Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Kontaktabbruch der Kinder

Du verstehst irgendwie nicht oder?
Was hat das denn mit ertragen zu tun?
Man muss den abgebrochenen Kontakt ertragen.

ABER.. wovon ich schreibe ist, wenn die TE wieder in Kontakt zu ihrer Tochter kommen sollte (irgendwie), sie könnte ihrer Tochter nie wieder so vertrauen wie vorher.
Auch von der Seite der TE wäre die Beziehung im Eimer.

Auch wenn sie jetzt von dem Kontakt träumt, wenn sie ihn bekommt denke ich, das ihr auffallen wird das die Tochter etwas zerstört hat. Etwas was sie so einfach nicht mehr kitten können wird.

Und das war sicher beim Kontaktabbruch nicht eingeplant.
Oft geht es dabei darum den anderen zu bestrafen. Die Oberhand zu haben.

Das die TE auch wenn die Tochter das wollen würde, kein wirklich gutes Verhältnis mehr zu ihr haben kann, das ist was ganz anderes als nur die Auszeit zu ertragen.

Birke, wenn du dir das vor Augen hälst wird dir die Auszeit /der Konatktabbruch leichter fallen.
Deine Tochter hat die Fakten geschaffen.
Und damit muss SIE jetzt leben.
Es hätte ja auch einen anderen Weg gegeben. Der wäre halt unbequem gewesen. Nämlich Streit.
Aber zielführender..

Und ich an deiner Stelle würde dir raten NICHT mehr hinterher zulaufen.

Das ist nämlich so als würdest du beim Boxen dur Deckung runternehmen.

Du lädst deine Tochter erneut ein dir einen reinzuwürgen..
 
Die einzige Chance meiner Mutter, jemals wieder Kontakt zu mir zu haben, wäre, wenn sie mir den Eindruck vermitteln könnte, dass sie einsieht, was sie getan hat und ihre Taten bereut. Aber davon ist sie meilenweit entfernt.
Das Zitat von Gast finde ich interessant. Wie um alles in der Welt soll denn jemand, zu dem man den Kontakt abgebrochen hat (und zwar so radikal, dass man noch nicht mal ne Postkarte liest) den Eindruck vermitteln, dass er irgendwas eingesehen, oder sich verändert hat? Kann es vielleicht sogar so sein, dass man genau das NICHT will? Vielleicht will man garnicht sehen, dass die Menschen sich zum Guten geändert haben, da man sonst selber der Böse wäre?
Woher weiß man, dass sie davon meilenweit entfernt ist?
Das ist doch der springende Punkt. Ich kann durchaus verstehen, dass es ne Menge Stituationen gibt, in denen man von sich aus keinen Kontakt mehr zu den Eltern sucht, oder ihn auf Sparflamme runterschraubt. Vielleicht sogar kurzfristig abbricht.
Aber ich bin dennoch der Meinung, dass JEDER eine Chance verdient hat.
Jeder macht Fehler und sorry, aber man müsste schon ein ziemliches Monster sein, dass man nie im Leben mehr eine zweite Chance verdient hat (auch nach Jahren nicht)
Das ist ja das schlimme an der Sache. Wenn mir ein Kontakt nicht gut tut, dann geh ich dem Menschen aus dem Weg und meide ihn, aber wenn er mich anfleht, ihn anzuhören, dann hör ich ihm doch zu. Es gibt Leute, mit denen kommt man nicht aus und das ist sicher auch innerhalb der Familie hin und wieder so, aber wie zuwider muss mir jemand sein, dass ich sogar seine Postkarte nicht lesen kann?
Dieses radikale Vorgehen hat meiner Meinung viel mit Rache zu tun. (Es sei denn, es gab schon mehrere Aussöhnungsversuche, die scheiterten, oder der andere hat was wirklich krasses getan). Solche Form der Rache ist kindisch und schädigt den, der sie ausübt genauso.
Wäre die Tochter wirklich nur darauf aus, den Kontakt zur Mutter zu meiden könnte sie ihn auch klein halten und ansonsten ihren Frieden mit der Sache machen. Wer seinen Frieden hat, braucht nicht so radikal sein.
Ich finde es jedenfalls ziemlich fürchterlich, einem anderen Menschen so viel Leid zuzufügen.
 
Wir kennen nur eine Seite und wir haben nicht die geringste Ahnung, was an Verletzungen vorliegt.
Siehe die Geschichte mit dem erwachsenen Sohn und der Garagensache. Da hat sich auch jeder darüber aufgeregt, wie grausam der Sohn war. Meist stecken hinter solchen Dinge sehr kompakte Geschichten und irgendwann ist das Faß eben übergelaufen.
Können sich Menschen mit einigermaßen intakten Familien nicht vorstellen, ist aber dennoch so.
 
Hallo Violetta Valerie,
so wie ich es gelesen habe, hat die Tochter der TE ja sogar mal auf einen Kontakt geantwortet, das heisst doch, sie hat zumindest früher Emails oder Briefe gelesen, wenn auch nicht geantwortet. Auch ich erhalte Briefe, die ich mir tatsächlich manchmal ansehe, dort steht aber ausser "melde dich doch" "erledige dies und das" und sonstigen Belanglosigkeiten und ggf Unverschämtheiten - nichts. Daher schliesse ich daraus, dass sich eben nichts geändert hat.
 
aber wenn er mich anfleht, ihn anzuhören, dann hör ich ihm doch zu.

Wenn jemand das Schweigen als Waffe benutzt, dann wartet er doch nur darauf angefleht zu werden und dann NEIN zu sagen.

Ich denke so ist es sehr sehr oft...

Mir hatte jemand etwas geschrieben was ich finde was sehr sehr gut auf deine Tochter passen könnte, eine sehr gute Erklärung sein könnte für das was da geschieht...

Nun, ich kenne dieses Verhalten auch, in einem anderen Zusammenhang zwar, aber das Ergebnis ist das Gleiche. Diese Menschen wurden oder fühlten sich durch etwas oder jemanden verletzt und sind nicht imstande dies zu kommunizieren. Das Warum dieser Kommunikationsunfähigkeit konnte ich noch nicht ergründen. Ich denke ursprünglich war es vielleicht wirklich Unsicherheit oder das Gefühl nicht verstanden zu werden oder das Gefühl, dass einem keiner zuhört oder einen keiner ernst nimmt, oder ein Gefühl der Ohnmacht gegenüber demjenigen der einen verletzt.

Diese Ohnmacht bedingt die Kommunikationsverweigerung einerseits, ist aber andererseits Ursache aufgestauter Wut und dem Bedürfnis nach Rache. Das Mittel der Kommunikationsverweigerung wird fortan als Waffe gegen alle eingesetzt, welche vermeintlich die Verletzung(en) verursachten oder zumindest nicht unterbanden. Es dabei nebensächlich, ob objektiv überhaupt Verletzungen stattfanden, oder von wem, denn dieses Empfinden ist subjektiv. Die Familie wird hierbei als generalisierter Verursacher betrachtet - es werden also alle in einen Topf geschmissen - wie vermutlich auch jeder Andere, der eine, von diesem Mensch subjektiv empfundene Verletzung an diesem begeht.

Diese Menschen sind zutiefst verängstigt, dabei aber gleichzeitig von übelsten Rachegefühlen beseelt. Das Schlimme dabei ist, dass sie alle, die sich mit ihnen verbünden, Freiwillige, also Partner, aber auch Kinder, also Abhängige, in diesen Rachefeldzug mit einbinden. Sie ziehen also nicht nur um sich eine Mauer hoch, sondern auch um alle, die mit ihnen verbunden sind und wehe dem, der sich dagegen auflehnt.

Diese Verhalten ist zutiefst neurotisch und bedarf einer Therapie, andererseits ist es so erfolgreich, dass solche Menschen wohl nur in den seltensten Fällen dazu bereit sind, ihr Verhalten zu hinterfragen, sprich einer Therapie zuzustimmen. Vielmehr würden sie es als weitere Verletzung empfinden und dementsprechend mit Verweigerung und weiterem Haß reagieren.

Ich weiß nicht, wie man, mit normalen Mitteln solchen "Monstern" beikommen soll, zumal ja dieses passiv-aggressive Verhalten in unserer Gesellschaft nicht sanktioniert, sonder geradezu gefördert wird. Verbale Ansprache wird als Aggression verstanden und verstärkt den Hass, Auf-sie-Zugehen ermöglicht es ihnen, ihre Rachegelüste offensiv auszuleben.

Um an diese "Menschen" heranzukommen muß man also entweder ein extrem dickes Fell haben oder man müßte ihnen eine derartige Angst einjagen, dass diese selbst die aufgestaute Wut beseite fegt oder sie müssten sich einer Therapie unterziehen.

Im Allgemeinen ist keiner dieser Wege gangbar, sodaß ich, so sehr es mich auch frustriert, den kompletten, totalen Rückzug für die einzige reale Möglichkeit halte. Leider.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin auch so ein Kind was zu seiner Mutter den Kontakt vor vielen Jahren abgebrochen hat. So etwas macht man nicht einfach so, da ist schon vieles im Vorfeld falsch gelaufen. So eine Entscheidung ist auch für das Kind schmerzhaft. Mit der Zeit weiß man ob dieser Schritt richtig war oder falsch. War er richtig bleibt man auf seinem Weg, weil es einem ohne den Kontakt besser geht. Das hat nichts mit Rache zu tun oder das Derjenige der verlässt passiv-agressiv ist. Es ist oft reiner Selbstschutz vor weiteren Verletzungen. Zeigt die Zeit, das die Entscheidung falsch war, hat man die Möglichkeit zu versuchen seinen "Fehler" zu korrigieren.

In diesem Fall hat sich die Tochter für den Kontaktabbruch entschieden und festgestellt, das es für sie die richtige Entscheidung war.

Und wie so häufig in solchen Foren, kennt man nur die eine Seite der Medaille.

Wenn die TE mit ihren "verlassen-worden-Gefühlen" nicht zurecht kommt, sollte sie sich professionelle Hilfe holen.
 
kann mir bitte mal jemand erklären wie eine Therapie berechtigte Wunden heilen soll?
Dafür Sorgen kann das etwas nicht schmerzt?

Vielleicht habe ich ja immer die falschen Theras gehabt.
Aber echte Gefühle konnte mir bisher keiner ausreden..

Wenn die TE mit ihren "verlassen-worden-Gefühlen" nicht zurecht kommt, sollte sie sich professionelle Hilfe holen.

Ersatzgefühle, klar da kann eine Therapie ansetzen.

Mich kotzt diese ewige anpreisen, wenn man mit etwas nichts zu tun haben will, etwas nicht versteht oder verstehen will an. Dann heisst es immer : professionelle Hilfe...

Grauenhaft

Meineserachtens ist der Kontaktabbruch der Weg des geringste Widerstands.
Sonst könnte ja auch der Abbrecher mit Fehlern konfrontiert werden.

Das gilt natürlich nicht für alle Fälle.
Manchmal ist es auch absoluter Selbstschutz. Aber eher selten.
 
Genau Rascas,
Meineserachtens ist der Kontaktabbruch der Weg des geringste Widerstands.
Sonst könnte ja auch der Abbrecher mit Fehlern konfrontiert werden.
Ich denke, genau das ist häufig der Grund. Zum Streit gehören meines Erachtens immer mehrere Leute- es gibt nicht nur einen Schuldigen und so wird es auch in den allermeisten Fällen zwischen erwachsenen Kindern und Eltern sein. Nur um das klarzustellen: Ich rede hier selbstverständlich nicht von den Fällen, in denen die Eltern den Kindern wirklich etwas fieses angetan haben- das ist was ganz anderes! Auch mag es Fälle geben, wo die Kinder wirklich alles versucht haben und den Eltern einfach nicht beizukommen ist..
Aber im vorliegenden Fall sehe ich das anders: klar die anfänglich Wut der Tochter ist zu verstehen, auch dass sie ihre Mutter dann vielleicht ne Zeit meidet. Aber hier sieht es nach Rache aus: Sie hat in Wut gesagt, sie würde den Kontakt abbrechen und jetzt kann sie halt auch nicht so ohne weiteres zurück. Wenn jemand schon einen Kontaktabbruch für richtig hält, und alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen hat, dann würde das sicher anders ablaufen. Dann droht man doch nicht (wenn Du das tust, dann breche ich den Kontakt ab) und man macht es va. nicht in einem spontanen Wutausbruch.

Mich kotzt diese ewige anpreisen, wenn man mit etwas nichts zu tun haben will, etwas nicht versteht oder verstehen will an. Dann heisst es immer : professionelle Hilfe...
Oh ja, das sagst Du was wahres- die Therapie - das Heilmittel für alles!
Warum sucht sich dann eigentlich der Kontaktabbrecher nicht eine Therapie, bevor er zu so einem Schritt greift?
Mag sein, dass sich in so einer Therapie zeigen könnte, dass es doch einen anderen Weg gibt, aber das ist immer schwerer, als einfach sang- und klanglos zu verschwinden und den anderen leiden zu lassen.
 
professionelle Hilfe heißt doch nicht gleich Therapie. Das kann auch eine Selbsthilfegruppe für verlassene Eltern sein, wo man sich austauschen kann und evtl. Tipps bekommt, wie man mit seinen Gefühlen besser umgehen kann.

Egal ob die Beweggründe der Tochter Rache, Selbstschutz oder sonst etwas ist, die Tochter hat sich entschieden und dieses muss die Mutter so annehmen wie es ist. Die TE hat sich vor 7 Jahren entschieden und das gleiche Recht zur freien Entscheidung sollte man der Tochter auch zustehen. Die Tochter ist nicht für die Gefühlswelt der Mutter verantwortlich.
 
Rascas, vielleicht solltest du einen eigenen thread zu dir und deinem Bruder aufmachen. Hier geht es doch um Birke und ihr Problem. Das kommt etwas zu kurz, finde ich.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
F Narzisstischer Vater und Kontaktabbruch Familie 7
S Plötzliche Kontaktabbruch durch Erwachsenen Sohn. Familie 24
M Mutter Kontaktabbruch Familie 39

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben