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Multikulturell im Kindergarten: Mein Sohn findet es gut, aber ich benötige Rat

Naja,aber er will ja anscheinend nicht lernen. Kann ich verstehen,wenn er einfach nur spielen und mit anderen Kindern netten Kontakt haben will. Ich denke auch,dass diskutieren und über die (erwachsene) Verstandesebene gehen,bei einem Kindergartenkind nur bedingt funktioniert. Das hat ganz andere Bedürfnisse,geht mehr über die Gefühlsebene,als über die Kopfebene.
Ich würde ihn nicht zu einem Arabisch-Lehrer schicken,sondern das Thema in der Kita ansprechen. ...und ihm Möglichkeiten bieten,mit anderen Kindern zu spielen,die ihn verstehen. Bei normalen Gruppenspielen in der Kita dürfte dazu ja auch viele Möglichkeiten sein...oder auch beim gemeinsamen Singen.
 
Wir versuchen ihm aber gerade klarzumachen, dass es wichtig ist für seine Zukunft ist. Aktuell funktioniert das Argument noch.

...erstmals mit voller Wucht ein Spielzeugtelefon auf meinen Partner geschmissen, als er mit mit meinem Sohn diskutieren wollte.

Wir diskutieren nicht mit ihm über seine Zukunft, wir entscheiden für ihn, weil das alle Eltern in diesem Alter tun. Oder meinst du, Eltern sollen Kinder in dem Alter entscheiden lassen, was sie möchten? Das nennt man "Erziehung".
ICH meine das ganz sicher nicht, ich habe mich lediglich auf das bezogen, was du in deinem Eingangspost selbst beschrieben hast.
 
Die Erzieherinnen sagen, dass sie gute Erfahrungen gemacht haben, dass wenn die Kinder ohne arabische Sprachkenntnisse sich an die arabischen Kinder anpassen, dass die Konflikte in den letzten Jahren deutlich reduziert wurden, weil viele Kinder dann akzeptiert wurden, was vorher nicht der Fall war. Ich verstehe deinen Standpunkt, aber ich möchte meinen Sohn auch nicht zu einem Rebellen machen. Wenn es ihm jetzt hilft und vor allem in der Schule und auch in den nächsten 10 Jahren oder gar weiter, dann ist das eine Investition in die Zukunft.
Dann verstehe ich deine Frage nicht, wenn es für dich so klar zu sein scheint.

Ich bin der Sprachenvielfalt gegenüber sehr aufgeschlossen. Mein Sohn arbeitet als Sprachenlehrer und spricht sehr viele Sprachen. Ja, das öffnet in jeder Hinsicht sehr viele Türen. Das hat er sich freiwillig ausgesucht. Niemals hätte ich ihn aber im Alter von 5 Jahren dazu gedrängt.

Es stellt sich auch die Frage, wie Kinder, die sich hauptsächlich untereinander in ihrer Landessprache unterhalten, sich in der Schule weiterentwickeln. Frage mal Lehrkräfte und lies Studien dazu.
 
Wenn in der Kita (oder späteren anderen Gruppen) wieder anders sprachige Menschen sind, muss man sich denen dann auch anpassen, um akzeptiert zu werden? Wer muss sich in einer deutschen Kita (kann auch auf eine andere Nation übertragen werden) anpassen? Das Kind,dessen Muttersprache deutsch ist? Das Kind,dessen Muttersprache türkisch ist? Das Kind,dessen Muttersprache italienisch ist? Das Kind,dessen Muttersprache griechisch ist?
...oder...können auch einfach alle Kinder zusammen spielen, unabhängig von der Muttersprache?
Wird gefördert,dass in einer Gruppe mit 5 Nationen eine Gemeinschaft entsteht oder 5 Kleingruppen nebeneinander (oder gar gegeneinander)?
...und..auf die Kita bezogen: Dafür sind. nicht nur die Erzieherinnen verantwortlich,sondern auch die Familien der Kinder.
 
Er findet es ja aber anscheinend indirekt doch ganz gut. Was würdest du machen, wenn dein Sohn sagt, er findet es toll, wenn er die anderen Kinder auf einmal versteht, was er vorher nicht getan hat, aber im nächsten Moment dann sagt, er will nicht lernen, weil er lieber lieber spielen will, was aber nur für den Moment hilft, aber langfristig gesehen völlig hannebüchen ist und man Kinder erziehen muss, das Richtige zu tun? Spielen will ja jedes Kind. Das ist für mich kein Argument zu sagen, verzichtet auf wichtige Entscheidungen im Leben. Deswegen frage ich ja um Rat.
Das ist keine wichtige Entscheidung und schon gar nicht richtig.

Lerne mal, was Integration ist und wer da in der Pflicht ist - mit Sicherheit nicht die Einheimischen.

Das ist alles Wahnsinn. Ein Kind soll im eigenen Land eine fremde Sprache lernen um zugewanderte Kinder zu verstehen und das mit fünf Jahren. Wie unterwürfig ist das, ey.

Dein Kind tut mir leid.

Das ist einfach nur falsch.
 
Was würdest du machen, wenn dein Sohn sagt, er findet es toll, wenn er die anderen Kinder auf einmal versteht, was er vorher nicht getan hat, aber im nächsten Moment dann sagt, er will nicht lernen, weil er lieber lieber spielen will
Ihn mit Kindern in eine Gruppe geben, in der deutsch gesprochen wird.

Das sollte auch vom Kindergarten meiner Meinung nach vorgegeben werden, dass da deutsch gesprochen wird. Das ist eine Sache des Respekts und Arbeit an gelingender Integration derjenigen, die da in der Verantwortung sind.
 
Er verlässt die Kita bald und geht zur Schule..

Wobei die "Gefahr" groß ist - dass, wenn der Einzugsbereich ähnlich dem des Kindergartens ist - dort auch ein Großteil der Kinder aus dem Kulturkreis ist.

Und dann quasi in der Grundschule das genauso weiterläuft wie im Kindergarten.
Nicht überall kann man sich die Schulen frei aussuchen, oftmals gibt es da festgelegte Einzugsbereiche.
 

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