Hallo Marie 1966,
ich will keineswegs alle Pflegeeltern über einen Kamm scheren, jedoch sind mir persönlich Fälle bekannt wo Kinder es dort nicht unbedingt sehr gut hatten - aber wie gesagt, natürlich gibt es da solche und solche.
Im Normalfall müßte sicherlich der Vater für die Tochter da sein, nur wir haben es in diesem Fall mit einem kranken Menschen zu tun. Kranke Menschen sind nunmal häufig nicht in der Lage für ihre Kinder da zu sein.
Alkoholismus ist nun mal keine Undiszipliniertheit oder Unzuverlässigkeit, sondern eine schwere Erkrankung die unheilbar ist, und welche nur mit vollständiger Abstinenz zu handhaben ist. Diese Menschen müssen trinken, ob sie wollen oder nicht. Bei den sogenannten Quartalstrinkern besteht zwar (noch) keine körperliche Abhängigkeit wohl aber eine psychische. Man kann denen nicht einfach die Flasche wegnehmen und sagen "Du trinkst jetzt nichts mehr - das funktioniert so nicht. Auch ein zwangsentzug läßt sich nur durchsetzen wenn unter Alkoholeinfluß auf Grund des Alkoholes Straftaten verübt werden.
Hier ist wohl der Weg über die Stiefmutter sinnvoll daß sie vielleicht etwas Einfluß auf den Vater nehmen kann und auch mal seinen Hausarzt in dieser Sache konsultiert. Vielleicht sieht sie ja Handlungsbedarf wenn ihr klar wird daß sie auf dem besten Wege zur Witwe ist, oder noch schlimmer, bald einen Pflegefall im Hause hat?
Viele Grüße
Lumpi