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Kontaktabbruch der Kinder

Vielen Dank Valerie. Dein Tipp mit dem Aufschieben ist gut. Aber ich denke mal, dass ich genau das die meiste Zeit der vergangenen Jahre getan habe und das geht nun nicht mehr. Wie gesagt, bin ich Neurentnerin und da hat man natürlich viel mehr Zeit sich den "liegengebliebenen" Dingen und Gefühlen zu widmen. Meine Enkelin ist natürlich mein größter Schatz. Ich bin sehr dankbar für sie. Unser Kontakt ist sehr gut. Sie hat natürlich auch ihr eigenes Leben, das mit Schule und Freizeit-Aktivitäten im Alltag relativ gut ausgefüllt ist, aber für uns bleibt schon auch Zeit übrig. Auch mein Mann genießt die Zeit mit ihr sehr. Meine Söhne haben keine (noch) Kinder und da habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ich noch Enkel bekomme.

Ich bin mittlerweile der Überzeugung, ich habe nur eine Chance zufrieden mit mir und meinem Leben zu sein, wenn ich es schaffe, mit Akzeptanz und innerer Ruhe auf das zu sehen was ist und nicht mehr dagegen anzukämpfen. Ich bleibe dran.
 
Hallo Birke,

das Problem an der Sache ist, das auch du nicht mehr ohne schlechte Gefühle mit deiner Tochter Kontakt haben könntest. Vermute ich zumindest.

Ich habe ein ähnliches Problem mit meinem Bruder. Er hat sein Kind als Waffe gegen mich benutzt. Ich habe es drei mal gesehen und es ist bereits 1 Jahr alt.
Am Wochenende fahre ich zu seinem Geburtstag zu meinem Bruder.

Der Kontakt war ungefähr 1 Jahr nicht existent. Obwohl er wusste das ich Gerichtsprozesse vor mir habe die existenziell sind, hat er nichtmal meine Mutter nach dem Ausgang gefragt.

Ich habe echt gelitten und mich gefragt was diese passive Agressivität soll.
Neulich auf dem Geburtstag meiner Mutter hat mich ein Gast gefragt ob das Baby meines Bruders (die waren auch da) immer so lieb wäre. Was hätte ich antworten sollen?
keine Ahnung ich kenne meinen Neffen nicht?

Auch wenn wir sehr oberfächlich miteinander verkehren, ist auch in mir etwas abgestorben.

Und sicher wrd es bei dir ähnlich sein, oder?
Vertrauen kann ich ihm nicht mehr. Wie soll ich sicher sein das ich mich wieder auf ihn einlassen könnte und er bei der nächsten Sache sich wieder für 2 Jahre oder so abwendet?

Was ist mit dir? Hat es in dir keine gefühlsmäßige Änderung deiner Tochter gegenüber gegeben? Vielleicht erkst du das auch erst wenn ihr wieder mal losen Kontakt habt?

Wer mich so einfach aus seinem Leben entsorgen kann wie mein Bruder, wie steht diese Person dann zu mir?
Was ist das überhaupt für eine Beziehung?
Das ist doch Müll.. nicht gutes... nichts mit Basis.

In einem selbst zerbricht auch etwas wenn man Opfer eines solchen Rückzugs wird.
In mir ist mehr kaputt gegangen als er hätte durch den grössten Streit kaputtmachen können.

Leider...

Rascas
 
Hallo Birke,
Ichh abe nur grob über die Beiträge gelesen, bitte verzeih, wenn ich dich Sachen frage, die schon geklärt waren.. musst darauf auch nicht antworten.

Wenn deine Tochter den Kontakt zu dir abbrach, um dich zu bestrafen, wird sie den Kontakt nicht aufnehmen, so lange du ihr signalisierst, dass du ihren Kontakt wünschst.

Ich habe den Kontakt zu meiner Mutter selbst abgebrochen. Habe 4 Jahre lang nicht mit ihr geredet und ihre Briefe verbrannt, danach hat sie ihrerseits Funkstille gehalten. Aber als sie mir zu meiner Schwangerschaft gratulierte, war der Kontaktabbruch beendet.
Es war damals einfach der richtige Zeitpunkt.

So lange mir meine Mutter ihre Briefe geschickt hat, hatte ich immer Grund wütend darauf zu sein, dass sie es wagt, mir briefe zu schicken. Nach allem, was sie mir angetan hatte. Aber nachdem ich 2 Jahre lang nichts von ihr gehört habe und sie nicht einmal zu Weihnachten sah, fühlte sich das für mich auch mies an.

Ich weiß nciht,w as man Müttern rät, die ihr Kind vermissen. Wie sie mit dem Schmerz klar kommen. Aber ich weiß, dass du dich zurück nehmen und warten solltest. Deine Tochter kommt dann vermutlich zurück. Ich kann mir nämlich genausowenig wie du vorstellen, dass eine so einmalige Verbindung zwischen Mutter und Tochter absolut getrennt werden kann. Außerdem gewinnst du nichts, wenn du dem fehlenden Kontakt nachtrauerst. So lange kein Kontakt besteht leidest ja nur du unter deiner Trauer.

Hmmm... ist dein Schmerz über den Kontaktabbruch eventuell durch gesundheitliche Probleme verstärkt? Du bist Rentnerin. Geht es dir gesundheitlich gut? Hast du Angst, dein Kind nie wieder sehen zu können?

LG
Flusenkopp
 
schon interessant, wie unterschiedlich die Sichtweisen sein können.
Ich schreibe als Tochter, die vor 7 Jahren den Kontakt nach einem Telefonat abgebrochen hat - als ich den Anfang des Originalpostings las, dachte ich, dass das meine Mutter geschrieben haben könnte - der Rest ist aber doch unterschiedlich.

Zu den unterschiedlichen Sichtweisen:
meine Mutter würde wohl so berichten: Nach einem Telefonat, bei dem mich meine Tochter um finanzielle Unterstützung zu einem Wohnungskauf gebeten hatte, den ich nicht unterstützen wollte, hat sie den Kontakt abgebrochen. Ich habe immer wieder versucht, Kontakt herzustellen, durch Briefe (unbeantwortet), Telefonate (gehen auf Anrufbeantworter) usw. Sie geht auf nichts ein.

Ich berichte den Hergang so:
Nach 2 Jahren Suche hatte ich eine bezahlbare Wohnung in guter Lage gefunden. Ich bat meine Mutter am Telefon um etwas finanzielle Unterstützung. Was darauf folgte war, dass sie mich komplett niedermachte, meine Fähigkeit, irgendetwas zu beurteilen in Frage stellte, mich fragte, wie ich so dumm sein könnte, eine Wohnung auszusuchen, die an "einer Strasse liege" (in München nicht ungewöhnlich) usw.. In ihrer weiteren Rage kam dann folgender Satz: "Warum soll es dir besser gehen wie mir?". Mein Vater, der das Gespräch wohl mitgehört hatte, übernahm dann das Telefon und meinte, das müsse ich schon verstehen, sie habe ja so viel mitgemacht. Auf meine Frage, was sie denn "mitgemacht" hätte, keine Antwort.
Nach dem Gespräch war ich fix und fertig. Im Netz habe ich nach Begriffen gesucht wie "meine Eltern hassen mich", habe dann Bücher gefunden wie "Die Masken der Niedertracht" und "Toxic Parents", die mir sehr geholfen haben.
Wie meine Vorschreiber schon berichtet haben, war dies eben nur noch der Tropfen, der für mich das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
Die Haltung, die durch ihre Aussage zutage tritt, erklärte für mich im Nachhinein sehr vieles, was davor schon alles vorgefallen ist. Insofern hat es mir die Augen geöffnet.

Seitdem habe ich keinen Kontakt mehr. Mir geht es damit viel besser. Die Kontaktversuche meiner Mutter empfinde ich als frech und übergriffig. Sie geht in keinster Weise auf das Vorgefallene ein, versucht mich als die Böse hinzustellen und sich als die Leidtragende, deren böse Tochter sich nicht meldet. So wird das also nichts.
Die einzige Chance meiner Mutter, jemals wieder Kontakt zu mir zu haben, wäre, wenn sie mir den Eindruck vermitteln könnte, dass sie einsieht, was sie getan hat und ihre Taten bereut. Aber davon ist sie meilenweit entfernt.
 
"In einem selbst zerbricht auch etwas wenn man Opfer eines solchen Rückzugs wird."

Jeder Rückzug hat seine Geschichte. Ich finde es nicht in Ordnung,die Tochter hier zur "Täterin" zu machen. An solchen Konstellationen sind die Eltern doch nicht unbeteiligt. Es geht nicht um Opfer und Täter.
 
"In einem selbst zerbricht auch etwas wenn man Opfer eines solchen Rückzugs wird."

Jeder Rückzug hat seine Geschichte. Ich finde es nicht in Ordnung,die Tochter hier zur "Täterin" zu machen. An solchen Konstellationen sind die Eltern doch nicht unbeteiligt. Es geht nicht um Opfer und Täter.

Hallo Thilo,

natürlich hat das eine Geschichte. Sicher ist etwas vorgefallen. Muss ja irgendwie.

ABER, nicht nur in der Person die sich zurückgezogen hat zerbricht etwas.
Auch in der Person die eben Opfer des Rückzugs wurde.

Es hätte ja auch die Möglichkeit der Auseinanderstetzung gegeben.

Ausserdem geht es ja darum, das die TE versucht den Kontakt herzustellen.
Vielleicht in dem Traum das dann alles so wird wie vorher.

Habe ich auch versucht. Aber ich habe gemerkt, das auch in mir etwas kaputt gegangen ist.
Obwohl es nicht meine Idee war den Kontakt einzuschränken.

Das ist vielleicht etwas was Menschen die den Kontakt abbrechen übersehen.
Klar bestraft man den anderen, man lässt ihn leiden.

Aber man macht auch etwas kaputt. Das geht dann nach Hinten los.

Und einseitig kann man kein Verhältnis der Welt verbessern. Entweder beide wollen das oder nicht.

Rascas
 
Genau. Und die Tochter möchte es nicht und hat sicher ihre Gründe dafür. Und die Mutter hat ihre Gründe, zu trauern. Es ist für beide schwer, aber hinzunehmen.
 
Dass man das ertragen muss. Wenn ein Mensch absolut nicht mehr will, dann muss man sein Abwenden hinnehmen. Das meinte ich. Kontaktabbruch ist eine persönliche, tiefgreifende Entscheidung. Die zu akzeptieren ist.
 

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