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Kontaktabbruch der Kinder

Tut mir leid Thilo, sehe ich nicht.
Die letzten vier Beiträge von mir waren ausschliesslich zu der TE.
Und auch der in dem ich das mit meinem Bruder erzählt habe war für die TE, denn es ging darum das im Verlassenen auch etwas abstirbt.

Und ein zukünftiges Verhältnis behindern kann.

Meine Meinung schmeckt dir nicht, das weiss ich. Jedoch war mein Bruder hier nicht Thema. Ich habe etwas daran verdeutlicht.

Ich hätte auch Mutter A und Tocher X nehmen können.
( Interessante Reaktion, wenn ich ihn in 2 von 7 Beiträgen erwähnt habe, oder?)
So versucht man andere subtil mundtod zu machen.
 
Du missverstehst mich. Man erkennt in deinen Beiträgen deine Verbitterung über das Verhalten deines Bruders und das stülpst du nun - vermutlich unbewusst- der TE über.
Aber egal, wenn nur ich das finde, ists ja nicht schlimm. Es liegt mir fern, irgendwen "subtil mundtot" machen zu wollen. Im gegenteil, ich habe dir sogar das eröffnen eines eigenen threads dazu empfohlen, damit nichts zu kurz kommt oder untergeht.
 
Nein Thilo,

ich bin nicht mehr verbittert. (aber ich war es mal). Zudem wurde das Thema ausreichend besprochen. Es gibt einen langen Thread dazu.
Ich äussere meine Meinung.
Und das was ich geschrieben habe IST meine Meinung dazu.

und dann kann man es genauso sehen das die, die ihre eigenen Eltern verlassen haben, der TE die Täterrolle überstülpen.
(Manch ein Gast)

Rascas
 
Puh !!! Das war jetzt aber eine Menge an Neuem, was ich eben gelesen habe. Zuerst mal.

DANKE an Alle, die mitschreiben.

Ich hätte ehrlich gesagt, nicht im entferntesten daran gedacht, dieses Interesse hervorzurufen. Das zeigt mir, dass dieses Thema auf die eine oder andere Art doch viele Menschen berührt und ich gar nicht so ein bunter Hund bin.

Jetzt versuche ich mal, darauf zu antworten:

@Flusenkop

Das spielt natürlich mit, dass ich mir je älter ich werde desto mehr meiner Endlichkeit bewusst bin. Es kommt aktuell hinzu, dass mein einziger Bruder 2012 gestorben ist. Wir waren nur zu zweit und jetzt bin ich also ohne ein Mitglied meiner Herkunftsfamilie. Es gab/gibt auch keine Onkel,Tanten - etc. Der Tod meines Bruders hat mich tief erschüttert und natürlich auch diese Familienwunde wieder verstärkt schmerzen lassen. Bei mir ist gesundheitlich noch alles im normalen Bereich. Trotzdem ist es meines Erachtens schade um jeden Tag, der ohne Versöhnung vergeht.

@Gast 918
Das Thema übergriffig ist nicht von der Hand zu weisen. Ich habe erkannt, dass ich zu oft nach meinen Werten, Erfahrungen und Einstellungen geredet und sicher zu wenig die Andersartigkeit meiner erwachsenen Kinder oder auch anderer Menschen respektiert habe. Vom Typ her bin ich schon eher Missionierer und zu wenig tolerant.

@Thilo
ich habe mich bemüht, meine Tochter nicht zum Täter zu machen. Kann sein, dass das nicht genügend rüberkam. Tatsächlich ist mir sehr klar, dass sie durch den Kontaktabbruch nicht nur ihre womöglichen Rachegelüste kurzfristig befriedigt hat, sondern es ihr damit sicher auch nicht nur gut geht. Dieses Wissen ist mir eine zusätzliche Belastung. Ich möchte so gerne, dass es ihr gut geht. Wenn sie mir in einem Gespräch glaubhaft vermitteln könnte, dass sie zufriedener ohne Kontakt zu mir und ihrem Vater leben kann, könnte ich den Kontaktabbruch viel besser verkraften. Da ich meine Mutter sehr geliebt, immer engen Kontakt zu ihre hatte und in ihren letzten Monaten auch bei mir zuhause betreut habe, kann ich mir das aber einfach nicht vorstellen. Wie ich schon sagte, ich gehe womöglich viel zu viel von meinen Gefühlen aus.

@Rascas
ich weiß nicht, ob Du Kinder hast. Die Gefühle, die ich als Mutter für meine Kinder habe, sind mit keinen anderen Gefühlen zu vergleichen. Keinen anderen Menschen kann ich auf diese Art lieben und kein anderer Mensch kann mich so verletzen. Es ist anzunehmen, dass das Verhältnis zu meiner Tochter nie wieder so wird wie es war. Das ist nicht möglich, da das Leben keine statische Angelegenheit, sondern eben lebendig ist. Es ist sicher nicht einmal wünschenswert, da es ja zumindest mich krank gemacht hat. Ich möchte mich jetzt meiner Tochter gegenüber anders verhalten und wünsche mir das auch von ihr. Echte Kommunikation läuft nur über den Austausch von wahren und ehrlichen Gefühlen und nicht mit Maske. Zumindest bin ich dieser Ansicht. Natürlich kann dieser Austausch mehr oder weniger diplomatisch sein. Ich bekenne gerne (das würde ich auch zu ihr sagen) dass ich oft alles andere als diplomatisch war. Mein größter Fehler war und ist immer noch die Spontaneität - freundlich gesagt - oder die Unüberlegtheit und schmerzhafte Direktheit meiner Worte. Ich reagiere viel zu direkt, statt mal drüber zu schlafen zum Beispiel oder wenigstens auf 10 zu zählen. Denn ich möchte nicht verletzen, aber der Mund ist oft schneller als der Kopf.

Ich möchte nicht um den Sieg kämpfen. In einem Krieg gibt es immer nur Verlierer. Schon gar nicht möchte ich ihr Angst einjagen. Die ist auf jeden Fall das Gegenteil von Liebe.
 
@Flusenkop

Das spielt natürlich mit, dass ich mir je älter ich werde desto mehr meiner Endlichkeit bewusst bin. Es kommt aktuell hinzu, dass mein einziger Bruder 2012 gestorben ist. Wir waren nur zu zweit und jetzt bin ich also ohne ein Mitglied meiner Herkunftsfamilie. Es gab/gibt auch keine Onkel,Tanten - etc. Der Tod meines Bruders hat mich tief erschüttert und natürlich auch diese Familienwunde wieder verstärkt schmerzen lassen. Bei mir ist gesundheitlich noch alles im normalen Bereich. Trotzdem ist es meines Erachtens schade um jeden Tag, der ohne Versöhnung vergeht.

Ich finde es wunderbar, wie reflektiert du schreibst! Also von der Argumentation her mag ich dich 😉 und hab Hoffnung für die Beziehung zwischen dir und deiner Tochter.

Ich kann sehr gut verstehen, dass dir jeder Tag weh tut, der ohne eine Versöhnung mit deiner Tochter vergeht. Der Tod deines bruders ist ein ganz schlimmes Ereignis und natürlich ruft dir das deine eigene Vergänglichkeit in den Sinn. Und natürlich hast du dann das Gefühl, dir rinnt die Zeit durch die Finger.
Wie gesagt, ich weiß nciht so recht, was ich dir raten kann, weil der Rat "lass Gras über die Sache wachsen" deiner emotionalen Situation nicht gerecht wird (so sehr ich ihn für richtig halte).
Ich kann dir nur mein Mitgefühl aussprechen.

Herzliche Grüße
Flusenkopp
 
Hallo Birke,

ich habe auch nicht gesagt das du Angst machen sollst oder so..

Ich möchte mich jetzt meiner Tochter gegenüber anders verhalten und wünsche mir das auch von ihr. Echte Kommunikation läuft nur über den Austausch von wahren und ehrlichen Gefühlen und nicht mit Maske

Leider ist es ja so, deine Tochter muss auch eine offene und ehrliche Kommunikation wollen.
Einseitig geht das ja nicht,
und dazu kann man niemanden zwingen.

Ich wünsche dir aber, das deine Tochter kommunikationsbereit wird..

Alles ehrliche Relfektieren des eigenen Verhaltens verbessert die Situation nicht, solange die andere Seite das Gespräch verweigert.

Rascas
 
Nein Thilo,

ich bin nicht mehr verbittert. (aber ich war es mal). Zudem wurde das Thema ausreichend besprochen. Es gibt einen langen Thread dazu.
Ich äussere meine Meinung.
Und das was ich geschrieben habe IST meine Meinung dazu.

und dann kann man es genauso sehen das die, die ihre eigenen Eltern verlassen haben, der TE die Täterrolle überstülpen.
(Manch ein Gast)

Rascas

Was für eine "Täterrolle" stülpt man der TE denn über, wenn man ihr rät, den Willen der Tochter zu respektieren. Ich sehe es viel eher so, das hier die Tochter überwiegend zum "Buhmann" gemacht wird, weil sie sich einen Weg gewählt hat, mit dem die Mutter nicht zurecht kommt.

Wenn die Tochter mit der Mutter keinen Kontakt haben will, dann ist das so. Die Tochter ist 42 Jahre alt und muss sich dafür doch nicht rechtfertigen. Es gibt immer Dinge im Leben, die man gerne anders hätte. Das Leben ist aber nun mal kein Wunschkonzert.

Und wie man auch aus dem nachfolgenden Beitrag von Birke entnehmen kann, sind im Vorfeld schon viele Dinge schief gelaufen. Verbal kann man viel kaputt machen. Die TE schreibt:

"Dass ich zu oft nach meinen Werten, Erfahrungen und Einstellungen geredet und sicher zu wenig die Andersartigkeit meiner erwachsenen Kinder oder auch anderer Menschen respektiert habe. Vom Typ her bin ich schon eher Missionierer und zu wenig tolerant"

sagt doch schon alles.

Auch diese Aussage der TE:

"Natürlich kann dieser Austausch mehr oder weniger diplomatisch sein. Ich bekenne gerne (das würde ich auch zu ihr sagen) dass ich oft alles andere als diplomatisch war. Mein größter Fehler war und ist immer noch die Spontaneität - freundlich gesagt - oder die Unüberlegtheit und schmerzhafte Direktheit meiner Worte. Ich reagiere viel zu direkt, statt mal drüber zu schlafen zum Beispiel oder wenigstens auf 10 zu zählen. Denn ich möchte nicht verletzen, aber der Mund ist oft schneller als der Kopf"

Die Tochter wird ihr lebenlang nur diese Art der Kommunikation mit ihrer Mutter erlebt haben, da gehört schon eine Menge Optimismus und Vertrauen dazu um zu glauben, das es in Zukunft anders laufen würde 😉

Manchmal ist es leider so, das der Zug irgendwann abgefahren ist und vielleicht hat die Tochter vor 7 Jahren auch erkannt, das sie auf diese Art der Kommunikation keinen Bock mehr hat. Und dann will man einfach nicht mehr und setzt einen Punkt.
 
Die Tochter wird ihr lebenlang nur diese Art der Kommunikation mit ihrer Mutter erlebt haben, da gehört schon eine Menge Optimismus und Vertrauen dazu um zu glauben, das es in Zukunft anders laufen würde 😉

Manchmal ist es leider so, das der Zug irgendwann abgefahren ist und vielleicht hat die Tochter vor 7 Jahren auch erkannt, das sie auf diese Art der Kommunikation keinen Bock mehr hat. Und dann will man einfach nicht mehr und setzt einen Punkt.

Für mich persönlich ist es ein Armutszeugnis, wenn man Menschen auf ihre Art zu kommunizieren reduziert.
Werte sind vor allem im Herzen vorhanden, nicht alleine in Worten.

Man sagt nicht NUR ständig was falsches...sondern ich denke, daß auch positive Sätze gesagt worden sind.

Vielleicht sollten Menschen lernen, auf das Gute zu sehen und nicht ständig nur auf das, was uns nicht passt und man sollte auch sehen, WEN man vor sich hat.

Nachtrag: Wenn eine Mutter ein Kind ignorieren würde-dann wäre das wahrscheinlich in den Augen der Umwelt verwerflich...
 
Zuletzt bearbeitet:
Tja, wie eigentlich immer bei diesem Thema ist auch hier wieder ersichtlich, wie schwierig ein Zusammenfinden der beiden Seiten ist, da auch hier jeder Schreiber von eigenen Erfahrungen und Emotionen ausgeht, was ja völlig normal und richtig ist.
Ich bin auch so ein Kind, das einmal den Kontakt abgebrochen hat. Nach Meinung meiner Eltern wegen der Hörigkeit meinem Mann und meiner Therapeutin gegenüber. Ich habe aber den Kontakt abgebrochen, weil ich meine Therapie ganz in Ruhe machen wollte und eben auch das sehr schwierige Eltern/Mutterthema angehen wollte. Im Laufe dieser Therapie war meine Wut phasenweise so groß, dass ich den Kontakt zu meiner Mutter abbrechen musste, um uns beide zu schützen. Ich hätte im Falle eines persönlichen Zusammentreffens nicht für ihre körperliche Unversehrtheit garantieren können. Irgendwann in diesem Prozess war plötzlich Vergebung da, aus tiefstem Herzen, ohne dass ich das intellektuell greifen konnte. Ich habe noch etwas Zeit verstreichen lassen, um zu schauen, wie stabil diese Entwicklung ist, und dann wieder Kontakt aufgenommen. Er gestaltet sich nach wie vor schwierig. Ich kann zwar viel gelassener mit meiner Mutter umgehen, auch viel liebevoller als früher und sie kann mich nicht mehr so tief verletzen, aber leider sehe ich auch, dass sich bei ihr nichts getan hat. Ich werfe ihr nichts von "früher" mehr vor, damit habe ich meinen Frieden gemacht. Aber wie sie in der Gegenwart agiert ist tatsächlich immer noch ätzend. Ich beobachte also weiter und schaue, was das mit meiner Familie und mit mir macht.
So viel zu mir.

Zu Deinem Fall, liebe Birke... Keiner von uns hier weiß, was in Deiner Tochter vorgeht. Es ist nur recht wahrscheinlich, dass sie sich ein Stück weit von Dir verstossen fühlen könnte. Mir fällt nichts ein, was Du tun kannst, um wieder Kontakt zu bekommen, diesen Schritt kann nur jeder für sich selbst tun. Was Du tun kannst, ist der Versuch, mit Dir selbst ins Reine zu kommen, Deine Tochter wirklich los zu lassen.

Ich lasse mal allen die Originalversion des allen bekannten Liedes Hänschenklein hier, vielleicht hilfts ja ein bisschen:

Hänschen klein
Ging allein
In die weite Welt hinein.
Stock und Hut
Steht ihm gut,
Ist gar wohlgemut.
Doch die Mutter weinet sehr,
Hat ja nun kein Hänschen mehr!
„Wünsch dir Glück!“
Sagt ihr Blick,
„Kehr’ nur bald zurück!“


Sieben Jahr
Trüb und klar
Hänschen in der Fremde war.
Da besinnt
Sich das Kind,
Eilt nach Haus geschwind.

Doch nun ist’s kein Hänschen mehr.
Nein, ein großer Hans ist er.
Braun gebrannt
Stirn und Hand.
Wird er wohl erkannt?



Eins, zwei, drei
Geh’n vorbei,
Wissen nicht, wer das wohl sei.
Schwester spricht:
„Welch Gesicht?“
Kennt den Bruder nicht.

Kommt daher die Mutter sein,
Schaut ihm kaum ins Aug hinein,
Ruft sie schon:
„Hans, mein Sohn!
Grüß dich Gott, mein Sohn!“


Ich wünsche beiden Seiten, Eltern wie Kindern, die unter einem Kontaktabbruch leiden, den Mut, sich selbst unabhängig vom anderen zu finden und so vielleicht irgendwann auch wieder zueinander. Das sollte jedoch keine Voraussetzung für das eigene persönliche Glück sein.
 
Liebes Gänseblümchen,
Dein Beitrag hat mir sehr gut getan. Danke Dir. Ich kannte natürlich Hänschen klein, habe es aber jetzt nochmal mit ganz neuen Augen gelesen.
 

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