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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Liebeskummerschmerz unerträglich

Liebe Hanichan,
ich bin mir ganz sicher, ob ich es richtig eingeordnet habe, deswegen versuche ich, es nochmal in eigenen Worten wiederzugeben. Korrigiere mich bitte, wenn ich daneben liege.
Es ist Dir besonders wichtig, ihn als Menschen in Deinem Leben zu behalten und Du ziehst es vor, ihn zu treffen und die damit verbundenen Schmerzen auszuhalten, als ihn zu verlieren.

Doch wenn ihr zusammen seid, ist es kompliziert, weil eure romantischen Gefühle füreinander ein Teil von euch sind, der jedoch ausgeklammert wird (ich habe da gerade ein Schild mit der Aufschrift 'wir müssen draußen bleiben' vor Augen). Er sagt, dass er die Gefühle für Dich damals unterdrückt habe und er scheint auch nicht akzeptieren zu wollen oder können, welche Wirkung die damaligen Ereignisse auf Dich hatten.
Gleichzeitig ist, wenn ihr zusammenseid, eine (An?)Spannung spürbar, weil die Gefühle, die gewissermaßen vor die Tür geschickt wurden, im Verborgenen weiter vorhanden sind.
Und das wiederum führt unter anderem dazu, dass es zwischen euch nicht mehr so ist wie früher, als ihr 'nur' Freunde füreinander wart, sondern schwieriger, schmerzhafter und auch fremder?
Kommt das so hin?

Viele liebe Grüße,
Julia

P-S- für mich ist dieser Austausch etwas, das meinen Alltag mit einer ganz besonderen Freude erfüllt. Es fühlt sich für mich an, als würde ich einer mich sehr berührenden Geschichte folgen, aber eben nicht passiv, sondern mit der Möglichkeit, der großartigen Protagonistin durch mein Zuhören beizustehen. Das ist eine große Ehre für mich und ich danke Dir sehr für Deine Offenheit.❤

Liebe Julia,
Was ich dich fragen wollte, ich kann das nicht sagen wieso er das macht ob das was damit zu tun hat das da Gefühle im Spiel sind denn er redet nicht darüber und sagt alles wäre ok. Aber dann trinkt er viel Alkohol wo er manchmal ins Krankenhaus muss. Eigentlich aber musste es ihm ja gut gehen da er Menschen hat um sich die ihm zeigen daß er ihnen wichtig ist und er hat eine Freundin mit der er schon lange zusammen ist. Dann aber kommen so Situationen wo es ihm schlecht geht er dann das Alkohol trinkt weil er zu viel Stress und Sachen die er nicht verarbeiten kann und darüber redet er nicht mit seiner Freundin das er da solche Probleme hat. Was ich sagen will in solchen Momenten wo es ihm schlecht geht dann sagt er mir er vertraut mir da mehr als seiner Freundin bzw kann mit mir besser über manches reden als mit ihr. Die ganze Situation ist ehrlich gesagt sehr verwirrend für mich und wo du das alles so gelesen hast was wie siehst du das und wie würdest du an meiner Stelle da umgehen damit. Bin für deine Ratschläge da offen. Und ich bin sehr froh das ich mit dir mich über das Thema austauschen kann und du mich da verstehst und dir da die Zeit nimmst ☺️

Ganz liebe Grüße ☺️
 
Guten Morgen, Hanichan!
als ich Deine Frage las, dachte ich spontan an einen Artikel von Mark Manson über Gefühle - und darüber, was geschieht, wenn man sie unterdrückt. Falls er Dich interessiert: Happiness is not enough
Er schieb zu diesem Thema auch in seinem aktuellen Newsletter.
Kurz sagt, ist unser innenleben ein wenig wie die Bevölkerung eines Dorfes oder Landes. Da gibt es welche, mit denen man prima zurecht kommt und welche, die schwieriger sind - Wut und Aggression, Trauer, Wünsche, die einem egoistisch erscheinen...
Es gibt grundsätzlich zwei Wege damit umzugehen (wobei keiner von uns nur einem folgt, doch oft gibt es Gewichtungen bei der Mischung):
- der eine ist die Demokration. Das heißt, jeder Bewohner der Gefühlswelt ist gleichwertig und jeder wird angehört. Es gibt lange, lange angstrengende Debatten darüber, wie man einen Konsens herstellen kann und ein Bemühen, einen guten Weg für alle zu finden und auch wenn auch manche Lösungen scheitern, besteht doch insgesamt das Gefühl, ein Team zu sein
- der andere ist die Autokratie. Das bedeutet, eine Minderheit (z.B. der Verstand) bestimmt, was gemacht wird und Bürger, deren Stimmen nicht ins Konzept passen und unerwünscht sind, werden in der Regel nicht angehört. Ihre Meinng wird unterdrückt oder wenn nicht sogar bedroht. Das funktioniert eine Weile lang, doch auf die Dauer, lässt das die Minderheit nicht mit sich machen. Sie arbeitet im Untergrund daran, auf ihre Belange aufmerksam zu machen und dann gibt es Sabotageakte - Anschläge auf das System, die sagen 'Wir sind auch noch da!' und je länger die Unterdrückung anhält, desto größer wird die Zerstörung.

Wenn ein Mensch sagt "Ich habe meine Gefühle unter Kontrolle" ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass er den Weg der Autokratie eingeschlagen hat. Alkoholmissbrauch ist ein typischer Sabotageakt, ist ein mögliches Manöver der unterdrückten, um zu zeigen, dass sie noch da sind. Andere sind Essstörungen, Aggression, die pötzlich hervorbricht, Schlafstörungen, psychische und physische Krankheiten...

War das gerade hilfreich für Dich? Und hat es Dir bezüglich der Frage, wie Du damit umgehen kannst, geholfen?

Liebe Grüße,
Julia
 
Guten Morgen, Hanichan!
als ich Deine Frage las, dachte ich spontan an einen Artikel von Mark Manson über Gefühle - und darüber, was geschieht, wenn man sie unterdrückt. Falls er Dich interessiert: Happiness is not enough
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Kurz sagt, ist unser innenleben ein wenig wie die Bevölkerung eines Dorfes oder Landes. Da gibt es welche, mit denen man prima zurecht kommt und welche, die schwieriger sind - Wut und Aggression, Trauer, Wünsche, die einem egoistisch erscheinen...
Es gibt grundsätzlich zwei Wege damit umzugehen (wobei keiner von uns nur einem folgt, doch oft gibt es Gewichtungen bei der Mischung):
- der eine ist die Demokration. Das heißt, jeder Bewohner der Gefühlswelt ist gleichwertig und jeder wird angehört. Es gibt lange, lange angstrengende Debatten darüber, wie man einen Konsens herstellen kann und ein Bemühen, einen guten Weg für alle zu finden und auch wenn auch manche Lösungen scheitern, besteht doch insgesamt das Gefühl, ein Team zu sein
- der andere ist die Autokratie. Das bedeutet, eine Minderheit (z.B. der Verstand) bestimmt, was gemacht wird und Bürger, deren Stimmen nicht ins Konzept passen und unerwünscht sind, werden in der Regel nicht angehört. Ihre Meinng wird unterdrückt oder wenn nicht sogar bedroht. Das funktioniert eine Weile lang, doch auf die Dauer, lässt das die Minderheit nicht mit sich machen. Sie arbeitet im Untergrund daran, auf ihre Belange aufmerksam zu machen und dann gibt es Sabotageakte - Anschläge auf das System, die sagen 'Wir sind auch noch da!' und je länger die Unterdrückung anhält, desto größer wird die Zerstörung.

Wenn ein Mensch sagt "Ich habe meine Gefühle unter Kontrolle" ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass er den Weg der Autokratie eingeschlagen hat. Alkoholmissbrauch ist ein typischer Sabotageakt, ist ein mögliches Manöver der unterdrückten, um zu zeigen, dass sie noch da sind. Andere sind Essstörungen, Aggression, die pötzlich hervorbricht, Schlafstörungen, psychische und physische Krankheiten...

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Liebe Grüße,
Julia

Hallo Julia,

Erstmal danke für deine Antwort ☺️
Mark Manson kenn ich nicht aber werde es mir definitiv anschauen was du empfohlen hast von ihm. Ja etwas, nur bin immer noch nicht ganz sicher wie in der Situation am besten umzugehen ist, soll man Es so lassen wie es ist weil auf Dauer ist es nicht gesund glaub ich, denn bei ihm ist es das mit dem Alkohol und bei mir ist das mit der Gesundheit das ich da auch Psychische Probleme habe. Und dann kommen so Situationen wo er auf mich zu kommt wenn wir uns bei den gemeinsamen Gruppen treffen sehen das er mit mir befreundet sein will und mich nicht verlieren will weil das würde ihm kaputt machen. Aber finde so eine Freundschaft ist schwierig weil bei uns beiden ja die Gefühle sind also die Gefühle werden nur unterdrückt.

Liebe Grüße ☺️
 
Guten Morgen, Hanichan!
als ich Deine Frage las, dachte ich spontan an einen Artikel von Mark Manson über Gefühle - und darüber, was geschieht, wenn man sie unterdrückt. Falls er Dich interessiert: Happiness is not enough
Er schieb zu diesem Thema auch in seinem aktuellen Newsletter.
Kurz sagt, ist unser innenleben ein wenig wie die Bevölkerung eines Dorfes oder Landes. Da gibt es welche, mit denen man prima zurecht kommt und welche, die schwieriger sind - Wut und Aggression, Trauer, Wünsche, die einem egoistisch erscheinen...
Es gibt grundsätzlich zwei Wege damit umzugehen (wobei keiner von uns nur einem folgt, doch oft gibt es Gewichtungen bei der Mischung):
- der eine ist die Demokration. Das heißt, jeder Bewohner der Gefühlswelt ist gleichwertig und jeder wird angehört. Es gibt lange, lange angstrengende Debatten darüber, wie man einen Konsens herstellen kann und ein Bemühen, einen guten Weg für alle zu finden und auch wenn auch manche Lösungen scheitern, besteht doch insgesamt das Gefühl, ein Team zu sein
- der andere ist die Autokratie. Das bedeutet, eine Minderheit (z.B. der Verstand) bestimmt, was gemacht wird und Bürger, deren Stimmen nicht ins Konzept passen und unerwünscht sind, werden in der Regel nicht angehört. Ihre Meinng wird unterdrückt oder wenn nicht sogar bedroht. Das funktioniert eine Weile lang, doch auf die Dauer, lässt das die Minderheit nicht mit sich machen. Sie arbeitet im Untergrund daran, auf ihre Belange aufmerksam zu machen und dann gibt es Sabotageakte - Anschläge auf das System, die sagen 'Wir sind auch noch da!' und je länger die Unterdrückung anhält, desto größer wird die Zerstörung.

Wenn ein Mensch sagt "Ich habe meine Gefühle unter Kontrolle" ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass er den Weg der Autokratie eingeschlagen hat. Alkoholmissbrauch ist ein typischer Sabotageakt, ist ein mögliches Manöver der unterdrückten, um zu zeigen, dass sie noch da sind. Andere sind Essstörungen, Aggression, die pötzlich hervorbricht, Schlafstörungen, psychische und physische Krankheiten...

War das gerade hilfreich für Dich? Und hat es Dir bezüglich der Frage, wie Du damit umgehen kannst, geholfen?

Liebe Grüße,
Julia

Und noch eine Frage wäre es in Ordnung wenn was wieder wegen dem Thema ist, ich dich dann hier unter meinen Beitrag anschreibe um es einfach loszuwerden. Weil es tut mir gut mit dir zu reden weil du mich verstehst, ist mein Gefühl ☺️
 
Hallo Hanichan,
ja, das klingt ganz nach einer richtigen Zwickmühle, ein bisschen nach der Wahl zwischen Pest und Cholera.
Ihr wollt einander als Menschen nicht verlieren, eine Freundschaft hingegen bedeutet, immer wieder mit diesem Schmerz konfroniert zu sein, mit dem es Dir psychisch nicht gut geht und es tut Dir zudem weh, ihn so überfordert zu erleben, mitzubekommen, wie er sich zurück zieht oder sich betrinkt - und von seiner Partnerin will er sich nicht trennen, zumal auch dieser Weg eine Menge Schmerz und Überforderung bedeuten würde.
Das ist eine große Herausforderung und echt verzwickt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du wieder in diesem Thread schreiben würdest. Dadurch, dass ich ihn abonniert habe, bekomme ich es dann mit, wenn es neue Entwicklungen gibt und ich bin natürlich auch gespannt, wie es mit Dir bzw. euch weiter geht.

Viele liebe Grüße,
Julia
 
Hallo Hanichan,
ja, das klingt ganz nach einer richtigen Zwickmühle, ein bisschen nach der Wahl zwischen Pest und Cholera.
Ihr wollt einander als Menschen nicht verlieren, eine Freundschaft hingegen bedeutet, immer wieder mit diesem Schmerz konfroniert zu sein, mit dem es Dir psychisch nicht gut geht und es tut Dir zudem weh, ihn so überfordert zu erleben, mitzubekommen, wie er sich zurück zieht oder sich betrinkt - und von seiner Partnerin will er sich nicht trennen, zumal auch dieser Weg eine Menge Schmerz und Überforderung bedeuten würde.
Das ist eine große Herausforderung und echt verzwickt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du wieder in diesem Thread schreiben würdest. Dadurch, dass ich ihn abonniert habe, bekomme ich es dann mit, wenn es neue Entwicklungen gibt und ich bin natürlich auch gespannt, wie es mit Dir bzw. euch weiter geht.

Viele liebe Grüße,
Julia

Hallo Julia,
Ja das hast du echt gut gesagt, würde gerne deine Einsicht dazu wissen oder was du da für Ratschläge hättest?
Ja mach ich ☺️ denn bis jetzt warst du die erste die mich da richtig gut verstanden hat.

Liebe Grüße
 
Liebe Hanichan,
hmmm okay, ich schreibe Dir mal, was ich in dieser Situation tun würde. Im vollen Bewusstsein, dass es scheitern könnte und dass das, was für mich passt, nicht unbedingt das ist, was für Dich passt. Doch vielleicht hilft es Dir, zu lesen und sei es, dass Du dabei spürst, dass das nicht Dein Weg wäre und etwas anderes für Dich stimmiger wäre.

1) Ich würde die Freundschaft aufrecht erhalten. Aus dem Grund heraus, dass ich für das, was mir wichtig ist, bereit bin, mich den Schmerzen und der Herausforderung zu stellen. Einmal, weil ich denke, dass die andere Mensch und die Beziehung es wert sind und auch deshalb, weil ich glaube, dass dies eine Wachstumsaufgabe für mich darstellt.
Ausnahmen wären wenn:
  • Die andere Person mir sagen würde, dass sie den Kontakt nicht mehr will. Dann würde ich sagen, dass ich das akzeptiere und dass meine Tür offen steht. Und dann würde ich mich in den Trauerprozess stürzen
  • Die andere Person ausdrücklich kommunizierte Grenzen wiederholt bewusst übertritt und/oder sich physisch oder psychisch an mir ausagiert und ich da aus Selbstschutz die Notwendigkeit sehe, auf Abstand zu gehen
2) Um diese Krise gut durchstehen zu können, würde ich meinen Alltag durchgehen und mich von allem unnötigen Ballast trennen, wenn es welchen gibt. Gleichzeitig würde ich mein soziales Netzwerk aktivieren (also allen Menschen, die mir gut tun, mitteilen, dass ich mich gerade in einer Krise befinde und nachfragen, wer gerade Kapazitäten frei hat, um mich da zu begleiten), eventuell im Notfall auch in Erwägung ziehen, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen (Therapie, Psychologische Beratung, Seelsorge...)
Zudem würde ich bewusst und verstärkt in meimen Alltag Aktivitäten einplanen, die mir helfen, mich für die Herausforderung zu stärken, z.B.
  • Treffen mit guten Freunden
  • Sport, Spaziergänge im Grünen
  • Meditation, Yoga, Achtsamkeitsübungen
  • Tagebuch schreiben oder andere kreative Formen der Verarbeitung
  • Artikel, Bücher, Filme, die was mit meinem Thema zu tun haben und mich inspirieren könnten
  • Tätigkeiten, die mir sinnvoll erscheinn
  • ...
3) Ich würde meinem Freund per Mail oder WhatsApp schreiben, dass er mir wichtig ist und ich diesen Kontakt, auch wenn er eine Herausfoderung darstellt, aufrecht erhalten will und es gleichzeitig offen anspreche, dass ich mir Sorgen um ihn mache. Dass sein Alkoholkonsum mir zeigt, dass es ihm eben nicht gut geht und dass er mir zu sehr am Herzen liegt, um das schweigend mitanzusehen. Ich würde ihn bitten, es ernst zu nehmen und gut für sich zu sorgen.

Das wäre wohl das, was ich tun würde. Wie klingt das für Dich?

Viele liebe Grüße,
Julia
 
Liebe Hanichan,
hmmm okay, ich schreibe Dir mal, was ich in dieser Situation tun würde. Im vollen Bewusstsein, dass es scheitern könnte und dass das, was für mich passt, nicht unbedingt das ist, was für Dich passt. Doch vielleicht hilft es Dir, zu lesen und sei es, dass Du dabei spürst, dass das nicht Dein Weg wäre und etwas anderes für Dich stimmiger wäre.

1) Ich würde die Freundschaft aufrecht erhalten. Aus dem Grund heraus, dass ich für das, was mir wichtig ist, bereit bin, mich den Schmerzen und der Herausforderung zu stellen. Einmal, weil ich denke, dass die andere Mensch und die Beziehung es wert sind und auch deshalb, weil ich glaube, dass dies eine Wachstumsaufgabe für mich darstellt.
Ausnahmen wären wenn:
  • Die andere Person mir sagen würde, dass sie den Kontakt nicht mehr will. Dann würde ich sagen, dass ich das akzeptiere und dass meine Tür offen steht. Und dann würde ich mich in den Trauerprozess stürzen
  • Die andere Person ausdrücklich kommunizierte Grenzen wiederholt bewusst übertritt und/oder sich physisch oder psychisch an mir ausagiert und ich da aus Selbstschutz die Notwendigkeit sehe, auf Abstand zu gehen
2) Um diese Krise gut durchstehen zu können, würde ich meinen Alltag durchgehen und mich von allem unnötigen Ballast trennen, wenn es welchen gibt. Gleichzeitig würde ich mein soziales Netzwerk aktivieren (also allen Menschen, die mir gut tun, mitteilen, dass ich mich gerade in einer Krise befinde und nachfragen, wer gerade Kapazitäten frei hat, um mich da zu begleiten), eventuell im Notfall auch in Erwägung ziehen, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen (Therapie, Psychologische Beratung, Seelsorge...)
Zudem würde ich bewusst und verstärkt in meimen Alltag Aktivitäten einplanen, die mir helfen, mich für die Herausforderung zu stärken, z.B.
  • Treffen mit guten Freunden
  • Sport, Spaziergänge im Grünen
  • Meditation, Yoga, Achtsamkeitsübungen
  • Tagebuch schreiben oder andere kreative Formen der Verarbeitung
  • Artikel, Bücher, Filme, die was mit meinem Thema zu tun haben und mich inspirieren könnten
  • Tätigkeiten, die mir sinnvoll erscheinn
  • ...
3) Ich würde meinem Freund per Mail oder WhatsApp schreiben, dass er mir wichtig ist und ich diesen Kontakt, auch wenn er eine Herausfoderung darstellt, aufrecht erhalten will und es gleichzeitig offen anspreche, dass ich mir Sorgen um ihn mache. Dass sein Alkoholkonsum mir zeigt, dass es ihm eben nicht gut geht und dass er mir zu sehr am Herzen liegt, um das schweigend mitanzusehen. Ich würde ihn bitten, es ernst zu nehmen und gut für sich zu sorgen.

Das wäre wohl das, was ich tun würde. Wie klingt das für Dich?

Viele liebe Grüße,
Julia

Liebe Julia,
Also erstmal vielen lieben Dank, ich weiß nicht was ich sagen soll den du triffst einfach alles ganz gut. Und ich finde deine Ratschläge sehr gut mit denen ich etwas anfangen kann. Nur weil er ja in Beziehung ist und er darüber redet dann merke ich das es mir sehr schlecht damit geht aber das sage ich ihm nicht.

Also ich möchte dir etwas offen sagen einmal das ich schon eine Therapie habe, weil es beruflich zu viel Leistungsdruck gab, meine Eltern sich getrennt haben und ich auch Mobbing und sexuelle Belästigung. Ich hab auch keine Freunde und hatte durch meinen Vater Psychische Gewalt erlebt heißt ich leide seit meiner Kindheit an psychichen Krankheiten und Selbstschädigung aber auch an Panikattacken. Zu meine Mama hab ich keine gute Verhältnis und auch weil ich keine soziale Kontakte habe außer jetzt diesen Freund wo eben die Gefühle in Spiel waren weil ich mich von ihm immer gut verstanden füllte. Aufjendenfall durch die psychische Krankheit fällt mir schwer etwas positives zu sehen. Momentan bin ich auch wegen meiner Gesundheit Arbeitsunfähig.
So also über das Thema könnte ich mit niemandem reden auch nicht mit meiner Mutter weil wir ja kein gutes Verhältnis zu einander haben. Das einzige was ich mache ist das Tagebuch zu schreiben, Musik zu hören oder spazieren zu gehen oder ich hab auch eine Selbsthilfegruppe für junge Erwachsene aber da kann ich sowas schwer ansprechen. Weil ich bis jetzt nur mit meiner Therapeutin darüber etwas gesprochen habe und mich trotzdem hilflos damit gefühlt habe suchte ich mir Hilfe in solchen Foren. Deswegen sagte ich zu dir so oft das ich dir dankbar bin das du mich verstehst und meistens so wiedergibst das es zu hundertprozent zu trifft deswegen würde ich gerne wegen der Situation mit dir weiterhin im Austausch bleiben wenn das für dich in Ordnung ist weil du mich da gut verstehst.

Liebe Grüße ☺️
 
Liebe Hanichan,
Deine Antwort bewegt mich sehr. Ich hatte beim Lesen Deiner Beiträge, dass es da noch weitere tiefe Baustellen in Deinem Leben geben können, doch nun lese ich aus Deinen Worten heraus, dass in allen wichtigen Bereichen gegenwärtig eine große Herausforderung gibt, an der Du arbeitest. Ich habe großen Respekt davor, dass Du da aktiv bist, eine Selbsthilfegruppe besuchst und auch sonst aktiv nach Unterstützung suchst.
Wenn Du das willst, möchte ich sehr gerne Dein persönliches Sternchen sein und Dich ein Stück Deines Wegs begleiten, so lange, bis alles deutlich leichter und überschaubarer ist. Ich kann Dir nicht versprechen, Dir jedes Mal innerhalb von 24 Stunden zu antworten (in den nächsten Wochen haben z.B. meine beiden Jungs Geburtstag, da könnte es etwas trubeliger werden), doch ich werde mich bemühen, Dir wenigstens innerhalb von drei Tagen zu antworten,
Falls Du das möchtest... würdest Du es vorziehen, dass unser Gespräch weiterhin hier in diesem Thread stattfindet oder wäre es Dir lieber, wenn wir ihn über die persönlichen Nachrichten weiterführen?

Zu der Situation mit Deinem Freund... ich sehe eine solche Freundschaft als eine Art Reise durch ein abenteuerliches Land mit steilen Bergen, undurchdringlichen Wäldern, reißenden Flüssen und tiefe Seen.
Bei meinem Rat ging ich davon aus, dass Du so halbwegs fit und gut ausgerüstet ist und eine überschaubere Menge an Gepäck bei Dir hast.
Doch nun lese ich, dass Du riesige Berge Gepäck mit Dir herumschleppst, es Dir gesundheitlich nicht gut geht und Du noch dabei bist, die Ausrüstung zusammen zu stellen. Und es scheint mir, als fragst Du Dich, ob es gut ist, unter diesen Umständen diese herausfordernde Reise anzutreten. Diese Frage kann ich gut nachfühlen und teile ich.

Ich frage mich, ob es noch einen guten dritten Weg gäbe, zwischen der Trennung und dem Aufladen einer weiteren Herausforderung. Eine Möglichkeit, dass ihr in Kontakt bleibt, doch auf eine Weise, Dir zugleich ermöglicht, Abstand zu halten und Dich um die anderen Baustellen zu kümmern. So lange, bis Du Dich bereit fühlst.
Wie geht es Dir mit dem Gedanken?

Viele liebe Grüße,
Julia
 

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Du bist keinem Raum beigetreten.

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