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mein Sohn wurde wegen Diebstahl mitten im Klassenraum festgenommen

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Vielleicht täusche ich mich...
Aber hat sich dein Sohn wirklich ein bisschen " schusselig" angestellt,dass er erwischt wurde?
Oder wollte er vllt tatsächlich erwischt werden?( Vllt auch unbewußt)
Wenn ja,warum?
Braucht er Aufmwrksamkeit?
Will er auf ( s )einen Notstand hinweisen?
Ich würde nicht so ein großes Gewicht darauf legen,was die Polizei anders hätte machen können.
Dein Sohn ist hier der zählt.
Wie kann aus diesen hässlichen Geschehen vielleicht etwas Gutes werden?
Eine Lehre oder für euch ein Anfang,dass ihr über die Not, die hinter dieser Tat steckt, miteinander sprechen könnt.
 
Hi!

Ich kann dir versichern, dass es bei solchen Einsätzen einen großen Ermessensspielraum gibt, alles andere wäre in der Praxis auch nicht machbar. Was für einen Eindruck dein Sohn in dem Moment gemacht hat, kann ich nicht wissen.

Wenn hier allerdings teilweise gesagt wird, er wäre traumatisiert durch das Anlegen von Handschellen, möchte ich doch mal sagen: Traumatisiert ist ein starkes Wort und sollte man vielleicht nicht zu oft benutzen. Man ist traumatisiert von schwerer Gewalt, von schlimmsten Erlebnissen oder eben auch von einem schlimmen Dauerzustand wie Mobbing oder Unterdrückung. ich bezweifle allerdings, dass jemand ein tataäschliches Trauma davon trägt, weil er nach einer Straftat mit Handschellen aus der Klasse geführt wurde. Das Ertappt-Werden vor den Leuten in der Klasse dürfte weitaus unangenehmer gewesen sein.

Es bringt aber jetzt auch nichts, da den Stab zu brechen. Strafrechtlich wird ihm als Ersttäter nicht viel passieren. Schwieriger wird sei wie und ob es einen Weg zurück für ihn in die Klasse geben kann. Dabei braucht er vermutlich Unterstützung und das ist in meinen Augen wichtiger als die anderen Überlegungen. Dass das, was er da gemacht hat, falsch war, dürfte er vermutlich mittlerweile kapiert haben.

Alles Gute!
 
Es gibt einige Jugendliche, welche häufig mit dem Gefühl klauen....dass dies alles nicht so schlimm sei und klauen auch irgendwie Spass macht, besonders das Risiko erwischt zu werden erleben wollen und sie das Recht zu klauen besitzen und das Klauen gerne wiederholen.....von daher kann ich das Verhalten vom Polizisten verstehen.
 
der Notstand ist:
"wir haben kein Geld, weswegen ich nicht mit auf Klassenfahrt mit meinen Freunden kann. Nachdem das meine Eltern für mich nicht möglich machen können und ich deren akute und frühere Entscheidungen bezüglich der finanziellen Gestaltung unserer Familie abbekomme, obwohl ich gar nichts dafür kann und mit 15 von ihnen finanziell abhängig bin, egal, ob ich will oder nicht und eigentlich nichts dran drehen kann,
nehme ich es jetzt selbst in die Hand. Da liegt Geld, das brauche ich."

Will er auf ( s )einen Notstand hinweisen?
 
Zuletzt bearbeitet:
der Notstand ist:
"wir haben kein Geld, dass ich mit auf Klassenfahrt mit meinen Freunden kann. Nachdem das meine Eltern für mich nicht möglich machen und ich deren Entscheidung abbekomme, obwohl ich gar nichts dafür kann und mit 15 von ihnen finanziell abhängig bin, egal, ob ich will oder nicht,
nehme ich es selbst in die Hand. Da liegt Geld, das brauche ich."
Es geht nicht darum ,was wir als Notstand sehen.
Sondern,was der Junge sieht.
Was die Eltern sehen.
Dass der Junge darüber sprechen kann,über die Gefühle,die die finanzielle Not mit sich bringt.
Und das,was wir nicht wissen können,weil wir die Familie nicht kennen,weder die Eltern ,noch das Kind.
Wir lesen von einem Vorfall mit relativ wenigen Informationen.
 
Ich denke nicht, dass in der Klassenkasse so viel Geld war. Wir hatten auch eine in der Klasse rumstehen und da war nie viel drin. Nur dutzende 10ct-Stücke, die man für Schwatzen oder Hausaufgaben vergessen da reinwerfen musste (von der Klasse selbst aufgestellte Regel). War das Ding voll, wurde es von einer vertrauenswürdigen Klassenkameradin auf ein extra für die Klasse eingerichtetes Sparbuch eingezahlt. Waren vielleicht 20€ in Kleingeld drin, mehr nicht. Kann also schon sein, dass das noch als Bagatelle zählt und sogar eingestellt wird.

Gelder für Klassenfahrten werden doch direkt dem Lehrer übergeben. Größere Summen wurden bei uns überwiesen, kleinere Summen wie 50€ mussten in einem Briefumschlag übergeben werden, auf dem der Name des Schülers war. Daher denke ich nicht, dass es die "große Kasse" war.

Ich glaube, der Bub hat schlicht nicht nachgedacht. Der wollte mitfahren, wusste nicht, wie er so schnell an das nötige Geld kommen soll, sah in einem unbeobachteten Moment die Kasse da stehen und ich denke mal, dass in dem Moment schlicht ein Kurzschluss in seinem Hirn war. Der dachte wohl, der steckt das Ding jetzt ein, zählt das Geld daheim zusammen, stellt die geleerte Kasse heimlich zurück und übergibt dem Lehrer das Geld. Dumm nur, dass es sofort auffiel, sodass er keine Zeit hatte, die Kasse nach Hause zu tragen oder gar zurückzustellen. Im Grunde genommen spricht das sogar für ihn - ein echter Kleinkrimineller hätte da mehr darüber nachgedacht, wie er die Beute schnellstmöglichst so wegschafft, dass kein Verdacht auf ihn fällt. Dass er so doof war, die Kasse einfach nur in den Rucksack zu packen, spricht also doch ein Stück weit dafür, dass er in Sachen Diebstahl noch unerfahren ist.

Fraglich wäre für mich hier zudem, ob die Polizei gerufen wurde, bevor oder nachdem er die Tat zugegeben hat. Also ob er schon gestanden hatte und die Polizei dennoch geholt wurde. Oder ob er sich als einziger weigerte, seinen Rucksack durchsuchen zu lassen, sodass dem Lehrer gar nichts anderes übrig blieb, als die Polizei zur Durchsuchung zu holen. Fraglich ist das für mich deshalb, um zu klären, ob er die Misere noch teilweise hätte abwenden können, hätte er direkt (buchstäblich) ausgepackt (weil das dann vielleicht schulintern ohne Polizei geklärt worden wäre) oder ob er es trotz sofortiger Kooperation nicht abwenden konnte. Einfach, um für die Zukunft ggf. daraus zu lernen (dass man wenn schon besser gleich auspackt und nicht noch auf ein Wunder hofft).

Noch eine Idee: wäre es vielleicht möglich, dass dein Sohn sich von Verwandten zu Weihnachten Geld wünscht? Um a) die Klassenfahrt davon zu bezahlen und b) als Zeichen guten Willens zur Entschuldigung jedem Klassenkameraden auf der Fahrt ein Eis zu spendieren? Oder Zeitungen o.ä. auszutragen, Nachbarn fragen ob er für 5€ den Rasen mähen kann, um das Geld bis dahin zusammenzusammeln? Das könnte die Gemüter ebenfalls etwas beruhigen...
 
Es geht nicht darum ,was wir als Notstand sehen.
Sondern,was der Junge sieht.
Was die Eltern sehen.
Dass der Junge darüber sprechen kann,über die Gefühle,die die finanzielle Not mit sich bringt.
Und das,was wir nicht wissen können,wil wir die Familie nicht kennen,weder die Eltern ,noch das Kind.
Wir lesen von einem Vorfall mit relativ wenigen Informationen.


Aber manchmal ist es auch ganz einfach.
 
Um a) die Klassenfahrt davon zu bezahlen und b) als Zeichen guten Willens zur Entschuldigung jedem Klassenkameraden auf der Fahrt ein Eis zu spendieren? Das könnte die Gemüter ebenfalls etwas beruhigen...

mal sehen, ob er überhaupt auf der Schule bleiben kann, je nach Schulart.

edit:

zur Erklärung; man unterscheidet nach Ordnungs- und Erziehungsmaßnahmen;
greifen die Erziehungmaßnahmen nicht (mehr), geht es in die Ordnungsmaßnahmen, z.B. Verweise oder Ausschluss vom Schulunterricht bis zu 5 / 7 Tage.
Ist der Schulfrieden nachhaltig geschädigt, also fühlen sich Lehrer und Schüler nicht mehr sicher, wenn @AaronSenne s Sohn unterwegs ist etc..,
kann es zu einem Schulverweis kommen,
das hängt von Schulart bzw. Alter ab bzw., ob die Schulpflicht schon erfüllt worden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann natürlich schon - je nach Umständen eben. Und in diesem Fall waren die von Aaron geschilderten Umstände eben so, dass eine Festnahme und die Anwendung unmittelbaren Zwangs mit ziemlich hoher Sicherheit unnötig und unverhältnismäßig waren.

Die Polizei kann eben nicht entscheiden, wie sie will. Und ob sie in diesem Fall korrekt gehandelt hat, halte ich wirklich für sehr fraglich.

Ich sehe das verhältnismäßig. Reue zeigt nicht mal die Mutter.

Sie kann nicht entscheiden wie Sie will aber ich finde das verhältnismäßig. Du scheinst mehr zu wissen als die anwesenden Polizisten?
 
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