Habe gerade nachgegoogelt. Es handelt sich um einen besonders schweren Fall von Diebstahl, da das Geld besonders gesichert war in der Kassette und es auch nicht um geringwertige Dinge ging.
Wenn ich es richtig verstehe, ist sich die Rechtsprechung bisher nicht ganz einig, wie das bei einer Geldkassette o.Ä. zu bewerten ist, da diese als solche ja normalerweise nicht gegen eine
Wegnahme besonders gesichert ist. Um beurteilen zu können, ob ein besonders schwerer Fall vorliegen könnte, bräuchte man also wohl erstmal noch weitere Informationen zur Tatbegehung.
@Winnetou
diese laienhaften Spekulationen zu rechtlichen Kontexten bringen doch nichts,
Ich hatte ja auch gleich angeraten, sich an einen Anwalt zu wenden. Allerdings finde ich es schon interessant, mich selbst mit dieser Fragestellung zu befassen. Und Aaron könnte es ggf. auch helfen, denke ich. Genau dieser Aspekt interessiert ihn ja in diesem Thread.
hier stand doch schon die Quelle, warum bei einer Festnahme das Anlegen von Handschellen abgesichert ist, so der Durchführende das entscheidet. Das Thema ist durch:
Polizisten dürfen.
Hö? Wie war das noch mit den laienhaften Spekulationen zu rechtlichen Kontexten, die nichts bringen?
😉
Ich denke mal, du beziehst dich damit auf den zweiten Satz dieses Zitats?:
Bei Festnahmen unter Zuhilfenahme von Handschellen ist das
Verhältnismäßigkeitsprinzip zu beachten.
Der Einsatz von Handfesseln wird jedoch nach gängiger Rechtsprechung jedenfalls aufgrund der stets gebotenen Eigensicherung der die Maßnahme durchführenden Person
als grundsätzlich verhältnismäßig angesehen.
Wie ich darauf bereits antwortete, war in dem von Aaron geschilderten Fall ja schon gar kein Grund für eine Festnahme ersichtlich.
Trotzdem beschäftige ich mich aber gerade auch noch mit Lennis Zitat. Daran irritiert mich nämlich zudem Folgendes:
1.
Das ist ein Artikel zum Thema Handschellen allgemein. Wenige Absätze weiter z.B. geht es um den Anwendungsbereich BDSM.
🙂 Der Artikel scheint mir also nicht unbedingt von speziell rechtskundigen Verfassern zu stammen.
2.
In dem Artikel wird keine Quelle für diese Aussage angegeben, was an dieser Stelle aber aus meiner Sicht sehr sinnvoll und auch nötig wäre.
3.
Auf der Suche nach weiteren Informationen dazu konnte ich bisher noch keine Quelle finden, die diesen Satz bestätigen würde. Keine Urteile. Nichts. Sondern vielmehr eher gegenteilige Aussagen - immer wieder Hinweise auf die Wichtigkeit der Beachtung der Verhältnismäßigkeit, des Vorliegens bestimmter Voraussetzungen, der Vermeidung unnötiger einschränkender Maßnahmen etc..
Also... nach "gängiger Rechtsprechung" sieht mir das momentan überhaupt nicht aus. Falls jemand noch mehr dazu finden sollte - das würde mich wirklich interessieren.
Also ganz ehrlich, wenn mein Sohn der ganzen Klasse die Kohle klaut würde ich mir erstmal Gedanken über meine Erziehung machen
Da es hier dem Vater nur um die Polizei geht kannst Du schon lesen worum es geht.
Naja, ich finde, das Handeln des Jungen und das Handeln der Polizei sind einfach unterschiedliche Dinge. Dass Aaron hier speziell nach dem einen Aspekt fragt, sagt doch nichts darüber aus, ob und in welcher Weise er sich mit dem anderen Aspekt beschäftigt.
Der Täter muss nun irgendwie zum Opfer gemacht werden.
Der Vater bastelt fleißig daran aus einem Täter ein Opfer zu machen.
Tatsächlich kann ein Täter ja auch durchaus zum Opfer werden. Das schließt sich nicht gegenseitig aus. Da muss nicht unbedingt jemand anderer etwas basteln...
🙂