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Lohnt sich eine Begräbniskostenvorsorge? Eure Empfehlungen und Meinungen

Ja, wenn genug Geld da ist, dann ist das natürlich finanziell vertretbar, aber das weiß ich ja vorher nicht, denn wenn wirklich alles fürs Pflegeheim eingezogen wird, dann schaut es mit dem Erbe schlecht aus.
Begräbniskostenfürsorge ist so unheimlich typisch deutsch. Sich gegen ALLES versichern, sogar über den eigenen Tod hinaus.
Gleichzeitig eine fast panische Aversion etwas zu sparen, denn es könnte einem ja irgendwann weggenommen werden.

Das Schonvermögen im Pflegefall beträgt 10.000 €. Also nein, es wird nicht "alles fürs Pflegeheim eingezogen". Es kann Konstellationen geben, in denen eine Begräbniskostenfürsorge sinnvoll ist, weil sie zusätzlich zum Schonvermögen meist verschont bleibt, aber wie viele Sterbefälle gibt es, in denen der Mensch verstirbt und zum Sterbezeitpunkt die Pflegekasse GENAU so viel einzogen hat, dass diese Fallkonstellation eintritt? 0,1%?

Ich würde wie @tonytomate sagt, 5000 Euro zurücklegen, Problem gelöst.
Warum Angst davor 5000 € zu haben? Und wenn du schon sagst, dass du Angst vor dem Pflegekasse hast, warum nicht vor dem Bestattungsunternehmen? Stell dir vor du schließt bei einem lokalen Bestatter für 5.000 eine Begräbniskostenfürsorge und der Bestatter geht pleite.... Selbst eine Versicherung kann pleite gehen.

Ich persönlich kenne es aus meinem Umfeld garnicht eine Begräbniskostenfürsorge zu schließen. Ich bin sparsam groß geworden und man hat Geld man hat Geld i.d.R. eher gespart und angelegt anstatt es in Verträge und Versicherungen zu buttern. Und wenn etwas versichert wurde, dann existenzielle Risiken (z.B. Krankenversicherung und Gebäudeversicherung), aber nicht 1.000 € für ein Smartphone oder 5.000 € für eine Beerdigung.

Soll jeder tun, was er will, aber diese Absicherung und Vorsorgen für alles, empfinde ich einzig als den besten Weg Geld "los" zu werden anstatt selber was sinnvolles damit zu machen bzw. es selber zu vermehren.
 
Ich denke auch, dass alles, was nach dem Tod kommt, vor allem für die Angehörigen ist. Ich persönlich brauche kein Erdgrab oder große Bestattung, aber ich will auch nicht festlegen, dass es nichts davon geben soll. Wenn meine Kinder beispielsweise das gerne hätten, weil sie einen Ort des Gedenkens haben wollen, will ich nicht etwas anderes festlegen.
Und ja, gerade eine unkomplizierte und schnelle Abwicklung würde ich als einen der größten Vorteile einer solchen Versicherung sehen - neben der Zweckbindung.
Dann bezieh deine Kinder gleich mit ein. Sag ihnen was du dir vorstellst und was sie sich vorstellen. Dann kann man das ja gleich zusammen besprechen damit es keine Unklarheiten gibt.
Ja sicher, spart dann viele Sorgen.
Vor zwei Wochen habe ich meine Seebestattung geregelt und komplett bezahlt.
Darf ich fragen was das kostet? Günstiger als eine normale Bestattung?
Begräbniskostenfürsorge ist so unheimlich typisch deutsch. Sich gegen ALLES versichern, sogar über den eigenen Tod hinaus.
Ja damit man die eigenen Kinder nicht vor weitere Probleme stellt. Finde das jetzt nicht so schlimm, egal auf welche Weise man sich da absichert.
Selbst eine Versicherung kann pleite gehen.
Ja können sie. Dazu würde es aber wieder eine Finanzkrise etc. brauchen. Und größere Unternehmen, die international tätig sind, betriffts wohl nicht so schnell wie kleinere Unternehmen. Beispielsweise ist die Helvetia Versicherung ja in mehreren Länder tätig. Da ist dann auch die Farge ob gleich der ganze Konzern pleite geht oder nur eigene Länder. Das wird wohl auch andere größere Versicherungsunternhemen betreffen.
Aber auch dagegen versichern sich ja die Versicherer🙂
Soll jeder tun, was er will, aber diese Absicherung und Vorsorgen für alles, empfinde ich einzig als den besten Weg Geld "los" zu werden anstatt selber was sinnvolles damit zu machen bzw. es selber zu vermehren.
So ist es halt bei Versicherungen, man zahlt ein und nur im Fall der Fälle bekommt man etwas. Aber es ist doch besser, ich zahle eine Versicherung fürs Auto und brauch sie dann nicht, als dann mit einem großen Schaden dazustehen und nicht wissen wie man das bezahlen soll.
Es kommt ja wohl auch hoffentlich niemand auf die Idee er baut jetzt mal einen Unfall weil er sich sein Geld zurückholen will. Man hofft auch nicht endlich mal krank zu werden nur damit die Versicherung zahlen muss. Am besten man muss die Versicherungen nie in Anspruch nehmen.
 
So ist es halt bei Versicherungen, man zahlt ein und nur im Fall der Fälle bekommt man etwas. Aber es ist doch besser, ich zahle eine Versicherung fürs Auto und brauch sie dann nicht, als dann mit einem großen Schaden dazustehen und nicht wissen wie man das bezahlen soll.
Es kommt ja wohl auch hoffentlich niemand auf die Idee er baut jetzt mal einen Unfall weil er sich sein Geld zurückholen will. Man hofft auch nicht endlich mal krank zu werden nur damit die Versicherung zahlen muss. Am besten man muss die Versicherungen nie in Anspruch nehmen.
Ich zitiere hier mal eine Antwort aus Google Gemini, wo ich gefragt habe, was eine Vollkaskoversicherung über 60 Jahre kostet:
"Basierend auf aktuellen Durchschnittswerten und einer normalen Entwicklung der Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) ergeben sich Gesamtkosten von ca. 32.000 € bis 45.000 €."

Dafür kann ich mir gleich zwei(!) neue Autos kaufen. Versicherungen sind statistisch niemals sinnvoll. Sie ergeben nur Sinn wenn der befürchtete Schaden existenziell ist.

Daher würde ich mir immer die Frage stellen, ich ich mit meinem Ableben meine Erben vor einen existenziellen Schaden stelle. Ob es wirklich ein Ruin für sie wäre (insbesondere im Verhältnis zum Erbvermögen) mein Begräbnis zu zahlen.

Das ist eine individuelle Entscheidung. Aber auch hier wieder eine Antwort von Gemini: Der Median an Erbschaft liegt bei etwa 32.000 € bis 35.000 €. Für den normalen Durchschnitt ist ein Begräbnis daher problemlos machbar und benötigt keine Vorsorge.
 
Darf ich fragen was das kostet? Günstiger als eine normale Bestattung?
Schlankes Gesamtpaket ohne Blumen, Musik, Begleitung und Tralala knapp 4000 €. Bei Komplettzahlung Preisgarantie auf die Bestatterleistungen, ansonsten auch Ratenzahlungen möglich. Gilt für die Nordsee, Ostsee soll etwas preiswerter sein.
 
Hallo,

ich habe auch eine ""Sterbeversicherung "" abgeschlossen ,
von einem Wert von 5000 € , hatte sie schon recht früh abgeschlossen und brauchte von daher keine hohen Beiträge zahlen.
Natürlich habe ich auch schon alles abgeklärt ,
für mich kommt auch NICHT soviel Schnick/Schnack in Frage,
einfach und ganz ohne viel aufsehen.

Aber wenn man schon etwas älter ist , lohnt sich eine Sterbeversicherung echt nicht,
da sind dann die Beiträge etwas hoch, denke ich.
Da würde ich empfehlen, lieber einen bestimmten Geldbetrag ansparen und alles abklären .

Natürlich wollen Kinder nicht gerne über dieses Thema reden , ging mir nicht anders,
aber das abgesicherte Gefühl für einen selbst braucht man.
Aber auch denken das es keine Belastung für die Kinder ist , ist auch ein gutes Gefühl .

Ich möchte aber noch darauf hinweisen, das ist aus meiner Sicht so , denn jeder Bürger
beleuchtet dieses Thema aus einer anderen Sicht , bzw. hat eine andere Sichtweise auf die Dinge.

Ich habe aber dabei für mich ein gutes Gefühl
 
Ich zitiere hier mal eine Antwort aus Google Gemini, wo ich gefragt habe, was eine Vollkaskoversicherung über 60 Jahre kostet:
"Basierend auf aktuellen Durchschnittswerten und einer normalen Entwicklung der Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) ergeben sich Gesamtkosten von ca. 32.000 € bis 45.000 €."

Dafür kann ich mir gleich zwei(!) neue Autos kaufen. Versicherungen sind statistisch niemals sinnvoll. Sie ergeben nur Sinn wenn der befürchtete Schaden existenziell ist.
Die Rechnung geht aber nur auf wenn du dich mit deinem Auto um einen Baum wickelst. Hast du einen Unfall an dem du Schuld trägst mit einem anderen Verkehrsteilnehmer, kommst du mit den 45.000€ nicht weit. Fährst du einen Radfahrer um, zahlst du Schmerzensgeld. Ganz teuer wird es wenn du in einen Bus oder eine Straßenbahn fährst. Da kommt man dann mit 45.000€ nicht weit, so ein Bus oder Straßenbahn ist teuer. Und es soll ja auch Autofahrer geben, die keinen Golf fahren.
Das ist eine individuelle Entscheidung. Aber auch hier wieder eine Antwort von Gemini: Der Median an Erbschaft liegt bei etwa 32.000 € bis 35.000 €. Für den normalen Durchschnitt ist ein Begräbnis daher problemlos machbar und benötigt keine Vorsorge.
Ja wenn der Reichtum ausgebrochen ist und man eh keine Sorgen hat, dann kann man es ja verstehen. Aber hier geht es ja um den Median, nimm mal die oberen 10% raus, dann hast du da sicherlich kein erbe mehr, mit dem du ein Begräbnis abdecken kannst. Was sollte Statistiken rausreißt ist meist nur das obere 1%. Schau dir mal das BIP der USA an🙂 Und dann schau es dir an wenn du die oberen 1% und dann die oberen 10% wegnimmst an.
Schlankes Gesamtpaket ohne Blumen, Musik, Begleitung und Tralala knapp 4000 €. Bei Komplettzahlung Preisgarantie auf die Bestatterleistungen, ansonsten auch Ratenzahlungen möglich. Gilt für die Nordsee, Ostsee soll etwas preiswerter sein.
Ok danke. Gut, hätte gerechnet man spart sich da etwas. Aber die Kosten sind ja im Grunde vergleichbar mit einer normalen Beerdigung.
 
Ok danke. Gut, hätte gerechnet man spart sich da etwas. Aber die Kosten sind ja im Grunde vergleichbar mit einer normalen Beerdigung.
Das ist vergleichbar mit einer Feuerbestattung und anonymem Urnenfeld, ebenfalls ohne alles, ohne Grabrede, Blumen, Todesanzeigen und was da so dazugehört. Dafür werde ich von jedem Ort Deutschlands abgeholt etc. "Normale Beerdigung" ist etwas völlig anderes...

Ansonsten kann man noch etwas sparen bei der Beisetzung in der Ostsee. Bin aber Nordseefan und bestehe darauf. Davon abgesehen wird meine Bezahlung mit mindestens 1% verzinst - wo hast du das bei "normaler Beerdigung"?
 
Ok danke. Gut, hätte gerechnet man spart sich da etwas. Aber die Kosten sind ja im Grunde vergleichbar mit einer normalen Beerdigung.
Eine "normale Beerdigung" mit Grabstelle, Grabstein, Pastor, etc. kommt auf 6000-8000 €, bei besonderen Extras dann locker bis 12000 €. Da liege ich doch gewaltig drunter.

https://www.ergo.de/de/Ratgeber/todesfall/bestattungskosten-rechner
Die Gesamtkosten für eine Beerdigung belaufen sich im Durchschnitt auf etwa 13.000 €. Doch die Unterschiede zwischen einer preiswerten und einer teuren Beerdigung variieren stark: Eine anonyme Feuerbestattung kostet rund 2.000 €. Eine Erdbestattung mit großer Trauergemeinde und -feier dagegen kann 30.000 € und mehr kosten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Moosgruen,
wichtig wäre erstmal die Wünsche mit deiner Mutter zu klären. Dann würde ich mir als Richtwert 1,2 Angebote eines Bestatters einholen. Bestenfalls hat sie die Summe zum liegen und legt es auf ein seperates Konto und erteilt dir die Vollmacht über den Tod hinaus darüber. Falls sie das Geld nicht haben sollte, genauso verfahren und mit dem ansparen beginnen.

Ob das Geld reichen wird, kann niemand vorher sagen. Aber besser etwas als gar nix, so würde ich verfahren
 
Die Rechnung geht aber nur auf wenn du dich mit deinem Auto um einen Baum wickelst. Hast du einen Unfall an dem du Schuld trägst mit einem anderen Verkehrsteilnehmer, kommst du mit den 45.000€ nicht weit. Fährst du einen Radfahrer um, zahlst du Schmerzensgeld. Ganz teuer wird es wenn du in einen Bus oder eine Straßenbahn fährst. Da kommt man dann mit 45.000€ nicht weit, so ein Bus oder Straßenbahn ist teuer. Und es soll ja auch Autofahrer geben, die keinen Golf fahren.
Ich habe ausdrücklich von einer Vollkaskoversicherung gesprochen.
Du beschreibst Dinge (Schäden Dritter) die eine Haftpflichtversicherung abdeckt, die im übrigen eine Pflichtversicherung ist.
Meine Kernaussage ist: Faktisch dürften die wenigstens Menschen in ihrem Leben es schaffen Schäden an eigenen Fahrzeugen zu verursachen, die der Einzahlung in einer Vollkaskoversicherung entsprechen. Auch nicht bei teuren Autos, da hier zwar der mögliche Schaden höher ist, dafür aber auch die Einzahlung in die Vollkasko. Versicherungen verdienen an uns! Es kann sich im Schnitt nicht für uns lohnen.
Daher mein Vergleich mit anderen Einzahlungsmodellen wie der Begräbniskostenvorsorge. Auch hier zahlt man statistisch mehr ein als man raus bekommt.
Ja wenn der Reichtum ausgebrochen ist und man eh keine Sorgen hat, dann kann man es ja verstehen. Aber hier geht es ja um den Median, nimm mal die oberen 10% raus, dann hast du da sicherlich kein erbe mehr, mit dem du ein Begräbnis abdecken kannst. Was sollte Statistiken rausreißt ist meist nur das obere 1%. Schau dir mal das BIP der USA an🙂 Und dann schau es dir an wenn du die oberen 1% und dann die oberen 10% wegnimmst an.
Ich verstehe deinen Hinweis, dass ich die oberen 10% rausnehmen soll nicht. Ich schrieb:
"Der Median an Erbschaft liegt bei etwa 32.000 € bis 35.000 €"
Indem ich den Median verwendet habe, sind doch diese oberen Extremwerte rausgerechnet. Der Medien hat keine Problem ein Begräbnis zu bezahlen.

Noch weiter gedacht: Selbst wenn jemand eine Begräbnisfürsorge getroffen hat, ist das ja nicht umsonst - und das mindert die Erbschaft.

Rechenbeispiel:
Person schließt mit 60 Jahren eine Begräbniskostenfürsorge. Sie zahlt monatlich 45 € ein. Mit 73 hat sie dann 7.000 € eingezahlt. Juhu, man muss als Erbe keine Bestattung für vielleicht 7.000 € zahlen, aber dafür sind 7.000 € weniger Erbe da .... Und wenn die Person älter wird wird die Rechnung für den Erben natürlich immer schlechter. Und statistisch wird die Person älter, denn es muss sich ja im Schnitt für die Versicherung lohnen.

Begräbniskostenfürsorgen sind statistisch Verlustgeschäfte. Das sind alle Versicherung. Daher empfehle ich nur Versicherungen gegen existenzielle Schäden (Haftpflicht, Berufsunfähigkeit, Gebäude). Für alles andere, empfehle ich Geld zurück zu legen.
 

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