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Mein Freund ist gestorben

Hallo liebe Claudia,

hier bin auch ich mal wieder, war unterwegs, aber hab Dich nicht vergessen, und freue mich, hier wieder von Dir zu lesen...

... auch wenn Du meine Frage noch nicht beantwortet hast, so wagst Du Dich wenigstens wieder ins Trauerforum, und das ist gut, denn Deine Traurigkeit ist es ja, die Dich so herunterzieht...

...aber dann denke ich auch, ist es wirklich nur die Trauer um Hannes, oder auch das Gefühl, dass Du an sich allein bist, denn als Du Deinen Job hattest, und Kollegen, und einen Grund, aufzustehen, da ging es Dir ja besser....

...daher wäre es echt gut, wenn Du wieder einen Job finden könntest...kann ich mir jedenfalls vorstellen...

...Du kannst ja trotzdem weiter traurig sein 😱 -
so lange Du willst und es brauchst...

...irgendwie bist Du es, traurig, und dann wiederum geißelst Du Dich dafür... sag doch mal JA, ICH BIN TRAURIG, UND JA, SO WILL ICH AUCH NOCH BLEIBEN, ICH KOMME SCHON WIEDER, WENN I C H SO WEIT BIN.

Sag es zu Dir, aber auch mal zu Deinen Kindern, es hilft doch nicht, immer Versteck zu spielen, OUTE Dich und sprich mit ihnen, sag ihnen, dass es Dir schlecht geht, immer noch, und bitte sie, für Dich da zu sein... Sag es Deiner Mutter, lass Dich in den Arm nehmen, Dich trösten, denn dafür sind wir Mütter doch da, egal wie alt wir sind, es gibt nichts schöneres, als von der eigenen Mutter getröstet zu werden, die uns liebt, egal, was ist, und der es nie zu schwer ist, ein eigenes Kind zu trösten...

...ich habe aufgehört, immer die Starke sein zu wollen, und es tut gut, authentisch zu sein...

...dann brauchst Du auch den Alk nicht mehr, der Dir im Moment noch helfen soll, alles zu verstecken, nach außen hin, und alles zuzuschütten...

Sei behütet, Claudia, von Engelsflügeln, die Dich schützen, umhüllen, wenn es mal gar nicht so gut geht...

Liebe Grüße,
Natascha
 
Liebe claudia61,
wie geht es dir jetzt? schaffst du alles irgendwie? bist mir das ganze wochenende nicht aus dem kopf gegangen!!!
wenn du von deinem schicksal berichtest, ist es so authentisch, ich denke sooo fest an dich!!
lieben gruß und umarmung, frauenrausch
 
Liebe Natascha,
ich habe nicht den Kopf dafür,
um dir das zu beschreiben.

Wenn es mir mal gut geht, erzähle ich gerne, daß wir uns ausgesprochen haben, über alles, das je vorgefallen ist.

Nur kurz,
nein, ich mache mir keine Vorwürfe mehr dazu,
daß mein Lebensgefährte nach einem Streit gestorben ist.
Ich habe mich mit ihm ausgesprochen,
immer wieder, nach seinem Tod,

und er sagt mir seit langem und jetzt,
daß unsere ganzen Streitereien im Endeffekt Pippikram waren..

Wenn ich hier alle paar Monate mal schreibe,
dann, weil es raus muß.
Aber ich komme mir vor,
als daß nur wenige Menschen noch verstehen können,
das macht einen irgendwann mundtot.

Daß diese Traurigkeit nicht weniger wird.

Und, nein,
ich kann und will auch nicht in meiner Familie, die einzigen, mit denen ich noch (gerne) Kontakt habe,
darüber reden.
Die denken alle, das ist irgendwo irgendwie irgendwann, vorbei.
Und es ist gut, daß sie das denken.

Ich sehe die Hilflosigkeit meiner Kinder, den Schmerz, den sie mitdurchleiden müßten,
die hoffen doch alle so, daß alles wieder besser wird für mich.

Nein, der Moment, innerhalb der Familie zu reden, ist verstrichen.
Jeder glaubt, glaube ich,
daß ich darüber hinweg bin.


Liebe Frauenrausch,
es eht mich, dein Interesse für mich,



Es ist Perlen vor die Säue werfen bei mir,
wies aussieht.

Danke aber für dein großes Interesse,
und ich wünsche auch dir von Herzen, daß du Hilfe bekommst
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke, Claudia, dass Du geantwortet hast.

Das war gut.

Ich glaube, Du unterschätzt Deine Familie. Nichts ist gut, nur weil es zugeschüttet ist.

Und vor allem unterschätzt Du Deine Mutter.

Ich wollte meine auch immer schonen, aber das einzige, was ich erreicht habe, war ihre Enttäuschung, dass ich mich ihr nicht öffnete.

Wozu haben wir Familie? Immer nur für eitel Sonnenschein?!

Das einzige, was das Leben sinnvoll und schön machen kann, ist ECHTHEIT. AUTHENTISCH SEIN. Und zu seinen Gefühlen stehen. Von da kann man weiter sehen. Aber durch Zuschütten wird nichts besser. Gar nichts.

Wenn Du es nicht gegenüber Deiner Familie kannst, dann suche Dir andere Menschen, denen gegenüber Du Dich öffnen kannst und die Dir zumindest mit den praktischen Dingen des Lebens helfen können. Kontakte, Adressen, etc. haben wir Dir ja schon genug geschickt.

Claudia, vergiss nicht: wir Menschen sind soziale Wesen, Herdentiere. Wir sind nicht dafür gemacht, allein zu sein, und alles allein zu meistern. Wenn Du wieder glücklich werden willst (?), dann geht das nur in Gemeinschaft.

Lieben Gruß,
Natascha
 
Das Rad des Lebens
(mein Traum von heute Nacht)

Papa
Du bist zurückgekommen. Zu uns auf die Erde. Warst wieder krank und tauchtest bei Mama auf. Du wirktest sehr ernst. Erwartetest aber, dass es weiterginge wie vorher, dass Mama Dein Zuhause sei.

Mama dachte es auch und kümmerte sich wieder liebevoll um Dich. Doch ihre zweite Liebe war auch da, und sie war völlig zerrissen. Versuchte, sie vor Dir (und sich) zu verbergen, denn Du hattest ja ein Anrecht darauf, an erster Stelle zu stehen.

Doch konnte sie nicht lange verbergen, wer inzwischen in ihr Leben getreten war, und irgendwann tat sie es auch nicht mehr. Sie stand zu ihm, und stellte ihn Dir vor. Sie wirkte plötzlich groß und souverän.

Du akzeptiertest es. Etwas traurig zwar. Aber Du wusstest: Bei uns und in unseren Herzen würdest Du immer sein. Doch Deine Seele sollte weiterziehen.

Ich habe das Geschehen die ganze Zeit nur beobachtet. Alles fühlte sich richtig an. Traurig und richtig.

Das Rad des Lebens dreht sich weiter, ob wir es wollen oder nicht. Wir können es nicht aufhalten.
 
Das Rad des Lebens
(mein Traum von heute Nacht)

Papa
Du bist zurückgekommen. Zu uns auf die Erde. Warst wieder krank und tauchtest bei Mama auf. Du wirktest sehr ernst. Erwartetest aber, dass es weiterginge wie vorher, dass Mama Dein Zuhause sei.

Mama dachte es auch und kümmerte sich wieder liebevoll um Dich. Doch ihre zweite Liebe war auch da, und sie war völlig zerrissen. Versuchte, sie vor Dir (und sich) zu verbergen, denn Du hattest ja ein Anrecht darauf, an erster Stelle zu stehen.

Doch konnte sie nicht lange verbergen, wer inzwischen in ihr Leben getreten war, und irgendwann tat sie es auch nicht mehr. Sie stand zu ihm, und stellte ihn Dir vor. Sie wirkte plötzlich groß und souverän.

Du akzeptiertest es. Etwas traurig zwar. Aber Du wusstest: Bei uns und in unseren Herzen würdest Du immer sein. Doch Deine Seele sollte weiterziehen.

Ich habe das Geschehen die ganze Zeit nur beobachtet. Alles fühlte sich richtig an. Traurig und richtig.

Das Rad des Lebens dreht sich weiter, ob wir es wollen oder nicht. Wir können es nicht aufhalten.



Hallo Natascha,

ich weiß garnicht, was ich zu deinem Traum sagen soll.

Was für eine Vorstellung, allein schon, daß dein Vater zurückkommt, aber auch, daß er keinen Platz mehr hier hätte..
Finde ich auch sehr traurig.

Wenn mein Freund zurückkäme, würden wir ihn alle festhalten und nicht mehr loslassen..

Dieser Traum wird dich wohl noch eine Zeit beschäftigen..
Allein, was wohl in deinem Unterbewußtsein so vor sich geht, daß du so etwas träumst..

Vielleicht der Anfang des Abnabelungsprozesses?

Ach, liebe Natascha,
danke, daß du den Traum geschrieben hast.

Drück dich🙂,
Claudia
 
liebe claudia61,
kannst du dich ein wenig an dem schönen wetter erfreuen, und einen spaziergang machen in der natur? wenn ich durch feld, wald und flur streife, bin ich meiner verstorbenen mama ganz nah. vielleicht war dein liebster auch gerne draussen, und du kannst dich ein wenig ausserhalb deiner 4 wände mit ihm unterhalten... sag, mein letzter wissensstand war, dass du in einem casino oder so gejobbt hast. tust du das noch, oder arbeitest du woanders?
sonnengruß, frauenrausch
 
liebe claudia61,
kannst du dich ein wenig an dem schönen wetter erfreuen, und einen spaziergang machen in der natur? wenn ich durch feld, wald und flur streife, bin ich meiner verstorbenen mama ganz nah. vielleicht war dein liebster auch gerne draussen, und du kannst dich ein wenig ausserhalb deiner 4 wände mit ihm unterhalten... sag, mein letzter wissensstand war, dass du in einem casino oder so gejobbt hast. tust du das noch, oder arbeitest du woanders?
sonnengruß, frauenrausch


Hallo Frauenrausch🙂.

Ich finde es schön,
wenn es einem gut tut, durch die Natur zu streifen, auch alleine.

Ich selber will am liebsten nirgendwohin gehen,
und ganz besonders nicht, wenn das Wetter so toll ist wie heute.
Ich denke dann dauernd nur daran, was wir beide jetzt machen würden.
Wir sind so oft nach der Arbeit in Englischen Garten, über den Viktualienmarkt,...,
egal, wo ich hingehe, er fehlt mir.

Aber jetzt ist mein Sohn gerade heimgekommen, und ich gehe jetzt doch mal raus, weil es mir schon unangenehm vor ihm ist, den ganzen Tag nur daheim runzusitzen..
Vielleicht tut es mir ja sogar gut..

P.S.,
meinen Job habe ich Im Nov. verloren, seitdem bin ich wieder in ein ziemliches Loch gefallen.
Ich sollte wieder etwas tun, aber schaffe es nicht, mich zu irgendwas aufzuraffen..

Schönen lieben Gruß zurück🙂,
Claudia
 
Wenn mein Freund zurückkäme, würden wir ihn alle festhalten und nicht mehr loslassen..

Dieser Traum wird dich wohl noch eine Zeit beschäftigen..
Allein, was wohl in deinem Unterbewußtsein so vor sich geht, daß du so etwas träumst..

Ja, der Traum beschäftigt mich in der Tat sehr. Aber es war, als hätte mir "das Leben" etwas sagen wollen. Egal, was ich mir wünsche oder wonach ich mich sehne - die großen Dinge, wie Leben und Tod, liegen am Ende nicht in meiner Hand. Das Leben ist viel komplexer und größer, als das ICH bestimmen könnte, wer leben darf und wer weiterzieht.

Es war ein sehr machtvoller Traum, und ich habe fast das Gefühl, dass es noch etwas stärkeres war als mein Unterbewusstsein, das mich dies träumen ließ... Ich kann es nicht beschreiben.

Wie geht es Dir? Schön, dass Du gestern ein wenig mit Deinem Sohn draußen warst. Hat es Dir vielleicht doch gut getan?

Lieben Gruß,
Natascha
 

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