Ja, die altbekannte Routine: Aufstehen, Arbeiten, Essen, TV, Schlafen.
Das meinten wohl alle mit "Ernst des Lebens".
Ich kann diese Leere ganz gut verstehen. Man hat viele Jahre auf irgendein fest definiertes Ziel hingearbeitet und plötzlich ist erreicht und man weiß nicht, was man jetzt tun soll. Wenn die definierten Ziele erreicht sind und man keine selbstdefinierten Ziele aufweisen kann, dann fühlt man sich oft etwas verloren und weiß nicht viel mit sich anzufangen.
Ich weiß nicht, ob das bei dir eine Midlife-Crisis ist oder das Problem vielleicht tiefer steckt. Gerade, wenn man im Leben Dinge tut, die sich ständig wiederholen und eintönig sind, vielleicht einen auch nicht gerade ausfüllen, sollte man ein vernünftiges Privatleben haben. Vielleicht hast du in deinem Leben einfach noch nicht so viel erlebt, dass du genau weißt, was dich ausfüllt und was nicht. Ich bin 28 und wusste das damals auch nicht. Ich habe viele Dinge ausprobiert, vieles angefangen und auch wieder aufgehört.
Ich glaube, du weißt einfach noch nicht, was du willst. Du scheinst keine richtige Perspektive im Leben zu haben, weshalb du auf der Stelle trittst. Wenn du Anregungen im Leben möchtest, würde ich dir empfehlen, an Orte zu gehen, wo du auf verschiedene Menschen triffst: z. B. Kurse, Reisen etc.
Klar, ein Partner kann dein Leben schon sehr bereichern. Aber das möchtest du wohl nicht. Und aus Langeweile ein Kind auf die Welt setzen, damit du dich um etwas kümmern musst, würde ich dir nicht empfehlen.
Ich glaube, dass du ein bisschen einsam bist und deswegen für dich vieles keinen Sinn ergibt?