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Mein Freund ist gestorben

Hallo, ihr Lieben,
lieber Sigi,
leider kommt nichts aus mir,
ich bin dabei, zurückzufallen in meine Trauer,

es ist die Verantwortung für meine Kinder, die ich ja dauernd merke,
daß ich die beiden nicht im Stich lassen darf.

Ich kann auch nicht mehr nachvollziehen, was mich die letzten Tage wieder so lebensfroh gemacht hat.

Ich bin wieder so lebensmüde.

Dabei erinnere ich mich genau, daß ich dachte, sicher war, alles geht bergauf.

Vielleicht gehört das alles zu meiner Trrauer,
aber wie lange geht das so weiter!!??

Eine ratlose Claudia
 
Hallo liebe Claudia,

da bin auch ich mal wieder - war in Portugal und habe festgestellt, dass es um die Firma richtig schlecht steht, die Krise hat zugeschlagen - und ich musste drei von vier Leuten entlassen, Leute, die ich seit meiner Geburt kenne. Das war die Hölle!! Dazu musste ich feststellen, dass einer der drei, den ich für meinen Freund hielt, die ganze Zeit gegen mich gearbeitet hat. Und mich jetzt, nach meiner Entscheidung (=die Notbremse zu ziehen bevor es gar kein Geld mehr gibt und somit auch keine Abfindung für niemanden) ordentlich attackiert...

Meine Familie leidet auch seit Monaten unter der ewig gestressten Mutter und Ehefrau, die gar keine Augen mehr für ihre Kinder und ihren Mann hatte... Hier sind mir auch die Augen aufgegangen, dank meines Mannes, der sich überwunden und mal ernsthaft mit mir gesprochen hat.

So gehe ich gerade durch eine der schwersten Zeiten meines Lebens, aber ich hoffe, dass ich das Schlimmste jetzt hinter mir habe. Jetzt muss ich sehen, wie es weitergeht - aber auf jeden Fall werde ich mich wieder mehr meiner Familie widmen. Und wieder versuchen, die fröhliche Natascha von früher zu sein.

Meine Augen leuchteten nicht mehr, ich habe es gespürt und doch nicht gewusst, was ich tun sollte. Glücklicherweise haben mich mehrere Mitglieder meiner Familie wachgerüttelt. Nun geht es hoffentlich bald wieder bergauf.

Aber zu Dir, Claudia: ich glaube, es ging Dir besser, weil Du ein Zeichen gesehen hast in der Möglichkeit, wieder arbeiten zu gehen, und dann wieder schlechter, weil es doch nichts war. Oder? Aber sieh die Tatsache, dass es Dir besser ging, als ein Job in Aussicht war, doch mal als Zeichen dafür, dass Du dringend wieder eine Aufgabe für Dich finden musst!! Versuche es, jeden Tag, wappne Dich für Rückschläge und gib nicht auf, bis Du etwas gefunden hast, was Dir Spaß macht.

Das ist mein Gefühl...

Ich drücke Dich und wünsche Dir die Kraft, den Alkohol sein zu lassen. Auch und vor allem abends - denn ohne Alkohol im Blut schläft man so viel besser, und wenn man gut schläft, geht es einem auch wieder besser...

Lieben Gruß,
Natascha
 
P.S. Versuche es mal so:

Wir Eltern sind den Kindern ein Vorbild. Wenn Du möchtest, dass Deine Kinder Krisen meistern können, dann musst Du ihnen vormachen, dass es geht. Dich am eigenen Zopf aus dem Schlamassel ziehen.

Wenn sie miterleben müssen, dass Du es nicht schaffst, wird es für sie später auch viel schwieriger sein, in schwierigen Zeiten durchzuhalten und wieder nach vorne zu blicken.

Wenn Du es schaffst, werden sie Dich ewig zum Vorbild haben. Stolz auf Dich sein. Und immer an Dich denken in schwierigen Zeiten. Daran denken, dass Du es geschafft hast, aus eigener Kraft wieder auf die Beine zu kommen. Und dass sie es deswegen auch schaffen werden.
 
Hi, liebe Natascha,
wie schön, daß du dich wieder meldest.

Meine Güte, was hast du für eine Zeit hinter dir.
Ich hoffe, dein Mann ist da für dich.

Ich kann mir deinen beruflichen Streß gut vorstellen.

Hattest du nicht schon vor Wochen vor, dich mal um dich zu kümmern und alles andere, klar Kinder sind wichtig,
hinten an zu stellen?

So eine prekäre Situation in der Firma deines Vaters ist schon extrem, da kann man sich nicht einfach ausblenden..

Aber, hast du dir schon mal überlegt, diese Firma, die ja jetzt an einem Mitarbeiter hängt, aufzugeben?

Ich möchte mich widerholen, deinem Vater ist es viel lieber,
daß du froh bist, daß es DIR gutgeht,
als daß du die Kindheit deiner Kinder versuchst, etwas zu retten, deinem Vater zuliebe.
Liebe Natascha,
ich wünsche dir von ganzem Herzen die Stärke, weiter zu machen
oder, was dich sicher noch mehr Kraft kostet,
weil es vielleicht auch deiner Mutter weh tut,
das alles aufzugeben,
und endlich eine Mama für deine Kinder zu sein, die immer da ist für sie.
Oder ist da wieder zu langweilig, da, wo du jetzt hingezogen bist?

Liebe Natascha, ich verstehe gut, wie voll dein Kopf ist,
ich bin sicher, du wirst das richtige machen,
nochmal, dein Vater wünscht es ganz sicher nicht, daß du um eure Firma zu erhalten, auf dem Zahnfleisch gehst, drastisch gesagt.

Liebe Natascha,
ich kann dir nichts raten,
aber überdenke gut das plus und minus,
und fühl dich nicht schlecht mit der Überlegung, das alles aufzugeben. Dafür gibt es keinen Grund!!

Wenn du das aber weiter durchziehen willst,
hast du auch dafür meine besten Wünsche!!

Ich freue mich, daß du dich wieder gemeldet hast!

Gott behüte dich,
ganz liebe Grüße,
Claudia
 
Hallo liebe Claudia,

ja, Du hast so recht, und in der Tat habe ich jetzt vor, den Laden zu verkaufen oder ansonsten dicht zu machen. Das geht natürlich nicht von einem Tag auf den anderen - ein paar Monate muss ich noch durchhalten. Aber ich weiß sicher, dass ich mich rausziehen will aus der Sache.

Es war Papas Baby, ja, aber ich denke auch, alles hat seine Zeit. Und meine Mutter macht sich zurzeit mehr Sorgen um mich als darum, dass Papas Firma einmal nicht mehr sein könnte.

Und ich sehne mich zurzeit nur noch nach meinem ruhigen alten Leben und Geduld für meine Kinder... Obwohl ich in der Tat Langeweile nicht besonders mag. Aber im Moment hätte ich richtig Lust auf Langeweile!!

Aber Du hast nichts von Dir geschrieben... Wie geht es Dir heute?

Ganz lieben Gruß,
sei behütet,
Natascha
 
Hallo, ihr Lieben.
Natascha, es ist sicher die richtige Entscheidung, dir die ganzen Sorgen mit deiner Firma vom Hals zu schaffen.
Jeder in deiner Familie wird wohl froh darüber sein.
Und, du bist doch ein kluges Persönchen, dir fällt sicher wieder was ein, daß es dir mit Kind und Kegel nicht zu langweilig wird...🙂
Aber wird natürlich schon eine Umstellung..

Ansonsten kommst du da hoffentlich ohne zu große finanzielle Einbußen raus.

Bei mir ist (leider) wieder alles beim Alten.
Ein paar Tage meinte ich, es geht bergauf,
bin aber wieder in mein altes Trauerloch gefallen-
Eigentlich habe ich keinen Bock auf garnichts mehr.

Das ist alles so kräftezehrend, mir laufen den ganzen Tag einfach so die Tränen runter, jetzt kommt der erste Frühling, wo ich allein bin, der Sommer, und es graut mich förmlich davor.
Jetzt lann ich mich nicht mehr so gut verstecken wie bei dem gnädigen langen Winter,
ich weiß nicht, was ich falsch mache, daß es mir nicht besser geht,
auf der anderen Seite ist ein halbes Jahr ja eigentlich noch keine lange Zeit,
aber meine ganze Umwelt drängt mich, endlich wieder loszulegen,
dabei sinkt meine Lust und Energie gerade wieder von Tag zu Tag.

Hoffe, ich kann hoffentlich bald wieder mal was positives berichten..

Euch allen alles Liebe und viel Kraft, wofür auch immer ihr sie braucht!!

Claudia
 
Hallo claudia!

ich habe das auch mitgemacht, vor 6 jahren -manchmal ist es wie gestern!

manchmal geht es gut! ich war ganz alleine - niemand war da für mich! Habe weder Eltern noch kinder! nur eine nachbarin die ab und zu mal hochkam und mir schokolade brachte wenn si emich durch die Decke weinen hörte!

habe gemerkt dass die meschen probeleme mir mir hatte und nich twussten wie sie mit mir umgehen sollten, si emieden mich, weil ich zuviel von Ihm sprach und sagten nichts dazu!

ich würde dir raten in eine selbsthilfegruppe zu gehen.

ich glaube da heisst eine verwitwet.de

Schau doch mal ob es eine homepage gibt!

Ich habe da zwar nicht hingepasst- weil Mütter dachten ich hätte es besser ohne kinder - aber ich dachte die haben wenigstens irgendjemanden noch für den sie aufstehen müssen!

Ein wunder dass ich es überelebt habe!

Ich habe im internet gelesen. die Phasen der trauer und dass es imdurchschnitt 7 jahre dauert bis man die alte lebensqualität wieder hat!

Naja - wenn ich unter Menschen bin schon. Wenn ich alleine bin nicht!

Ich habe mir die Trauer von der Seele getanzt. Beim tango gibt es eine unverbindliche Umarmaung!

Und weil das so schwer was - war die tangostunde manchmal die einzige stunde in der ganzen woche in der ich alles verdrängen konnte!

Ich höre ihnheute auch noch sagen: Ich bin immer für dich da!

ich bin immenoch alleine und würde ihn so brauchen!

Aber er ist nicht da, d h. ich rede mit ihm als würde ich glauben dass er auf einer Wolke sitzt, dabei sind wir atheisten!

Aber in meinem Herzen ist er da!

Wenn es mir schlecht geht trage ich den schmuck den er mir geschent hat - der behütet mir dann!

Ich hatte auch das bedürfnis an alle orte zu gehen die wir geminsam besucht hatten und mich an jedem ort nochmal von ihm zu verabschieden!

Ständig sehe ich Menschen di eihm ähnlich sind, dann durchzuckt es mich!

Ich fühle mich zu Männern hingezogen die ihmähnlich sind- aber ich meine sie garnicht!

ich würde dir raten - Trauerbegleitungshilfe zu suchen!

Trauer ist aber keine krankheit- daher braucht man auch keine Therapie -aber Therapeuten sind geschult aber es tun auch Menschen , die das heulen aushalten können!

Auch mit seinen Sachen ist das so eine Sache ! Es hat lange gedauert bis ich immer etwas mehr wegtun konnte. Aber seine liebelingshemd habe ich immernoch!

Ich denke wenn du so sensibel bist - gehe geleich in eine Klinik ich kann mir nicht vorstellen dass du das mit dem Alkohol sonst hinkreigst- bei dieser Belastung !

Vielleicht können Eure Kinder und die Mutter alleine einen Familientherpeuten bekommen.

Ich wünsche dir von Herzen viel Kraft , nimm dir zeit zum Heulen irgendwann hört das von allein auf, manchmal muss man sich zu schönen sachen zwingen, und den blick nach vorne richten! Das fällt verdamt schwer!

Eine Freundin hatte mir das Buch von Doris dörie : das blaue kleid geschickt , trauerverarbeitung als Roman. D. D. Mann war auch gestorben - aber ich konnte es erst 1 jahr später lesen da war es dann der richtige zeitpunkt!

Du kannst ihm auch in ein Buch Breife schreiben - das hat ein pater seiner Mutter geraten.

Die mutter hat ein Buch gemacht mir seinem Leben von babyfoto bis zur trauerrede mit allen zeugnissen und bildern!

eine Freundin hat in der Psychosomatischen Klinik einen witwer kennengelernt, sie wurden ein wochenendpaar -während der woche waren sei witwer und am wochende habe sie auch manchmal zusammen getrauert!

Ich gehe nur noch in kömödien ins Kino, lese di ewitzseiten im internet um manchmal auf andere gedankenzu kommen oder höre hörbücher - vielicht zusammen mir deinen kindern´?

Du siehst es gibt veile unterschiedliche Wege!

Manche sagen such dir doch einfach einen neuen! Die verstehen nix!

Alles gute - viele Umarmungen!

Maria
 
Hallo, ihr Lieben,
ich möchte euch ALLEN einen schönen Ostersonntag wünschen!!
Und gleichzeitig will ich nochmal ganz herzlich DANKE sagen, daß ihr mir so großartig über die schwerste Zeit in meinem Leben geholfen habt!!!
Danke, danke, danke!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich fahre mit den Kindern heute zu meiner Familie, und am Abend arbeite ich.
Für mich ein guter Tag, und darüber freue ich mich..
Und das wünsche ich auch jedem von euch!!!
Viele liebe Grüße
Claudia
 
Hallo liebe Claudia,

schön, dass Du einen schönen Tag erlebt hast! Mein Ostern war auch schön! Habe auch in der Familie gebadet. Und mir heute morgen vorgenommen, die positive Energie aus diesen Tagen mit in den Alltag zu nehmen... Statt anders herum...

Drücke Dich!!
Versuche, Deine Tage öfter so zu füllen wie an Ostern!

Lieben Gruß,
Natascha
 

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