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Mein Vater trinkt und trinkt.

Die Alternative Vater zur Kur, sonst Kinderraus, halte ich für überzogen und wird auch so nicht stattfinden.

Die Kinder sind versorgt und ich gehe davon aus, dass der Haushalt ordentlich ist, Cherry schrieb nichts anderes. Der Vater wird im Suff nicht gewalttätig oder dergleichen und versorgt ansonsten die Familie.

Dass Cherry angst hat udn er natürlich ein fatales Lebensbeispiel abgibt, ist schlimm, aber kein Grund für eine Kindesherausnahme.

Cherry, Du musst für Dich selbst sorgen. Anregungen hast Du ein paar bekommen. Wie geht es dir?
 
Ja Weidenbirke, da stimme ich Dir völlig zu. Und ich lese auch bei der TE immer wieder heraus das ihre berechtigte Sorge um ihren Vater vorherrschend ist. Ich sähe da jetzt auch keine Notwendigkeit die Familie auseinander zu reißen, nur weil ein Familienmitglied Alkohol verkonsumiert.
Aber es ist ein Phänomen der heutigen Zeit gleich betroffen zu sein wenn Familienväter im Beisein der Kinder Alkohol konsumieren - mir drohte auch mal jemand mit dem Jugendamt als ich mit meinem "Großen" (damals 4) im Biergarten saß und eine Maß Helles genoß (das Kind trank natürlich eine Apfelschorle).
Im Falle der TE betreibt der Vater allerdings den Alkohlgenuß sehr exessiv, so daß ich den Grund zur Sorge um den Vater sehr gut nachvollziehen kann.

Viele Grüße

Lumpi
 
Der Vater "konsumiert" nicht "exsessiv", sondern ist alkoholabhängig, suchtkrank, ein Säufer.

Ein Säufer muß noch nicht zwangsläufig schon suchtkrank bzw. Alkoholiker sein, auch wenn hier bei dem was ich so lese viel für eine Suchterkrankung spricht. Ich kannte jemanden der 4 Jahre exessiv soff, von einem Tag zum anderen aber plötzlich keinen Alkohol mehr mochte und ihn auch nicht mehr vertrug - er hatte sich zwar mit seiner Sauferei lebenswichtige Organe geschrottet und starb auch 3 Jahre später ziemlich qualvoll daran. Jegliche Entzugserscheinungen jedoch blieben bei seiner plötzlichen Abstinenz aus. Ein Suchtkranker säuft auch weiter wenn seine Organe derart geschädigt sind das es zur Qual wird - ein Suchtkranker kann nicht aus eigenem Antrieb aufhören, der Alk hat ihn im Griff. Es gibt zudem Quartalssäufer welche monatelang trocken bleiben und dann plötzlich über mehrere Tage so richtig zuschlagen und sich bis ins Koma saufen. Diese fallen dann besonders auf, da sie entsprechende Mengen an Alkohol garnicht vertragen und sich recht seltsam benehmen. Diese haben dann schnell den Ruf des Alkoholikers weg, selbst wenn sie nur einmal im Jahr bei der Betriebsfeier zu tief ins Glasl geschaut haben. Bei den exessiven Gelegenheitssäufern ist vielleicht mal eine Psychoanalyse von Nöten, warum sie sich ins Koma saufen - da steht doch dann zumeist ein seelisches oder psychisches Problem dahinter.
Alkoholiker trinken regelmäßig, wenn vielleicht auch nicht unbedingt exessiv, jedoch kommen auch bei denen exessive Phasen des Saufens vor. Alkoholiker fallen oft in der Gesellschaft nicht auf - ich sag nur mal Rudi Carell; wer hätte von ihm gedacht daß er täglich 10 (und mehr) Bier am Tage trank? Über Harald Juhnke wird gesagt er wäre Quartalssäufer gewesen, nur im Grunde genommen hat er nur mehrere Entzüge hinter sich gehabt und wurde dann wieder rückfällig, er hat also im Grunde genommen nur trockene Phasen gehabt.
Um auf das Thema zurückzukommen, ob der Vater tatsächlich suchtkrank ist, kann wohl nur ein Arzt 100%ig einschätzen.

Viele Grüße

Lumpi
 
Ähm.. hallo, ich bins wieder.
Mein Vater ist inzwischen wieder trocken... er tut so als wäre nichts gewesen und ich weiß um ehrlich zu sein auch nicht, wie ich damit jetzt umgehen soll. Soll ich mit ihm darüber sprechen? Oder soll ich, wie die letzten male auch einfach gar nichts sagen und froh sein, dass er jetzt endlich wieder nüchtern ist.. ?! Ich bin auch ziemlich froh, denn er muss ja heute Nacht arbeiten...
Ich bedanke mich an alle, die mir helfen wollten , bzw. es immernoch tun 🙂
Liebe Grüße.
 
Einerseits finde ich immer, dass man darüber reden muss. Wenn alle schweigen udn so tun, als wäre ncihts gewesen, fördert man die nächste Sauferei.

Andererseits ist die Gefahr hoch, dass er Dich bequatscht, so lange, bis er Dir leid tut, er Dir hoch und heilig verspricht, dass es nie, nie wieder vorkommt.

Bis zum nächsten Mal eben.

Aber schweigen ist doof. Schließlich macht es Dich fertig und das solltest Du ihm auch sagen.
 
Hallo Cherry,

ich würde auf jeden Fall darüber reden und auch zum Ausdruck bringen daß es Dich sehr belastet. Auf jeden Fall sollte mit diesem Umstand offen umgegangen werden.

Viele Grüße

Lumpi
 
Hallo Cherry

Wie geht es dir denn jetzt?

Mein Beileid. Das ist eine sehr traurige Geschichte mit der Alkoholsucht.

Er leidet darunter, und ihr als seine Familie nicht minder. Es ist eine enorme Belastung für diejenigen, die versuchen zu helfen. Tatsächlich gibt es Stellen für Angehörige von Alkoholkranke, wo sich Betroffene austauschen können.

Eine Freundin von mir war über Jahre heroinsüchtig. Es begann als sie ihren Freund kennen lernte, der schon in der Drogenszene war (zuerst Einstiegsdrogen wie Amphetamine, dann Härteres wie Kokain, Crack, Heroin) und wollte ihm helfen! Sie rutschte selber hinein. Sie wollte es nur ausprobieren, um ihn besser verstehen und somit besser da raus helfen zu können. Von aussen her gesehen denkt man vielleicht: ist die dumm, aber wenn man da mitten drin steckt, ist es eben ganz anders! Sie war bestimmt etwa fünf bis sieben Jahre süchtig, dann schaffte sie den Entzug. Heute sieht sie gesund aus, sie hat den Entzug geschafft! Aber Jahre lang hatten wir sie aufgegeben! Die Sucht hatte sie so sehr vereinnamt, dass sie alle, welche sie davon wegbringen wollten, gemieden hatte. Sie hatte sich auch sehr geschämt, erzählte sie mir später. Das gleiche beim Alk: im Katerzustand kommen die Schamgefühle, die dann mit dem Alkohol weggeschwemmt werden und man wieder "lustig" wird.


Ich finde den Abschnitt über den Säufer aus der Kleine Prinz von Antoine de St Exupery so schön treffend über das Suchtproblem mit Alkohol:

"Warum trinkst du?" fragte der kleine Prinz den Säufer. -"Ich trinke, um zu vergessen", antwortete der Säufer. "Um was zu vergessen?" fragte der kleine Prinz.- "Um zu vergessen, dass ich saufe", antwortete der Säufer.


Vielleicht war da schon einmal ein Problem zu Grunde, aber mit der Zeit wird die Sucht dominant, dass nicht mehr der Alkoholiker damit ein Problem vergessen kann, sondern dass der Alkohol zum Problem wird, das der Alkoholiker zu vergessen sucht.

ALLES GUTE FÜR DICH UND DEINE FAMILIE!
 
Hi,
Das tut mir wircklich sehr Leid,was du da durch machst.
Mhhh naja was sagen denn deine Schwestern und deine Stiefmutter dazu?
Dein vater ist abhängig,er soll dringend einen Entzug machen.
Du musst stark bleiben ok?Bitte versprech es mir halte durch.Wie geht es dir denn?Und dein vater trinkt täglich das harte Zeug ?
Und wie oft trinkt er?
Wenn du wircklich gar nicht mehr weiter weißt solltest du zum Jugendamt gehen.....die können dir zu 100 % da weiter helfen.😱 Bleib stark und meld dich mal bei mir in Ordnung?
Viel Glück
Lg Shila


...du schaffst das!
 

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