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Kulturzeit Beitrag "Der Gotteswahn"

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Tyra nur auf einige, wenige Dinge möchte ich in Deinem langen Brief eingehen. Ich habe da immer so ein bisschen Probleme. Du schreibst so lange Texte, und kommst vom Hundertsten ins Tausendste - und ich weiß hinterher nicht mehr was hast Du eigendlich geschrieben. Vielleicht würde es auch funktionieren, wenn Du Dich ein bisschen kürzer fasst - wär nur mal ein Vorschlag.





Tyra
ich füge nochmals an dass es Quatsch ist über die Existenz Gottes zu streiten, denn Gottes Existenz ist nicht beweisbar und wird es niemals sein. Wissen ist Wissen und Glaube ist Glaube, zwei grundverschiedene Dinge.

Da muß ich Dir recht geben, es ist Unsinn über die Existens Gottes zu streiten. Ich von meiner Seite tue das auch nicht.Eines mache ich allerdings, ich schreibe wie ich die Dinge erlebe, und versuche schon damit auch zu überzeugen- ich freue mich über jeden, der einen funken Interesse am Glauben zeigt - es wäre gelogen, wenn ich das nicht zugeben würde.Denoch liegt es mir fern jemanden etwas aufdrängen zu wollen.

Tyra
Sori hatte vor einigen Seiten ihren Ärger darüber geäußert sich durch ihren Gottglauben dem Spott der Nichtgläubigen ausgesetzt zu fühlen. Dazu kann ich nur sagen: das ist eine Sache des Selbstbewusstsein und der Festigkeit des Glaubens. Wer wirklich fest im Glauben ist, dem tut Spott nix an,...vgl. vorausgehendes Beispiel von Jesus...der auch verspottet wurde aber einfach sein Ding durchgezogen hat und gerade deshalb recht glaubhaft erschien.😉
Zudem kann ich hier an sich wenig Spott sehen, hier wird nur offen diskutiert, aber wer bereits in einer Diskussion über die Existenz Gottes Spott sieht...das geht dann schon in Richtung Dogmatismus...der ohnehin immer aus ner Mischung aus Machtstreben (Rechthaberei) und Kaschieren innerer Unsicherheiten/Ängste/Zweifel besteht
.

Ich kann da nur von mir persönlich sagen, dass mir ein bisschen Spott absolut nichts ausmacht. Ich "beiß" dann vielleicht mal liebevoll🙂 zurück, wie die "in die Ecke gedrängte Ratte" (Beispiel von Mike) - fühle mich aber nicht persönlich verletzt, oder angegriffen.Allerdings reizt mich dann manche Aussage schon mal zu einem kleinen ( meist sinnlosen Wortduell🙄)
Was mich aber richtig heftig trifft, wenn über Gott gespottet oder abwertend geredet wird - das kann ich nur schwer ertragen! Und ich finde, das darf auch einfach nicht sein - daran solte man sich halten, auch wenn man nicht an Gott glaubt.
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Steckt hinter der Angst vor Ungläubigen/Unglauben auch ggf. ein stückweit der Aberglaube, dass wenn nicht alle dasselbe glauben schwupps das Paradies verschwindet, Gott stirbt oder sich abwendet und

Davon kann man überhaupt nicht ausgehen, das hier alle das Gleiche glauben. Die Menschen, die glauben sind immer in der Minderheit - damit muß man rechnen. Ich akzeptiere auch jeden Menschen der nicht glaubt und diese Menschen mag ich deshalb nicht weniger! Wo ich wie gesagt nur meine Schwierigkeiten habe, wenn man meint, über Gott lästern zu müssen! Oder wenn ein Mensch wie dieser Dawkin ein Buch schreiben muß um andere Menschen praktisch vor Gott und dem Glauben zu warnen - das finde ich einfach nur schockierend!
Grundsätzlich finde ich es Quatsch aufeinander loszugehen und das Gläubige in alter Manier versuchen Nichtgläubige zu indoktrinieren, missionieren, zu überzeugen oder umgekehrt Nichtgläubige versuchen Gläubige von ihrem Glauben abzubringen (was eh nicht geht)...das bringt alles nix...
In diesem Threat zumindest ist bisher niemand auf einander losgegangen - das ist auch etwas was nicht sein muß, und ich denke daran halten sich die meisten.


Lena
 
ich finde das Buch von Dawkins wichtig..vor Glaubensdingen muss man warnen..denn Glaube ohne Vernunft/Verstand ist blinder Wahn und das ist gefährlich.

Wenn man sagt, dass Gott nicht existiert ist das ja leider automatisch Gotteslästerung...da kommt man leider nicht herum, aber das liegt an der Struktur des christlichen Glaubens der nur 2 Gruppen kennt: die Gläubigen = Lieben und die Ungläubigen = Bösen..das Grundkonzept ist einfach scheisse und bringt nur Unruhe hervor.
Shintoismus z.b ist das viel besser..jeder glaubt auf seine Art an seine selbstgewählten Götter und kommt sich dabei nicht gegenseitig in die Quere und wenn einer an nix glaubt ist das auch in Ordnung. Beim Buddhismus das Gleiche.

Aber dieser christliche Eingottglaube mit einem personifizierten Gott der alles total menschlich-persönlich nimmt, nix anderes neben sich duldet, weder andere Götter noch Unglauben ist einfach Murks.

Ich finde Warnung vor einem solchen Glaubens-Konzept total wichtig..das du das schockierend findest finde ich schockierend 😉 Blick mal ein wenig weiter über den Tellerrand und hinterleuchte diese Dinge, dann verstehst du ggf. was ich so meine. Nicht nur immer auf deinen Gott gucken oder die Bibel und was da so steht, sondern reflektieren was dahintersteckt...wozu das Ganze führen kann...genau das macht ja Dawkins im Grunde...er regt nur zum Reflektieren an, bringt andere Perspektiven rein...mehr nicht.
Der empörte Aufschrei der immer noch primitiv denkenden Gläubigen ist da eher schockierend...trotz Aufklärung, trotz Geschichtswissen immer noch nix dazugelernt? Wie bereits geschrieben: ich habe nix gegen aufgeklärt und rational Gläubige und unterscheide diese Gruppe von den infantil Gläubigen..die nur den Blick auf Gott richten und alles was ihn kritisch hinterleuchtet als Bedrohung=Gotteslästerung auffassen, die im Grunde objektiv nicht besteht, auch im Buch von Dawkins an sich nicht besteht, sondern nur im Auge des subjektiv verhafteten Betrachters, der sich und das Christentum, die christliche Auslegung von Gott viel zu wichtig nimmt.

Mit diesem bescheuerten Konzept der Gotteslästerung macht man ja an sich nützliche Kritik unmöglich..sowas finde ich doof und v.a. auch gefährlich..das macht die Religion so gefährlich...entweder man unterwirft sich und glaubt blind oder wird als Lästerer verurteilt und an den Pranger gestellt...unfair...reine Machtgeilerei...Entweder man glaubt, anerkennt die göttliche Macht und hält sich an einen gottbestimmten Verhaltenskodex oder ist automatisch Lästerer: wo hat man da denn die Wahl??

Tyra

persönliches Erleben des Glaubens, von Gott oder Religion ist eine Sache aber Religion als Grundkonzept gesellschaftlich oder gobal betrachtet ne ganz andere Sache.
 
Zuletzt bearbeitet:
schuldigung für den erneut längeren Roman....mein Wort zum Sonntag sozusagen 😉😉 kürzer kann ich mich zwar fassen, aber das würde mich mehr Zeit kosten...ich schmeisse hier so einfach die Gedanken wie se kommen rein...


Mir kommt gerade noch folgener Gedanke:
ist die Toleranz von christlichen Theisten ggü Atheismus ggf. nicht ein reines Paradox, eine Unmöglichkeit? Resultat einer tiefen Verunsicherung oder aber angesichts der Tatsache, dass der Atheismus bereits so viel an Macht gewonnen hat, dass der Theismus zähneknirschend Zugeständnisse macht und Toleranz vorgibt? Man sich halt gegenseitig duldet, weil man irgendwo voneinander abhängig ist und ähnliche Ziele hat?...oberflächliche nicht echte Toleranz...solange der andere noch irgendwie nützlich für einen sein kann toleriert man ihn...ein wenig...mal mehr, mal weniger...

Ich denke Toleranz hängt immer auch sehr vom Fortschritt einer Gesellschaft ab, ob Struktur da ist...genügend Essen für alle, Beschäftigung, Fernsehen, Internet, Brot und Spiele und Pillen gegen Psychosen etc...in Zeiten der Knappheit (an Geld, Struktur, Menschen)kann so manche Toleranz ganz schnell dahinschwinden...
 
Mit der Toleranz ist das so ne Sache.Tyra ich glaube ich habe da große Schwierigkeiten mich überhaupt so aus zu drücken das Du mich auch nur annähernd verstehen könntest. Es ist wie bei dieser Geschichte, die Du vielleicht kennst, wo zwei Blinde einen Elefanten beschreiben sollen. Der eine fühlt und beschreibt den Rüssel des Elefanten, der andere das Bein.

Du hast schon recht, das die Toleranz zwischen Christen und Atheisten
irgentwo nicht einfach ist. Ich selber rühme mich auch nicht damit, super - tolerant zu sein. Ein Christ oder wie Du sagst Theist macht auch nicht irgentwelche Zugeständnisse, die gegen, ich sage mal sein moralisches Empfinden gehen.Aber als Christ hat man eine ganz besondere Liebe zu seinen Mitmenschen - man liebt also den Menschen, aber zieht innerlich trotzdem eine klare Grenze gegenüber dem, wie der Andere sich verhält und was er tut.(Wenn es dem Glauben entgegen gesetzt ist)
Ich hoffe ich hab Dich einiger maßen richtig verstanden.


schuldigung für den erneut längeren Roman....mein Wort zum Sonntag sozusagen 😉😉 kürzer kann ich mich zwar fassen, aber das würde mich mehr Zeit kosten...ich schmeisse hier so einfach die Gedanken wie se kommen rein...


Mir kommt gerade noch folgener Gedanke:
ist die Toleranz von christlichen Theisten ggü Atheismus ggf. nicht ein reines Paradox, eine Unmöglichkeit? Resultat einer tiefen Verunsicherung oder aber angesichts der Tatsache, dass der Atheismus bereits so viel an Macht gewonnen hat, dass der Theismus zähneknirschend Zugeständnisse macht und Toleranz vorgibt? Man sich halt gegenseitig duldet, weil man irgendwo voneinander abhängig ist und ähnliche Ziele hat?...oberflächliche nicht echte Toleranz...solange der andere noch irgendwie nützlich für einen sein kann toleriert man ihn...ein wenig...mal mehr, mal weniger...

Ich denke Toleranz hängt immer auch sehr vom Fortschritt einer Gesellschaft ab, ob Struktur da ist...genügend Essen für alle, Beschäftigung, Fernsehen, Internet, Brot und Spiele und Pillen gegen Psychosen etc...in Zeiten der Knappheit (an Geld, Struktur, Menschen)kann so manche Toleranz ganz schnell dahinschwinden...
 
Es ist wie bei dieser Geschichte, die Du vielleicht kennst, wo zwei Blinde einen Elefanten beschreiben sollen. Der eine fühlt und beschreibt den Rüssel des Elefanten, der andere das Bein.

DAS liebe Lena, ist der wirklich beste Beitrag, den ich in diesem Forum jemals in der "Unendlichen (Glaubensdiskussions)Geschichte" gelesen habe.

DANKE!

LG
mo44
 
Man kann das ganze mit einem Spiel vergleichen.

Auf der einen Seite die Gläubigen und auf der anderen Seite die Atheisten.
Was aber die Gläubigen immer machen, und die Atheisten aufregt, mitten im Spiel verändern sie die Regeln. Warum? Damit sie im Spiel bleiben können.

Gott ist im Himmel.

Die Wissenschaft hat bewiesen, dass dort kein Gott ist.
Auf einmal war das nur eine Metapher.

Die Seele ist etwas real physisches, welche nach dem Tod den Körper verlässt.

Die Wissenschaft hat auch das widerlegt und plötzlich war die Seele nicht mehr etwas real physisches, sondern metaphysisch.

Gott hat den Menschen erschaffen

Auch das hat die Wissenschaft widerlegt.
Jetzt heißt es, Gott hat die Menschen nicht wirklich erschaffen, nein, er hat nur den Prozess in Gang gesetzt: Evolution.

Heute sind wir hier:

Gott hat das Universum erschaffen.

Wenn die Wissenschaft herausgefunden wie das Universum erschaffen wurde, was selbstverständlich wieder ein nächstes Rätsel aufwerfen wird, dann wird man Gott für das nächste Rätsel wieder benutzen.

Die Regeln werden also ständig geändert. Aber nicht nur das, man ändert die Regeln so ab, dass man gar nicht mehr verlieren kann. Ein Beispiel dafür ist die Behauptung, Gott kann man nicht beweisen. Das wird ständig wiederholt, obwohl es keiner weiß.

Was auch ein Widerspruch in sich ist.

Wenn man Gott nicht beweisen kann, dann kann man auch nicht wissen, dass er existiert.
 
So ist es.
Aber gehe mal einfach davon aus, daß dies auch die meisten Gläubigen wissen - ja, mit Erschrecken längst festgestellt haben.
 
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