Teil 1:
Ich danke euch allen für die hilfreichen Antworten.
Eine Person vom Medizinischen Dienst kam vorbei und hat sich alles angehört. Das war im Auftrag meiner Krankenkasse. Sie kannte MCAS zufälligerweise und wusste auch viel dazu. Am Ende meinte sie, dass Betreutes Wohnen eher für mich infrage käme und dass ich das Sozialamt kontaktieren soll. Habe ich alles gemacht. Sozialamt sagt, sie können mir nicht helfen und dass die Krankenkasse zuständig wäre. Und von der Krankenkasse kam letztendlich die Antwort per Brief, dass sie mir nicht helfen können und sogar gegen Gesetze verstoßen würden, würden sie mir den Pflegegrad trotzdem geben. Ich habe dann trotzdem noch mal die Krankenkasse selbst angeschrieben per E-Mail, aber das ergab ja auch nichts. Am Ende bin ich für mich eingestanden, deswegen bereue ich nichts.
Der Frau vom Medizinischen Dienst habe ich auch gesagt, dass ich Selbstmordgedanken habe, aber am Ende brachte es ja alles nichts. Ehrlich gesagt geht es mir ja noch viel schlechter
weil ich keine Hilfe bekomme. Ich bräuchte eigentlch viel Ruhe, medizinische Hilfe und alles. Aber am Ende nützt es alles nichts; ich kämpfe weiter, auch wenn ich echt am Ende bin...
Ich werde das machen, ich werde der Beurteilung wiedersprechen und denen einfach weiter auf den Keks gehen. Es muss dringend was passieren.
Ich frage auch immer nach alternativen Hilfsmöglichkeiten, aber da kommt echt Null. Das meiste was ich schreibe oder sage wird ignoriert.
Einige Dinge habe ich schon in der Hand. Zum Beispiel Darmspiegelung, Pathologische Befunde, Blutbilder, Neurologischer Befund. Zum Kardiologen bin ich über 6 Jahre lang gegangen. Meist kam heraus, dass aus deren Sicht „alles in Ordnung“ mit mir sei, trotz all der Symptome.
Einmal musste ich auch Notruf rufen, wegen Atemnot. Das sind alles so Dinge, die ich dokumentiert habe und schriftlich habe.
Das letzte Blutbild habe ich selbst bezahlt, über den Hausarzt ging das. Das habe ich gemacht, weil die KI mir das geraten hat, was auch die richtige Entscheidung war am Ende. Im Oktober 2024. Extremer D3-, B12- und Folsäuremangel kam heraus. D3-Wert war nur 5,7, war also sehr extrem... Problem ist, dass sich Hausarzt keine Zeit nahm und mich darüber hinaus falsch beriet. Ich sollte laut ihm nur 6 Wochen lang ein Präparat einnehmen und auch nur einmal pro Woche eine Kapsel einnehmen. Das wären insgesamt 6 Kapseln. Bei Weitem nicht genug. Und leider ist das schon der „beste“ Arzt hier, in den Orten hier gibt es keine besseren Alternativen.
Auch wenn ich sage, dass mir schwindelig ist, dass ich starke Fußschmerzen habe, dann sagt er nur, ich soll mich mehr bewegen. Das war noch vor dem Blutbild. Habe mich mehr bewegt, bin sogar zur Physiotherapie gegangen, aber atürlich ging es mir dann nur noch schlechter und bin vor allen Leuten mit extremen Schmerzen zusammengebrochen.
Am Ende hat es an ganz anderen Dingen gelegen, wie die Mängel, mein etwaiges MCAS und wahrscheinlich auch an ganz anderen Dingen.
Da kann man sich echt nur allein und hilflos fühlen.
Den Nebel im Kopf habe ich seit 2023 etwa, es nimmt niemand ernst.
Und nein, KIs habe ich nicht erwähnt. Nie. Ich nutze die auch nur als Inspiration und überprüfe die Fakten selbst.
Danke noch mal wegen der Warnungen, ich werde das beherzigen.
Ich glaube, dass ich trotz meiner minimalistischen Ernährung viel richtig mache. Ich lerne seit Anfang des Jahres alles zu Nährstoffen und effizienten Kochweisen. Theoretisch müsste das meiste bei mir abgedeckt sein. Persönlich vermute ich Probleme mit Calcium, Selen, Biotin, Jod. Komme auf 400 mg Calcium täglich, 10 bis 17 µg Selen, 120 µg Jod und 20 bis 30 µg Biotin. Falls meine Probleme teilweise mit Nährstoffen zu tun haben, dann eher in diesem Bereich.
Das Problem ist, dass Calcium mastzellaktivierend ist. Also ich reagiere darauf u. a. mit stechenden Hautschmerzen, egal in welcher Form ich das zu mir nehme. Darum sind 400 mg so ungefähr mein Maximum. Nur mit TK-Grünkohl kann ich das vielleicht noch etwas erhöhen.
Was Selen angeht würde ich gerne Paranüsse essen, aber davon juckt und brennt Stirn, Schläfen, Wangen und Ohren. Und auf Kokosprodukte reagiere ich auch mit diversen Reaktionen. Es sind keine typisch allergischen Reaktionen, sondern meist um Stunden verzögert.
Dinge wie Allergietabletten sind bei mir Paradox. Beispiel: Wenn ich histaminhaltige Dinge wie Sauerkraut esse, dann brennt, juckt und piekst die Haut sehr stark und permanent am ganzen Körper. Allergietabletten und auch Quercetin helfen, aber nur speziell gegen diese Symptome. Der Nachteil ist aber, dass ich gleichzeitig auch darauf reagiere mit Hautstechen. Und ich vermute, dass das mit den Mastzellen zusammenhängt.
Eier sind am schlimmsten. Gefolgt von Dinkelbrot und Calcium. Wirsing. Kamillentee. Fenchelgemüse. Auch milde Zwiebeln. Staudensellerie. Das sind so die Sachen bei mir, die Hautstechen verursachen. Von einer Ecke Dinkelbrot (selbstgemacht) kann ich 3 Tage nur noch im Bett liegen, davon kriege ich alle denkbaren Symptome.
@Werner
Im Oktober 2024 war mein Zinkwert im unteren Normalbereich, aber seitdem esse ich sehr viele zinkhaltige Dinge Lebensmittel. Komme da auf 11 bis 19 mg Zink pro Tag. Phytinarme Ernährung. Da sollten bei mir schon 11 mg reichen.
Da ich immer noch schwerwiegende Symptome habe, bin ich nicht sicher, was ich vertragen kann und was nicht. Vor allem setze ich ein „ich glaube“.
Ich glaube, dass das Mineralwasser von Babylove, ansonsten Kartoffeln, Süßkartoffeln, Basmati-Reis, Zucchini, Meersalz und Brokkoliröschen sicher sind für mich. Pastinake wahrscheinlich auch, habe das aber noch nicht oft gegessen.
Quinoa, Goldhirse, Geflügel, Karotten und Rindfleisch sind relativ sicher, aber habe schon einen gewissen Verdacht. Goldhirse und Quinoa muss ich sehr gründlich waschen und einweichen, sonst kriege ich wahrscheinlich Symptome.
Aktuell trinke ich Gerolsteiner Naturell, was 125 mg Calcium enthält pro Liter. So komme ich wenigstens schon mal auf 400 mg zusammen mit den anderen Lebensmitteln. Auch nutze ich 4 g Jodsalz jeden Tag, so komme ich auf 120 µg Jod. Aber alles ist bei mir ein Risiko. Es kann sein, dass es mir deswegen schlecht geht. Aber wenn ich die Nährstoffe nicht erhalte, würde es mir ja auch schlecht gehen. Daher die Kompromisse.
Allegra-Allergetablette habe ich auch hier! Das ist leider genau das, worauf ich mit Hautstechen reagiere. Und egal wie oft ich meine Tests mache, auch nach Monaten, Wochen, Jahre... die Symptome sind am Ende immer gleich. Der Körper reagiert am Ende immer auf die gleiche Weise. Und leider ist es nicht nur das Histamin bei mir, da ich ja auch auf die Umwelt reagiere oder auf Lebensmittel, die nicht als histaminhaltig gelten. Beispielsweise bekomme ich von Endiviensalat eine gerötete Rachenhinterwand und stillen Reflux, von jeder Art Obst Durchfall, auf gewisse FODMAPs reagiere ich mit Darmbeschwerden. Ausschläge auf der Stirn, wenn ich ätherische Öle einatme. Blutige Nase und brennendes Gesicht von Teppichreiniger. Da musste ich echt mein ganzes Leben umstellen.
Ja, den Interessenverband habe ich mir mal angesehen. Ein Forum, oder? Dort schien es keine Aktivität mehr zu geben.
Ansonsten habe ich mal Discord versucht, im englischsprachigen Raum. Da konnte ich aber keine Gleichgesinnten finden. Mein Ziel ist ja Besserung, aber auf diesen Plattformen habe ich den Eindruck, dass man lieber meckert und toxisch ist, anstatt was bewirken zu wollen. Daher bisher alles auf eigene Faust.