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Kollegin auf der Arbeit kommandiert mich herum

briketts

Neues Mitglied
Hallo Leute,

Ich arbeite seit etwa 5 Jahren in einem großen Unternehmen im Produktionsbereich. Wir sind ein Team aus 5 Leuten und wir produzieren elektrische Bauteile. Jeder Mitarbeiter ist für einen Produktionsschritt verantwortlich, sodass der nächste weiterarbeiten kann.
Die Arbeit gefällt mir sehr gut und das Team ist super bis auf eine Kollegin mit der ich mehr oder weniger zusammenarbeiten muss.
Sie ist am längsten von uns alle da und hat auch die meiste Erfahrung. Sie ist aber eine schwierige Person.

Sie ist sehr nervös und immer aufgeregt. Sie mischt sich ständig in meine Arbeit ein und belehrt mich immer wie ich es machen soll, obwohl ich von meinem Vorarbeiter die Vorgaben bekommen habe wie ich es zu machen habe. Wenn ich dann sage das mir der Vorarbeiter das so erklärt hat dann rastet sie total aus und wird laut.
Sie beschwert sich das mein Arbeitsplatz unordentlich ist und meint wenn er nicht in Zukunft aufgeräumt ist meldet sie es. Ich lasse am Abend mein Werkzeug und die Bauteile am Tisch liegen wenn ich weiß das ich morgen dort weitermache. Und das obwohl sie nicht an meinem Platz arbeitet. Ich habe ihr gesagt sie soll das Anliegen bitte dem Vorarbeiter vortragen, doch sie wurde dann laut und hysterisch.

Wenn ich mit anderen Leuten über berufliches rede redet sie ständig dazwischen. Einmal habe ich dann gesagt "Frau XY, du bist nicht gefragt". Dann ist sie total ausgetickt und meinte ob die jungen Leute heutzutage keine Bildung mehr hätten.

Auch mit anderen Kollegen springt sie so rum.
Es fallen dann Sätze wie wen es hier nicht passt der kann gleich wieder gehen.

Einmal wollte sie mich wieder belehren und ich habe sie ignoriert und dann wurde sie frech und begann zu schreien.

Wenn ich bei meiner Arbeit einen Fehler mache bekehrt sie mich jedesmal. Ab und an kommt es vor das sie bei ihrer Arbeit einen Fehler macht und ich diesen später bei meiner Arbeit entdecke. Ich habe sie dann freundlich darauf hingewiesen das dies und jenes vergessen wurde und sie bitte genauer achten soll. Dann wurde sie laut und meinte das sie das nicht war.


Diese Sachen habe ich mit dem Vorarbeiter besprochen. Er meinte er würde mit ihr reden. Getan hat sich nichts.

Man muss allerdings sagen das diese Frau eine chronische Erkrankung hat und wegen einer Hirnblutung im Krankenhaus war und lange in Therapie war. Deswegen haben die anderen Kollegen Respekt vor ihr und nehmen da Rücksicht darauf das sie so ist wie sie ist.

Es gibt auch Phasen wo sie sehr nett ist, aber diese sind selten.

Zum Personalbüro will ich vorerst noch nicht das es eigentlich zu harmlos ist.
 
Man muss allerdings sagen das diese Frau eine chronische Erkrankung hat und wegen einer Hirnblutung im Krankenhaus war und lange in Therapie war. Deswegen haben die anderen Kollegen Respekt vor ihr und nehmen da Rücksicht darauf das sie so ist wie sie ist.
Na wie wär's denn, wenn du das auch tust?
Hab' Respekt vor ihrer schwierigen Situation und nimm nicht alles so persönlich. Die anderen kriegen das ja offensichtlich auch hin.

Es sieht ja ganz so aus, als wäre es nichts Persönliches, sondern alle Kollegen sind gleichermaßen betroffen und sie kann nur eingeschränkt was dafür.
 
Na wie wär's denn, wenn du das auch tust?
Hab' Respekt vor ihrer schwierigen Situation und nimm nicht alles so persönlich. Die anderen kriegen das ja offensichtlich auch hin.

Es sieht ja ganz so aus, als wäre es nichts Persönliches, sondern alle Kollegen sind gleichermaßen betroffen und sie kann nur eingeschränkt was dafür.
Wie wäre es, wenn du Respekt vor seiner Situation hättest?

Wenn sich jemand aggressiv gegenüber anderen verhält ist es meist nichts Persönliches, denn es liegt fast immer daran, dass diese Person Probleme mit sich selbst hat.
Dann könnte man genauso sagen, wenn jemand eine schlimme Kindheit oder andere schlechte Erfahrungen hatte, traumatisiert ist oder eine psychische Erkrankung hat, erhält er den Freifahrtsschein dafür seine Kollegen so zu behandeln?! Weil sie nichts dafür können? Auch Menschen mit schlimmer Kindheit können oft nichts für aggressives Verhalten, weil sie so geprägt wurden.

Und ja, solche Menschen wissen oft auch ganz genau, dass sie sich daneben benehmen, sich aber viel erlauben dürfen, weil man so viel Verständnis für sie hat. Kenne ich genauso gut von offiziell psychisch Kranken: "Ich bin ja krank, man kann mir ja nichts! Ich kann mich aufführen wie ich will!"

Dass briketts - verständlicherweise - sehr darunter leidet ... dafür hast du aber kein Mitgefühl, oder?
Nach dem Motto: "Stell dich nicht so an! Die Frau hat's doch schwer! Beschwer dich nicht!"

Diese Sachen habe ich mit dem Vorarbeiter besprochen. Er meinte er würde mit ihr reden. Getan hat sich nichts.

Sprich den Vorarbeiter noch mal darauf an und sag ihm, dass du mit ihm doch gesprochen hättest und sich nichts geändert hat. Die Frau braucht eine klare Ansage, dass ihr Verhalten nicht geht. Und auch wenn sie krank ist, wird sie genau wissen, dass sie sich daneben benimmt.


Zum Personalbüro will ich vorerst noch nicht das es eigentlich zu harmlos ist.

Harmlos klingt das nicht und deine Schilderungen zeigen, dass du tatsächlich sehr darunter leidest.
 
Das hätte mich schon längst mürbe gemacht, alle Achtung, dass du das seit 5 Jahren aushältst. Immerhin verbringt man viele Stunden auf der Arbeit...

Vielleicht kann man das Ganze mal von der psychologischen Seite betrachten und überlegen, wie man die Dame zur Vernunft bringt. Jeder Mensch möchte doch eigentlich im Grunde seines Herzens geliebt, gemoch, von anderen Menschen geachtet werden. Evtl. könnte man da auch mal ein Coaching machen, es gibt Coaches, die auf Arbeitsthemen spezialisiert sind. Kannst ja mal den AG fragen.
Kannst du vielleicht wohlwollend auf sie zugehen, auch mal was Positives sagen, vielleicht mal einen Kaffee trinken gehen.
Ich weiß, dieses Szenario klingt weit weg. Aber ich glaube an positive Verstärkung und die Macht des eigenen Handelns. Ausprobieren kann ja nicht schaden.
 
Ich habe sie dann freundlich darauf hingewiesen das dies und jenes vergessen wurde und sie bitte genauer achten soll.
Ihr gebt euch anscheinend beide nicht viel, indem ihr euch auf die Fehler des/der jeweils anderen stürzt und sie ihm/ihr aufs Butterbrot schmiert. Das hat auch nichts mit Bildung, sondern mit Benehmen zu tun. Weder hast du ihr etwas zu sagen, noch sie dir. Ihr tätet ihr beide gut daran, euch weitgehend aus dem Weg zu gehen.

Ein dicker weiser Mann hat mal gesagt "Was stört es die deutsche Eiche, wenn sich die Sau dran schrabbelt!" Mit dieser Einstellung tätest du dir vermutlich den größten Gefallen. Lass sie kritisieren, lass sie drohen, lass sie schreien und zetern... lächle freundlich, sag jaja, nicke und denk dir "Du kannst mich mal gern haben!".

Unter uns: Eure Nickeligkeiten sind Kinderkaxxe.
 
Die Situation mit deiner Kollegin klingt sehr stressig und nervenaufreibend.
Hut ab, dass du das nun schon seit vielen Jahren erträgst.
Da ist es sicherlich sehr oft schwierig, sachlich zu bleiben, ohne dass du selbst Energie verlierst.
Es ist ja so, dass ihr Verhalten viel über sie aussagt, denn sie ist sehr Geltungsbedürftig, Unsicher und scheinbar hat sie auch einen Kontrollzwang.
Wenn sie mal wieder ausrastet und sich wie eine Furier aufführt, dann versuch dich innerlich abzugrenzen, bleib ruhig und tue es ihr nicht gleich.
Ich würde versuchen, noch einmal mit eurem Vorgesetzten zu sprechen, denn sie weiß genau wie sie sich verhält und solange sie nicht mal eins von "Oben" auf den Deckel bekommt, wird sie immer flott weitermachen, denn sie kommt ja immer damit durch.
Wenn möglich, suche dir Verbündete unter deinen Kollegen, damit du nicht allein in solchen Situationen stehst.
Auch für diese Kollegin sollte klar sein, dass Respekt in beide Richtungen funktioniert.
 
Das hätte mich schon längst mürbe gemacht, alle Achtung, dass du das seit 5 Jahren aushältst. Immerhin verbringt man viele Stunden auf der Arbeit...

Vielleicht kann man das Ganze mal von der psychologischen Seite betrachten und überlegen, wie man die Dame zur Vernunft bringt. Jeder Mensch möchte doch eigentlich im Grunde seines Herzens geliebt, gemoch, von anderen Menschen geachtet werden. Evtl. könnte man da auch mal ein Coaching machen, es gibt Coaches, die auf Arbeitsthemen spezialisiert sind. Kannst ja mal den AG fragen.
Kannst du vielleicht wohlwollend auf sie zugehen, auch mal was Positives sagen, vielleicht mal einen Kaffee trinken gehen.
Ich weiß, dieses Szenario klingt weit weg. Aber ich glaube an positive Verstärkung und die Macht des eigenen Handelns. Ausprobieren kann ja nicht schaden.


Zitronentorte, so ungefähr kanns funktionieren.
Ich habe früher auf solche Frauen allergisch reagiert, war natürlich sauer, die waren für mich unten durch. Das löste das Problem nicht, es verstärkte sich, es wurde immer komplizierter.

Nicht sauer sein ist angebracht. Sich nicht ärgern, sich nicht aufregen, heiter gutmütig in sich bleiben, das merke ich, hilft da am besten.

Hier beisst sich die Katze in den Schwanz- Man benimmt sich beleidigend, zurück kommt ein Beleidigt-Sein.
Hier wäre mal auszutesten, wie es wird, wenn man selber aufhört, das als Ärgernis zu sehen, wenn man eben NICHT beleidigt fühlt, sondern heiter bleibt, nicht schlimm findet, was da passiert, mit normaler Gutmütigkeit weiter mit ihr arbeitet- da hört sich das dann sicher auf.
 
Ich denke mal, ihr schenkt euch beide nichts. Das gegenseitige Belehren und Hinweisen bei Fehlern ist unnötig. Wenn sie sich im Ton vergreift, dann weise sie darauf hin, dass du so nicht mit ihr reden willst. Dass dein Arbeitsplatz nicht aufgeräumt ist, liegt wohl in deinem Ermessen.
 
Ich lese hier, im Gegenzug zu einigen anderen, nichts belehrendes deinerseits. Ich finde es wichtig, das Fehler neutral angesprochen werden, nur so können sie abgestellt werden.
Ansonsten würde ich das Thema konstant mit meinem Vorgesetzten besprechen. Diese Art des Umgangs ist nicht tolerabel.
Reagiere weiterhin ruhig und sachlich und gehe auf Provokationen und Geschreie nicht ein.
 
Dass dein Arbeitsplatz nicht aufgeräumt ist, liegt wohl in deinem Ermessen.
Nicht unbedingt. Da könnte es schon Vorgaben der Firma geben (google mal nach Clean Desk Prinzip - das gibt es zwar hauptsächlich, aber nicht nur für Büroschreibttische). Die nörgelnde und nicht weisungsbefugte Kollegin hat das aber tatsächlich nicht zu interessieren und da kann man dann auch ruhig sagen, die Kollegin möge sich bitte um ihre eigenen Dinge kümmern.

Dass der Chef nicht eingreift zeigt eigentlich sehr gut, dass der keinen Nerv hat, sich in den Konflikt einzumischen. Sollte so nicht sein, kommt aber nicht selten vor. Also kannst du nur überlegen, an welchen Stellschrauben du drehen kannst, um einen Effekt zu erzielen. Am einfachsten ist das mit der eigenen Einstellung. Versuch auf Durchzug zu schalten und sie einfach reden zu lassen. Oder dreh dich um und geh, wenn sie wieder zetert. Stopf dir demonstrativ ear pods in die Ohren. Das würde ich konsequent machen, irgendwann wird auch sie merken, dass es nichts bringt, in die Luft zu motzen.
 

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