Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Meine erwachsene Tochter hat den Kontakt abgebrochen

Hallo Fussel,

du schreibst du hast deine Tochter zu sehr verwöhnt, ihr zu viele Steine aus dem Weg geräumt. Warum hast du das getan? Damit hast du ihr sowohl Erfolgserlebnisse verwehrt, als auch die Einsicht zu scheitern und daraus zu lernen. Passt meiner Meinung auch nicht zu der Aussage, dass du ihr alles zutraust und sie wunderschön findest. Ich finde beides problematisch. Ein Kind, welches immer nur niedergemacht wird, wird genauso Probleme bekommen als ein Kind, das von den Eltern vermittelt bekommt, er wäre der König der Welt. Denn beide scheitern an der Realität. Meiner Meinung nach sollte man Kinder daher loben und ermutigen, aber keine unwahren Behauptungen machen. Wenn das Kind mit Müh und Not ein Strichmännchen gezeichnet hat, braucht man nicht zu sagen, es wird bestimmt der nächste Picasso. Und wenn sie sagt, sie fühlt sich dir nicht gewachsen, nimmst du das dann ernst? Hier schreibst du "ist natürlich Unsinn". O.k. Aber teilst du deiner Tochter das dann genauso mit? Dann wäre es kein Wunder, wenn sie sich nicht ernst genommen fühlt. Übrigens, über diesem "Ich habe immer alles für dich getan" Ding schwebt auch etwas Ungutes mit. Und zwar: Sei mir gefälligst dankbar du Göre, mal auf den Punkt gebracht. Ich habe das Gefühl, dass du für sie zu sehr Übermutter warst, die ihr damit aber auch die Luft zum Atmen genommen hat.
 
Meine Güte. Was einer Mutter hier alles unterstellt wird.
Eventuell…
Vielleicht…
Hätte, wäre, wenn…
Wenn man die 4? Threads zum Thema hier verfolgt KANN man es als Mutter gar nicht richtig machen. Was man sagt und wie mans macht - es scheint allein Glückssache zu sein, wenn das erwachsene Kind sich nicht abwendet.
Für einen Kontaktabbruch gibt es immer Gründe. Fussel würde doch diese in diesem Fall gerne wissen. Dann kann sie besser abschließen. Nein Glücksache ist es nicht. Wenn man sein Kind gesund behandelt, dann wendet es sich auch nicht ab. Außer natürlich, das Kind ist selbst nicht gesund. Dann hätte man ihm aber auch frühzeitig Hilfe anbieten sollen.

Eventuell hat Fussel, weil sie selbst eine kalte Mutter hatte, bei ihrer Tochter zu sehr gegengesteuert, war eine Helikoptermutter und wollte zugleich, dass ihr Kind etwas ganz besonderes ist. Da kann sich ein Kind doch nicht gut entwickeln, ist überfordert wegen der hohen Ansprüche der Mutter und kann nicht gesund selbständig werden, sondern übersteuert später selbst, indem es ganz den Kontakt abbricht.
 
Meine Güte. Was einer Mutter hier alles unterstellt wird.
Eventuell…
Vielleicht…
Hätte, wäre, wenn…
Wenn man die 4? Threads zum Thema hier verfolgt KANN man es als Mutter gar nicht richtig machen. Was man sagt und wie mans macht - es scheint allein Glückssache zu sein, wenn das erwachsene Kind sich nicht abwendet.

Ich kenne eine Frau, die ihren Sohn damals fast jeden Tag geschlagen hat. Es wurde auch angezeigt und alles Mögliche.
Aus dem Sohn ist trotzdem ein Mann geworden, der mit beiden Füßen im Leben steht. Er hat zusammen mit seiner Familie eine liebevolle Beziehung zu seiner *räusper* "Mutter".
Er vertraut ihr sogar seine Kinder an. Inzwischen, so denke ich-kann er das auch.
Dann gibt es noch meine Freundin, die ihre beiden Kinder -meiner Meinung nach- zu sehr behütet hat. Ich dachte oftmals...Oh Gott-so viel Watte kanns garnicht geben....
Auch hier gibt es heute noch ein familiäres und ganz entspanntes/wertschätzendes Verhältnis.
Was ich damit sagen will, ist-daß Menschen ganz einfach zu unterschiedlich sind, um da irgendwelche Regeln auf zu stellen.
Ich persönlich habe durch den Kontakt-Abbruch auch einiges gelernt. So ist es für mich -heute- nach vielen Jahren zwar immernoch schmerzhaft, aber ich kann/muß damit leben.
Meine Erkenntnis ist, daß wir alle Fehler machen und viele Reaktionen hin genommen werden müssen. Ich habe meine eigene Einstellung dazu verändert.
Ich möchte noch hinzu fügen, daß nicht nur die erlebte Kindheit die Zukunft prägt, sondern die Umgebung den Menschen formt.
 
Meine Güte. Was einer Mutter hier alles unterstellt wird.
Eventuell…
Vielleicht…
Hätte, wäre, wenn…
Wenn man die 4? Threads zum Thema hier verfolgt KANN man es als Mutter gar nicht richtig machen. Was man sagt und wie mans macht - es scheint allein Glückssache zu sein, wenn das erwachsene Kind sich nicht abwendet.

Ich geb Dir sowas von Recht, für mich haben manche Aussagen hier schon fast groteske Züge. Ich finde mein Kind schön, bin stolz und sage das auch. Ach so, das ist falsch. Auch wenn ich das so sehe, also entweder sage ich nichts mehr oder erzähle irgendwas, was vielleicht richtig sein könnte. Wenn ich aber sagen würde, stimmt, so schön bist Du gar nicht und ich wäre viel stolzer auf Dich ... wenn dies und das wäre. Ja wie denn jetzt?
Und wenn ich ganz großes Glück habe, ist die Antwort dann richtig getroffen. Und ich habe eine "gesunde Einschätzung" getroffen.

Im nächsten Leben studiere ich vielleicht Kommunikationswissenschaften, damit ich mich auf sicherem Boden bewege, wenn ich mein Kind schätze, lobe, mich freue ... Also ehrlich mal, wenn deshalb ein erwachsenes Kind den Kontakt abbricht ... Und dann sind ja die Eltern schuld, denn Kinder haben immer einen Grund, gehen nie ohne ... Ich kann das immer noch nicht so akzeptieren. Betone erneut und gerne wieder, dass ich mich nicht auf Vernachlässigung, Missbrauch usw. beziehe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es kommt auch immer auf die Persönlichkeit des Kindes mit an. Man kann Kinder nicht gleich erziehen. Ein Kind ist eher schüchtern und braucht Ermutigung, das andere hat einen sehr lebhaften Charakter und muss eingebremst werden. Kindererziehung ist ziemlich schwer ohne Frage. Aber ich denke, man kann das einigermaßen hinbekommen, wenn man auf sein Kind als Individuum achtet und nicht stur nach irgendeinem Muster vorgeht. Gleich woher man das hat. Daher beurteilen zwei Kinder derselben Eltern ihre Kindheit oft auch unterschiedlich.

@ Eisherz
Klar darfst du stolz auf dein Kind sein, es schön finden und das auch kundtun. Aber es bringt halt nichts, wenn ich einem Kindergartenkind erzähle es sei wunderschön wie eine Märchenprinzessin und klug wie Albert Einstein, wenn es in Wirklichkeit vollkommen normaler und guter Durchschnitt ist. Das bekommt es nämlich sehr bald von anderen Menschen in seinem Leben gespiegelt. Das gibt dann ein böses Erwachen.

Offtopic: Was ist eigentlich verkehrt an gutem Durchschnitt? Die allermeisten Menschen sind das und fahren gut damit. Wäre ne eigene Diskussion
 
Aber es bringt halt nichts, wenn ich einem Kindergartenkind erzähle es sei wunderschön wie eine Märchenprinzessin und klug wie Albert Einstein, wenn es in Wirklichkeit vollkommen normaler und guter Durchschnitt ist. Das bekommt es nämlich sehr bald von anderen Menschen in seinem Leben gespiegelt. Das gibt dann ein böses Erwachen.

Hm, liebe MissLisa-genau DAS sehe ich in der heutigen Zeit sehr oft. Vielen Kindern wird so ziemlich alles erlaubt. (antiautoritäre Erziehung).
Im Schul-unterricht ist 3+3=7....nicht *falsch* , sondern fast richtig.
DAS kann auch meiner Meinung nach in vielen Leben nach hinten los gehen. Auch hier kommt es drauf an, wie die Menschen ticken, die das so erleben.
Schwierige Kiste-aber eigentlich nicht lösbar. Wie macht man es "richtig"..

Zitat:
**Im nächsten Leben studiere ich vielleicht Kommunikationswissenschaften, damit ich mich auf sicherem Boden bewege, wenn ich mein Kind schätze, lobe, mich freue**

Gute Idee..
 
@ Eisherz
Klar darfst du stolz auf dein Kind sein, es schön finden und das auch kundtun. Aber es bringt halt nichts, wenn ich einem Kindergartenkind erzähle es sei wunderschön wie eine Märchenprinzessin und klug wie Albert Einstein, wenn es in Wirklichkeit vollkommen normaler und guter Durchschnitt ist. Das bekommt es nämlich sehr bald von anderen Menschen in seinem Leben gespiegelt. Das gibt dann ein böses Erwachen.

Na ja, sowas ist ja auch sicher von Dir Fussel, hier nicht so gemeint, oder? Wer erzählt so was schon einem Kindergartenkind. Es geht um die Kommunikation mit den heranwachsenden bzw. erwachsenen Kindern.

Deutlich wird es schon eher in anderen Beiträgen hier und damit auch das, was ich schon mehrfach betont habe, es gibt nicht DIE Anleitung für Eltern und Kinder. Genau, was beim einen gut und richtig ist, muss es nicht bei jedem anderen sein.

Eine Einschätzung, was seinem Kind gut tut bzw. es aufbaut oder fördert, traue ich schon seinen Eltern zu. Manche Kinder strampeln sich für einen kleinen Erfolg übelst ab, während andere Dinge nur einmal durchlesen müssen, dafür verdienen beide trotzdem Anerkennung. (Und wenn ich mich recht erinnere, war ausgerechnet Einstein auch nicht gerade "der schulische Überflieger" und ist ja bekanntlich ein ganz Großer geworden.)
 
Ich geb Dir sowas von Recht, für mich haben manche Aussagen hier schon fast groteske Züge. Ich finde mein Kind schön, bin stolz und sage das auch. Ach so, das ist falsch. Auch wenn ich das so sehe, also entweder sage ich nichts mehr oder erzähle irgendwas, was vielleicht richtig sein könnte. Wenn ich aber sagen würde, stimmt, so schön bist Du gar nicht und ich wäre viel stolzer auf Dich ... wenn dies und das wäre. Ja wie denn jetzt?
Ich habe das Gefühl, manche Mütter (?) wollen es einfach nicht verstehen.
Es geht um Extreme! Natürlich kannst du deinem Kind sagen, dass es für dich wunderschön ist und du stolz auf es bist, wenn es angebracht ist.

Ich nehme mal meine Mutter als Beispiel. Bei ihr war ich, immer im Wechsel, so hübsch, toll, die beste, ihr Schätzchen und sie übertrieb total mit “Liebesbezeugungen“, oder die schlimmste Tochter der Welt und bekam geschrieben „auch eine Mutter kann aufhören zu lieben!“ Je nachdem, ob ich eben ihrer Erwartung entsprach oder nicht, ihre Meinung teilte oder nicht.

Normalen Umgang gab es so gut wie nie, eines der Extreme brach immer wieder durch. Und beide waren immer schlechter auszuhalten.
 
Ich habe das Gefühl, manche Mütter (?) wollen es einfach nicht verstehen.
Es geht um Extreme! Natürlich kannst du deinem Kind sagen, dass es für dich wunderschön ist und du stolz auf es bist, wenn es angebracht ist.

Ich nehme mal meine Mutter als Beispiel. Bei ihr war ich, immer im Wechsel, so hübsch, toll, die beste, ihr Schätzchen und sie übertrieb total mit “Liebesbezeugungen“, oder die schlimmste Tochter der Welt und bekam geschrieben „auch eine Mutter kann aufhören zu lieben!“ Je nachdem, ob ich eben ihrer Erwartung entsprach oder nicht, ihre Meinung teilte oder nicht.

Normalen Umgang gab es so gut wie nie, eines der Extreme brach immer wieder durch. Und beide waren immer schlechter auszuhalten.
Und weil die eigene Mutter so war unterstellt man das sämtlichen anderen Müttern auch? Nach dem Motto, irgendwas wird sie schon falsch gemacht haben? Selbst wenn sie schreibt, WIE sie zu ihrem Kind war? Dass sie es eben -wie hier - aufgebaut und gelobt hat wenn/weil es Selbstzweifel hatte?
Grosses Kino.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben