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Mobbing in der Schule - war: "Schlag zurück!!"

AW: Mobbbing in der Schule - war: "Schlag zurück!!"

@Gast:
Den 3. Selbstmordversuch hat, so komisch oder albern das klingen mag, damals mein Wellensittich verhindert. Ich habe ein sehr inniges Verhältnis zu diesem Tier gehabt. Budsche, so hieß der Kleine, hat sich, bspw. wenn ich mich nachmittags zum Dösen hinlegte (musste ich manchmal wegen dem schwachen Kreislauf) immer daneben auf die Sofapolster gesetzt und hat mitgeschlafen. War richtig goldig. Wie dem auch sei, er hst, als ich das Messer an den Pulsadern hatte und gerade loslegen wollte, so komisch geguckt. er konnte nicht verstehen, was ich da machen wollte und dass ich ihn alleine lassen wollte. Dieser Blick hat sich so tief in meine Seele gebohrt, dass ich es nicht mehr tun konnte. Seit diesem Tag habe ich nie wieder ernsthaft über Selbstmord nachgedacht. Als Budsche aufgrund seiner Altersschwäche starb, hat er solange durchgehalten, bis meine Eltern mich ins Zimmer geholt hatten. Er hat sein Köpfchen gehoben und mir noch einmal zugezwinkert, dann war er tot. Ich glaube er wusste, dass er mir das Leben einst gerettet hat. das sind einige der kostbarsten Augenblicke meines Lebens.

Vielleicht war es dieser Blick, der mir geholfen hat, einfach weiter zu machen und mich aus dieser ganzen Misere hoch zu arbeiten, vielleicht auch nicht. Ihr könnt das gerne für albern halten, aber für mich ist dies eine sehr kostbare Erinnerung. Lieber Gast ich kann dich da voll und ganz verstehen.

Ich kann dir nur raten: wehre dich mit allem, das du hast gegen Mobbing. Und versuche nicht dabei Rücksicht zu nehmen oder höflich und anständig zu bleiben. Es geht dabei um dich und du musst dich schützen, so gut es geht! Sonst ist es irgendwann zu spät und du kannst es nicht mehr oder nur noch sehr schwer.
 
AW: Mobbbing in der Schule - war: "Schlag zurück!!"

Ich habe auch nicht behauptet, dass Mobbing die Grundursache für schlechtes Selbstvertrauen ist, sondern, dass es dafür sorgt, dass es völlig verschwindet. Selbstvertrauen hatte ich bspw. genug,

hähh?? Wer tatsächlich ein solides Selbstvertrauen hat den können auch eine Millionen Mobber nicht erschüttern! Du scheinst dich da selber irgendwie unrealistisch wahrzunehmen..ich denke du hattest bisher (oder zumindest zum damaligen Zeitpunkt) noch KEIN solides Selbstvertrauen. Kein Mobber ist so mächtig als dass er ein solides Selbstvertrauen erschüttern, geschweige denn zum Verschwinden bringen kann wie ein großer Magier...du scheinst da in einer komischen Einbildung befangen gewesen zu sein, oder immer noch befangen zu sein.

Ein solides Selbstvertrauen ist so gut wie unkaputtbar...wie ein Gummikern...der Schläge elegant wegsteckt und Angriffe automatisch geschickt kontert, zurückwirft wenn was aufprallt...sich abgrenzt und einigen Mist nicht zu nah an sich herankommen läßt.

äähmm und diese Wellensittichgeschichte ist recht schräg...ein akut Depressiver mit Selbstmordabsichten und mittelschweren Wahnvorstellungen (was die Interpretation eines Tierblicks und allgemeinen Tierverhaltens angeht...aber o.k. wenn das ne WEile hilft...)...wie unverantwortlich damals nicht in fachärztliche Behandlung gegangen zu sein kann ich da nur sagen. 3 Selbstmordversuche deuten auf eine psychische Grunderkrankung, sprich Depression hin, die wahrscheinlich lebenslang vorhanden sein wird...wichtig ist es sie dauerhaft in den Griff zu kriegen. Aber o.k..wenn Klein-Budsche so mächtig ist und bleibt dich für immer vom Selbstmord fernzuhalten...glaube daran...das kann nicht schaden.

Ich habe dich an sich nie persönlich angegriffen..ich schreibe immer so...harte sachliche Analyse...oft harte Kritik, aber finde ich wichtig.

Tyra

Betr. Tiere..ich bin Tierliebhaberin und kenne mich an sich recht gut aus mit allen möglichen Tieren..hatte auch Wellensittiche oder Echsen (nahe Verwandte im Tierreich) und kenne Situationen in denen ein ein kleines Viechlein so herzerweichend anschaut..aber die Interpretation dieses Blicks ist natürlich rein menschlich...man interpretiert da sehr viel rein....ich finde es unwürdig seine Wünsche und emotionalen Bedürfnisse auf Wesen fremder Herkunft zu werfen...man sollte professionelle Distanz wahren und sich an Artgenossen halten, die einen viel besser verstehen können und wo die Wahrscheinlichkeit für echtes Verstehen und echte Zuneigung höher liegt.
 
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AW: Mobbbing in der Schule - war: "Schlag zurück!!"

Ich hatte das, was Child isStorm gesagt, auch erst falsch verstanden.
Aber sie hat sicher Recht, dass Mobbing auch solche treffen kann, die zunächst ein tolles Selbstbewusstsein habe. Wenn das "gute" Mobber sind, kriegen die Dich klein, wenn Du Schüler bist und von Eltern/Lehrer keinen Rückhalt erhältst.
Als Erwachsener findet man da vielleicht noch Alternativen, als Kind sicher nicht. UNd dann ist das Selbstwertgefühl weg, selbst wenn es vorher da. Man kann MEnschen systematisch kaputt machen. Ich spreche hier natürlich von Normalsterblichen, nicht von psychologischen Superhelden 😉


Zu den Suizidversuchen. Nein, nicht jeder, der einen soclhen Versuch unternimmt ist psychisch krank. Das ist einfach nicht wahr. Und manchmal reicht eben auch so etwas banales wie ein Wellensittich, dass man den Wert eines Lebens erkennt.
Im Übrigen war CiS da noch ein Kind/Jugendliche, was sie ja heute nicht mehr ist. Jugendliche handeln selten, es sei denn sie sind psychologische Superstars, so eigenverantwortlich, dass sie Depressionen erkennen und da selbst was unternehmen.

Ich finde es unwürdig, anderen Menschen auf Grund ihrer Lebensgeschichte und ihrem Umgang mit dieser so entgegenzukommen und sie in eine Schublade zu stecken, nur weil man es selber anders erlebt hat nicht nicht nachvollziehen kann.

Sori
 
AW: Mobbbing in der Schule - war: "Schlag zurück!!"

die meisten Mobber sind aber nicht gut sondern eher banale Banausen....man kann natürlich durchaus das Pech haben an waschechte Psychos und Soziopathen zu geraten....aber die sind -zum Glück- eher selten. Stimmt Mobbing kann an sich jeden treffen, aber die Wahrscheinlichkeit sinkt doch beträchtlich wenn man mit einem soliden Selbstbewusstsein und einer gewissen Ausstrahlung, die so einige Mobber schon im Vorfeld abschreckt aufwarten kann. Mobbing ist ein Phänomen, das durch alle Gesellschaftsschichten geht...

Man kann Menschen nur dann systematisch kaputt machen, wenn diese Menschen so gar nix dagegen zu setzen haben und in (kleinkindlicher) Opferstarre ihren A**** nicht hochkriegen entweder wegzulaufen oder aber sich zu schützen und wehren..das ist halt Selektion..survival of the fittest..entweder man packt es oder wird gepackt...ist bei uns Menschen oft nicht anders als in anderen Tiersippen...wir sind Naturwesen..was einige jedoch immer wieder zu vergessen scheinen und unrealistische Erwartungshaltungen aufbauen wie z.B. dass die Menschen von Natur aus gut sind oder sowas..sie sind von Natur aus weder gut noch böse, sondern einfach das was sie sind...hochspezialisierte Raubtiere, die zwar moral- und kulturfähig sind, aber es gibt keine Garantien dafür, dass sie sich auch immer an gewisse moralische und sittliche Regeln halten, sich immer sozial verhalten...ist ein Ding der Erziehung und die halte ich für mangelhaft..die Kids werden zu wenig erzogen..weder von den Eltern noch den SChulen..Sozialkompetenzen werden so gut wie gar nicht geschult, alles ist eher auf ein florierendes Wirtschaftsdings ausgelegt und dort wird mit knallharten Bandagen gekämpft...der Konkurrenzdruck ist groß...Mobbing ist ne (natürlich unzulässige und verwerfliche, aber dennoch praktizierte) Strategie einige Mitkonkurrenten aus dem Rennen zu werfen...

Ich stecke aufgrund meines dynamischen Grundansatzes und dem Glauben, dass ein Mensch sich verändern und entwickeln kann, ständig ändert Leute nie in Schubladen...sowas ist mir zu primitiv....ich benutze natürlich wie jeder andere Mensch auch gewisse Ordnungsschemata.....betone aber immer wieder, dass alles nur vorläufige Einschätzungen sind...

Stimmt als Kind hat man oft das notwendige Selbstvertrauen noch nicht und ist an sich auf den Schutz der Erwachsenen angewiesen. Das Thema hatten wir ja bereits und klargestellt, dass sowohl Lehrer als auch Eltern hier versagt haben...womit einem an sich nur bleibt selber rasch erwachsen zu werden um zu tun was notwendig ist. Ab 14 Jahren ist man per definitionem kein Kind mehr (in anderen Ethnien ist man bereits verheiratet und hat für eine eigene Familie Verantwortung, biologisch sind wir also bereits ziemlich fit drauf, in unserer Gesellschaft ist man mit 18 volljährig, aber es kommt mir so vor als würden einige nie erwachsen..zunehmende Infantilisierung??) und ab da meiner Erfahrung nach auch durchaus in der Lage Selbstschutzmechanismen aufzubauen. Man muss kein psychologischer Superstar sein, sondern einfach nur ein guter, aufmerksamer Beobachter und sich dazu selber noch ein wenig mögen + ein Quentchen Selbstbewusstsein haben.
Kann sein, dass da bei einigen in der Entwicklung (mangels Förderung etc.) grundlegend was schiefgegangen ist...wichtig ist dann nur nicht mit einer ungünstigen Grundhaltung an den Erlebnissen anzuhaften indem man sich einredet man sei durch Mobbing oder anderweitige Gewalt für immer zerstört oder so....in einer solchen Haltung liegt eine große Gefahr und sie bringt einen nicht weiter.
Depressionen lassen sich oft nicht so leicht erkennen...auch im Erwachsenenalter oft nicht...v.a. deshalb nicht, weil man sowas nicht gerne sehen oder erkennen MÖCHTE...aber nun weiss Child of Storm ja Bescheid... 😉

Bei den meisten Suizidversuchen liegt eine Depression mit suizidalen Anteilen vor...bei drei Suizidversuchen in Kombination mit der Mobbinggeschichte liegt die Wahrscheinlichkeit für eine psychische Grunderkrankung sehr hoch würde ich sagen. Grundsätzlich ist damit jedoch nicht gesagt ob es erneut zu Akutschüben kommen kann..manchmal ist jemand ein paarmal akut, dann nie mehr...manchmal jedoch irgendwann wieder....kommt auf die Art der Erkrankung, die Person und weitere Entwicklung und die Lebensumstände an...
 
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AW: Mobbbing in der Schule - war: "Schlag zurück!!"

*g* leider darf man nicht immer das sagen, was man gerne möchte. Schade.

Ich denke, dass Problem bei der Lehrerausbildung ist, dass man noch sehr unsicher ist, wie man sinnvoll mit Mobbing umgeht, wie man es überhaupt entdeckt, weil die OPfer ja meisten schweigen.
Meine Ausbilder konnten mir da meist wenig zu sagen. Ich fände es gut, wenn es an jeder Schule ausgebildete Psychologen gäbe, die wirklich auch die Zeit haben, in den Unterricht zu schauen nd in den Pausen zu beobachten, um sowas zu einen zu erkennen und auf der anderen Seite auch die Lehrkräft zu unterstützen.

Es gibt ja Dinge, die man gerade gruppendynamisch machen kann, auch schon vorbeugend oder um zu intervenieren, aber dazu bleibt dann sooo wenig Zeit im Schullalltag neben den anderen 1000 Sachen, die man noch machen soll. Das ist schon frustrierend.

Irgendwie kapieren die Politiker nicht, dass sie ja in unsere eigene ZUkunft investieren würden, wenn sie in das Schulsystem investieren. Da müsste sich so vieles ändern...

Allein schon ein funktionierendes, vernünftig aufgebautes Gesamtschulsystem würde vieles verbessern. Einfach lernen und erleben, dass es soooo viele UNterschiede zwischen den Menschen gibt, aber das jeder was besonderes ist...
 
AW: Mobbbing in der Schule - war: "Schlag zurück!!"

ich kenne in meinem Bekanntenkreis zwei engagierte Lehrer...eine davon Lehrerin..und beide haben sich dazu Gedanken gemacht und haben an ihren Schulen mehrfach eingegriffen...Ich denke es kommt da halt auf das Engagement der Lehrer an und auch auf die Schulbedingungen....es wird zu wenig in Bildung und gute Schulen investiert...die Lehrer sind oft überfordert und können einfach oft nicht mehr und können sich nicht um alles kümmern....es gibt hin und wieder Schulen, die mit eigenen Projekten aufwarten und gute Erfolge haben..aber das wars dann auch schon...kleine Tropfen auf den heißen Stein.
Jede Gesellschaft ist nur so gut wie sie sein will...Mobbing wird halt zu oft geduldet.

Ich stimme dir zu, dass das Schulsystem sich ändern müsste...im Bildungssektor müsste sich noch so einiges ändern...seit ca. 30 Jahren redet die Politik ja davon..tut aber wenig...und die Leidtragenden sind leider mal wieder wir, das normale Volk und einige Schüler die gemobbt werden weil es an einigen Schulen zugeht wie auf nem Hühnerhof.
 
AW: Mobbbing in der Schule - war: "Schlag zurück!!"

Ähm ich möchte eines hier mal klar stellen: ich litt damals wohl an einer Depression und in keinster Weise an einer "psychischen Grunderkrankung". Die Einschätzung/Behauptung halte ich für unsachlich und völlig fehl am Platze. Aber sie verdeutlich auch das, was ich eigentlich ursprünglich mal sagen wollte: Die Opfer werden gesellschaftlich nicht anerkannt. Da werden fiktive Erkrankungen aus irgendwelchen Schubladen hervorgekramt, deren Konsequenz noch viel mehr zerstören, als das Mobbing. Ich lebe jetzt seitdem ganz gut und arbeite mich immer weiter aus der Depression heraus.

Tyra ich finde es schade, dass du in deinen Tieren keine Freunde, sondern lediglich Koexistenzen siehst. Ein Kind empfindet solche Vorkommnisse ganz anders als ein Erwachsener, vor allem ein Kind, das darauf regelrecht dressiert ist, die Stimmungen anderer aufzufangen, um eventuelle Repressalien wie Schläge im Vorfeld zu erkennen und damit vermeiden zu können.
 
AW: Mobbbing in der Schule - war: "Schlag zurück!!"

häää? ähmmm kleine Aufklärung: eine Depression ist eine psychische Erkrankung. Und: man kann sich nicht selbst aus solch einer Erkrankung heraustherapieren, sondern braucht Fachleute dazu, sorgfältige Therapie.
Ein Kennzeichen der Erkrankung ist oft, dass die Patienten leider keine Einsicht zeigen und behaupten sie seien gar nicht krank...
Meine mittlere Schwester war vor Jahren mal psychotisch..total durchgeknallt....konnte gar nicht mehr schlafen und hat dann in der Klinik (in die sie meine jüngere gottseidank leiten und ich halten konnte) hammerharte Beruhigungsmittel bekommen, die einen Menschen im Normalzustand direkt in Tiefschlaf versetzt hätten, sie war jedoch immer noch am rumhippeln...in solch einem Zustand ist das Gehirn auf ganz hohem und zwar viel zu hohem Energieniveau...der Patient wird sprichwörtlich ver-rückt...hat Wahnvorstellungen etc...war interessant und erschreckend zu beobachten...nachdem die behandelnden Ärzte ein wenig wissenschaftliche Aufklärung geleistet hatten war ich nicht mehr erschreckt...konnte das verstehen und auch dass da Medikamentation überlebensnotwendig ist...Meine Schwester wollte die Therapie ständig abbrechen (typisch für psychisch Kranke, die oft Behandlung verweigern) und es brauchte zwei Wochen harte Überredungsarbeit seitens der Ärzte und seitens der family bis sie "angedoct" ist, d.h. ärztliche Behandlung zuverlässig für langfristig ( 3 Jahre!! 6 Wochen Klinik, rd. 3 Jahre ambulante Kombitherapie) angenommen hat...was ihr die Birne gerettet hat...denn je öfter Akutschübe desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass man lebenslang krank sprich im Eimer ist....bis heute ist meine Schwester stabil....und es bestehen lt. der Fachärzte gute Aussichten, dass diese damalige Akut-Phase eine einmalige Phase war....

Bin abgeschwiffen...nochmals zum Thema: Tiere und Freunde..ich denke nur Menschen können echte Freunde sein, weil sie Wesen sind, die sprachfähig sind....mit Tieren ist man auf Dauer sozial unterfordert und kommt ggf. schräg drauf...Für Menschen ist glaube ich quasseln manchmal wichtig oder auch gemeinsam Stille üben....habe das beim Zen sehr angenehm empfunden...
Tiere sind unbestritten für alte Menschen oder auch psychisch Kranke ein gutes Zusatztherapeutikum....sie können mit ihrer stummen treuen Art eine arme einsame Seele trösten..aber ich denke es ist wichtig sich auch mit menschlichen Freunden zu umgeben...

Ich liebe Tiere...und sehe sie eher als zeitweilige Partner, z.B mein Pflegepferd, dass ich eingeritten habe...es ist wunderbar auf pferdisch zu kommunizieren...das ist für mich sowas wie Zen....oft eine super Harmonie..dennoch ist das Pferd nicht mein Dauerfreund, sondern ich habe einen echten Freund mit dem ich noch mehr anstellen kann als mit dem Pferd.

Partnerschaft unter Menschen ist was anderes als mit Tieren..ich denke es ist ein Zeichen für Gesundheit wenn man in der Lage ist Freundschaft und Partnerschaft mit Menschen zu führen..durch Hochs und Tiefs...

Heute bin ich übrigens über das Wellensittichalter hinaus..ich habe derzeit KEINE Haustiere...da ich keine Zeit dafür habe und ich vermisse nix, weil ich sehr viele menschliche Freunde, Bekannte, meine Nichte, meinen Neffen, die Kids von Freunden habe mit denen ich oft was unternehme...und natürlich auch 2 -3 X die Woche mein Pflegepferd, das ich trainiere....damit bin ich voll ausgefüllt und erfüllt.

Ich finde es bedenklich wenn jemand sich nur zu Tieren hin zurückzieht...Tiere können einfach kein adäquter Freundschafts- oder Liebesersatz für Menschen sein...für erwachsene Menschen...denn was ist z.B mit Sex?? Dafür braucht man an sich nen menschlichen Partner, zumindest wenn man nicht Somotit sein will 😉

Und noch zur gesellschaftlichen Anerkennung von Opfern: klar werden die nicht anerkannt...kein Mensch mag im Grunde Schwache...wir haben moralbedingt zuweilen Mitgefühl und Mitleid mit Schwachen, aber im Grunde versteht man Opfer aufgrund ihrer passiv-devoten Haltung oft nicht. Und: auf welche Weise sollte man Opfer denn anerkennen? Wozu?
Ich denke du denkst da ein wenig falsch herum...denkst dass sich die Gesellschaft an die Opfer anpassen sollte...es geht aber nur umgekehrt..die Opfer müssen zusehen dass sie sich an die Gesellschaft anpassen, stärker werden, rauskommen aus der Opferhaltung ..egal wie....es gibt da ja an sich zig Möglichkeiten...und wenn man das Opfertum überwunden hat kriegt man Anerkennung...wenn man drin hocken bleibt nicht, was ich o.k. finde. Die Gesellschaft erkennt im Grunde nur Mitglieder an die gut für eine Gesellschaft sind...die ihren Beitrag leisten, Verantwortungsbewusstsein zeigen, was bei Eigenverantwortung anfängt..also für sich selbst zu sorgen.....gerade unsere Gesellschaft ist ja sehr leistungsorientiert und was ist mit Opfern oder Kranken? Die kosten auf Dauer nur Geld und niemand mag Leute, die Krankheit funktionalisieren, was einige Opfer (die der falschen Vorstellung verhaftet sind sie wären für immer Opfer) manchmal tun...unterbewusst, weil sie keinen anderen Weg wissen und sich nicht trauen mal tabula rasa per Therapie zu machen oder eine Depression rechtzeitig behandeln zu lassen, weil sie den Mut nicht finden einen Schritt raus aus der Opferhaltung zu tun....
In der Beratungsstelle in der ich früher gearbeitet habe gab es häufig Klienten i.d.R. oft Klientinnen, die bereits jahrzehntelang (oft ein halbes Leben lang....grusel...)psychisch krank und nicht mehr leistungsfähig waren und auf die Frage warum sie nie in Behandlung waren, kam nur ein schlaffes Achzelzucken...und ich musste zig mal erklären, dass eine psychische Erkrankung nix ist für das man sich schämen braucht und genauso behandelt werden muss wie ein Magengeschwür oder ein kaputter Blinddarm oder entzündeter Zahn..denn eine Depression ist sowas wie ne entzündete Seele, ein biochemisches Ungleichgewicht im Gehirn, was im Akutstadium medikamentös behandelt werden muss damit das Gehirn nicht im Ungleichgewicht bleibt (Folge: man bleibt ein wenig oder oft auch ziemlich viel gaga...sprich irre, bei psychotischen Anteilen z.B🙂etc. etc...Das Problem bei Nichtbehandlung und eine Negativfolge kann lebenslange Manifestation sein...Ich finde es oft seltsam wie verantwortungslos manche Menschen da mit ihrer Gesundheit umgehen oder auch blind durchs Leben tappen, oft gar nicht erkennen das da was nicht stimmt.... Aber es scheint opfertypisch zu sein, rein aus Gewohnheit weil sie von ihrer Umwelt schlecht behandelt werden, sich selber auch schlecht und nachlässig zu behandeln...weil das Selbstwertgefühl auf Niedriglevel ist und offenbar einige Menschen es nicht hinkriegen aus sich heraus ein normales Level herzustellen...oder aber es in Therapie zu lernen...

Du hast an sich wenig über dein derzeitiges Leben geschrieben....das Mobbing und deine Depressionen scheinen ja lange her zu sein...was kam danach? Konntest du im Leben Fuß fassen? Bist du selbstständig geworden, hast du einen Beruf und kannst dich selber finanzieren? Soweit ich weiss bist du ja verheiratet...glücklich? In gutem Umfeld und mit nettem Freundeskreis? Hast du noch Kontakt zu deinen Eltern und wie ist das Verhältnis zu ihnen heute? Was für Hobbies hast du?
Bei Stimmung steht derzeit: erschöpft...warum derzeit erschöpft?

Tyra

Tyra
 
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AW: Mobbbing in der Schule - war: "Schlag zurück!!"

Ich frage mich gerade ein wenig, was mein derzeitiges Leben mit meinen Problemen an der Schule zu tun hat, ausser, dass ich mich ein wenig schwer mit sozialen Kontakten tue. Ich schließe relativ schnell Bekanntschaft, lasse aber andere nicht unbedingt nah an mich heran. Ich vermisse dadurch aber auch nichts. Ich habe drei sehr gute Freundinnen, die jede für sich einiges über mich wissen und einen sehr guten Kumpel, der so ziemlich alles weiss und mich sehr gut kennt.

Ansonsten würde mich mal interessieren, was du für "normal" hältst? Ich halte die permanente Gleichmacherei unserer Gesellschaft für nicht "normal". Damit meine ich keine erzieherischen Maßnahmen, wie bspw. Schuluniform. Sondern den Hang für alles und jedes eine Norm zu definieren und alles andere, das nicht exakt dieser Norm entspricht, als anormal zu betrachten. Bis zu einem gewissen Grad bin ich sogar stolz darauf, eben nicht in die gängigen Klischees zu passen. Habe auch kein Problem damit, das nach aussen hin zu zeigen. Wenn du so willst bin ich eine Mischung aus Gothic und Karrieretyp - mit dem Hang im kreativen Bereich so ziemlich omnipotent zu sein. Nach normalen Maßstäben passen diese drei Eigenschaften nur bedingt bis gar nicht zusammen. Und im Augenblick gewöhne ich mir eine gewisse LmaA-Einstellung an.

Du fragst, warum ich erschöpft bin? Das hat mehrere Gründe, von denen keiner mit meinen Mobbingerfahrungen zu tun hat.
 
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AW: Mobbbing in der Schule - war: "Schlag zurück!!"

Also "normal" ist ja nur sone Ordnungskategorie und kein Mensch kann im Grunde ganz genau sagen was normal ist..aber es gibt da schon so einige Indizien anhand der man sich entlanghangeln kann...

Du drückst dich ziemlich schwammig und ausweichend auf meine Fragen aus....

Und was ist mit Berufsausbildung? Hast du einen festen Job und kannst du dich alleine finanzieren oder von was lebst du derzeit?

Ich kenne einige Leute, die auch ausgeflippter drauf sind, ein guter Freund von mir ist künstlerisch hochbegabt..macht Ausstellungen, ist recht erfolgreich auf seinem Sektor, gleichzeitig aber auch genialer Mathematiker und Lehrer mit Frau und Kind...er beherrscht also sein Leben und kommt gut klar...ist selbstständig und lebensfit....hat Spass am Leben und genügend Geld in der Tasche...Oder Leute die sich über Mittelaltermärkte finanzieren und den ganzen Tach als Barden etc. rumlaufen und komisch mittelalterlich sprechen, was auch nicht sehr normal wirkt, aber nebenher sind sie halt auch ganz normale Leute, die nen eigenen Bauernhof haben, sich und ihre Kinder finanzieren können und weder dem Staat noch anderen finanziell auf der Pelle hängen, also selber -auch mit ihren oft unüblichen Lebensentwürfen- klarkommen..das würde ich schon als Indiz für normal und lebenstauglich ansehen. Ich kenne viele Szeneleute, die entweder untergegangen sind und es nicht geschafft haben und der Rest hat sich dann nach einer flippigen Zeit dann doch ein wenig an die Normen angepasst....was halt lebensnotwendig ist um klarzukommen.

Leute, die sich langfristig (Zeitaspekt....) krampfhaft bemühen kein Klischee zu leben oder auf keinen Fall der Norm zu entsprechen, aber um den eigenen A**** am kacken halten können noch im Alter von sagen wir: 25, 26 Jahren bei Mami futtern oder sich dort die Punkkluft waschen und den Internetanschluss zahlen lassen müssen halte ich für wenig lebenstauglich und auch unauthentisch.

Vor Leuten, die fern üblicher Klischees ihr eigenes Ding durchziehen, das aber auch selber durch kreative und legale Art hinkriegen...habe ich großen Respekt...dazu gehört aber denn doch schon ein gewisser Lebensstil und das man gesund dabei ist, glücklich und auch genügend Geld in der Tasche um nette Partys zu schmeissen....😉

Normen Klischees hin oder her: wer zu sehr von der Norm abdriftet wird hinterher selber zum Klischee des Außenseiters, Freaks oder Versagers...jeder muss da glaube ich so seine Niesche finden und oft halt auch ein paar Kompromisse schließen oder man ist raus aus der Gesellschaft.

Ich hatte im Alter zwischen 15,16 bis ca. 22, 23 Jahren auch ne Anarchophase...Punkertum..aber nicht so ungeerdet, dass ich nicht selber für mich hätte sorgen können. Ich habe damals (nach Berufsausbildung) eine Zeitlang im Kunstbereich gearbeitet...wäre mir auf Dauer zu stressig und v.a. zu unsicher gewesen. Ich hatte eine solide Grundausbildung im kaufmännischen Bereich gemacht...neben meinen Hobbies nebenher...war dort zwar ständig unterfordert, aber hatte damit immer ne Möglichkeit mich dauerhaft zu finanzieren.

Eine LmaA-Einstellung ist gut ggü Leuten, die dir tatsächlich nicht wohlgesonnen sind, aber als allgemeine Grundhaltung ist sie natürlich tödlich und eher schädlich..denn wenn was du dann zurückerhältst ist dasselbe...keiner wird dich damit sehr mögen..aber ggf ist das ja Sinn der Sache, da du gefangen bist in der Gewohnheit nicht gemocht und gemobbt zu werden??

Und was bedeutet das genau:
- mit dem Hang im kreativen Bereich so ziemlich omnipotent zu sein.

klingt ein wenig nach Größenwahn würde ich sagen. Aber wenn du wirklich so gut bist und von deiner Kreativität oder Kunst leben kannst, gut leben kannst, dann finde ich das natürlich super.

Wenn doch diese Mobbinggeschichte lange her ist und du mittlerweile so omnipotent bist, warum bist du eigentlich hier? Klappt es nicht so ganz mit dem Antiklischeeleben? Irgendwas scheint dir ja doch zu fehlen...oberflächliche Bekanntschaften reichen wohl nicht immer?....aber:
An sich hatte ich auch nach deinem Mann gefragt..du hattest ja geschrieben dass du verheiratet bist? Was denn nun, bist du verheiratet oder nicht und was ist los mit deinem Mann?
 
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