Dieser Gedanke ist ehrenwert, aber ganz ehrlich? Bei einer entsprechenden Erbmasse sollten Erben (finde ich) nicht über Begräbniskosten jammern.
Ja, wenn genug Geld da ist, dann ist das natürlich finanziell vertretbar, aber das weiß ich ja vorher nicht, denn wenn wirklich alles fürs Pflegeheim eingezogen wird, dann schaut es mit dem Erbe schlecht aus. Und außerdem finde ich, zählt nicht nur der finanzielle Punkt, sondern auch der Aufwand. Wenn ich um jemanden trauere, dann bin ich froh, wenn alles Organisatorische möglichst wenig Aufwand bringt und wenn ich da erst um einen Kredit ansuchen muss, oder dann in finanzielle Bedrängnis komme, weil ich das Begräbnis vorstrecken muss und nicht weiß, wann und ob ich das Geld zurückbekomme, das ist einfach zusätzlicher Stress in einer ohnehin belastenden Situation.
Man könnte eine zweckgebundene Zahlung zB auf ein Treuhandkonto der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG ansparen oder leisten, ohne an einen Bestatter gebunden zu sein, weil Umstände sich ändern können.
Die dort eingezahlten Beträge müssten als zweckgebundenes Schonvermögen dem Zugriff Dritter entzogen sein.
Der später gewählte Bestatter würde die Sterbeurkunde dort vorlegen und bekäme den angesparten Betrag nebst Zinsen zur Deckung von Kosten überwiesen.
Im Idealfall würde der Bestattungspflichtige sich zunächst nach den Kosten erkundigen ohne das verfügbare Budget zu nennen. Er erfährt dann, ob eine Zuzahlung erforderlich ist oder der Erbmasse eine Erstattung zugeführt werden kann und entscheidet entsprechend.
Ich muss gestehen, davon habe ich noch nie gehört. Aber es klingt im Wesentlichen auch wie eine Versicherung. Wo liegt hier denn genau der Unterschied?
5000 Euro zurücklegen, Problem gelöst.
Ja, wenn nicht der Staat die Kosten fürs Pflegeheim davon einziehen könnte...
Naja einfach ansprechen. Sollte man ja schon vorher alles klären.
Deine Überlegungen gehen ja in die Richtung, dass deine Nachkommen keinen großen Aufwand haben. Also ist das ja besser als zu sagen, ich will ein großes Begräbnis und min. 20 Jahre das Grab haben. Da sollte sich ja keiner dagegen wehren.
Aber ich finde es halt nicht ganz richtig den Hinterbliebenen etwas aufzuzwingen.
Die letzten beiden Begräbnisse habe ich nicht bezahlt, das ging einem anderen Familienstrang etwas an. Ich werde es erst bei meinen Eltern sehen. Aber laut der Beratung bei Helvetia geht es wesentlich schneller und unkomplizierter als alles was die Bank betrifft.
Ich denke auch, dass alles, was nach dem Tod kommt, vor allem für die Angehörigen ist. Ich persönlich brauche kein Erdgrab oder große Bestattung, aber ich will auch nicht festlegen, dass es nichts davon geben soll. Wenn meine Kinder beispielsweise das gerne hätten, weil sie einen Ort des Gedenkens haben wollen, will ich nicht etwas anderes festlegen.
Und ja, gerade eine unkomplizierte und schnelle Abwicklung würde ich als einen der größten Vorteile einer solchen Versicherung sehen - neben der Zweckbindung.