Hallo zusammen.
Ich lebe mit meiner Frau zusammen in einem kleinen Eigenheim. Wir sind beide voll berufstätig in recht fordernden Jobs und haben keine Kinder. Wir haben seit Jahren ein befreundetes Paar mit dem wir auch gemeinsame Urlaube machen, ansonsten hat weder sie noch ich großartige Kontakte, die man jetzt regelmäßig treffen würde oder mit denen man enger wäre. Und mir macht das eigentlich auch gar nichts aus bzw. ich vermisse nichts. Wir gehen am Wochenende meistens 1x samstags weg und Sonntags ins Freie oder bisschen Sport betreiben. Den Rest der Woche wollen wir nach dem Arbeitstag eigentlich nur noch unsere Ruhe.
Ich persönlich hatte auch noch nie viele Freunde, eher Bekannte. Sicherlich war ich früher auch mal gut feiern, mittlerweile wäre es mir zu viel 2x Abends am Wochenende wegzugehen oder mehrmals pro Woche jemanden zu treffen. Und ich mag irgendwie keine größeren Menschengruppen. In meiner Firma kommt es manchmal zu großen Meetings, da habe ich schonmal extra einen Urlaubstag so gelegt, dass ich nicht dran teilnehmen muss, weil mir so viele Leute in einem Raum irgendwie zu viel sind. Genauso bei Weihnachtsfeiern, ich bin da irgendwie - wie soll ich sagen - reizüberflutet wenn da 100 Leute dran teilnehmen und fühle mich da mittendrin nicht wohl.
Ich denke nicht dass ich eine soziale Phobie habe, denn im kleinen Kreis fühle ich mich immer wohl und ich bin auch nicht schüchtern oder introvertiert, auch nicht fremden Leuten gegenüber.
Im Laufe der Jahre sind links von uns neue Nachbarn eingezogen, eine Familie mit 3 Kindern. Die Eltern sind extrem offen, kennen und sprechen auch mit jedem der an ihrer Hälfte vorbeiläuft und sind gefühlt schon mit der ganze restlichen Nachbarschaft persönlich. Dementsprechend ist jetzt vor unserem Haus ständig ein Treiben und gleichzeitig ist es irgendwie ein Anziehungspunkt geworden. Die können spontan aus dem Haus kommen und winken schon einem zufällig vorbeifahrendem Auto.
Uns nervt das eher, weil unser Wohnzimmer genau schräg zu deren Vorgarten verläuft und wir beim Verlassen des Hauses oder nach Feierabend gezwungenermaßen immer in deren Blickfeld sind oder uns genötigt sahen ein Schwätzchen zu halten, wenn man einfach nur rein und seine Ruhe haben möchte. Wenn es nach denen ging, würde man wahrscheinlich jeden Abend zusammen im Vorgarten grillen. Bei denen gehen ja auch Bekannte ein-und aus, manchmal sogar verschiedene am Tag und ich glaube auch dass sogar manche einen Schlüssel haben. Das käme für mich gar nicht in Frage... Ist halt ständig Bewegung nebenan, wodurch wir uns mitunter gestört fühlen und am Anfang war es für die selbstverständlich dass die Kinder über eine niedrige Hecke auf unserem Grundstück Fussball spielen. Da hatten wir dann auch höflich mal drum gebeten das nicht zu tun. Unser Garten ist gepflegt, derer einfach nur Kraut und Rüben.
Nach einiger Zeit haben wir so gut es ging ein Aufeinandertreffen vermieden, z.B. wenn man gesehen hat dass die gerade kommen oder gehen, gewartet bis man raus- oder reingeht oder bei der Gartenarbeit unterbrochen bis die wieder im Haus sind. Ich bin mir auch sicher dass die das gemerkt haben, weil eben immer nur Rasen gemäht oder die Hecke geschnitten wurde wenn man wusste die sind nicht da. Uns gingen die einfach auf die Nerven weil die ständig hörbar oder präsent waren. Man hatte einfach nie seine Ruhe. Deshalb war man quasi schon froh wenn man mal in Ruhe für sich die Gartenarbeit machen konnte bzw. hat auf den Tag gewartet wo die mal weg sind.
Natürlich lässt es sich nicht immer vermeiden dass man sich eben mal zufällig sieht, aber mittlerweile kommt auch kein euphorisches Hallo mehr wie zu Beginn, sondern gar nichts mehr, also auch nicht wenn man zwar grade den Rücken zudreht, aber ja deutlich wahrnimmt dass wir draussen sind.
Jetzt ist es so, dass wenn der Nachbar neben denen vorbeiläuft uns quasi auch nicht grüßt wenn man z.B. grade im Garten arbeitet (und er einen aber sieht). Die beiden untereinander würden sich aber noch nachrufen und sind scheinbar wie beste Freunde. Heute habe ich nun zufällig gehört dass draußen getuschelt wurde wie komisch wir seien. Dabei wollen wir es ja gar nicht anders.
Und trotzdem mache ich mir irgendwie Gedanken darüber.
Findet ihr das unnormal wenn man einfach eher seine Ruhe haben und für sich sein will?
Wir graben uns ja nicht komplett ein und haben ja Kontakte, aber muss es dieses immer und überall sein?
Ich lebe mit meiner Frau zusammen in einem kleinen Eigenheim. Wir sind beide voll berufstätig in recht fordernden Jobs und haben keine Kinder. Wir haben seit Jahren ein befreundetes Paar mit dem wir auch gemeinsame Urlaube machen, ansonsten hat weder sie noch ich großartige Kontakte, die man jetzt regelmäßig treffen würde oder mit denen man enger wäre. Und mir macht das eigentlich auch gar nichts aus bzw. ich vermisse nichts. Wir gehen am Wochenende meistens 1x samstags weg und Sonntags ins Freie oder bisschen Sport betreiben. Den Rest der Woche wollen wir nach dem Arbeitstag eigentlich nur noch unsere Ruhe.
Ich persönlich hatte auch noch nie viele Freunde, eher Bekannte. Sicherlich war ich früher auch mal gut feiern, mittlerweile wäre es mir zu viel 2x Abends am Wochenende wegzugehen oder mehrmals pro Woche jemanden zu treffen. Und ich mag irgendwie keine größeren Menschengruppen. In meiner Firma kommt es manchmal zu großen Meetings, da habe ich schonmal extra einen Urlaubstag so gelegt, dass ich nicht dran teilnehmen muss, weil mir so viele Leute in einem Raum irgendwie zu viel sind. Genauso bei Weihnachtsfeiern, ich bin da irgendwie - wie soll ich sagen - reizüberflutet wenn da 100 Leute dran teilnehmen und fühle mich da mittendrin nicht wohl.
Ich denke nicht dass ich eine soziale Phobie habe, denn im kleinen Kreis fühle ich mich immer wohl und ich bin auch nicht schüchtern oder introvertiert, auch nicht fremden Leuten gegenüber.
Im Laufe der Jahre sind links von uns neue Nachbarn eingezogen, eine Familie mit 3 Kindern. Die Eltern sind extrem offen, kennen und sprechen auch mit jedem der an ihrer Hälfte vorbeiläuft und sind gefühlt schon mit der ganze restlichen Nachbarschaft persönlich. Dementsprechend ist jetzt vor unserem Haus ständig ein Treiben und gleichzeitig ist es irgendwie ein Anziehungspunkt geworden. Die können spontan aus dem Haus kommen und winken schon einem zufällig vorbeifahrendem Auto.
Uns nervt das eher, weil unser Wohnzimmer genau schräg zu deren Vorgarten verläuft und wir beim Verlassen des Hauses oder nach Feierabend gezwungenermaßen immer in deren Blickfeld sind oder uns genötigt sahen ein Schwätzchen zu halten, wenn man einfach nur rein und seine Ruhe haben möchte. Wenn es nach denen ging, würde man wahrscheinlich jeden Abend zusammen im Vorgarten grillen. Bei denen gehen ja auch Bekannte ein-und aus, manchmal sogar verschiedene am Tag und ich glaube auch dass sogar manche einen Schlüssel haben. Das käme für mich gar nicht in Frage... Ist halt ständig Bewegung nebenan, wodurch wir uns mitunter gestört fühlen und am Anfang war es für die selbstverständlich dass die Kinder über eine niedrige Hecke auf unserem Grundstück Fussball spielen. Da hatten wir dann auch höflich mal drum gebeten das nicht zu tun. Unser Garten ist gepflegt, derer einfach nur Kraut und Rüben.
Nach einiger Zeit haben wir so gut es ging ein Aufeinandertreffen vermieden, z.B. wenn man gesehen hat dass die gerade kommen oder gehen, gewartet bis man raus- oder reingeht oder bei der Gartenarbeit unterbrochen bis die wieder im Haus sind. Ich bin mir auch sicher dass die das gemerkt haben, weil eben immer nur Rasen gemäht oder die Hecke geschnitten wurde wenn man wusste die sind nicht da. Uns gingen die einfach auf die Nerven weil die ständig hörbar oder präsent waren. Man hatte einfach nie seine Ruhe. Deshalb war man quasi schon froh wenn man mal in Ruhe für sich die Gartenarbeit machen konnte bzw. hat auf den Tag gewartet wo die mal weg sind.
Natürlich lässt es sich nicht immer vermeiden dass man sich eben mal zufällig sieht, aber mittlerweile kommt auch kein euphorisches Hallo mehr wie zu Beginn, sondern gar nichts mehr, also auch nicht wenn man zwar grade den Rücken zudreht, aber ja deutlich wahrnimmt dass wir draussen sind.
Jetzt ist es so, dass wenn der Nachbar neben denen vorbeiläuft uns quasi auch nicht grüßt wenn man z.B. grade im Garten arbeitet (und er einen aber sieht). Die beiden untereinander würden sich aber noch nachrufen und sind scheinbar wie beste Freunde. Heute habe ich nun zufällig gehört dass draußen getuschelt wurde wie komisch wir seien. Dabei wollen wir es ja gar nicht anders.
Und trotzdem mache ich mir irgendwie Gedanken darüber.
Findet ihr das unnormal wenn man einfach eher seine Ruhe haben und für sich sein will?
Wir graben uns ja nicht komplett ein und haben ja Kontakte, aber muss es dieses immer und überall sein?
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