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MAMA ist tot

Hi Winnie,

da siehst du wieder mal wie recht du hast das jeder anders trauert.
Mir geht diese "Warum-Frage" nicht mehr aus dem Kopf. Vielleicht auch weil es bei mir wirklich plötzlich war und ich keine Zeit hatte mich zu verabschieden oder ähnliches. Vielleicht ist es deswegen auch so schwer für mich das ganze zu begreifen.
Ich weiß gar nicht wie das ohne mama werden soll. Das geht doch einfach nicht, dass man seine geliebte mum mit 25Jahren hergeben muss. Das tut einfach jeden verdammten Tag immer noch mehr weh.
Das ist wirklich ein Gefühl, dass sich nur die vorstellen können, die das Gleiche erlebt haben.
Das ist einfach so ein unglaublicher bisher nicht aufhörender Schmerz im Herzen.
 

Hallo Tati25,

schau mal hier: MAMA ist tot. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Das kann ich verstehen.
Ich finde es wahnsinnig wie einen so ein Schicksalschlag aus der Bahn werfen kann und das leben für immer völlig kaputt machen kann. Das nichts mehr ist wie es mal war und auch nie wieder so werden wird. Am aller Schlimmsten ist es für mich zu sehen, wie schlecht es meinem Dad dabei geht. Zur Zeit wohne ich vorrüber gehend Zuhause, aber das auch nicht mehr lange. Ich habe Angst um Ihn. Natürlich weiß ich das ich nicht auf Ihn aufpassen muss, aber trotzdem habe ich Angst Ihn alleine zu lassen, weil er dann denke ich erst so richtig merkt das Mama nicht mehr da ist. Wenn er nach Hause kommt und das Haus leer ist.
Ach das ist doch auch alles scheiße.
In solchen Momenten glaube ich einfach nicht mehr, dass es da oben irgend jemanden gibt. Denn sonst hätte er uns sowas nicht angetan.
 
oh man heute ist wirklich mal wieder so ein Tag wo ich Angst habe der Schmerz frisst mich auf.
Einer dieser Tage wo man versucht bloß nicht dran zu denken. Aber das klappt natürlich nicht.
Ich kann es nicht mehr hören wenn andere sagen, das Verdrängen sei nicht gut.
Diese Leute wissen nicht was man für einen Schmerz fühlt, sonst würden Sie verstehen, dass man diesen unterdrücken muss um nicht völlig daran zu zerbrechen.
 
Ich weis nicht wie du alt bist,aber mein Vater ist gestorben als ich war grade 17.Meine Mutter ist gestorben als ich war 39 J alt.
Ist sehr schwer in jungerem alter Tod von Eltern zu Verkraften,ich kann mein Vater bis heute noch nicht los lassen,mit Mutter war schon anders ,weil ich war schon viel Reifer.

Ich wünscht dir viel Kraf
 
Das tut mir wirklich sehr leid für dich.
Ich kann dich aber verstehen, so habe ich mich gefühlt wo mein Grandpa gestorben ist, fühle mich immer noch so. Ich weiß, das hier hört sich vielleicht jetzt doof an aber sie wird immer bei dir sein. <3
 
ich kenne dieses Gefühl ... Alles fühlt sich wie eine Ewigkeit an ... Als ob sie schon sehr lange tot ist ...
Dann fühlt man eine schlingende Leere ... so als raube sie einem jede Sekunde, in der dieser Mesch fehlt, einen Teil von einem selbst ... und vernichtet ihn für alle Zeit ... und es wird immer schlimmer ...
und deine Erinnerungen quälen dich ... weil du daran denken musst, wie viel Spaß du mit ihr hattest und nie wieder haben kannst ... und auch nie wieder haben wirst ... aber sie lebt weiter ... in deinen Erinnerungen ... die dich unsaglich durch den Reißwolf ziehen ... Du darfst die nur niemals vergessen ... Trauer gehört nunmal dazu ... ich weine nachts immer noch ... auch wenn meine Ma schon sehr lange tot ist ... manchmal gehe ich sogar nachts auf den Friedhof und setzte mich vor ihr Grab ... Dann singe ich ein Lied ... ein einziges Lied nur für sie ... Das tut unglaublich gut ...
 
Danke für Eure lieben Worte.
Was ich am aller Schlimmsten an der ganzen Sache finde ist, dass man weiß das dieses Scheißgefühl und dieser Schmerz für immer bleiben wird und es wirklich niiiiiiie wieder so wird wie früher.
Jeden Tag gibt es irgendwelche Situtationen die sich anfühlen als würde man einen gehörigen Schlag in die Magenkule bekommen. Und irgendwie werden diese Schläge im Moment immer heftiger.
Es kotzt mich einfach an, dass die Welt sich einfach so weiterdreht als wenn nichts passiert wäre. Das kann doch nicht meine Mama ist gestorben und alles geht außerhalb nach einem kurzen Schock so weiter wie vorher. Das ist einfach soooooooo unfair!!!!!!
 
Nein, Liebes, es wird leider nie mehr so wie früher. Und ein Stück dieses Schmerzes wird bleiben für immer, da hast du Recht.

Aber wie ich schrieb: Während jetzt noch das Lächeln in den Tränen untergeht, wird es im Lauf der Zeit ein Lächeln unter Tränen werden und eines Tages wird das Lächeln in den Erinnerungen überwiegen.

Doch das braucht Zeit und diese Zeit tut brutal weh und ist nur sehr, sehr schwer auszuhalten - ich hoffe, dass du Menschen hast, mit denen du gemeinsam trauern kannst um den Menschen, den du so sehr liebst.

Denn die LIEBE, diese Liebe stirbt nie, wenn der Mensch geht.

Sei sanft umarmt.
 
Hallo ihr Lieben,

ich kann euch so gut verstehen.
Ich habe meine Mama letztes Jahr im Juni verloren und gerade jetzt geht es mir unglaublich schlecht.
Ich kenne das Gefühl sich allein und unverstanden zu fühlen, obwohl man liebe Menschen um sich hat.
Manchmal ist es einfach so zum Kotzen "erklären zu müssen" warum man traurig ist. Ich weiß nicht, ich gehe immer davon aus, dass alle um mich rum wissen MÜSSEN wenn ich sage "Ich bin traurig", dass es genau aus diesem Grund ist, wegen meiner Mama. Und dann nicht erst die Frage "Was ist denn los?" kommt...ja, vielleicht erwarte ich da zu viel, keine Ahnung, aber dann werde ich auf einmal so wütend und fühle mich so allein....weil jemand, der genau das selbe durch macht wie ich, würde wahrscheinlich niemals auf die Idee kommen zu fragen was los ist wenn man sagt man ist traurig....keine Ahnung, ist das verständlich? Ich weiß es nicht.

Meine Mama ist nur 51 Jahre alt geworden...innerhalb von 6 Wochen habe ich einen völlig unbeschwerten, lebenslustigen Menschen der mitten im Leben stand an den Krebs verloren. Noch immer ist alles unbegreiflich und ich erwarte jeden Moment ihren Anruf, ihr Gesicht zu sehen und das sie mir sagt alles ist in Ordnung...
Ich habe sie bis zum Schluss begleitet, ihren Kopf gestreichelt und bis zur letzten Sekunde gehofft dass alles wieder gut wird...vergebens.

Seitdem lebt man wie in einer Blase...um dich rum geht das Leben seinen gewohnten Gang. Man fühlt sich wie ein Zuschauer...fremd, weil ein Teil von dir mitgegangen ist.

Gelinde gesagt ist das alles zum Kotzen.

Liebe Grüße,
Racine
 

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