JPreston
Aktives Mitglied
Ich möchte eine Situation teilen, die mich gerade beschäftigt, und würde mich über Gedanken von außen freuen.
Ich stehe seit einiger Zeit in lockerem Austausch mit einem Autor namens Sergej. Unsere Gespräche drehten sich fast ausschließlich um Texte, Gedichte und Musik, das Persönliche blieb eher im Hintergrund. Im Zusammenhang mit einem meiner Texte habe ich mich dann ein Stück weit geöffnet und erwähnt, dass ich an einer schweren psychischen Erkrankung leide und dass mein Schreiben für mich kein ästhetisches Spiel ist, sondern eine Art, überhaupt im Leben zu bleiben.
Die Antwort war freundlich, warm und ehrlich gemeint. Sergej teilte daraufhin eigene Erlebnisse aus der Kindheit, sprach von Bildern, Halluzinationen, von „anderen Welten“ und kreativen Verletzungen und stellte darüber eine Nähe her. Ich habe gemerkt, dass er mich im Künstlerischen sehr ernst nimmt – gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass meine reale Situation dabei ein wenig in eine metaphorische, fast poetische Richtung gerückt wurde.
Das hat mich verunsichert. Nicht, weil ich mich angegriffen fühlte, sondern weil ich nicht wusste, wie ich damit umgehen soll. Einerseits möchte ich diese Offenheit nicht zurückweisen, andererseits brauche ich eine klare Grenze: Meine Erfahrung ist nicht romantisch, nicht symbolisch, sondern etwas sehr Konkretes und Schweres.
Jetzt frage ich mich, wie man in so einem Moment am besten reagiert. Spricht man es ruhig an, korrigiert man das Bild, das der andere sich gemacht hat, oder zieht man sich einfach wieder auf das Künstlerische zurück? Wie bleibt man respektvoll, ohne sich selbst zu verlieren oder in etwas hineingezogen zu werden, das einem nicht guttut?
Ich bin gespannt auf Eure Gedanken, besonders von Menschen, die ähnliche Gespräche im kreativen Kontext kennen.
Danke.
Ich stehe seit einiger Zeit in lockerem Austausch mit einem Autor namens Sergej. Unsere Gespräche drehten sich fast ausschließlich um Texte, Gedichte und Musik, das Persönliche blieb eher im Hintergrund. Im Zusammenhang mit einem meiner Texte habe ich mich dann ein Stück weit geöffnet und erwähnt, dass ich an einer schweren psychischen Erkrankung leide und dass mein Schreiben für mich kein ästhetisches Spiel ist, sondern eine Art, überhaupt im Leben zu bleiben.
Die Antwort war freundlich, warm und ehrlich gemeint. Sergej teilte daraufhin eigene Erlebnisse aus der Kindheit, sprach von Bildern, Halluzinationen, von „anderen Welten“ und kreativen Verletzungen und stellte darüber eine Nähe her. Ich habe gemerkt, dass er mich im Künstlerischen sehr ernst nimmt – gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass meine reale Situation dabei ein wenig in eine metaphorische, fast poetische Richtung gerückt wurde.
Das hat mich verunsichert. Nicht, weil ich mich angegriffen fühlte, sondern weil ich nicht wusste, wie ich damit umgehen soll. Einerseits möchte ich diese Offenheit nicht zurückweisen, andererseits brauche ich eine klare Grenze: Meine Erfahrung ist nicht romantisch, nicht symbolisch, sondern etwas sehr Konkretes und Schweres.
Jetzt frage ich mich, wie man in so einem Moment am besten reagiert. Spricht man es ruhig an, korrigiert man das Bild, das der andere sich gemacht hat, oder zieht man sich einfach wieder auf das Künstlerische zurück? Wie bleibt man respektvoll, ohne sich selbst zu verlieren oder in etwas hineingezogen zu werden, das einem nicht guttut?
Ich bin gespannt auf Eure Gedanken, besonders von Menschen, die ähnliche Gespräche im kreativen Kontext kennen.
Danke.