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Körperliche Arbeit im Bürojob

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Wohin sind deine ursprünglichen Aufgaben gewandert?

Für meine eigentlichen Aufgaben bin ich auch noch zuständig, kann mich aber wegen der körperlichen Arbeit nicht mehr so intensiv damit befassen wie früher. Ich mache deutlich mehr Überstunden als früher.


@Nia Nal: Stimmt, manche Leute arbeiten gerne körperlich. Ich mag das aber nicht. Mit "unwürdig" hat das nichts zu tun. Ich mag keine anstrengende Bewegung. Privat gehe ich 2x in der Woche schwimmen und mache gerne längere Spaziergänge. Das reicht mir. Ich kann das nicht leiden, wenn mir Bewegung aufgezwungen wird. Deshalb bin ich auf die Hilfe von Azubis angewiesen.

Die Kartons für den Versand werden in unseren Büros in den Schränken gelagert (unsere Büros sind so klein, dass mein eigenes Büro bei weitem nicht ausreicht). Für mich wäre es eine große Erleicherung, wenn wir eine größere Lieferung gemeinsam einräumen könnten. Aber meine Kollegen haben alle EG 9 und 10, die machen das nicht.
 
Bei mir ist es etwas komisch: zuhaue kann ich an einem Nachmittag eine Tonne Kies vom Anhänger schüppen, bin dann zwar durchgeschwitzt, aber es macht mir nichts aus.
Im Büro vermiede ich Schwitzen, weil ich nicht weg kann um mich frisch zu machen.

Bei Dir sollten Hilfsmittel wie eine Sackkarre oder Rollbretter zur Verfügung stehen, und beim Einräumen könntest Du kleinere Mengen aus den Kartons nehmen.
Dazu kann es ein, dass Du in den Wechseljahren bist und Schwitzen daher ebenfalls vermeiden würdest wenn möglich.
Das ganze löst aber nicht das grundsätzliche Problem mit der Aufgabenverteilung.
 
Weigere Dich
Wird eine Arbeit zugeteilt, die nicht mit dem vereinbarten Tätigkeitsprofil im Arbeitsvertrag übereinstimmt, dann muss die Arbeit auch nicht verrichtet werden, außer die Betroffenen stimmen einer Änderung zu.
 
In meinem Arbeitsvertrag steht nichts von körperlicher Arbeit und in der Stellenausschreibung von damals auch nicht.

Ein anderes Sachgebiet hier bei uns hat gerade eine Stelle ausgeschrieben. Da steht klar und deutlich, dass die gewünschte Person eine gewisse körperliche Belastbarkeit und Fitness mitbringen muss und noch weitere Informationen. Man kann genau herauslesen, dass die Bewerber sich auf ein hohes Maß an körperlicher Arbeit einstellen müssen.

Wenn das in der Ausschreibung für meine Stelle auch so beschrieben worden wäre, hätte ich mich sicher nicht beworben.
 
Für meine eigentlichen Aufgaben bin ich auch noch zuständig, kann mich aber wegen der körperlichen Arbeit nicht mehr so intensiv damit befassen wie früher. Ich mache deutlich mehr Überstunden als früher.

Mit Freizeitausgleich?
Oder bezahlt?

Wenn du deine bisherigen Tätigkeiten weiter ausführst, wenn du dazu immer mehr und mehr Zusatzaufgaben übernimmst, hast du dich selbst in diese Lage manövriert.
Warst du vorher nicht ausgelastet?

Lass das mit den vielen Überstunden, das ist kein Dauerzustand und keine Lösung für dauerhaft anfallende zusätzliche Tätigkeiten.
Du sparst mit deinem Verhalten nur deinem Chef eine Arbeitskraft für diese Tätigkeiten.
 
Naja, sollte sich das wirklich so verschoben haben, dass man nur noch am Pakete aufmachen und Plakate an- und abheben ist und weigern sich die anderen Leute geschickt, dir zu helfen, dann musst du irgendwann mit den Vorgesetzten darüber reden. Dann ist das tatsächlich kein Zustand.
 
Ich würde vorschlagen, daß Du Dich in erster Linie auf Deine alten Aufgaben konzentrierst, die Du ja weiterhin machen sollst.
Keine Überstunden mehr.
Und nur wenn die alten Aufgaben, die Dir gut gefallen, erledigt sind, widmest Du Dich irgendwann und nur in dem Rahmen, wie es körperlich für Dich ok ist, irgendwelchen Versandtätigkeiten.
Die Kisten läßt du bis dahin ganz entspannt im Flur stehen.
Das muß eskalieren. Da muß jeder drüber stolpern. Und zwar nicht nur einmal, sondern immer wieder. Dazu brauchst Du gute Nerven.
Wenn Dir Dein Körper weh tut, kannst Du an diesem Tag schon mal gar kein Paket anheben.

Wenn das Marketing merkt, daß ihre Sachen nicht mehr versandt werden, weil in der Pressestelle die Personalkapazitäten dafür fehlen, wird es schon zu einer Lösung kommen. Entweder übernimmt das Marketing die Aufgabe oder in der Pressestelle wird jemand für den Versand (teilzeit) beschäftigt.

Laß Dich nicht ins Bockshorn jagen. Nur weil da Arbeit liegt, mußt Du Dich nicht aufreiben. Das ist der Trick, der ständig angewandt wird von Vorgesetzten und Kollegen: Sie sagen einem das sei jetzt die neue Aufgabe, die alten Aufgaben bleiben aber auch noch, man sei jetzt für diese Arbeitsvermehrung zuständig, alle anderen seien überlastet oder überqualifiziert und dann wenden sie sich ab und lassen den Mitarbeiter mit dem Problem allein. Und der Mitarbeiter nimmt den Druck an und versucht das mit verbitterter Miene zu erledigen und wundert sich, warum das alles so ungerecht ist, er langsam körperlich und psychisch kaputt geht und niemand hilft...

Nein-Sagen, Liegenlassen, ist der Weg. Die Arbeit, die man gerne macht, gut und freudig machen und diese zu seiner Priorität machen, ist der Weg. Körperliche und psychische Schwierigkeiten nicht herunterschlucken, sondern klar sagen, das kann ich gerade nicht. Und morgen geht es dann immer noch nicht.

Schau Dich um in Deiner Behörde, es gibt bestimmt Mitarbeiter, die es schaffen, sich so klar abzugrenzen und sich nicht verantwortlich fühlen, für ein zu viel an Arbeit. Ja, vielleicht wird über diese Kollegen sogar manchmal schlecht gesprochen. Aber passiert sonst noch was? Oder ist es nicht vielleicht so, daß gerade diese Kollegen oft mit Samthandschuhen angefasst werden. Daß es heißt Kollege X hat schon so viel zu tun, Kollege Y kann nicht so schwer tragen, das muß jemand anderes machen...

Wenn eine neue Abteilung gegründet wird und sich dadurch das Arbeitspensum in einer anderen Abteilung extrem erhöht, dann ist es Sache des Vorgesetzten eine Lösung zu finden. Er muß reagieren, wenn sich die Arbeitsmenge so gravierend verändert. Das macht er aber nicht, wenn du ihm die Verantwortung abnimmst und einfach weiter funktionierst. Wenn du zwar murrst, aber es sonst alles reibungslos klappt, dann entzieht er sich seiner Verantwortung und steht der anderen Abteilung gegenüber noch prima da.

Du machst es denen viel zu einfach.
Fordere immer wieder ein, daß eine andere Lösung gefunden wird. Geh zum Betriebsarzt. Schalte den Betriebsrat ein. Wende Dich an die Fachkraft für Arbeitssicherheit. Fordere eine Gefährdungsbeurteilung ein. Und halte es aus, daß Prospekte nicht versandt werden, weil Du das nicht leisten kannst. Und halte es aus, daß sich Kartons stapeln im Flur, weil Du das nicht in die Schränke räumen kannst, weil Du Rückenschmerzen hast. Aber mache Deine andere Arbeit gern und gut. Arbeite konstruktiv mit an einer Lösung des Problems. Schlag vor, einen externen Dienstleister mit der Aufgabe zu betrauen.
Schau Dich auch nach einer anderen Stelle um. Ist eine gute Zeit dafür. Das kann auch eine Lösung sein.
Aber um Gottes Willen, mach nicht einfach immer so weiter. Hör auf, Dich nur zu beklagen und die Arbeit trotzdem zu erledigen. Noch dazu in Überstunden. Damit gehst Du nur den anderen auf die Nerven und machst es ihnen gleichzeitig viel zu einfach, das Problem zu ignorieren und auszusitzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde es immer problematisch, wenn jemand plötzlich vermehrt Dinge erledigen soll, die nicht in sein Aufgabengebiet fallen, für das er angestellt wurde.

Das hat jetzt nichts mit körperlicher Arbeit zu tun. Das ist nicht der Job der TE. Es entspricht nicht der Stellenbeschreibung.

In dem Fall ist es natürlich doppelt ungünstig, weil du die neuen Aufgaben nicht magst und das anscheinend langfristig so bleiben wird.
 
@Ausnahmsweise: Bei uns gibt es Freizeitausgleich. Viel Arbeit hatte ich schon in meiner Probezeit und in den Monaten danach. Damals waren es aber klassische Aufgaben am Laptop, die mich geistig gefordert haben. Manche Prozesse wurden inzwischen verschlankt, ich kann sie viel schneller und unkomplizierter erledigen als früher.

@Nia Nal: Auf Seite 2 habe ich beschrieben, was meine Chefin gemacht hat, um mich zu entlasten. Nur leider hat es nicht so ganz gefruchtet, weil sie selbst ständig unter Stress ist und kaum mit ihren Aufgaben hinterher kommt.

@bird on the wire: Ich habe tatsächlich schon einmal Kisten auf dem Flur liegen lassen. Der Leiter unserer Behörde hat sich daraufhin bei meiner Chefin beschwert und sie gebeten, mir zu sagen, dass ich das Zeug schnellstmöglich wegräumen sollte.
In der freien Wirtschaft war das anders. Wenn mal ein schweres Paket geliefert wurde, habe ich einen der Kollegen gebeten, es für mich in den Schrank zu räumen. Bei uns in der Behörde arbeiten aber nur wenige Männer, wir haben einen großen Frauenüberschuss. Dazu kommt noch, dass wir viel mehr Pakete bekommen als ich in meinen früheren Jobs. Außerdem hatten wir in meinem Ex-Unternehmen sehr viele Praktikanten, die solche Aufgaben übernommen haben. Meistens waren das Studenten, die ein halbes Jahr lang Praxissemester in der Firma gemacht haben. In der Behörde haben wir leider keine Praktikanten und auch nicht sonderlich viele Azubis.

@Mond-Wind: Da hast du vollkommen Recht. Meine Chefin hat wie gesagt schon bald nach ihrem Einstieg gemerkt, dass mir zu viel aufgehalst wird. Damals war das aber noch nicht absehbar, dass die körperliche Arbeit irgendwann zum Tagesgeschäft wird. Außerdem weiß sie erst seit kurzem von meiner starken Abneigung gegen körperlich anstrengende Tätigkeiten.
 

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