Andreas900
Sehr aktives Mitglied
Begräbniskostenfürsorge ist so unheimlich typisch deutsch. Sich gegen ALLES versichern, sogar über den eigenen Tod hinaus.Ja, wenn genug Geld da ist, dann ist das natürlich finanziell vertretbar, aber das weiß ich ja vorher nicht, denn wenn wirklich alles fürs Pflegeheim eingezogen wird, dann schaut es mit dem Erbe schlecht aus.
Gleichzeitig eine fast panische Aversion etwas zu sparen, denn es könnte einem ja irgendwann weggenommen werden.
Das Schonvermögen im Pflegefall beträgt 10.000 €. Also nein, es wird nicht "alles fürs Pflegeheim eingezogen". Es kann Konstellationen geben, in denen eine Begräbniskostenfürsorge sinnvoll ist, weil sie zusätzlich zum Schonvermögen meist verschont bleibt, aber wie viele Sterbefälle gibt es, in denen der Mensch verstirbt und zum Sterbezeitpunkt die Pflegekasse GENAU so viel einzogen hat, dass diese Fallkonstellation eintritt? 0,1%?
Ich würde wie @tonytomate sagt, 5000 Euro zurücklegen, Problem gelöst.
Warum Angst davor 5000 € zu haben? Und wenn du schon sagst, dass du Angst vor dem Pflegekasse hast, warum nicht vor dem Bestattungsunternehmen? Stell dir vor du schließt bei einem lokalen Bestatter für 5.000 eine Begräbniskostenfürsorge und der Bestatter geht pleite.... Selbst eine Versicherung kann pleite gehen.
Ich persönlich kenne es aus meinem Umfeld garnicht eine Begräbniskostenfürsorge zu schließen. Ich bin sparsam groß geworden und man hat Geld man hat Geld i.d.R. eher gespart und angelegt anstatt es in Verträge und Versicherungen zu buttern. Und wenn etwas versichert wurde, dann existenzielle Risiken (z.B. Krankenversicherung und Gebäudeversicherung), aber nicht 1.000 € für ein Smartphone oder 5.000 € für eine Beerdigung.
Soll jeder tun, was er will, aber diese Absicherung und Vorsorgen für alles, empfinde ich einzig als den besten Weg Geld "los" zu werden anstatt selber was sinnvolles damit zu machen bzw. es selber zu vermehren.