Tyra
Sehr aktives Mitglied
AW: Mobbbing in der Schule - war: "Schlag zurück!!"
Hallo,
die Gesellschaft hört nicht auf die Opfer sondern verachtet sie im Grunde..wir Menschen sind auch nur Tiere und was zählt sind Stärke und Leistungskraft...unsere Kultur stellt oft nur eine Fortsetzung der Natur nur mit anderen Mitteln dar. Das ist nun einmal so.
Ich musste das selber in meiner Pubertät erfahren und in einigen Punkten sehr früh erwachsen werden, z.B in Sachen Selbstschutz.....
Fazit: entweder man lernt stark zu sein und sich durchzusetzen oder bleibt Opfer...In unserer Gesellschaft geht es Opfern noch vergleichsweise gut, hier gibt es zumindest Gesetze zum Schutz der Schwachen (die diese leider viel zu wenig ausschöpfen)...in anderen Ländern sieht das ganz ganz anders aus mit den Menschenrechten.
Sisandras Vorgehensweise in der Kindergruppe finde ich vorbildlich...gut durchdacht und konsequent durchgeführt....solche Leute wie sie, die die Augen nicht verschließen und beherzt einfreifen braucht es mehr in unseren Erziehungsstätten. Tja und sie bestätigt ja dass wenn man den Anführer der Truppe rankriegt und überzeugt, dass sich sein asoziales Verhalten nicht lohnt auch der Rest aufhört zu mobben.
Was glaube ich bei dir schiefgegangen ist: alle Beteiligte, insbesondere die erwachsenen Beteiligten (Lehrer und Eltern) haben zu lasch reagiert...bei einer Sachbeschädigung und Körperverletzung (Schläge ins Gesicht, kaputte Brille) reicht ein klärendes Gespräch nicht sondern den Kids insbesondere den Tätern oder der Täterin sollte die Tragweite ihres Handelns vor Augen geführt werden indem man auf die Möglichkeit einer Strafanzeige aufmerksam macht. Ich vermute deine Eltern hatten ein zu geringes Selbstbewusstsein und einen niedrigen Sozialstatus und haben sich gar nicht erst getraut einen Anwalt einzuschalten, der übrigens umsonst gewesen wäre...Leute mit geringem Einkommen können per Amtsgericht einen Beratungsschein beantragen und damit wird ein Anwalt kostenlos gestellt. Ich denke jedoch deinen Eltern war es die Mühe nicht wert? So hart das klingt...aber sie haben wenig verständnisvoll und schützend reagiert, halt viel zu lasch, sodaß keine klare Botschaft an die Täter/IN rübergekommen ist, sondern einzig erneut die Botschaft von Schwäche und mangelndem Durchsetzungsvermögen...Oft werden nur die gemobbt von denen genau das erwartet wird....ich denke die Täter/Innen sind da schon recht bauernschlau und wissen instinktiv genau was sie tun und mit wem sie es tun....es geht ihnen um den Machtkick....und sie spielen wie Katzen mit ihrem Mausopfer...egal wie die Folgen ausfallen, denn meistens gibt es ja keine Folgen, da die Eltern vieler Mobbingopfer ebenfalls oft vom Mäusetyp sind.
Was mir in diesem Forum so aufgefallen ist, dass sich viele Opfer durch ihre Schwäche zu definieren scheinen...sie nennen sich Mäuschen oder Röschen und sagen: seht her meine Wunden und tun oft sehr wenig um die Wunden zu verschließen und um vom Mäuschen mal zum Bluthund zu weden obwohl das durchaus möglich wäre. Es scheint oft so als wollten sie sagen: ich will schwach sein und das die Welt sich danach richtet und sich an mich anpasst und mir Schutz bietet...das ist aber leider so wie ständig mit dem Kopf vor ne Wand zu rennen...ein Märchentraum von einer WElt in der das sogenannnte Böse nicht existiert, eine unrealistische Erwartungshaltung, denn die Welt richtet sich nicht nach einem Einzelnen aus, sondern der Einzelne muss sich an die oft harten Grundbedinungen der Welt anpassen oder er geht unter..
Was bleibt einem da nur? Einsicht, dass man ggf. in gewissen Situationen auf sich allein gestellt ist und man sich daher ein wenig kampffit machen sollte. Mein Vorschlag mit dem Band war nicht typisch Erwachsener..die Grundidee stammt aus meiner Jugend...wo ein Wille ist zu gewinnen anstatt immer nur zu loosen da finden sich an sich immer Wege...man braucht dazu natürlich ein wenig Fantasie und ein Quentchen Mut.
Wichtig für dich als EX-Mobbingopfer: auf keinen Fall anhaften und dir einreden dein Leben wäre zerstört...damit würdest du den Tätern zu viel Macht zugestehen (die sie real nicht haben du dir aber einbildest) und weiter Opfer bleiben. Du musst dich entscheiden diese Haltung aufzugeben oder drin hockenzubleiben und dir ewig leid zu tun, diese Haltung ggf zu funktionalisieren, damit du Aufmerksamkeit und Mitleid etc bekommst, du Ausreden dazu hast nicht zu arbeiten etc... was dich jedoch auf Dauer nicht weiterbringen wird.
Wichtig ist daran zu arbeiten den Opferhabitus radikal zu überwinden...dich in deiner Grundhaltung in einigen Punkten zu ändern...stärker zu werden...durch Training...Lebenstraining, Kampfsporttraining, Therapie etc...die erlebten Dinge in der Therapie gründlich aufarbeiten und neue Verhaltenswege suchen die deine Erfolgsaussichten erhöhen.
Viel Erfolg!
Tyra
Hallo,
die Gesellschaft hört nicht auf die Opfer sondern verachtet sie im Grunde..wir Menschen sind auch nur Tiere und was zählt sind Stärke und Leistungskraft...unsere Kultur stellt oft nur eine Fortsetzung der Natur nur mit anderen Mitteln dar. Das ist nun einmal so.
Ich musste das selber in meiner Pubertät erfahren und in einigen Punkten sehr früh erwachsen werden, z.B in Sachen Selbstschutz.....
Fazit: entweder man lernt stark zu sein und sich durchzusetzen oder bleibt Opfer...In unserer Gesellschaft geht es Opfern noch vergleichsweise gut, hier gibt es zumindest Gesetze zum Schutz der Schwachen (die diese leider viel zu wenig ausschöpfen)...in anderen Ländern sieht das ganz ganz anders aus mit den Menschenrechten.
Sisandras Vorgehensweise in der Kindergruppe finde ich vorbildlich...gut durchdacht und konsequent durchgeführt....solche Leute wie sie, die die Augen nicht verschließen und beherzt einfreifen braucht es mehr in unseren Erziehungsstätten. Tja und sie bestätigt ja dass wenn man den Anführer der Truppe rankriegt und überzeugt, dass sich sein asoziales Verhalten nicht lohnt auch der Rest aufhört zu mobben.
Was glaube ich bei dir schiefgegangen ist: alle Beteiligte, insbesondere die erwachsenen Beteiligten (Lehrer und Eltern) haben zu lasch reagiert...bei einer Sachbeschädigung und Körperverletzung (Schläge ins Gesicht, kaputte Brille) reicht ein klärendes Gespräch nicht sondern den Kids insbesondere den Tätern oder der Täterin sollte die Tragweite ihres Handelns vor Augen geführt werden indem man auf die Möglichkeit einer Strafanzeige aufmerksam macht. Ich vermute deine Eltern hatten ein zu geringes Selbstbewusstsein und einen niedrigen Sozialstatus und haben sich gar nicht erst getraut einen Anwalt einzuschalten, der übrigens umsonst gewesen wäre...Leute mit geringem Einkommen können per Amtsgericht einen Beratungsschein beantragen und damit wird ein Anwalt kostenlos gestellt. Ich denke jedoch deinen Eltern war es die Mühe nicht wert? So hart das klingt...aber sie haben wenig verständnisvoll und schützend reagiert, halt viel zu lasch, sodaß keine klare Botschaft an die Täter/IN rübergekommen ist, sondern einzig erneut die Botschaft von Schwäche und mangelndem Durchsetzungsvermögen...Oft werden nur die gemobbt von denen genau das erwartet wird....ich denke die Täter/Innen sind da schon recht bauernschlau und wissen instinktiv genau was sie tun und mit wem sie es tun....es geht ihnen um den Machtkick....und sie spielen wie Katzen mit ihrem Mausopfer...egal wie die Folgen ausfallen, denn meistens gibt es ja keine Folgen, da die Eltern vieler Mobbingopfer ebenfalls oft vom Mäusetyp sind.
Was mir in diesem Forum so aufgefallen ist, dass sich viele Opfer durch ihre Schwäche zu definieren scheinen...sie nennen sich Mäuschen oder Röschen und sagen: seht her meine Wunden und tun oft sehr wenig um die Wunden zu verschließen und um vom Mäuschen mal zum Bluthund zu weden obwohl das durchaus möglich wäre. Es scheint oft so als wollten sie sagen: ich will schwach sein und das die Welt sich danach richtet und sich an mich anpasst und mir Schutz bietet...das ist aber leider so wie ständig mit dem Kopf vor ne Wand zu rennen...ein Märchentraum von einer WElt in der das sogenannnte Böse nicht existiert, eine unrealistische Erwartungshaltung, denn die Welt richtet sich nicht nach einem Einzelnen aus, sondern der Einzelne muss sich an die oft harten Grundbedinungen der Welt anpassen oder er geht unter..
Was bleibt einem da nur? Einsicht, dass man ggf. in gewissen Situationen auf sich allein gestellt ist und man sich daher ein wenig kampffit machen sollte. Mein Vorschlag mit dem Band war nicht typisch Erwachsener..die Grundidee stammt aus meiner Jugend...wo ein Wille ist zu gewinnen anstatt immer nur zu loosen da finden sich an sich immer Wege...man braucht dazu natürlich ein wenig Fantasie und ein Quentchen Mut.
Wichtig für dich als EX-Mobbingopfer: auf keinen Fall anhaften und dir einreden dein Leben wäre zerstört...damit würdest du den Tätern zu viel Macht zugestehen (die sie real nicht haben du dir aber einbildest) und weiter Opfer bleiben. Du musst dich entscheiden diese Haltung aufzugeben oder drin hockenzubleiben und dir ewig leid zu tun, diese Haltung ggf zu funktionalisieren, damit du Aufmerksamkeit und Mitleid etc bekommst, du Ausreden dazu hast nicht zu arbeiten etc... was dich jedoch auf Dauer nicht weiterbringen wird.
Wichtig ist daran zu arbeiten den Opferhabitus radikal zu überwinden...dich in deiner Grundhaltung in einigen Punkten zu ändern...stärker zu werden...durch Training...Lebenstraining, Kampfsporttraining, Therapie etc...die erlebten Dinge in der Therapie gründlich aufarbeiten und neue Verhaltenswege suchen die deine Erfolgsaussichten erhöhen.
Viel Erfolg!
Tyra
Zuletzt bearbeitet: