlehrer eine Fremdsprache zu pauken. Das KANN nur zu Frust führen.wie andere schon geschrieben haben: Wäre es ein lernen"nebenher" und auf eine natürliche Art in der Interaktion oder meinetwegen in einem entspannten Gruppenkurs, wo die Kinder gemeinsam lernen- OK. Aber SO? Das kann nicht funktionieren.
2. Der Junge fühlt sich also von den Kindern ausgestoßen und DAS soll ihn motivieren, deren Sprache zu lernen? Also sich anpassen, wenn man ausgestoßen wird?
Was ist denn das für eine Botschaft?
Also völlig egal um welche Nationatlität es geht: Was für eine Botschaft vermittelt ihr denn dem Jungen da?
wenn ein Kind ausgestoßen wird (ob das nun tatsächlich so ist oder ob er es nur so empfindet oder ob es vielleicht nur wenige Einzelne sind ist ja egal: Entscheidend ist, was bei urem Jungen ankommt) muss es sich nur kräftig anpassen und bekommt noch ungeliebte "Hausaufgaben" on top, damit es akzeptiert wird? Also übertragen beudetet das: wenn ein Kind wegen seiner Klamotten ausgegrenzt wird, muss es eben die Klamotten der Peergroup anziehen und gut ists. wenn es gemobbt wird, weil es nicht Fußball spielen kann, bekommt es eben Extra-Fußballunterricht?
DAS ist die Botschaft, die ihr gerade dem Kind gebt und dass es gegen diese Botschaft rebelliert ist normal und "gesund".
Eigentlich müsste es doch umgekehrt sein oder? Kinder die IHN ausgrenzen müssten "extra Hausaufgaben" bekommen. Das muss sich für ein 5-jähriges Kind sehr verwirrend und ungerecht anfühlen.
Viel wichtiger wäre doch die Botschaft, dass man sich TROTZ aller Unterschiede verständigen kann. Kinder können sich verständigen auch OHNE eine gemeinsame Sprache zu sprechen. Eine verbindung zwischen den Kinder zu schaffen wäre die aufgabe des Kindergartens aber auch von euch. Also die Kinder zusammenbringen, annähern TROTZ Sprachbarriere. Daraus resultiert dann vielleicht tatsächlich, dass die Kinder ihre unterschiedlichen Sprachen austauschen und somit lernen: DAS wäre gut und natürlich und würde Spaß machen. Aber so wie es aktuell passiert ist es eine ganz seltsame Botschaft und es wundert mich, dass der Kindergarten darauf nicht angemessen reagieren und die Kinder "zusammenbringen" kann. Umso mehr könnt IHR das tun: Organisiert Treffen, ladet Kinder zum spielen ein, redet mit den Eltern: Dann verstehen sie sich viel schneller und besser, als wenn ihr euren Jungen zum Privatlehrer schickt.
Hätte euer Junge einen arabischen Freund, würde er vermutlich auch was von der Sprache abbekommen und von dem Freund hätte er deutlich mehr als von einem Lehrer.
Also wenn euch so wichtig ist, dass der Junge arabisch lernt, dann seht zu, dass er arabische Freundschaften knüpft.
Also ich finde es total wichtig, einem Kind die Botschaft mitzugeben, dass Menschen gleichwertig sind und niemand ausgegrenzt werden darf egal wie unterschiedlich sie sind und dass man sich trotz aller Unterschiede verstehen kann.
Niemals würde ich die Botschaft vermitteln, dass man sich nur genug anpassen muss, damit man respektiert wird.
 
Naja, eigentlich hast du dich doch bereits entschieden.

Du möchtest, dass dein Sohn arabisch lernt, weil du es als notwendig ansiehst.

Er hat zwar keine Lust darauf, aber du möchtest es mit Druck durchsetzen, dein fünfjähriges Kind soll einsehen, dass es für seine Zukunft wichtig ist…

Eigentlich sprechen die Erzieher deutsch mit den Kindern.
Während dem Stuhlkreis, beim gemeinsamen Spielen und Basteln, beim Essen und Lesen.

Nur beim freien Spielen wird das anders sein.

Wenn dein Sohn nun einmal in der Woche eine Stunde Arabischunterricht erhält, dieser in den Ferien oder bei Krankheit noch entfällt, da bräuchte er viiiele Jahre, bis er sich einigermaßen sicher auf arabisch unterhalten könnte…

Unter diesen Voraussetzungen möchtest du trotzdem deinen Sohn davon „überzeugen“?

So viel Unfrieden und Stress, damit du deinen eigenen Willen bekommst?

Übrigens: auch die ausländischen Kinder werden mit jedem Tag im Kindergarten besser und mehr deutsch sprechen…

Und für deren Zukunft in der Grundschule ist es sehr wichtig, dass sie die deutsche Sprache möglichst flüssig sprechen.

Da profitieren sie also von deinem Sohn, wenn er sich auf deutsch mit ihnen unterhält.
 
Ich denke auch, je mehr Sprachen ein Kind lernen "soll", desto mehr Sprachen gibt es, die es nicht perfekt sprechen kann. Mal abgesehen davon, dass jene Kinder, die andere Sprachen in der Kita sprechen, ggf. dann auch Schwierigkeiten in der Schule bekommen werden (Wobei es schon bedenklich ist, wieviele Leute, die ich draußen so mitbekomme, nicht "richtig" sprechen können:"Ey, hör´ma, lass ma Kühltruhe". ...Alles klar. ...und wenn das so laufen gelassen wird, dann wird das irgendwann "normal" sein und warum soll sich dann noch jemand die Mühe machen zu sagen:"Hallo, ich habe eine Idee: Lass uns doch mal gemeinsam zur Tiefkühltruhe gehen, um zu schauen, ob es da etwas zum Essen für uns gibt, was uns inspiriert, es zu kaufen").
 
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht
Frust zeigen, weil man nicht versteht, was er/sie sagen möchte, das kenne ich, darin habe ich Erfahrung. (wer nicht?).
Er wurde auf den Mann wütend, der ihn belehren wollte ( Vater, oder Lebensgefährte, egal) also ist das schon mal ein Hinweis, dass sich der Kleine unverstanden fühlte..?? Da reichen schon irgendwelche Blicke, oder ein bestimmter Tonfall, um sich mies zu fühlen, sich nicht ( mehr) glücklich zu fühlen, keine Freude mehr mit jenem zu haben.

Was den Kindergarten betrifft- vielleicht hat sich ein ehemals guter Freund von ihm abgewendet, das kann irrsinnig weh tun.
 
Ich habe aber einen Tipp für dich, wie du eventuell deinen Sohn für arabisch begeistern könntest.

Vorab, mir ist nicht klar, was du mit arabischer Sprache genau meinst?
Türken sprechen türkisch und das arabisch der Syrer und Marokkaner ist so verschieden, dass sich diese Menschen auch nur sehr schwer untereinander verstehen und verständigen können….

Welche Sprache soll denn dein Sohn also genau lernen?

Mein Tipp: Gehe als gutes Beispiel voran und melde dich für einen Sprachkurs an.
Deine dann neu erworbenen Sprachkenntnisse kannst du anschließend spielerisch in den Alltag mit deinem Kind einfließen lassen.
Vielleicht erlangt er dadurch Spaß daran, diese neue Sprache zu erlernen. 🤔

Und es wäre eine Win-Win Situation!

Es ergibt schließlich keinen Sinn, dass diese Sprache für deinen Sohn in 10 Jahren wichtig werden sollte, für dich aber nicht…

Wenn es für ihn wichtig wird, dann für dich und deinen Mann ebenso.

Also: Geht mit gutem Beispiel voran.
 
Er findet es ja aber anscheinend indirekt doch ganz gut. Was würdest du machen, wenn dein Sohn sagt, er findet es toll, wenn er die anderen Kinder auf einmal versteht, was er vorher nicht getan hat, aber im nächsten Moment dann sagt, er will nicht lernen, weil er lieber lieber spielen will, was aber nur für den Moment hilft, aber langfristig gesehen völlig hannebüchen ist und man Kinder erziehen muss, das Richtige zu tun? Spielen will ja jedes Kind. Das ist für mich kein Argument zu sagen, verzichtet auf wichtige Entscheidungen im Leben. Deswegen frage ich ja um Rat.
Er soll spielerisch lernen,aber was ihr da macht ist unsinnig. Und nein,arabisch muss man nicht lernen.
 
Bei einen Verhältnis von 50 zu 12 sähe ich das ähnlich aber ich würde es auch mitlernen, dann gibt es einen himmelweiten Unterschied, zwischen verstehen und sprechen können, bei Kindern.

Das umgangssprachliche lernen sie ja auch ohne zutun .....es klingt logisch wenn da jetzt 50 chinesische Kinder wären , und nur 12 deutsche wäre es auch so ....früher hatten wir viele Gastarbeiter Kinder in der Ecke, wir haben deren und die unsere Sprache gelernt ......einfach so ....heute sähe ich das auch anders ....Mobbingverhalten tritt in der Tat früher auf als noch vor 20 Jahren, ähnlich wie mit Straftaten....
 
Die Erzieherinnen sagen, dass sie gute Erfahrungen gemacht haben, dass wenn die Kinder ohne arabische Sprachkenntnisse sich an die arabischen Kinder anpassen, dass die Konflikte in den letzten Jahren deutlich reduziert wurden, weil viele Kinder dann akzeptiert wurden, ........

.......Es ist anscheinend nur sein Gefühl, dass er Integrationsprobleme hat. Und das nehmen wir ernst.......

...... Mir geht es daher um Integration, was wir wie gesagt befürworten.

Ok, ich habe es aber schon richtig verstanden, dass ihr in Deutschland wohnt und euer Sohn in einen deutschen Kindergarten geht?

Mich wundert die aktuelle Situation bei solch einer Einstellung nicht mehr. Finde den Fehler.
 
Es stellt sich auch die Frage, wie Kinder, die sich hauptsächlich untereinander in ihrer Landessprache unterhalten, sich in der Schule weiterentwickeln. Frage mal Lehrkräfte und lies Studien dazu.
Ich kann dazu nur sagen, dass die beiden türkischstämmigen Kinder hier aus der Nachbarschaft beide aufs Gymnasium gehen.
In ihrer Familie wird ausnahmslos türkisch gesprochen. Beide Eltern sind in Deutschland geboren, die Großeltern der Mutter ebenfalls. Auch die Eltern sprechen fließend und ohne Akzent deutsch und wollen einfach nicht, dass ihre Kinder ihre Muttersprache vergessen. Ich finde das bewundernswert. Und ich weiß, dass sie nicht die einzigen Kinder sind, die so sprachen lernen.
 

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