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Mein Freund ist gestorben

Hallo, ihr Lieben alle.
Liebe Micky , meine Hochachtung für dich. Du scheinst eine starke Frau zu sein. Denn ein Kind zu verlieren, ist wohl das grausamste, das einem passieren kann.
Ich sauge das hier alles auf, weil ich ja auch weiterleben muß.

Aber das so umzusetzen, daß ich irgendwo Lebensenergie verspüre, kann ich noch nicht.
Alles ist noch so leer und wie ein Albtraum, aber ich werde das jetzt (weitgehend) ohne Alk versuchen, denn der hat mich noch mehr reingerissen die letzten Monate.
Als "Hinterbliebener" ist alles so anders, Lebensängste, über die ich früher gelacht hätte.

Liebe Natascha, liebe Jette, wie gehts euch?
Ich denke oft an euch.
 
Danke

Das weiß ich nicht,ich glaube,so stark bin ich nicht . 🙁

(sonst wäre ich nicht hier und nicht so ...desolat ...)

Körperlich und seelisch bleibt viel Schaden zurück....kann man nur hoffen,daß man es weiter hinbekommt.
Ich ärgere mich,daß ich nicht stärker bin.

Wirklich blöd sind nicht nur die Erlebnisse damals/heute mit herzlosen
"Mitbürgern"
...tragisch ist,daß man das ganze Leben "umgekegelt" bekam.

Das gleicht man nie wieder aus. Geht alles an die Substanz.
Ausbildung für die Katz, keine Rente erarbeiten können, die Kinder vor allem tragen voll alle realen Folgen. Und die können nix dafür.

Und---wenn es nur die Mutter allein trifft,ist es t.T. gemein gelaufen. (Okay,Erkenntnisgewinn 😎)
Solche "Nebenumstände" sind dann dazu noch bitter.

Will aber nicht jammern , alles hat letztendlich einen Sinn.
An manchen Tagen seh ich den auch nicht so...😉


Claudia,ich wünsche Dir ,daß Du es TROCKEN schaffst!
Du mußt keine Energie haben,es reicht,wenn Du Dir Arbeit/Beschäftigung organisierst. Mechanische Zeitfüllung reicht oft schon. Oder fang an, zu wandern oder Dich um jemanden anstrengendes zu kümmern... Oder geh in eine SHG!!!!
Such Dir irgendwas,bloß um erst mal den Kopf anders zu beschäftigen!

Nachgedacht,gegrübelt hast Du genug...an den Fakten ändert es nichts.

Gruß und Umarmung!
Micky
 
Hallo liebe Claudia,

ja, da bin ich wieder, wir sind umgezogen in eine schöne Wohnung mit viel Licht und ganz vielen Fenstern, sie ist sehr schön! Eine neue Stadt, neues Leben, neuer Kindergarten und Tagesmutter, schon wieder ganz viel Veränderung, als wäre das letzte Jahr nicht schon genug gewesen...

Eben habe ich Fotos aufgehängt, und da war Papa wieder, und es kam eine große Träne in mir hoch wie ein Riesenregentropfen, aber ich habe ihn wieder runtergeschluckt, irgendwie kann ich nicht weinen, zu groß ist die Belastung mit Papas "Erbe" und der Druck, zu "funktioneren".

Im Moment ist alles zu viel, ich versuche, allem gerecht zu werden, Kinder an die neue Umgebung zu gewöhnen und gleichzeitig in der Wirtschaftskrise zuzusehen, dass mein Unternehmen überlebt, Mitarbeiter beruhigen, während ich selbst doch sehr besorgt bin und nur hoffe, dass sich bald doch ein ganz großes Geschäft auftut.

Manchmal denke ich mir, man, Papa, was hast Du mir da hinterlassen - aber dann habe ich das Gefühl, dass das alles überhaupt kein Zufall ist, dass ausgerechnet mir diese Firma in den Schoß gefallen ist - jetzt kann ich wieder eine bestimmte Seite von mir weiterentwickeln, nämlich die, die bisher schlecht "Nein" sagen konnte - hier ist die Konkurrenz hart, und wenn ich weich bin, war's das!!

Überhaupt habe ich das Gefühl, dass uns im Leben die Dinge passieren, damit wir etwas lernen, uns weiterentwickeln können. Es scheint alles nicht wirklich zufällig zu passieren...

Micky, Deine Worte sind so echt und voller Gefühl und Wut und Liebe, das steckt an, so kann nur jemand schreiben, der durchlebt hat, was er durchlebt hat. Ich will mich gar nicht in Dich hineinversetzen, der Gedanke, dass meinen Kindern etwas passieren könnte, versetzt mich in Panik, und ich schiebe ihn ganz schnell wieder weg. Aber mein tiefstes Mitgefühl hast Du.

Claudia, ich freue mich, dass Du versuchst, vom Alk wegzukommen, und Micky hat vollkommen recht, lenke Dich ab, so gut Du kannst, Du musst Dich selbst ein wenig austricksen!!

Ich wünsche Dir Kraft. Nein, Mut.

Mut ist gut, habe ich heute gedacht. Den braucht man nur, wenn man Angst hat. Den Schritt gehen, obwohl man Angst davor hat - das ist Mut. Wer keine Angst hat, braucht keinen Mut.

Liebe Grüße,
Natascha
 
Überhaupt habe ich das Gefühl, dass uns im Leben die Dinge passieren, damit wir etwas lernen, uns weiterentwickeln können. Es scheint alles nicht wirklich zufällig zu passieren...

Liebe Grüße,
Natascha

Da sagst du was Natascha! Es gibt zwar keinen, der uns das zuteilt, aber manchmal meint man, wir ziehen magisch das an, was wir nötig haben. Obwohl. . . wer weiß. Hab auch grad ein Thema an der Leine, das ich nun wirklich nicht mehr in den Sack der Prüfungen gebraucht hätte. Und noch weiß ich auch nicht genau, was ich denn nun daraus lernen soll, aber ich ahne es vielleicht von ferne etwas und es wird sich zeigen.....

Also liebe Leute, lasst uns weiterkämfen und wenig Mut dir, weil wenig Mut heißt, laut deinen vorherigen Ausführungen, wenig Angst und somit viel Fort-schritte in deinem Betrieb.

Sigi
 
Hallo ihr Lieben alle.
Liebe Natascha ich will dir erstmal viel Glück in deinem neuen Zuhause wünschen!!
Das ist ja wirklich viel Streß mit den Kindern und der Firma.
Ich bin mir sicher daß dein Papa da oben über euch wacht, und stolz auf dich ist, aber das wichtigste, daß es dir gut geht dabei und du dich nicht überforderst.
Das wäre ganz sicher nicht sein Wunsch.
Ich wünsche dir für die nächste Zeit ganz viel Kraft und Mut, das richtige zu tun!
Ich selber hänge wieder in einem Loch.
Ich versuche, zuversichtlich zu sein, lese wenigstens schon mal Stellenangebote, fühl mich aber körperlich ziemlich im Eimer, und so allein mit allem, was nächste Woche allein ansteht.
Montag zum Gerichtsvollzieher, dann zu den SWM, um einen Ratenplan zu kriegen, am 13.2. muß ich einen Offenbarungseid leisten, und und...
Das ist alles neu für mich und ich habe Angst was kommt.
Mein Freund fehlt mir gerade jetzt so unendlich, ich würde am liebsten nur weinen und mich verkriechen, aber das geht nicht mehr, hab ich schon zu lange gemacht.
Ach, und du lieber Sigi.
Du sagst zwar nichts genaues, aber dir macht wohl auch einiges gerade schwer zu schaffen.
Ich sende dir heute meine ganzen guten Wünsche für dich!!
Und daß alles irgendwann mal wieder besser wird, für uns alle!
Liebe Grüße
Claudia
 
Danke, Claudia, für Deine lieben Worte, Du hast mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen, in der Tat bin ich die letzte Woche auf dem Zahnfleisch gegangen, Ergebnis aus dem Versuch, alles zu schaffen und allen gleichzeitig gerecht zu werden, Firma, Kindern...

Ich habe zum ersten Mal seit langem gegenüber anderen eingestanden, dass ich nicht mehr kann, und dass ich Grenzen ziehen möchte (z.B. nachmittags kein Job, für ein paar Stunden, sondern Zeit nur für die Kinder etc.).

Das hat mir gut getan, alle haben mich verstanden und seitdem fühle ich mich besser...

Allerdings sorge ich mich um die Firma, noch können wir die Kosten decken, aber bald vielleicht nicht mehr... Frage: macht man weiter, weil man an das Konzept glaubt und daran, dass es wieder bergauf geht, oder den Laden dicht, bevor es zu schlimm wird...?!
Mein Innerstes sagt mir, weitermachen, denn es Silberstreifen am Horizont...

Claudia, Dir wünsche ich ganz viel Glück und Kraft für Deine Gespräche, sei immer ganz offen und ehrlich zu den Banken, und frage sie nach den Details. Das ist für sie immer ein Zeichen, dass Du Dich interessierst und wirklich vorhast, zurück zu zahlen.

Ein neuer / zusätzlicher Job wäre sicher auch sehr, sehr gut für Dich.

Das hast Du noch nie gemacht... deshalb passiert es Dir vielleicht jetzt: damit Du lernst, allein Dein Leben zu meistern... ;-)

Meiner Mutter geht es übrigens gerade ganz ähnlich, sie schlägt sich mit Banken herum, mein Papa hat ihr leider rote Zahlen hinterlassen, und sie hat sich nie um solche Dinge gekümmert. Aber sie macht es super und wird langsam zur Expertin 🙂

Ich drücke Dich!

Und hier noch ein buddhistischer Spruch, der neben meinem Schreibtisch hängt:

ATME
ALLES WIRD GUT

Auch für Dich, Sigi. Und Jette, und, und...

Lieben Gruß,
Natascha
 
Hallo

vor einem halben Jahr ist mein Verlobter und meine große Liebe bei einem Verkehrsunfall um´s Leben gekommen... er hatte keine Schuld...
wir hatten ein gemeinsames Leben geplant in Canada, wollten heute heiraten ... Kinder bekommen und waren einfach verdammt glücklich...

wir haben uns 2003 kennengelernt und als sehr gute Freunde viele Höhen und Tiefen durchgestanden... die ganzen Jahre haben wir uns geliebt... doch keiner hat dem anderen etwas gesagt... erst im januar 2008 haben wir uns endlich unsere Liebe gestanden und bei unserem ersten Kuss wussten wir beide- eine Liebe für die Ewigkeit... alles war perfekt- Meine Schwiegereltern, mein Schwager, die restliche Verwandtschaft... ich wurde sofort als "unser Mädchen" aufgenommen...
Und dann passiert das schlimmste was ich mir niemal hätte vorstellen können...

Ich bin gerade erst 22 und mein Leben fühlt sich wie ein ende an... ich sehe wenig Sinn und kann kaum noch lachen, finde kein Glück...
Ich habe mich sehr geändert- ich war immer unterwegs, habe nur gelacht, immer spaß gehabt, viel theater gespielt, viel kunst gemacht, viel sport gemacht... doch seit dem unfall fühle ich mich wie gelähmt...

Ich habe einen sehr guten Kontakt zu meinen Schwiegereltern, lebe sogar bei ihnen und für sie bin ich sehr sehr wichtig, weil ich ein Teil von meinem Verlobten bin und ich bin immernoch ihr Mädchen... sie geben mir ein wenig Kraft... doch viele Ratschläge die kommen, von Freunden, sind gut gemeint, das weiß ich... aber sie bringen mir wenig

...

vielleicht versteht mich hier jemand...

... meine mail-adresse

romana-lotte@gmx.de
 
Hallo Ramona,

es ist nicht einfach mit dem Gefühl der Trauer fertig zu werden. Vor allem, wenn man im anderen seine Liebe fürs Leben gefunden hatte. Hast du es schon mit professioneller Hilfer versucht? Du hast so viele Interessen, warst so ein aktiver Mensch, das alles kannst du wieder hervorholen, wenn du dir helfen lässt. Willst du Hilfe? Willst du, dass du lernst, ihn weiterhin zu lieben, ihn nicht zu vergessen und dabei wieder ein Gefühl für dein eigenes Leben zu entwickeln?

Liebe Grüße
Truth
 
Liebe Claudia,

was hällst du von dem Gedanken, einen neuen Thread zu eröffnen? Wenn du einen neuen Thread eröffnen würdest, der mit Claudias jetzigem Leben zu tun hat, wie würdest du ihn nennen?

Liebe Grüße
Truth
 
Hallo, Ihr Lieben
ich hab mich lange nicht gemeldet, da ich momentan sehr viel um die Ohren hab, oder mir selbst Stress mache um mich abzulenken.
Ich finde den Tip mit professioneller Hilfe sehr gut, denn ich hab ihn selbst von einer Freundin bekommen und werde mir diese Hilfe auch holen, denn nochmal 14 Jahre in Depressionen zu versinken, möchte ich nicht.
Übermorgen ist mein Mann genau 2 Monate tot, ich weiß weder woran er gestorben ist, noch ob er schon beerdigt wurde.
Aber es ist egal, wen man verliert, wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist es für jeden sehr schmerzhaft und man ist traurig. Immer wenn ich un unser Wohnzimmer gehe, sehe ich ihn dort auf dem Sessel sitzen, tot, wie ich am Morgen gefunden hab und dann rollen die Tränen. Aber ich habe noch meine Kinder, ich darf nicht aufgeben und muss endlich auch wieder aufhören zu trinken, denn das bringt überhaupt nichts.
Also, Ihr Lieben, gebt nicht auf und die Trauer tut zwar weh, aber sie ist ganz normal und man soll auch trauern, hab ich mir sagen lassen.
Viele liebe Grüße
 

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