Das kommt ja einem entgegen. Dann ist die Rente auch keine Sorge mehr.
Langzeitsarbeitslose werden überdurchschnittlich oft depressiv, und daran stirbt man in aller Regel nicht so schnell, auch wenn durch Depressionen das Risiko vieler anderer Erkrankungen erhöht ist.
Höheres Risiko für Krankheit heißt noch lange nicht, dass es einem lange blendend gut geht, und man plötzlich mit 65~67 Jahren (also vor Erreichen der statistischen Lebenserwartung) plötzlich über die Wupper geht.
Im Gegenteil: Wer früher stirbt, bei dem war vorher schon oft etwas im Argen.
Ich kämpfe seit Jahren mit Depressionen, die Arbeit tut mir aber unter'm Strich gut.
Deinen Frust kann ich teilweise verstehen. Ich würde sagen, mach die Ausbildung zu Ende, und orientiere Dich danach um. Mit 21 auf Langzeitarbeitslosigkeit zu spekulieren, ist ein Spiel mit dem Feuer, alleine schon Deiner Gesundheit wegen.
Ja, es gibt Menschen ohne bezahlte Arbeit, denen es gut geht. Die sind dann aber in Familie, Haushalt, Ehrenamt etc. engagiert, pflegen Freundschaften - und sind oft auch ein bisschen älter.
Wenn Du Dich in Deinem Alter in die Langzeitarbeitlosigkeit stürzen würdest, wirst Du sicher irgenwann krank werden.