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Lieber arbeitslos!

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Es gibt auch Bewerber mit guten Noten und Qualifikationen. Die bleiben auch Arbeitslos oder sind im Niedriglohnsektor.
Und gründe dafür hab ich dir doch schon genannt.
Auch da ggf weil die bewerbung murks ist. Man kann auch mit guten noten kraut und rüben Bewerbungen schreiben.
Oder weil die qualifikation in der gegend nicht gesucht wird.
Oder weil der bereich grundsätzlich schlecht bezahlt wird. Refas sind soweit mir bekannt notorisch schlecht bezahlt und in der it sind es die bereits erwähnten spieleentwickler die gerne mal schlechter bezahlt werden.
Oder eben auch weil bereits lange arbeitslos.
Oder er kann im Gespräch nicht überzeugen.

Kein ag sitzt da und sagt sich der AN ist perfekt, der kann alles was ich will, hat gehaltsvorstellungen die angemessen sind und kann sofort anfangen. Den nehm ich nicht.

Ein mangel bedeutet nicht das alles in einem Bereicht überall gesucht wird sondern nur das gesucht wird. Wenn das alles nun mal nur Bereiche a-y aber nicht bereich z ist und auch nur in Westdeutschen großstädten ist das eben so. Wer dann z kann oder in der ostdeutschen provinz wohnt hat dann eben ggf kein glück trotz traum note. Genauso wie der ag in Stuggi kein glück hat weil es einfach keine bewerber gibt die c können und gute unterlagen abgeben.

man kann aber testen woran es liegt. Finde ich wenig online ist das angebot begrenzt. Werde ich nicht oft eingeladen liegt es an den qualifikationen oder an der präsentation der bewerbung (inkl.ggf der gehaltsvorstellung). Werde ich eingeladen aber nicht genommen liegt es an meiner präsentation, dann überzeuge ich nicht.

Und für den schlecht bezahlten kann ich nur raten einfach mal auf gut glück mit deutlich höheren gehaltsvorstellungen rum zu bewerben. Ggf kommt ja was bei rum. Es hilft aber vorher zu schauen was realistisch ist. Für einen Floristen sind 80 000 nicht realistisch aber für einen IT spezialisten ggf schon (aber auch da nicht für alle).
 
Daran wird es scheitern. In denen handvoll Bewerbungsgesprächen meines Lebens habe ich die Bewerbung als den entmenschlichsten Prozess überhaupt empfunden. Diese Selbstdarstellung als "Humankapital" ist einfach widerlich.

Du hast kein Argument. Man muss sich gut präsentieren, man muss sich auch nicht total verstellen.

Du hast einfach keine Lust. Das hat auch nichts mit "Frei sein" oder "freie Zeit" zu tun. Du wirst vom Jobcenter gezwungen werden, die unangenehmsten Arbeiten zu machen, sonst bekommst du kein Geld. Aber vielleicht brauchst du das Mal, den virtuellen Tritt.
 
Und gründe dafür hab ich dir doch schon genannt.
Auch da ggf weil die bewerbung murks ist. Man kann auch mit guten noten kraut und rüben Bewerbungen schreiben.
Oder weil die qualifikation in der gegend nicht gesucht wird.
Oder weil der bereich grundsätzlich schlecht bezahlt wird. Refas sind soweit mir bekannt notorisch schlecht bezahlt und in der it sind es die bereits erwähnten spieleentwickler die gerne mal schlechter bezahlt werden.
Oder eben auch weil bereits lange arbeitslos.
Oder er kann im Gespräch nicht überzeugen.

Kein ag sitzt da und sagt sich der AN ist perfekt, der kann alles was ich will, hat gehaltsvorstellungen die angemessen sind und kann sofort anfangen. Den nehm ich nicht.

Ein mangel bedeutet nicht das alles in einem Bereicht überall gesucht wird sondern nur das gesucht wird. Wenn das alles nun mal nur Bereiche a-y aber nicht bereich z ist und auch nur in Westdeutschen großstädten ist das eben so. Wer dann z kann oder in der ostdeutschen provinz wohnt hat dann eben ggf kein glück trotz traum note. Genauso wie der ag in Stuggi kein glück hat weil es einfach keine bewerber gibt die c können und gute unterlagen abgeben.

man kann aber testen woran es liegt. Finde ich wenig online ist das angebot begrenzt. Werde ich nicht oft eingeladen liegt es an den qualifikationen oder an der präsentation der bewerbung (inkl.ggf der gehaltsvorstellung). Werde ich eingeladen aber nicht genommen liegt es an meiner präsentation, dann überzeuge ich nicht.

Und für den schlecht bezahlten kann ich nur raten einfach mal auf gut glück mit deutlich höheren gehaltsvorstellungen rum zu bewerben. Ggf kommt ja was bei rum. Es hilft aber vorher zu schauen was realistisch ist. Für einen Floristen sind 80 000 nicht realistisch aber für einen IT spezialisten ggf schon (aber auch da nicht für alle).


Meine Erfahrung ist eine ganz andere: Stellenangebote sind sehr oft in den Seiten zu finden. Dann kriegt man eine Standardabsage: Wir haben uns für einen anderen Bewerber entschieden. Dann steht nochmal die gleiche Stellenanzeige mit einem neuen Datum. Natürlich kann man sagen, der Bewerber ist abgesprungen. Aber nicht so oft.....Dieses Phänomen findet man in verschiedenen Branchen.

Dann bekommen die Arbeitslosen vom Amt ständig die gleichen Stellenanzeigen geschickt. Darauf müssen sie sich ja bewerben.
 
Aus Sicht eines 21jährigen kann ich den TE verstehen.

Bislang lebte er wohlbehütet im Familienkreis sowie in einer Klassengemeinschaft in der Schule. Er hatte reichlich Freunde und Geld spielte keine Rolle, weil er es selber nicht verdienen musste. Schule ging um 8 Uhr los und oft nur bis Mittags, danach zuhause zocken an der Playsstation. Strom kam kostenlos aus der Steckdose. Das schlimmste war eine schlechte Schulnote, aber selbst Sitzenbleiben hatte wenig Konsequenzen, zumindest floss der Strom weiter - so what?

So ging es zumindest mir 😉

Und dann ist man plötzlich alleine in der großen weiten Welt und wird nach Leistung beurteilt. Man wird in Vorstellungsgesprächen absichtlich in Stress versetzt um zu testen wie man darauf reagiert. Die Kollegen sind plötzlich keine Freunde mehr sondern erwarten von dir Mitarbeit. Und über allem schwebt das Damokles Schwert entlassen zu werden.
Und selbst wenn es gut geht: Das Ausbildungsgehalt ist mickrig und die Einstiegsgehälter auch oft nicht sooo weit über Hartz 4. Vermutlich wohnt man noch zuhause, muss keine Miete zahlen und hat noch nie echte Eigenverantwortung im Leben gehabt.

Man ist mit 21 oft in einer psychologischen Phase die Welt verändern zu wollen und alles besser als die Alten zu wissen. Deswegen weiß man auch gaaaanz genau ob man Kinder will oder nicht. Frag mal viele Frauen Ü30, die nie Kinder wollten aber wenn es langsam eng wird plötzlich nichts wichtigeres im Leben kennen als schwanger zu werden.....

Hartz 4 ist ein Gefängnis. Alle Träume die man hat oder vielleicht nicht entwickelt sind damit schwerer umsetzbar - wenn überhaupt. Hartz 4 ist ein ständiges Vorhalten des Misserfolges. Man wird glückliche gut verdienende Paare mit Kindern sehen, die von tollen Urlaubsreisen, ihren Autos und Kindern sprechen. Und du sprichst davon was gestern im Fernsehen kam und wie du es geschafft hast Käse bei Aldi im Angebot zu bekommen.

Man arbeitet nicht nur des Geldes wegen, sondern auch weil man über Arbeit Erfolge und soziale Kontakte hat, ein Teil der Gesellschaft wird. Die Pizza schmeckt am Abend besser wenn du am Tag was "geschafft" hast.

Schau dir Menschen an, die lange in Hartz 4 leben. Sie sind oft sozial isoliert, ungesund, leben in den Tag hinein. Mit 21 Jahren konnte ich 12 Stunden am Tag PC Spiele zocken, aber das ist irgendwann nicht mehr erfüllend. Man braucht Aufgaben und Ziele im Leben. Das muss keine Arbeit sein, meistens ist aber Arbeit davon ein wichtiges Teilelement. Kein Vater möchte seinem Kind sagen, dass es alles was andere kriegen nicht kriegen kann, weil Mama und Papa arm sind. Der Neid wird dich zerfressen und du wirst anderen Menschen das Leid wünschen, welches du selber erleidest. Hartz 4 macht dich auf Dauer kaputt.
 
Ich sehe das wie Andreas. Ich hatte auch Durchhänger, habe Vorstellungsgespräche gehasst, aber wenn man mal drin ist im Beruf, Eigenverantwortung hat und am Tag was schafft, gibt das schon eine gewisse Befriedigung. Natürlich kann man auch 24/7 gammeln, aber wenn das das einzige ist, was man sein Lebtag vorzuweisen hat?
 
Meine Erfahrung ist eine ganz andere: Stellenangebote sind sehr oft in den Seiten zu finden. Dann kriegt man eine Standardabsage: Wir haben uns für einen anderen Bewerber entschieden. Dann steht nochmal die gleiche Stellenanzeige mit einem neuen Datum. Natürlich kann man sagen, der Bewerber ist abgesprungen. Aber nicht so oft.....Dieses Phänomen findet man in verschiedenen Branchen.

Dann bekommen die Arbeitslosen vom Amt ständig die gleichen Stellenanzeigen geschickt. Darauf müssen sie sich ja bewerben.
Deswegen sag ich ja das weder deine noch meine erfahrung representativ ist. Meine erfahrung ist, überspitzt gesagt, das sich AG und Headhunter bei dir melden weil die was von dir wollen.
Beides ist nicht repräsentativ für die große Masse.

Und das beim arbeitsamt wundert mich nicht. Wer beim arbeitsamt inseriert bekommt nicht unbedingt die besten Leute weil das amt ja auch geneigt ist jeden zu schicken bzw. die leute zum bewerben zu zwingen.

wer nur bestimmte bewerber will geht über einen vermittler/headhunter der die Kandidaten sucht.
Wer eigeninitiative sucht geht über Portale wo die leute selber suchen müssen. Stepstone o.ä.
Das dann eine stelle die übers amt besetzt wird ggf mal von Leuten besetzt wird die keinen bock haben oder nach jahren der arbeitslosigkeit mit der struktur eines Jobs probleme haben und dann in der Probezeit fliegen oder selber gehen ist daher nicht verwunderlich und dürfte, so vermute ich, eher vorkommen als wenn die stelle über vermittler oder andere Portale besetzt wird.
Ich hab schon so oft gesehen das leute innerhlb der Probezeit oder kurz danach gehen weil es einfach nicht passt, mit dem chef, mit den rahmenbedingungen usw.
Das ist halt so und wenn du potentiell unmotivierte Bewerber dabei hast was passieren kann wenn du über das amt inserierst dann dürfte das noch deutlich öfter der Fall sein. Und dann wird die selbe stelle halt öfter mal ausgeschrieben.

Der Positive fall ist ein wachsendes unternehmen wo man eben alle paar monate einen zusätzlichen an braucht.
 
Aber du willst doch was von der GEsellschaft, oder? Die sollen dir deinen Gammel-Lebensstil finanzieren so ganz ohne Gegenleistung?
 
Deswegen sag ich ja das weder deine noch meine erfahrung representativ ist. Meine erfahrung ist, überspitzt gesagt, das sich AG und Headhunter bei dir melden weil die was von dir wollen.
Beides ist nicht repräsentativ für die große Masse.

Und das beim arbeitsamt wundert mich nicht. Wer beim arbeitsamt inseriert bekommt nicht unbedingt die besten Leute weil das amt ja auch geneigt ist jeden zu schicken bzw. die leute zum bewerben zu zwingen.

wer nur bestimmte bewerber will geht über einen vermittler/headhunter der die Kandidaten sucht.
Wer eigeninitiative sucht geht über Portale wo die leute selber suchen müssen. Stepstone o.ä.
Das dann eine stelle die übers amt besetzt wird ggf mal von Leuten besetzt wird die keinen bock haben oder nach jahren der arbeitslosigkeit mit der struktur eines Jobs probleme haben und dann in der Probezeit fliegen oder selber gehen ist daher nicht verwunderlich und dürfte, so vermute ich, eher vorkommen als wenn die stelle über vermittler oder andere Portale besetzt wird.
Ich hab schon so oft gesehen das leute innerhlb der Probezeit oder kurz danach gehen weil es einfach nicht passt, mit dem chef, mit den rahmenbedingungen usw.
Das ist halt so und wenn du potentiell unmotivierte Bewerber dabei hast was passieren kann wenn du über das amt inserierst dann dürfte das noch deutlich öfter der Fall sein. Und dann wird die selbe stelle halt öfter mal ausgeschrieben.

Der Positive fall ist ein wachsendes unternehmen wo man eben alle paar monate einen zusätzlichen an braucht.

Das machen auch einige Arbeitslose und die bekommen dennoch nichts. Die sind auch motiviert. Nur langsam geht auch die letzte Motivation flöten. Der Threadsteller merkt dass sich nichts wirklich lohnt.
 
Nur langsam geht auch die letzte Motivation flöten. Der Threadsteller merkt dass sich nichts wirklich lohnt.
Vor Allem wenn man nur grundlegende Bedürfnisse hat. Ich brauche kein schickes Auto oder großes Haus, keinen Urlaub und kein Biobauerfutter. Ich kann mich nicht dazu antreiben, weil es mich einfach ankotzt und frustriert!
 
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