@Bonus-Level. Wenn ich deine Argumentation betrachte, kann ich nicht zustimmen. Meine Frau hat nicht fremdgegangen, niemals, das war ich, mein Lieber. Dann man könnte alles rechtfertigen, z.B., Hitler oder Stalin hatten die Probleme in der Kindheit, aber trotzdem es ist keine Rechtfertigung für das, war beide getan haben.
Und es geht nicht darum nur. Ich habe genug anderen Leuten das Böse angetan. OK, jetzt ich bin der andere Mensch geworden. Aber was pasisert war, kann nicht ungeschehen machen.
Vielleicht hast Du mich missverstanden.
Das mit dem Fremdgehen ist ein Beispiel gewesen. Es ist egal, ob der Mann oder die Frau ( in dem Beispiel) fremdgeht.
Fremdgehen verursacht Leid; das sicherlich.
Ich wollte Dir nur aufzuzeigen versuchen, dass es Möglichkeiten, Mittel und Wege gibt, auch in einer Situation zu einer Lösung zu finden, wo Du selber drunter leidest.
Emigration ist das eine Thema - und die Fehler von Dir sind auch ein Thema.
Ich verbinde beides miteinander, um Dich zu verstehen. Wie Du denken und fühlen könntest.
Ich frage mich; wie fühlt sich jmd. , der ausgewandert ist und seiner Heimat nachtrauert; der in Deutschland seiner Frau gegenüber Dinge getan hat- der sich jetzt oft als hilflos-selbsthassend empfindet.
Was kann ich so einem Menschen aufzeigen?
Was kann so ein Mensch von mir annehmen?
Welche Hilfe/ Gedanken will so ein Mensch überhaupt annehmen?
-> und so kommt es, dass ich verschiedene Gedankengänge ausprobiere.
Das Thema Emigration; dazu habe ich schon (aus meiner Sicht) alles Wichtige geschrieben; das Du deine Heimat bald mal wieder besuchen solltest; ob alleine oder mit Familie - Hauptsache, Du atmest mal wieder für kurze Zeit die Luft, welche Du vermisst - > das kann ich mir heilsam für Dich vorstellen.
Neben der Emigration hast du zu Beginn etwas von Deiner Heizung und von Deiner Frau geschrieben; und auch hier ( in diesem Thema) von Affären usw. - das heisst: auch dort wird es Themen geben, die als "heisse Eisen" zu sehen sind. Also Themen sind, die mit Deinem Leid etwas zu tun haben werden.
Und ich sage mir, wenn Du solche Themen andeutest ( ohne näher drauf einzugehen), dann hat es einen Grund.
Es hätte von Dir auch verschwiegen werden können. Du hast allerdings selbst in einem Nebensatz das mit den Affären erwähnt.
-> ich kann Dir letztlich sagen: es hat viel mit Deiner Sichtweise auf Deine Situation zu tun; ob Du dich wohl fühlst, an der Seite Deiner Frau mit diesem Gefühl des Fremdgegangen-Seins zu leben, oder ob es helfen kann, Dich etwas von ihr zu distanzieren, oder zu trennen.
Das sind sicherlich harte Worte. Andererseits: wenn Du darunter leidest; was könnte Dir helfen, Dich besser zu fühlen?
Diese Fragen würde ich mir an Deiner Stelle immer wieder stellen.
Ich z.B. habe mich mal von jmd. getrennt, wo ich gemerkt hatte, dass ich Augen für jmd. anderen hatte.
Ich hab sicherlich auch andere Dinge getan - ich will Dir damit sagen; es geht eben auch so, dass jemand für sein Verhalten oder seine Gefühle auch Verantwortung tragen kann.
Wenn Deine Frau Dich trotz deines Fehlers weiterhin als ihren Mann akzeptiert, dann ist das doch ein Zeichen von Deiner Frau offensichtlich, dass sie Dir milde gesonnen ist; auch wenn sie das Verhalten schlecht verzeihen kann.
Es gibt x-Ehen, die sofort nach Seitensprüngen ein Ende haben.
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Ich würde mir, wenn ich wirklich stark unter einer Situation leiden würde, ganz klar machen wollen, was ich tun könnte.
Wenn ich mich trennen würde, und ganz neu beginnen könnte; oder wie ich mich mit meiner Frau wieder aussöhnen könnte.
Falls ich mich z.B. für die Beziehung mit der Frau entscheiden würde; würde ich die erste Zeit mir Mühe geben, der Frau Aufmerksamkeit zu schenken - schlimmstenfalls setzt irgendwann wieder der Alltag ein, und die Aufmerksamkeit lässt wieder nach.
Nur die Sache würde ich in jedem Fall machen; entweder mir Gedanken über die persönliche Freiheit ( Trennung) machen, oder aber meiner Frau versuchen, jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Auch deswegen wohl, um mir selber ein Gefühl zu geben von: "ich habe einen schweren Fehler gemacht, und nun probiere ich sehr vieles, um ihn wieder gut zu machen"
Wenn ich mich zu blöd fühlen würde, meiner Frau ständig Aufmerksamkeit zu schenken ( um meinem Fehler entgegen zu wirken), dann würde ich mir wirklich überlegen, was besser ist.
Eine Trennung, oder eben zwanghaftes Beisammensein ( wenn ich meine Versuche, Wünsche von den Augen meiner Frau abzulesen mir anschauen würde, und mich dies ermüden würde).
Denn vielleicht würde ich mich besser fühlen, wenn ich mir sage :" ich kann meinen Fehler schlecht gut machen - meine Frau verzeiht mir das nicht; und um vor mir selber mit Respekt zu stehen, werde ich sie verlassen."
-> das sind alles nur Gedanken.
Was letztlich das Richtige für Dein Leben ist, wirst Du herausfinden müssen.
-> ich möchte hier nur noch abschließend sagen, dass ich mit Worten hier sämtliches probiert habe, dass Du mal über Dich und Dein Leiden genauer nachdenkst.
Manchmal ist die Erlösung für das Leiden greifbar nah. Nur die Lösung sieht manchmal anders aus, als der Mensch sich das selber so vorstellt.