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Lieblingsgedichte

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
Du.und.ich

Du und ich
Jeder für sich
Und doch so eng miteinander verbunden
Du am pc und ich am pc
Hier im netz haben wir uns gefunden
Du und ich
Noch nie gesehen
Und einander doch so vertraut
Du und ich
Wie gerne hätte ich dir einmal in die augen geschaut.
Du und ich
Deine worte sie treffen
Jedes einzelne findet mein herz
Du und ich
Und schreibst du mal nicht
Meldet sich bald dieser ziehende schmerz.
Du und ich
Wie soll das nur enden?
Ist am ende alles vorbei?
Alles vergessen, alles vorüber?
Als ob nie was gewesen sei?
Du und ich
Eines ist sicher
Wo auch immer du bist du bist immer bei mir
In meinem kopf, meinem herz, meiner seele
Meine gedanken sind immer bei dir
Du und ich
Auch wenn unsere wege sich trennen
Glaube ich fest an ein wiederseh'n
Wir werden uns immer und überall erkennen
Wir werden uns sofort wieder blind versteh'n
Du.und.ich.

(für king davey und hobbes...ich hab euch noch nicht vergessen)
 

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Yannick

Moderator
Teammitglied
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bird on the wire

Aktives Mitglied
Mondnacht

Es war, als hätt´ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blüten-Schimmer
Von ihm nun träumen müßt'. Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte wWeit ihre Flügel aus.
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

(Joseph Freiherr von Eichendorff)

P.S.:
nicht mehr urheberrechtlich geschützt, da Autor bereits 1788 verstoren ist.
 

Lostsouls

Sehr aktives Mitglied
Überall

Überall ist Wunderland
Überall ist Leben
Bei meiner Tante im Strumpfenband
wie irgendwo daneben.
Überall ist Dunkelheit
Kinder werden Väter.
Fünf Minuten später
stirbt sich was für einige Zeit.
Überall ist Ewigkeit.

Wenn Du einen Schneck behauchst
Schrumpft er ins Gehäuse,
Wenn Du ihn in Kognak tauchst,
Sieht er weiße Mäuse.

Joachim Ringelnatz, 1883-1934​



PS. Das ist hoffentlich ok so... :eek:
 

Lostsouls

Sehr aktives Mitglied
Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das? vielleicht dein Lebensglück...
vorbei, verweht, nie wieder.
Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang, die
dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hast's gefunden,
nur für Sekunden...
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das? Kein Mensch dreht die Zeit zurück...
Vorbei, verweht, nie wieder.

Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.
Er sieht hinüber
und zieht vorüber ...
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider -
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.

Kurt Tucholsky, 1890 - 1935​
 

°°°abendtau°°°

Sehr aktives Mitglied

Betörende Momente der Stille



Tanzende Schneeflocken umkreisen meinen Körper,
der Duft der Frische betört die Sinne ,
Kristallsplitter sprengen Herzensfrost,
Feuer schaut mich an.

Im Schutze Deines Lichts,
tanzen Schneeflocken sternengleich schönster Sommernacht,
herrlich süß,
und himmelblau.

Hautnah flutet Leben,
frische grabbelt frisch in flammende Augenpaare
atemlos vom Duft des Taus der Sinne,
Du duftende Blüten im Meer des Seins.

Stille erschließt den Rausch der Düfte,
bitterer Tau verdampft im Dufte unserer Blüte,
schwebend sehen wir uns an,
die Zeit ruht betörend still.

Atem flambiert bis zum sich ergeben,
Augen werden zum Sonnentor,
Sinne werde pur,
Schneeflocken werden blauen Planeten.

 

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
Kann bitte jemand mein rilke gedicht (liebeslied) hier wieder posten?
Ich hab das eingetippt...krieg das mit kopieren am tablet nicht hin...und die arbeit mach ich mir nicht nochmal...
Rilke ist ja auch schon 1926 gestorben...dürfte also kein problem geben..
 

Lostsouls

Sehr aktives Mitglied
Für Beihempelsuntermsofa :blume: :



Liebeslied

Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt,wenn deineTiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Spieler hat uns in der Hand?
O süßes Lied.

Rainer Maria Rilke 1875 - 1926​
 
W

Windlicht

Gast
Mondnacht

Es war, als hätt´ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blüten-Schimmer
Von ihm nun träumen müßt'. Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte wWeit ihre Flügel aus.
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

(Joseph Freiherr von Eichendorff)


P.S.:
nicht mehr urheberrechtlich geschützt, da Autor bereits 1788 verstoren ist.
Nur, um es zu verstehen (hab da wohl was nicht mitgekriegt):
Wo ist denn "meine" Mondnacht hingekommen?
 

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