Hallo Max
wir haben nun immer darüber geposted, was wir glauben. Was ich
nicht glaube ist, dass Gott ein parteiischer Gott ist.
Ich kenne deine Vergangenheit nicht, Max, du hast sie aber vage angedeutet. Ich finde es auf der einen Seite tragisch, wenn jemand so leiden muss. Das ist die menschliche Ansicht. Die göttliche Sicht hast du meistens erst im Nachhinein. Wieso musstest du das durchmachen. Ich nehme an, dass du eine Ahnung davon hast, wenn du anderen in der gleichen Situation helfen kannst. Dass du weisst, was es heisst, wenn die Eltern ihr Kind atheistisch erziehen, dass du weisst,.... und weisst,...und weisst.
Ich habe auch lange Zeit nicht gewusst, wie ich weiter oben schon geschrieben habe:
.......wieso gerade ich? Das ist doch ungerecht, dass ich 33 Jahre, ca. ein Drittel meines irdischen Lebens an Epilepsie leiden musste. Kein Auto, immer "überwacht", immer wieder Untersuchungen, nie ganz für voll genommen und etwas vom Schlimmsten: immer bemitleidet!!!! Wieso ich? Und nicht du????
........wieso so lange? 15 Jahre ohne eine Entscheidung für Jesus und danach nochmals 18 Jahre, als ich mich Jesus zugewandt hatte. Immer in Rebellion gegen Gott, mich selbst bemitleidend, ja, da fühlte ich mich schon als armen Wurm.
.......wieso geht es den andern so gut? Das ist nun deine Frage über mich! Wieso kann ich glauben und du nicht?
All diese Fragen kreisten sich in mir noch vor meiner Genesung, bis zu dem Moment, als ich mich entschloss, mir "das volle Programm Gottes zu geben", wie es ein Kollege von mir einmal so schön ausdrückte. Von dem Moment an gings nur noch aufwärts. Und ich übertreibe nicht, es war wirklich so. Wie du gemerkt hast, lebte ich als Christ auch 18 Jahre lang halblebend. Auch Christsein bewahrt nicht vor Krisen. Aber Gott weiss, wie ER uns führen muss, damit ER mit uns zum Ziel kommt.
Ich glaube, das ist auch der Punkt, an dem Du zu nagen hast. Zuerst dich in allem absichern, alles logisch durchdenken, alles testen, alles wissen, alles.............. und erst dann entscheiden. Aber glaube mir, solange du dein Leben so versuchst zu gestalten, aufzubauen, auf deiner Logik, wirst du nie zum Ziel kommen.
Ich musste mich in dem Moment, als ich mich entschloss, eine Hirnoperation an mir durchführen zu lassen, mit einem Risiko von 5% (in diesen 5% kann alles passieren, Tod, Gelähmt, Geistig zurückgeblieben) total in SEINE Hände fallen lassen. Ohne zu wissen, wie mir geschieht! Weisst du, Max, ich glaube so ein Vertrauen kannst auch du aufbauen, wenn du lernst weniger auf dein Wissen zu vertrauen, als auf das, was dein Herz dir sagt.
Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass auch du solch einen Glauben haben kannst, aber glaube nicht, dass du zuerst den Glauben erhälst und dann mit dem Glauben leben kannst. Zuerst braucht es einen Schritt von dir auf Jesus zu.
ER hat den allerersten Schritt auf dich zu getan, indem er sich ans Kreuz für auch deine Schuld nageln liess. Der zweite Schritt liegt an Dir, auf IHN zu! In irgendeine Gemeinschaft, wo sich SEINE Kinder treffen. Und dann kommt Gott wieder auf dich zu. Und du wirst Wunder erleben! Und stell dir vor, die kann man auch nicht erklären!
Ich kann dir nicht all deine Fragen beantworten, weil ich gar nicht alles wissen muss und weil ich die Antworten vielleicht auch nicht verstehen würde. Irgendwann dann schon einmal.
Zum Thema Leiden im Glauben habe ich heute morgen eine passende Bibelstelle gelesen:
"Doch nicht nur dafür sind wir dankbar. Wir danken Gott auch für die Leiden, die wir wegen unseres Glaubens auf uns nehmen müssen. Denn in solchen Leiden lernen wir, geduldig zu werden. Geduld aber vertieft und festigt unseren Glauben, und das wiederum gibt uns Hoffnung. Und diese Hoffnung wird uns nicht enttäuschen. Denn durch den Heiligen Geist, der uns geschenkt wurde, ist Gottes Liebe in uns."
Römer 5, 3-5
Übrigens, hast du gewusst, dass der Autor des Römerbriefes und div. anderer neutestamentlicher Briefe, Paulus nämlich, ein ehemaliger Mörder war??? Und Gott konnte ihn gebrauchen, wie selten ein anderer Mensch.
Um deine Worte nochmal aufzugreifen:
Was konnte Paulus dafür, dass er als Jude, als Pharisäerschüler, aufwuchs? Was konnte Paulus dafür, dass er dadurch einen unbändigen Hass gegen die Christen entwickelte? Was konnte Paulus dafür, dass er mitbekam, wie einer der ersten Christen, Stephanus nämlich vor seinen Augen gesteinigt wurde? Was konnte er dafür, dass er durch seine Jugend- uns Jungerwachsenen-Erfahrung als Jude sich später vom Hohen Rat ein Genehmigungsschreiben ausstellen liess, um Juden in Damaskus umzubringen? Was konnte er dafür?
Ich glaube, das ist die falsche Fragestellung, ich würde vielmehr fragen:
Wozu ist das denn gut?
Jesus begegnete Paulus (damals noch Saulus), als dieser seine Gemeinde verfolgte und Jesus berief ihn in seinen Dienst, weil er ihn mit seiner Vergangenheit und mit dem, was er erlebt hatte gebrauchen konnte.
Weil Paulus als Pharisäer aufwuchs, kannte er das Wort Gottes bestens und konnte so auch Juden mit ihren Worten begegnen.
Weil er die Christen verfolgte und sie hasste, konnte er auch die Gedanken der Pharisäer und Sadduzäer nachvollziehen, wenn er in Streitgespräche verwickelt wurde.
Weil Paulus von besserer Herkunft war, war er nicht nur Jude, sondern auch römischer Bürger und wurde darum nach Rom gebracht vor den Kaiser und konnte so Zeugnis von Gottes Plan vor dem Höchsten des damaligen Weltreiches geben!
Da musst du zugeben, alles genial eingefädelt!
Ich frage mich, wozu hat Gott dein Leben eingefädelt, so wie es war und es ist?
Wozu bist du jetzt noch so kritisch? Macht ER das, um mir eine Herausforderung zu geben?
He Freund, eigentlich würde ich mich freuen, wenn ich dich in nächster Zeit mal als Gleichgesinnten antreffen würde, sei es im Netz oder sei es real! Aber eines sollst du wissen, ich versuche nicht, dich zu überreden, denn das kann ich nicht. Es liegt an dir, einen Schritt zu tun!
Das was in meiner Macht steht, das mache ich: Ich werde für dich beten, dass die tiefe Sehnsucht nach Glaubenkönnen, dir nicht verwehrt bleibt, dass du Gott/Jesus in SEINER ganzen Grösse kennenlernst und dass du dir einen Kick gibst, auf den zuzugehen, der erfülltes Leben schenken kann!
Hier noch ein Liedtext, der zu dieser Thematik des "SichSelberSein" wunderbar passt:
Vergiss es nie: Dass du lebst war keine eigene Idee,
und dass du atmest, kein Entschluss von dir.
Vergiss es nie: Dass du lebst war eines anderen Idee,
und dass du atmest, sein Geschenk an Dich !
Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls,
keine Laune der Natur !
Ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu.
Du bist Du, das ist der Clou, ja der Clou, ja Du bist Du.
Vergiss es nie: Niemand denkt und fühlt und handelt so wie du,
und niemand lächelt, so wie du`s grad tust !
Vergiss es nie: Niemand sieht den Himmel ganz genau wie du,
und niemand hat je, was du weisst, gewusst.
Vergiss es nie: Dein Gesicht hat niemand sonst auf dieser Welt,
und solche Augen hast alleine Du.
Vergiss es nie: Du bist reich, egal ob mit, ob ohne Geld !
Denn du kannst leben, niemand lebt so, wie Du.
Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls,
keine Laune der Natur !
Ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu.
Du bist Du, das ist der Clou, ja der Clou, ja Du bist Du.
Na, dann bis auf ein anderes, Clou---- äh nein Max, natürlich!
Liebe Grüsse
Tigerwood