Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Kirche blockiert Missbrauchsstudie !

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Nach der Einrichtung des sog. runden Tisches trat ich auf geheiß der DBK mit deren für meinen Fall zuständigem Büro in Aachen in Kontakt.
Dort wurde ua. ein Antrag gestellt auf Akteneinsicht, nach langem hun und her wurde mir dann schriftlich mitgeteilt das meine Akte vernichtet wurde und das bereits 1975 also drei Jahre nach meiner Adoption.

Diesen Brief haben die meisten erhalten.
Ich habe dann eine Anfrage gestellt am zentralen Kirchenarchiv der Stadt Aachen, auch von dort bekam ich bestätigt was ich schon wußte.

Zu aktuellen Fällen weiß ich zwar nichts jedoch ist davon auszugehen das mit diesen Akten in gleicher Weise verfahren wurde, diese Vermutung wird bestärkt durch eine Person (ehem. Heimkind).
Diese Person beschäftigt sich sehr intensiv mit allen historischen wie aktuellen Fällen oder Erkenntnissen zu diesem traurigen Thema.

Ich war eines von 300.000 Kindern und ich war bestimmt nicht das einzige Kind mit negativen Erfahrungen und Erlebnissen.

Emak hat hierzu eine Repräsentive Umfrage gemacht unter 1172 Heimkindern aus vielen Heimen quer durch die BRD sowie der ehm. DDR.
Gefragt wurde nach pos/neg. Erlebnissen sowie der Art und Weise (der schwere) der Straftaten.

Es gab drei (3) positive Meldungen

Ich möchte der Kirche nicht unterstellen das alle Akten vernichtet wurden aber doch die von denen eine Bedrohung ausgehen könnte und das waren die meisten Akten jener Zeit.

Immerhin reden wir wenn wir von Akten reden von Menschen, Kindern allesammt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war eines von 300.000 Kindern und ich war bestimmt nicht das einzige Kind mit negativen Erfahrungen und Erlebnissen.
Wie war dabei das Verhältnis BRD-DDR?

Und waren das nicht primär Erzieher, Heimleiter usw. in Heimen einschlägiger christlicher Wohlfahrtsverbände (im Westen), die die Schandtaten verübten, die vom JA und Gerichten dorthin eingewiesen wurden bzw. heutzutage genauso werden?
 
Ihr könntet mich ruhig mal aufklären, wäre das möglich? - Oder muss ich alles googeln?
 
Wie war dabei das Verhältnis BRD-DDR?

Und waren das nicht primär Erzieher, Heimleiter usw. in Heimen einschlägiger christlicher Wohlfahrtsverbände (im Westen), die die Schandtaten verüben, die vom JA und Gerichten dorthin eingewiesen wurden bzw. heutzutage genauso werden?


Die Heime jener Zeit waren im Westen fast alle kirchliche kath/evang. Heime die Heimleiter(innen) sowie das Personal entweder wie bei mir Nonnen oder Pater.
In der Ex DDR nannten sie sich Jugendwerkhof, eines der bekanntesten ist das Mädcheninternat Eichenhof, gelegen am nördlichsten Teil von Berlin Tegel.
Im Zugrunde liegt ein Fersehspiel der späteren Terroristin Marie Ulrike Meinhof die dazu das Buch schrieb.
Es nannte (nennt) sich Bambule.
Dieses Buch sowie der Fernsehfilm wurden verboten und erst 1994 wieder zur Vorführung freigegeben.

Zu Verhältnis Ost/West kann ich keine Angaben machen weiß aber das die Suizidrate in den Ostheimen sehr viel höher lag als im Westen.
Diese Tatsache ist aber nicht auf eine noch schlechtere Behandlung der Zöglinge zurück zu führen sonder wohl eher im System zu suchen.
Todesfälle gab es zu hauf im Osten wie im Westen, man erkennt ihre Ruhestätte am Blutroten Granitkreuz.
Durch diverse Berichte und der Offenlegung der Zustände in Bezug auf die Verfahrensweise der jeweiligen Orden oder Institutionen wurde mir klar das ich in einem der allerschlimmsten Heime eines der berüchtigsten Orden der BRD war, es war zugleich eines der größten.
Die allerschlimmsten Heime unterhielt der Orden Die armen Mägde Jesu Christie, (überwiegend Mädchenheime)meiner kam direkt danach.


1975 wurde das Gesetz welches die Heimunterbringung regelte novelliert, danach war es nicht mehr so einfach ein Kind in ein Heim einzuweisen (unter zu bringen) zudem wurde die Verweildauer verkürzt, was bedeutet das, das Kind in Pflegefamilien kam oder zur Adoption freigegeben wurde.
Vorher war es sehr einfach ein Kind abzuschieben wenn man so will, viele blieben dann bis zum 21 bzw. 18ten Lebensjahr in dieser Einrichtung.

Bis zu diesem Gesetzentwurf mussten alle Kinder ohne Ausnahme im Alter von acht (8) Jahren an wenn man so will Zwangsarbeit verrichten zb. bei Landwirten aber auch in vielen Industriekonzernen.
Diese Tatsache ist allseits bekannt, mir blieb dieses Schicksal durch Adoption erspart, so kam ich aus der Hölle in ihren Vorhof, mehr nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke!


Schon so richtig zynisch, die Bezeichnung so eines Ordens übrigens...


Stimmt vor allem dann wenn man weiß wie grausam sie mit den Kindern verfahren sind, welche Strafen ihnen anteil wurden.

Die Bundesregierung hat 1994 ein Kinderheim (Name weiß ich nicht mehr) geschlossen.

Grund

Es wurde seit dem 2. WK ganz offiziell als Kinder KZ geführt, bis zur Schließung.
Dies kam daher weil nach dem Kriege die ehm. KZ Wächter einfach als Pädagogen übernommen wurden.
So spielten sie 49 Jahre lang ein perfides Spiel.

Man muss jedoch anmerken das es dort keine Erschießungen oder Gasdkammern gab, Tote aber wird es wohl gegeben haben.

Es handelte sich um eines der wenigen staatlichen Heime der alten BRD.
 
Stimmt vor allem dann wenn man weiß wie grausam sie mit den Kindern verfahren sind, welche Strafen ihnen anteil wurden.

Die Bundesregierung hat 1994 ein Kinderheim (Name weiß ich nicht mehr) geschlossen.

Grund

Es wurde seit dem 2. WK ganz offiziell als Kinder KZ geführt, bis zur Schließung.
Dies kam daher weil nach dem Kriege die ehm. KZ Wächter einfach als Pädagogen übernommen wurden.
So spielten sie 49 Jahre lang ein perfides Spiel.

Man muss jedoch anmerken das es dort keine Erschießungen oder Gasdkammern gab, Tote aber wird es wohl gegeben haben.

Es handelte sich um eines der wenigen staatlichen Heime der alten BRD.
Unfassbar perfide...

In der heutigen Heimerziehung läuft das alles halt psychologischer ab, ob humaner, wird sich noch herausstellen.
 
Unfassbar perfide...

In der heutigen Heimerziehung läuft das alles halt psychologischer ab, ob humaner, wird sich noch herausstellen.


Ob es denn so ist,ich weiß es nicht und ganz ehrlich ich möchte es auch nicht wissen.
Nicht das es mir egal wäre, ganz bestimmt nicht, aber es sind die Erinnerungen jener Zeit die mich nicht schlafen lassen, die mich zu dem machten was ich heute bin, ein berenteter notorischer Einzelgänger.
Zu einem Menschen der obwohl acht (8) Jahre BW Angst vor Menschen hat.

Ich weiß weder wer ich wirklich bin, noch woher ich komme, mit Narben an Körper und Seele.
Nach der Schule (Realschule) wurde ich Soldat und machte nachher eine Ausbildung zum Landwirt nur glücklich wurde ich nie.
Seit 03/10 bis heute war ich über 300 Tage in Kliniken und habe einen Suizidversuch hinter mir.
Wer möchte so leben.

In der Psychiatrie war ein junger Mann 19 er war ein Heimkind neuer Prägung, (ab 1975) aber auch er erzählte von Prügel und Bunker, von Schmerzen und Leid.
Da muss man sich fragen ob sich wirklich etwas geändert hat, es kommt vielleicht noch selten vor in nur vereinzelten Einrichtungen, aber es gibt es noch, dieses Leid.

Dieser Umstand sollte uns allen (auch mir) zu denken geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob es denn so ist,ich weiß es nicht und ganz ehrlich ich möchte es auch nicht wissen.
Nicht das es mir egal wäre, ganz bestimmt nicht, aber es sind die Erinnerungen jener Zeit die mich nicht schlafen lassen, die mich zu dem machten was ich heute bin, ein berenteter notorischer Einzelgänger.
Zu einem Menschen der obwohl acht (8) Jahre BW Angst vor Menschen hat.

Ich weiß weder wer ich wirklich bin, noch woher ich komme, mit Narben an Körper und Seele.
Nach der Schule (Realschule) wurde ich Soldat und machte nachher eine Ausbildung zum Landwirt nur glücklich wurde ich nie.
Seit 03/10 bis heute war ich über 300 Tage in Kliniken und habe einen Suizidversuch hinter mir.
Wer möchte so leben.

In der Psychiatrie war ein junger Mann 19 er war ein Heimkind neuer Prägung, (ab 1975) aber auch er erzählte von Prügel und Bunker, von Schmerzen und Leid.
Da muss man sich fragen ob sich wirklich etwas geändert hat, es kommt vielleicht noch selten vor in nur vereinzelten Einrichtungen, aber es gibt es noch, dieses Leid.

Dieser Umstand sollte uns allen (auch mir) zu denken geben.
Ich habe selber ein Kind im Heim: Mutter verstorben, kein Sorgerecht gehabt: JA und Gerichte haben sich gefreut, dass sie mir mal eine reinwürgen können. 😉

Was ich so mitkriege, ist ein Wohlfühl-Rundumprogramm dort für viel Geld, und sobald bei den Kindern Zweifel aufkommen, werden sie sofort psychologisch rangenommen.

Noch geht es eher um Ökonomisches dabei, aber auch um Macht. Wenn sich das Verhältnis wieder zur Macht hin verschiebt, sehe ich auch schwarz bzw. dass massive Gewalt wieder Einzug hält, vom sex. Missbrauch mal abgesehen, den gibt es sowieso immer dort, wo Staatliches, Kirchliches oder Soziales auf Schutzbefohlene trifft, natürlich auch anderswo.

Ich hoffe, dass du irgendwann..., dass es irgendwann erträglicher wird.
 
Wie alt ist dieses Kind und wie geht es mit der Situation um, wie gehst du damit um ???


Spätestens mit meinem Ableben
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben