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Midlife Crisis mit 22 ?

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Ich glaube was du erlebst ist ein normaler Prozess des Erwachsenwerdens.

Du warst bislang Schule gewöhnt:
- eher kurze Unterrichtszeiten
- viele Freunde um dich herum
- Trotz Prüfungen keine existenziellen Probleme, im allerschlimmsten Fall konnte man sitzen bleiben
- ein von Eltern und Schule geregeltes Umfeld

Gleichzeitig war die Zeit davon geprägt, dass du ein klares und zeitlich bestimmtes Ziel hattest: Den Schulabschluss

Jetzt hast du kein so klares Ziel mehr sondern siehst die nächsten 45+X Jahre als monoton an. Du hast nicht mehr automatisch Freunde um dich und die Arbeitszeiten sind vermutlich länger als die gewohnten Schulzeiten.

Vermutlich empfindest du den Anfang auch als stressig. Ich habe meine 2 jährige Ausbildung, die ich mit 19 begonnen habe, gehasst, weil ich alle paar Monate in einen neuen Bereich musste. Jedes Mal neu orientieren, jedes Mal sich neu sozial einleben.
Als ich danach einen festen Arbeitsplatz hatte, war auch mein erster Gedanke "und das soll ich jetzt für den Rest des Lebens machen?"

Letztlich ist das aber dein Leben.
Du kannst dich weiterqualifizieren, dir Mühe geben und Karriere machen wenn dir der Status Quo nicht gefällt. Du kannst in deinem Alter auch nochmal was ganz neues machen oder in die Selbstständigkeit gehen.
Oder du arbeitest eben nach Schema F und legst deine Priorität auf dein Privatleben, gründest eine Familie oder widmest dich deinen Hobbies. Wie @Kommentator sagt: Selbst wenn du Samstags nur vor dem Fernseher liegen willst, ist das vollkommen ok.

Die bist jetzt in einen Lebensabschnitt eingetreten, in dem du sehr viel selbstbestimmter leben kannst. Das kann sich für manche Menschen erstmal etwas orientierungslos anfühlen, bis DU DIR SELBER die Ziele deines Lebens gesetzt hast.
 
Lies mal über "Quarter-Life Crisis": Quarter-Life Crisis: 8 Signs, Stages + What To Do (mindbodygreen.com)
Ich kenne tatsächlich fast niemanden in meinem Freundeskreis, der um Mitte 20 nicht irgendwie in ein Loch gefallen ist. Das war v.a. nach dem Studium bei uns - als eben bei uns "der Ernst des Lebens" losging.

Klingt total banals, aber ich habe seither jedem geraten sich das Musical "Avenue Q" anzuhören. Also wirklich ANZUHÖREN, auf die Texte zu achten.
Das Musical hat die schöne Selbstbeschreibung "It's about being young". und das trifft es. Es ist so erfrischend, das zu hören, wie NORMAL es ist, durch eine dieser vielen möglichen Krisen in der Zeit durchzugehen. Und es ist erfrischend, darüber lachen zu können, weil das Musical es witzig aufbereitet, mit Humor - aus der Sicht der Macher natürlich, die zurückblicken und wissen, dass das alles irgendwann vorbei geht!

Also, einfach weitermachen. Und dabei nicht vergessen: Die Zeit genießen, auch wenn es irgendwie gerade hohl und sinnlos erscheint. Man braucht nicht immer ein Ziel, auf das man hinarbeitet. Manchmal kann man auch einfach in den Tag hineinleben.
Everything in life is only for now. (Avenue Q)
 
Die Antwort von @Andreas900 trifft schon den Punkt.
Du könntest Dein Leben mit einer Weltreise vergleichen.
Zwischen 13 und 17 geht es so langsam los, dass man selber planen kann, was man mit nimmt. Davor hat Mutti gepackt.
Etwa ab 18 hat man schon ziemlich Kraft, ist aber noch etwas aus Gummi. Das ist die Zeit, in der man am besten scaten oder klettern kann. Um die Zeitherum will man - weil man es könnte - schon etwas erreichen, klappt aber nicht. Erst mit der Ausbildung hat man einen Grundstock, auf dem man aufbauen kann, hat gezeigt bekommen, wie man Werkzeuge einsetzen kann. Die Zeit ist also körperlich ok aber vom Erreichen her doof.
Danach kann locker bis 26 Kraft aufbauen. Manche Leute nutzen das, um die Wochenenden durch zu feiern - und stehen trotzdem auf der Matte.

Bei einer Weltreise ist es ähnlich. Ab 13 will und will man, und bekommt schon mal eine Busfahrkarte.
Mit18 kann man den füherschein machen, hat aber keinen Wagen und keine Fahr-routine. Aber es geht schon was.
Nach der Ausbildung kann man sich den Wagen leisten und los fahren. Das ist bis Ende 20 dafür gut, dass man mal eben nach Österreich und zurück fährt.

Bei Dir entwickelt sich der Körper (hoffentlich) noch bis zur Bestform.
Vermutlich steigt deine verfügbare Energie sogar noch an, Du kriegst sie nicht los und brauchst Sport, um überhaupt in den Schlaf zu kommen.
Der kann auch mal eben im Stehen stattfinden, und dann gehts weiter.

Wenn Du keine Idee für Freude hast, die Du nutzen kannst, bleibt Dir nur, die Energie in Arbeit umzusetzen. Auch nebenbei und am WE.
Du hast dann nämlich in den nächsten paar Jahren ein finanzielles Polster geschaffen, das Dir ermöglicht, entsprechende Entscheidungen zu treffen ohne die Spardose zu schütteln.

Das Loch, das Du spürst, ist überflüssige Kraft.
Wenn Du mal ein paar Jahre älter bist, spürst Du ein neues Loch.

Das ist die fehlende Kraft auf der Arbeit: es fängt an, mühsamer zu werden.
Das späte Endstadium davon ist, dass man nicht mal mehr die Füße hoch kriegt und am Rollator geht, so wie es Dir die alten Leute zeigen.

Also mach was draus - so oder so, und mach es seit gestern!
Denn da hast Du Dir die Frage schon gestellt.
 
Ich habe mir selbst aufgelegte Ziele die ich erreichen will und erreicht habe, warum, warum macht mich das nicht glücklich oder sonst was?
Warum muss bei mir alles von außen kommen.
Das solltest du selbst ergründen oder mithilfe eines Therapeuten.

Oder vllt. den Blickwinkel ändern. Vllt. bist ein Mensch, der einfach nur "ausgeglichen" ist und nicht seinen ganzen Fokus auf Erfolg, Ansehen legt, oder nur ein erreichtes Ziel glücklich macht.

Nicht jedes erreiche Ziel, oder besser, nur die wenigsten Ziele, haben etwas mit glücklich sein zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
vielleicht nicht hoch genug?
letztendlich sind die Ziele unser Motor.
Als beispiel:

"Eigentumswohnung kaufen, auf Rohbau zurücksetzen und renovieren"
Ist als Ziel wohl hoch genung, damit bin ich ende des Jahres vermitlich fertig.

Vermutlich sind mir meine eigenen Ziele egal weil ich meine gesamte Existenz als Sinnlos sehe, und es von dem her völlig egal ist was ich mache,
und da mich eine Familie auch nicht im geringsten interesiert
(die Motivation der meisten)
, hab ich auch keinen Grund dafür eine Grundlage zu schaffen
 
Zuletzt bearbeitet:
Bitte entschuldige, dass ich dir geantwortet und gefragt habe, ob du weißt, was du überhaupt für ein Typ bist und an welche Glücksmomente du dich erinnerst. Hast du halt nicht verstanden... So wird das dann eben nichts mit dem Change im Mindset bei deiner "Midlife-Crisis". Du musst eh deinen Weg und dein Glück alleine finden.
Ich hab das jetzt nicht böse gemeint.

Ich habe keine schönen Erinnerungen an denen ich zerren kann.
Interesiert es jemanden?
Was ich alles gemacht habe, probiert habe, gearbeitet, erlebt habe?

Da hab ich viel zu erzählen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du bist wahrscheinlich auf der Sinnsuche.

Ich hatte auch eine Krise mit 25. was will ich und was brauch ich? Es ist eine Selbstfindungsphase
 
in youtube gibt es viele selbst hilfe videos. Du solltest dir deine werte festlegen. und du hast wahrscheinlich auch eine depression wenn alles keinen sinn für dich hat?
 

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