Wo siehst du denn die Einschränkung?
die Einschränkung wäre, dass die Möglichkeit eines Abbruchs vor der 14.SSW wegfallen würde, die ja aktuell durchdie Straffreiheit gegeben ist.
Ich persönlich wäre ja dafür, dass die Hersteller eines Verhütungsmittel welches versagt, zur Rechenschaft gezogen werden.
Dann stellt keiner mehr das Zeug her. Auch nicht besser.
Nicht jeder empfindet so wie du. Und einige wird es wohl auch vom Abbruch abhalten, wenn sie sehen/hören was da in ihnen heranwächst.
ich wäre absolut dagegen, Frauen zu zwingen, sich irgendwas anzuschauen. Frauen, die vor so einer schweren Entscheidung stehen, sind gestraft genug. Aber wenn jemand ihnen die REALEN fakten vorsichtig anbietet, wie es der Arzt in dem Beispiel getan hat und NICHT um sie zu diffamieren oder bloßzustellen, sondern um sie zu informieren, dann kann man so durchaus von der reinen Ideologie runterkommen und eben sehen, dass man eben kein rosiges süßes baby getötet hat sondern dass das was man in sich getragen hat eben noch nicht viel mit einem menschen gemein hatte.
Und das sage ich in dem vollen Bewusstsein WIE unsagbar schön es sein kann, das erste Ultraschallbild eines solchen "Häufchens" zu sehen. Es KANN schön sein, aber es muss nicht!
Die AFD sagt hierzu: Es besteht ein Menschenrecht auf Leben.
Wie siehst du das denn?
Die Frage ist ab WANN?
Eine Frau ist auch ein Menschenleben! Auch wenn das immer wieder in Vergessenheit gerät. Es wird immer gern vergessen, was eine Schwangerschaft für die Gesundheit und das Leben der Mutter bedeutet. Wird in unserer Gesellschaft leider schön geredet- vor allem eben von Leuten, die nicht damit in Kontakt kommen.
Die körperliche Gesundheit eines Menschen ist etwas, über das man nur selber entscheiden kann und unser Gesetzgeber macht das meiner Meinung nach sehr gut, indem er die Grenze bei der 14. SSW zieht. Manche Länder ziehen die Grenze auch erst bei der Lebensfähigkeit außerhalb der Mutter: Auch das ist schlüssig, aber ich persönlich finde die 14 Woche AUCH im Hinblick auf die Mutter selbst (resp. der schwere des Eingriffs) vernünftig.
Eine Schwangerschaft ist etwas so "krasses" dazu darf man keinen Menschen zwigen. So einfach ist das.
Unsere Regelung finde ich gut, denn sie schafft ein Gleichgewicht und setzt die Grenze an einem sinnvollen Punkt. Das einzige, was weg muss ist die Strafbarkeit. Es muss entkriminalisiert werden. Aber die Frist ist genau richtig meiner Meinung nach.
Frauen die ihr Kind übrigens in dieser Phase der Schwangerschaft ganz natürlich verlieren (und das Risiko ist da sehr hoch, weil der Körper gnadenlos selektiert) haben übrigens auch keinen Anspruch auf Mutterschutz und ähnliches: eben WEIL man in dieser Phase noch davon ausgeht, dass da noch nicht viel vorhanden ist, was wirklich mit einem Menschen zu tun hat.
Übrigens: Wer Abtreibung nach Vergewaltigungen erlaubt und vom Recht auf Leben spricht, der zeigt eigentlich, wie absurd das ist. Denn hat denn ein Mensch kein Recht auf leben nur weil der Vater ein Verbrecher ist?
ist es DANN nicht lebenswert?
Wenn der Wert des Lebens von Beginn der Schwangerschaft angenommen wird, darf man auch keine solchen Kinder abtreiben.
Aber DA sagt man ja auch, das könne man der Frau nicht zumuten. Wieso? Wiegt das Recht auf Leben DANN weniger? oder geht es schlicht um einen Schuldgedanken? Da ist die Frau ja nicht "schuld"....also das Baby als Schuldfrage? Sollte so nicht sein!
Die AFD ist übrigens die Partei, die am wenigsten Probleme damit hat, Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen zu lassen...wie ist es mit DEREN Lebensrecht?
Und wie du geschrieben hast, die Infos stehen doch alle im Netz?
z.B. hier kann man sich die Ärzte nach der PLZ aussuchen
Duchst Du Dir deinen zahnarzt, Frauenarzt und Hausarzt oder die Klinik, die Dir deine Augen operiert auch einfahc nach der Postleitzahl heraus oder hättest Du nicht auch lieber genauere Infos dazu, wem Du Dich da anvertraust und wie er arbeitet?
Wer hat hier gesagt, dass eine Schwangere "ein seelenloser Brutkasten" sei?
Der Ausdruck kommt nur von dir.
Das ist es, was ich als Frau empfinde, wenn man sagt: Du hast kein Mitspracherecht, was deinen Körper angeht.
Die Frau kann sich dem verweigern, sie braucht nur nicht hinschauen wenn sie es nicht sehen möchte
Und was macht der Mann?
Der Mann hat keine Chance mehr.
nein, hat er leider auch nicht- kann er auch nicht: und zwar weder in die eine noch in die andere Richtung. Auch wenn das für viele Männer schwer sein mag, was ich absolut verstehe, aber die Entscheidung sich eine Schwangerschaft anzutun, KANN nur die Frau treffen. Also weder die Entscheidung FÜR ein Kind noch gegen ein Kind kann irgendein außenstehender Mensch für eine konkrete Frau bestimmen.
Eigentlich können bei solchen Themen sowieso nur Frauen wirklich mitreden die schon mal schwanger waren (gewollt und ungewollt) denn alle anderen können nicht im entferntesten beurteilen, wie sich das anfühlt und was das für einen Menschen bedeutet. (auch wenn jeder meint, er könne das: das kann man nicht.)
Das Bild der rosig lachenden Schwangeren, die bis zum Schluss durch die Gegend springt, als wäre nichts und die 3 Wochen nach der Geburt wieder wie neu ist, ist eben einfach eine große Lüge, die einen spätestens beim ersten Kind eiskalt erwischen kann.
Das ist etwas, das KANN man bei aller Liebe und bei allem Verständnis für die Gefühle der Männer NIEMANDEM aufzwingen- weder in die eine noch in die andere Richtung.
Du kannst von außen keiner Frau sagen: "Ach hab Dich nicht so, ist doch nur ein Zellhaufen- lass wegmachen." Wenn sie das Kind will, dann hast Du da keinen Einfluss drauf. Und Du kannst einer Frau auch nicht sagen: "Hab Dich nicht so, Augen zu und durch- ist doch nicht so wild"
Es steht niemandem zu, einem anderen Menschen zu sagen: Es ist OK, dass Du Inkontinez, Senkungen, sexuelle Probleme, Schmerzen, berufliche Einschränkungen, körperliche Schäden bis hin zur Lebensgefahr jeglicher Art oder Traumata riskierst und in Kauf nimmst, weil ICH das für richtig halte.
Oder siehst Du das anders? Das ist NIE ok, weder für Frauen noch für Männer.
Das klappt nicht! Weil eben keiner von außen in diesen körperlichen und seelischen Ausnahmezustand reinschauen KANN. Jeder Arzt wird dir das übrigens bestätigen.
(Übrigens: ich finde, WENN man Fraune zB mit Ultraschallbildern von einer Abtreibung abhalten will, sollte man sie im Gegenzug auch EHRLICH mit den erwartbaren Risiken konfrontieren- nicht geschönt, aber auch nicht dramatisiert: Ehrlich eben! Wäre sowieso nicht schlecht, wenn über diese Themen mal EHRLICH geredet werden würde und nicht der Großteil der Gesellschaft denken würde, das liefe wie in Hollywood)
Eine Frau darf auch kein Mitspracherecht für IRGENDWAS haben, das ihr Partner an seinem Körper tun oder lassen kann und möchte, auch wenn es sie noch so betreffen sollte.
Wenn ein mann beispielsweise eine Sterilisation vornehmen möchte oder sich sein bestes stück amputieren lassen will oder was auch immer: Es ist SEIN Körper und er muss mit ihm leben.