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Lehre geschafft, doch kein Interesse mehr

Obse

Mitglied
Ich weiß jetzt nicht wie groß der Betrieb ist, wo du gelernt hast, aber ein paar Azubis aus meiner damaligen Zeit (ich war in der IT) die Fachlagerist gelernt haben, haben es geschafft im "Büro" der Logistik unter zu kommen. Die arbeiteten dann in Bereichen wie Tourenplanung usw.
Die durften während ihrer Ausbildung den Bereich schon einige Wochen kennenlernen.
 

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Ca!N89

Aktives Mitglied
Also gibt es keine Möglichkeit mehr da raus zu kommen und ich muss mich damit abfinden bis mich meine Depressionen finishen.

Trotzdem danke für die Antwort.
Ich liebe es einfach wenn Leute ihre Depression für berufliche Probleme oder Misserfolg nutzen.
Nur so am Rande, habe selber die Diagnose und das nicht gerade unheftig.

Eine Depression ist keine geistige Behinderung, wenn du dich vorher nicht darüber schlau gemacht hast was dein Beruf so mitbringt dann ist das dein Problem.

Du bist 27, irgendwann musst du doch mal starten, eine Lehre ist ein Anfang, du bist Berufseinsteiger, da verdient man nicht sofort 2 Netto aufwärts, verstehe immer die Erwartungshaltung nicht.
Selbst wenn du als Kaufmann einsteigen würdest wärst du ohne die Ausbildung Quereinsteiger und selbst mit Berufserfahrung Berufseinsteiger mit 1200 -1400 Netto.

Die Welt applaudiert dir jetzt nicht nur weil du eine Lehre fertig hast und es ist dir auch keiner was schuldig.

Wenn du dich von deiner Depression "finishen" lässt weil du dir mit 27 deine Grafikkarte für 1500€ nicht leisten kannst dann bist du selber schuld daran.

Klar gibt es Möglichkeiten, aber du hast halt Berufstechnisch für dein Alter nichts auf dem Zettel, das ist einfach ein IST Zustand.
Fang doch erstmal an zu arbeiten, bewerb dich auf andere Jobs oder wenn du unbedingt Kaufmann werden willst dann mach noch eine Ausbildung dazu.

Die andere Alternative ist das du einen Wirtschaftsfachwirt machst.
Den bekommst du aber nicht in Vollzeit bezahlt (außer aus eigener Tasche) und in Teilzeit ist das ein hartes Stück Arbeit (war damals auch die erste Weiterbildung die ich gemacht habe, ich weiß also wovon ich rede) fast zwei Jahre lang nach der Arbeit noch was dafür zu tun und Samstags noch zur Schule zu gehen. Du musst es halt wollen.
Aber dafür solltest du ein halbes Jahr Berufserfahrung mitbringen, du musst in der Zeit nämlich zwei Jahre Erfahrung nachweisen können sonst darfst du nicht geprüft werden.

Mein Tipp :
Mach dir Gedanken was du willst, ich habe den Beruf den du machen willst erlernt und fand den auch zum kotzen. Habe da nur einen Monat nach der Lehre drin gearbeitet und dann was anderes gemacht und habe heute eine ganz andere Tätigkeit.

Aber das erfordert Disziplin, Willensstärke und Durchhaltevermögen. Mir war klar das ich durch meinen späten Berufseinstieg Gas geben muss wenn ich noch was reißen möchte und das habe ich getan. Meine fast ganzen 20ziger und jetzt die ersten beiden 20ziger habe ich geopfert, keine Freizeit nichts. Jetzt im August habe ich noch eine Präsentation und ein Fachgespräch für meinen Betriebswirt und dann ist es geschafft, endlich.
Einige Male war ich am Ende meiner Kraft, hatte Phasen wo ich das habe schleifen lassen, ja auch mal wegen depressiver Verstimmungen, aber ich bin immer wieder aufgestanden und habe es durchgezogen.
Job usw. ist eh nur Prestige, aber ich bin wirklich das erste Mal in meinem Leben verdammt stolz das ich das FÜR MICH durchgezogen habe.
Nicht um der und der zu sein, einfach das ich das geschafft habe weil ich das wollte, ich wollte es mir Beweisen. Netter Nebeneffekt ist das die Leute die immer gesagt haben das aus mir nie was wird sich immer noch auf der Stelle bewegen wo sie damals waren wo sie mich runtergemacht haben.....

Ich weiß wenn ich diesen letzten kleinen Punkt im August noch geschafft habe dann werde ich mich so frei wie noch nie fühlen und das wird mir nochmal den Push geben das ich etwas schaffen kann was ich mir vornehme.

Junge, deine Ausbildung ist der erste Schritt, das hat mich damals richtig gekickt wo ich die in der Tasche hatte. Der Beruf war für mich nichts, aber einfach diese Drei Jahre geschafft zu haben die mir vorher so unschaffbar und unendlich lang vorkamen was für die "normalen Menschen" aber halt zum Standard dazu gehört hat mir sehr viel Kraft gegeben.

Sei stolz das du das jetzt geschafft hast!
Der Job ist scheiße? ----> EGAL
Du willst nicht Stapler fahren?----> Dann mach das nicht.

Mach dir einen Plan was du willst, dann gehst du den Weg zum Ziel.
Was du daraus machst ist dir überlassen, du hast doch gezeigt das du das kannst.

Aber mach eins nicht, schieb deine Depression nicht vor dir wenn etwas nicht klappt oder nutze das als Ausrede, das ist der bequemste Weg.

PS: Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut!
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Also gibt es keine Möglichkeit mehr da raus zu kommen und ich muss mich damit abfinden bis mich meine Depressionen finishen.

Trotzdem danke für die Antwort.
Unabhänngig davon, was dir hier schon richtigerweise alles dazu gesagt wurde, möchte ich noch eine Sache ergänzen:

Wenn es einem im bestehenden Job nicht gut geht, erscheint einem fast jeder andere Job als Traum.
Solche Phasen hat jeder Mal, wenn das Frustlevel hoch ist.
Davon sollte man sich keineswegs täuschen lassen.
Mit der Erfahrung kommt die Einsicht.
Ein Job, egal ob Büro, Lager, Bau, Grünland, Bus / Bahn / LKW, Produktion, Labor, Studio, Atelier etc. ist immer mit Kompromissen verbunden, es gibt gute und schlechte Seiten. Welche davon überwiegen sind meist vom Betrieb / Vorgesetzten und NICHT von der Tätigkeit abhängig.

Ich respektiere deinen Wunsch zu wechseln, aber romantisiere andere Arbeitsbereiche nicht von denen du (noch) nichts verstehst.
Oder anders ausgedrückt... in jedem Job gibt es einen "Stapler", der nicht so will wie man selber möchte.

Du könntest nach einem Jobwechsel eine verdammt herbe Enttäuschung erleben. Je größer, je mehr Hoffnungen du hattest.
Sowas kann für einen Menschen mit bestehenden (schweren ?) Depressionen sehr unschön werden.

Daher achte auf dich bei der Jobsuche und erde dich vor allem wenn du was in Aussicht hast, wenn du verstehst was ich meine.
 

advance

Mitglied
Unabhänngig davon, was dir hier schon richtigerweise alles dazu gesagt wurde, möchte ich noch eine Sache ergänzen:

Wenn es einem im bestehenden Job nicht gut geht, erscheint einem fast jeder andere Job als Traum.
Solche Phasen hat jeder Mal, wenn das Frustlevel hoch ist.
Davon sollte man sich keineswegs täuschen lassen.
Mit der Erfahrung kommt die Einsicht.
Ein Job, egal ob Büro, Lager, Bau, Grünland, Bus / Bahn / LKW, Produktion, Labor, Studio, Atelier etc. ist immer mit Kompromissen verbunden, es gibt gute und schlechte Seiten. Welche davon überwiegen sind meist vom Betrieb / Vorgesetzten und NICHT von der Tätigkeit abhängig.

Ich respektiere deinen Wunsch zu wechseln, aber romantisiere andere Arbeitsbereiche nicht von denen du (noch) nichts verstehst.
Oder anders ausgedrückt... in jedem Job gibt es einen "Stapler", der nicht so will wie man selber möchte.

Du könntest nach einem Jobwechsel eine verdammt herbe Enttäuschung erleben. Je größer, je mehr Hoffnungen du hattest.
Sowas kann für einen Menschen mit bestehenden (schweren ?) Depressionen sehr unschön werden.

Daher achte auf dich bei der Jobsuche und erde dich vor allem wenn du was in Aussicht hast, wenn du verstehst was ich meine.
Naja im Moment bin ich arbeitslos gemeldet, denn der Träger hat mich bis zum letzten Tag in einem Betrieb gesteckt von dem sie von Anfang an wussten das er nicht übernimmt.

Nun gilt es Bewerbungen zu schreiben, sollte das nichts werden habe ich erst mal ab 18.06 (vielleicht noch eher) eine Einstellung als Zeit Arbeiter. Aber Zeit Arbeiter ist halt so eine Sache die jederzeit enden kann.

Doch ich sehe mich einfach nicht im Lager, vor allem wenn ich auch bedenke das ich mein Hobby aufgeben müsste.
 

Ca!N89

Aktives Mitglied
Du redest immer von deinem Hobby, wie hast du das denn bis jetzt finanziert?

Dann musst du halt erstmal Prioritäten setzten, Gaming mag ein Hobby sein aber heute kann man auch mit ältere Hardware zocken.

Möchtest du nicht erstmal auf eigenen Beinen stehen?
Egal was du jetzt machst erstmal wirst du nicht durch normale Arbeit reich werden.
Außer du gehst auf Schicht malochen da gibt es Kohle
 
S

Skull

Gast
Ich verstehe nicht, wieso du dir dein Hobby nicht mehr leisten kannst, wenn Du Lager bleibst? Bis jetzt kannst du es Dir ja scheinbar auch leisten?
 

advance

Mitglied
Du redest immer von deinem Hobby, wie hast du das denn bis jetzt finanziert?

Dann musst du halt erstmal Prioritäten setzten, Gaming mag ein Hobby sein aber heute kann man auch mit ältere Hardware zocken.

Möchtest du nicht erstmal auf eigenen Beinen stehen?
Egal was du jetzt machst erstmal wirst du nicht durch normale Arbeit reich werden.
Außer du gehst auf Schicht malochen da gibt es Kohle
Es geht ja nicht nur ums Gaming, das mache ich nur ab und zu. Ich arbeite halt gerne an meinem PC. Finanzieren konnte ich es mir, weil ich fast 1 Jahr noch ein wenig nebenbei gearbeitet habe. Bei dem Praktikum was ich hatte lies sich das wunderbar nebenbei machen. Ich kam zwar manchmal nur aller 2 Tage zum schlafen, aber das war für mich nie das Problem.

Doch mit einer fest Anstellung im Lager liese sich das nicht so einfach regeln.
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Also gibt es keine Möglichkeit mehr da raus zu kommen und ich muss mich damit abfinden bis mich meine Depressionen finishen.

Trotzdem danke für die Antwort.
Quatsch. Ich hab nach einigen Praxisjahren mit 26 ebenfalls neu angefangen. Du bist ein Jahr drüber. Und?
Ding ist, dass Du etwa 45 Arbeitsjahre rum kriegen musst. danach bist Du "angekommen". Wie Du das machst spielt keine Rolle, älter wirst Du eh.
Wenn Du mit einem andren AzuBi Gehalt klar kommst, hast Du Spaß und alles richtig gemacht. Wenn Du nebenbei arbeiten musst weil du nicht klar kommst, kann es eine Herausforderung sein, die ebenfalls Spaß macht, weil du weisst, warum du es machst.
Also geh erst mal da hin, lass die anderen lachen und mach Dir einen Plan.
Später kannst Du Dich dort neu bewerben und denen Deinen Plan erklären. Sie werden dann tun müssen, was Du planst....
 

Ca!N89

Aktives Mitglied
Vollzeitjob und Nebenjob ist oft schwer zu vereinen, wie sieht es denn mit einem Nebenjob für Samstags aus?

Aber erstmal musst du eine passende Stelle haben. Zeitarbeit ist besser als nichts aber halt wie du schon sagst auch nich Zukunftssicher.

Alternative wäre echt Schicht, eine große Firma oder du guckst echt mal was dir gefällt wo du quer einsteigen könntest ohne noch eine Lehre machen zu müssen
 
Du könntest dich bei deiner IHK schlau machen, ob du die formalen Kriterien für ein Stipendium erfüllst bezüglich Alter, Abschlussnote etc, da gibt es Programme, mit denen man Weiterbildungen bezahlt bekommt.
 

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