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mein Sohn wurde wegen Diebstahl mitten im Klassenraum festgenommen

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Stimmt, die Konsequenz kann es auch geben. Bei mir wäre man da von der Schule geflogen. Übrigens auch eine wichtige Lektion für später - bei mir an der Uni gab es mal welche, die auf die glorreiche Idee kamen, teure Computer ungefragt "auszuborgen". Die staunten nicht schlecht, als sie feststellten, dass das nicht nur rechtliche Konsequenzen hat, sondern sie von der Uni zwangsexmatrikuliert wurden und auch für sämtliche andere Studiengänge an der Uni gesperrt waren (Prüfungsanspruch war schon noch da... aber die Uni akzeptierte eben keine Immatrikulation mehr). Und einen neuen Studienplatz eines höheren Semesters aufzutreiben ist definitiv aufwändiger, als einfach nur in dieselbe Klassenstufe einer anderen Schule zu wechseln.

Ich finde es übrigens gut, dass du zu deinem Sohn stehst. Er braucht gerade dringend jemanden, der ihm zur Seite steht. Es ist also völlig ok und sogar wichtig, ihm zu sagen, dass du verstehen kannst, dass ihn das alles mitnimmt. Aber: pass auf, dass der Fokus jetzt nicht mehr darauf geht, über die Art der Festnahme zu klagen als darüber, wie es überhaupt zu dem Diebstahl kommen konnte.

Wäre das mein Filius, würde ich ihm klar machen, dass ich ihn verstehen kann, ihn immer liebe und ihm jetzt natürlich auch beistehen werde, die Festnahme aber - egal ob verhältnismäßig oder nicht - die Konsequenz seines eigenen Handels ist und er zumindest dafür daher kein Mitleid zu erwarten hat. Anstatt mich darauf zu fokussieren, wie ich der Behörde für die Behandlung meines Sohnes an den Leim gehen kann, würde ich mich eher auf Schadensbegrenzung fokussieren - also mit der Schulleitung reden, wie es jetzt weitergeht (etwa, dass er gemeinnützige Arbeit in der Schule macht, dafür aber bleiben darf). Mit dem Klassenlehrer reden, um - so er bleiben kann - wieder in der Klassengemeinschaft aufgenommen zu werden, wo ihr auf legale Weise das Geld für die Klassenfahrt auftreiben könnt...

Und wenn ihr bei all den Schritten zu der Tat steht und du nicht auf "mein armer Sohn..." machst, dann werden die Beteiligten (Schulleiter, Lehrer, Klassenkameraden) viel geneigter sein, Gnade zu zeigen als wenn du jetzt Rambazamba machst.
 
Die staunten nicht schlecht, als sie feststellten, dass das nicht nur rechtliche Konsequenzen hat, sondern sie von der Uni zwangsexmatrikuliert wurden und auch für sämtliche andere Studiengänge an der Uni gesperrt waren (Prüfungsanspruch war schon noch da... aber die Uni akzeptierte eben keine Immatrikulation mehr).
klar, sie sind ja für andere Studierende bzw. eben den reibungslosen Betrieb an der Uni eine Gefahr gewesen.
 
Ich sehe das verhältnismäßig.
Naja gut, das ist deine persönliche Meinung. Ich denke aber, aus rechtlicher Sicht würde es anders bewertet (was ich - meine persönliche Meinung dazu - richtig fände), und habe ja auch erklärt, warum.

Reue zeigt nicht mal die Mutter.
Welche Mutter? Und warum Reue?

Du scheinst mehr zu wissen als die anwesenden Polizisten?
Ich gehe von den Angaben des TEs aus. Alles andere macht in meinen Augen wenig Sinn.
 
@Winnetou
diese laienhaften Spekulationen zu rechtlichen Kontexten bringen doch nichts,
hier stand doch schon die Quelle, warum bei einer Festnahme das Anlegen von Handschellen abgesichert ist, so der Durchführende das entscheidet. Das Thema ist durch:
Polizisten dürfen.
 
Naja gut, das ist deine persönliche Meinung. Ich denke aber, aus rechtlicher Sicht würde es anders bewertet (was ich - meine persönliche Meinung dazu - richtig fände), und habe ja auch erklärt, warum.

Welche Mutter? Und warum Reue?

Ich gehe von den Angaben des TEs aus. Alles andere macht in meinen Augen wenig Sinn.

Sorry hier schreibt der Vater. Das hatte ich verwechselt.

Also ganz ehrlich, wenn mein Sohn der ganzen Klasse die Kohle klaut würde ich mir erstmal Gedanken über meine Erziehung machen und nicht das aus meiner Sicht akzeptable Vorgehen der Polizei beäugen.

Wer andere Mensxhen dreist beklaut bekommt halt Konsequenzen zu spüren.

Da es hier dem Vater nur um die Polizei geht kannst Du schon lesen worum es geht. Der Täter muss nun irgendwie zum Opfer gemacht werden. Daher halte ich die Schilderung vom ganzen Sachverhalt eh sehr fragwürdig. Die Polizei wird hier angemessen vorgegangen sein.
 
In der Klassenkasse befanden sich mehrere tausend Euro, wenn da wirklich die Beiträge der Schüler für die Klassenfahrt drin waren. Sagen wir 300€ mal 20 gleich 6000€. Das zieht eine drastische Strafe nach sich, und es besteht Fluchtgefahr. Ich verstehe nicht, warum es hier auf die Handschellen ankommen soll.

Bei einem Erwachsenen ist man hier schnell bei einer Freiheitsstrafe, bei einem Jugebdlichen zur Bewährung ausgesetzt. Mit Notlage und Dumme-Jungen-Streich hat das nichts zu tun, sondern mit gewöhnlicher Kriminalität.
Also da war ganz bestimmt nicht das ganze geld für die Klassenfahrt drin: Sowas wird überwiesen und nicht einfach eingesammelt und im Klassenraum aufbewahrt.
Also in einer Klassenkasse sind ein paar Kröten für das gemeinsame Eisessen drin, oder das Geld, das man beim letzten Basar mit Kuchenverkauf eingenommen hat (wenn überhaupt!)


Also auch wenn das Verhalten des Jungen natürlich falsch war und natürlich Konsequenzen haben sollte, ist das Verhalten der Polizei dennoch falsch und sollte nicht ohne Konsequenzen bleiben.
Ich würde da definitiv einen Anwalt aufsuchen.

Die Polizei muss stets auch Interessen abwägen: Also welche Gewaltanwendung steht welcher Tat und welchem Täter gegenüber?
Auch wenn manche hier anscheinend eher nach dem Motto fahren: Egal was jemand getan hat: Vollgas von Seiten der Polizei!
Ne so ist das eben nicht: Auch die müssen sich an regeln halten, vor allem dann, wenn es um Minderjährige geht und noch viel mehr, wenn es im geschützten Rahmen einer Schule stattfindet.

ich würde das alles dokumentieren und einen Anwalt um Rat fragen.
Es stimmt schon, dass die Polizei hin und wieder auf Abschreckung setzt, aber im Kontext einer Schule ist das problematisch, denn im Endeffekt kann das seine weitere Laufbahn in der Shcule schädigen (was anderes ist es, wenn er zB in einem Supermarkt beim klauen erwischt wird: Da ist es egal, ob er diesen Supermarkt im blödesten Fall nicht mehr betreten kann, weil jeder ihn kennt. In die Schule MUSS er und das weiß auch die Polizei.)

Das ist natürlich völlig unabhängig davon, dass ihr ganz ernsthaft mit eurem Sohn reden müsst, was da vorgefallen ist. Ich finde, dass das auch nicht einfahc entshculdigt werdne sollte und nicht untergehen sollte.
Das sind einfach zwei Paar Schuh!
Das verhalten der Polizei sollte nicht ohne Konsequenzen bleiben (bzw zumindest überprüft werden)...das Verhalten des Jungen aber auch nicht.
Aber ich würde definitiv dazu raten, vor dem Jungen hauptsächlich sein EIGENES Fehlverhalten zu thematisieren und nicht das der Polizei: Das könnte einen falschen Eindruck bei ihm erwecken, den man definitiv vermeiden sollte.
Der Junge muss kapieren, dass es falsch war, und trotzdem ist es in meinen Augen wichtig, abzuklopfen, ob das wirklich korrekt gelaufen ist.
 
Mein Sohn wird jetzt bald 40. Manchmal erzählt er noch davon. Ihm ist das auch erst mit dem ersten Führungszeugnis bewusst geworden, was da dran hängt. Er sagt heute ganz klar, das war das Beste was ihn passieren konnte, dass ihn dee letzte Geschäftsführer einmal gehörig den Kopf gewaschen hat. Er dachte vorher dass das gar nicht schlimm gewesen sei, weil die sich alle so gefreut haben. Da waren auch zwei oder drei dabei, die gesagt haben er solle das man behalten. Da hab ich aber als Mutter nicht mitgespielt. Alles ging zurück.
Mein Sohn war schon sehr früh ein Dieb, schon im Babyalter. Nach dem Einkauf habe ich ihn aus dem Tragetuch vom Rücken gepuhlt und es fielen viele Sachen heraus, die er geklaut hatte. Ich habe ihm vergeben, alles zurückgetragen und ihn nicht zur Polizei gebracht.

Ich wette, dass alle irgendwann etwas machen, das nicht richtig ist, wissentlich, absichtlich. Silan, ich hätte auch konsequent verlangt, trags zurück, wär auch schockiert gewesen, erschrocken und entsetzt, dass er so etwas so leicht nimmt. Das bedeutet, bei mir wurde der Zahn samt Wurzel gezogen, damals, als ich erwischt wurde als Teenager, das hat so nachhaltig gesessen, dass ich sicher bei meinen Kindern öfters gewarnt habe, als Eltern sonst machen. Ich habe nie erfahren, dass meine Kids das gewagt haben, also- mein Erlebnis wirkte auch auf die nächste Generation ein.

Wie Aarons Sohn wohl später zu Diebstahl steht? Das wird ihn doch sein Leben lang triggern und verfolgen. Das kann wie ein Stigma sein. Bei euch, Silan warst du als Mutter der Mitwisser, bei Aarons Sohn weiß es jetzt "die ganze Welt". Das war ganz was anderes, als das, was hier besprochen wird.

Das Abführen mit Handschellen- es ist bekannt, dass man in diesem Alter schon gefährlich sein kann, unbrechenbar und sogar mörderisch, die Polizei kennt sicher Situationen, die sehr übel ausgegangen sind- zb der reisst sich los und begeht Selbstmord, was dann? Oder er flüchtet und traut sich nicht mehr heim, kommt in schreckliche Kreise- man wird vorsichtig als Polizist, muss vorsichtig sein.
 
Ich gehe nicht davon aus, dass das ein übles Bürschchen ist, der recht arg bestraft werden müsste und recht geschieht ihm, wenn er so was macht, dann muss er geächtet werden...
Das war ein Kurzschluss, ein schrecklicher Einfall ( in meiner Fantasie, so male ich es mir aus) Recht würde geschehen, wenn man das aufrollt, mit ihm zusammen, mit den anderen und darüber offen redet- nicht wegziehen, nicht davonlaufen, nach wie vor in dieser Klasse bleiben und ertragen, dass das nicht mehr ist, wie vorher, aber irgendwann schon wieder, so wärs ideal. Junge, ach warst du blöd, wie konntest du nur, statt: henkt ihn, den Verbrecher.
 
Hallo,

als ich noch zur Schule ging, hätte es zuvor noch Dresche vom Herrn Direktor gegeben, bevor der Dieb in Handschellen abgeführt worden wäre! Sollen mal nicht alle so verweichlicht sein 😉 wer Manns genug ist, die Klassenkasse zu stehlen, der sollte auch dazu stehen und sich ordnungsgemäß wie ein Dieb abführen lassen. Ist ja klar, dass hier mal wieder irgend ein Gesetzeshebel gesucht wird, anstatt zum Fehlverhalten zu stehen.

Was aber das eigentlich Schlimmste ist: Wieso hat er sich erwischen lassen? Hätte er nur den benötigten Betrag aus der Kasse genommen, wäre die Sache doch erst viel später aufgefallen und der Verdacht wohl kaum auf ihn gekommen! Stehlen ist schlimm und das darf man nicht. Ehrlich währt am Längsten. Aber wenn man es tut, dann darf man sich auf keinen Fall erwischen lassen.

Naja, wie dem auch sei. Ich würde sagen, dass dein Sohn eine Lektion fürs Leben bekommen hat. Das muss nicht unbedingt etwas schlechtes sein.

LG,
SFX
 
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