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Kind weiss nicht, dass ich der Papa bin.

G

Gast

Gast
Hallo,

meine Tochter ist fast 3 Jahre alt. Habe mich seit Geburt des Kindes vergeblich um Umgang bemüht.
Diesen schliesslich eingeklagt. Nun sehe ich mein Kind seit einem Jahr wöchentlich.

Meine Tochter spricht mich mit Vornamen an weil man ihr das so beigebracht hab.
Habe erfolglos gebten, mich in Anwesenheit meiner Tochter Papa zu nennen.

Man argumentierte mit sie hat schon ein Papa ( damit war der neue Lebensgefährte meiner Ex den es heute nicht mehr gibt gemeint ) Oder, dass sie beim Einkaufen Kassierer Papa nennt, wenn sie mich auch Papa nennen würde, dann wären für sie
alle Männer Papas.


Habe kürzlich der Tochter erklärt, dass ich der Papa bin, sie hat gelächelt und nein gesagt.

Beim letzten Umgang sagte meine Tochter nachdem ich die Tür betreten habe, dass ich nach Hause gehen soll.
Hab meine Exfreundin gebten, dass wir es jetzt beide unserer Tochter erklären. Das wollte sie nicht, weil die Kleine heute zu weinerisch ist, und abgesehen davon würde sie es bereits wissen.
Davor das Treffen war sie erstmal seit längerer Zeit zurückhaltend.

Kindesmutter meint, dass liegt daran, dass ich wie eine Schlaftablette bin, Kind an mir das Interesse verliert und eines Tages ganz dicht macht.


Was meint Ihr ?
 

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Burbacher

Aktives Mitglied
Hallo, verhinderter Vater!

Dieses Problem teilst Du leider mit vielen anderen Männern. Sie hätten gerne Kontakt mit ihren Kindern, werden daran aber durch die Mütter und nicht selten auch durch einschlägige Institutionen daran gehindert.
Wenn etwa Familiengerichte und Jugendämter in solchen Fällen nur annähernd so aktiv wären wie sie emsig sind, wenn es um Unterhaltsfragen geht, sähe es sicher anders aus.
Männer und Väter haben da leider kaum eine Lobby. Ich kann dir nur raten, dich an einschlägig Väter orientierte Organisationen zu wenden, wie etwa den Väteraufbruch.
Gut ist sicher auch, wenn Du penibel festhältst, was geschieht, um es später vielleicht einmal deinem Kind zu zeigen-
Vielleicht bemühst Du dich auch um eine ausgewiesene Anwältin für Familienrecht. Nach meiner Erfahrung gehen solche Fachfrauen nämlich deutlich engagierter und kompromissloser gegen umgangsfeindliche Mütter vor.

Ich wünsche dir Glück und Langmut!

Burbacher
 
P

Phelia

Gast
Burbacher, ich habe Dich bisher ausgeglichen und fair erlebt. Um so entsetzter bin ich über Deinen Beitrag. Meine Erfahrungen (beruflich) sind da völlig andere. Die Familienrichter sind extrem väterfreundlich, so dass auch Umgang erzwungen, wenn er nicht dem Kindeswohl dient. Schlagende Väter, Alkoholiker etc. werden auf weinende Kinder, die Angst vor diesen Vätern haben losgelassen. Und das weil Väter eben auf Biegen und Brechen das Recht haben, die Kinder zu sehen.
Und Unterhalt. Es gibt zig Möglichkeiten, sich zu drücken und das wird auch reichlich genutzt. Ich habe nicht erlebt, dass da auch nur angemessen gegenan gegangen wird.
Die einschlägigen Männervereine sind zumeinst Frauenhetztreffs, wo Männer sich endlich mal über ihre "faulen Weiber" auslassen können. Ob das so hilfreich ist?
Ich rate dem TE zu einem guten Anwalt für Familienrecht!
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo, Gast,

nach Deiner Schilderung habe ich den Eindruck, dass Deine Ex-Frau Dir das Kind entfremdet. Am meisten tut mir dabei Euer Kind leid. Es wird nach meine Meinung negativ manipuliert. Es braucht von Deiner Seite sehr viel Geduld.. und Hartnäckigkeit, dies über viele Jahre... um den Schaden zu minimieren, den Deine böswillige Ex-Frau bei Eurem Kind angerichtet hat bzw. noch anrichtet.

Wenn Du rechtliche Unterstützung zur Verbesserung auch gerade des Kindeswohls erhältst, wäre das toll.

LG, Nordrheiner
 

Burbacher

Aktives Mitglied
Hallo Phelia,

Du schreibst: "Burbacher, ich habe Dich bisher ausgeglichen und fair erlebt. Um so entsetzter bin ich über Deinen Beitrag."

Ja, ich bin da wesentlich entschiedener, auch kompromissloser als noch vor wenigen Jahren, und diese Haltung verfestigt sich aus guten Gründen, habe ich doch dieses familiäre Elend nicht nur in der eigenen Familie erlebt, sondern auch bei vielen meiner Schüler/innen.

Und da gleichen sich die Bilder wie die Abläufe. Da kamen Väter zu mir, allein oder in Begleitung der Mütter, und diese Väter kümmerten sich engagiert und liebevoll um ihre Kinder, meine Schüler. Dann kam es zum familiären Gau, und Mütter tauchten mit ihren neuen Lovern auf. Ihr Kind habe jetzt einen neuen Vater, hörte ich oft.

Ich habe es wiederholt abgelehnt, mit solchen "Vätern" überhaupt zu reden. Väter, Männer reagieren in solchen Situationen allzu oft und unverständlich passiv oder um Verständigung bemüht, während die Mütter ihre vermeintlichen Interessen gnadenlos durchziehen. Plötzlich sprachen die Kids schlecht über ihre Väter und der mütterliche Einfluss war unverkennbar.

Das Umgangsrecht ist keine Gunst, es ist ein rechtlich verankerter Anspruch, und wer sich dagegen vergeht, vergeht sich an den ureigensten Interessen der Kinder. "Waffengleichheit" herrscht da noch lange nicht. Wenn ein Vater den Unterhalt schuldig bleibt, riskiert er Gefängnis. Wenn Mütter den Umgang der Väter zu ihren Kindern blockieren, folgen ein paar Gespräche, vielleicht Ermahnungen.

Wenn ihnen ihr Verhalten so auf die Füße fiele wie vielen Männern, dann wäre es schmerzhaft, und sie müssten sich ändern. Stattdessen werden Väter weiter entsorgt, mit List und Hinterhalt.

Ich kann deshalb nicht anders, als meine Geschlechtsgenossen und die jungen Männer zu ermutigen, standhaft zu bleiben und für ihre Rechte und die Rechte der Kinder zu kämpfen.

Burbacher
 

Ostergesetz

Aktives Mitglied
Ich finde, dass es etwas zu viel verlangt ist von dem Kind dich Papa zu nennen.
Es gab ja anscheinend lange keinen Umgang, das Kind ist mit einem anderen Mann als "Papa" aufgewachsen und natürlich kann sie nicht so schnell umschalten. Sie versteht das ja auch alles noch nicht mit 3 Jahren.
Ich würde mich erstmal um ein besseres Verhältnis zum Kind bemühen als die "Papafrage" zu stellen.
Ansonsten hast du natürlich selbstverständlich das Recht auf Umgang und solltest dies auch durchsetzen. Allerdings würde ich auch hier sehr auf das Kind hören. Ich war 6 als meine Eltern sich trennten, auch mein Vater wollte Besuchsrechte durchsetzen, allerdings in einer Art und Weise, die mir schadete durch ständiges Hin und Her, auch unter der Woche. Daher ist Feingefühl gefragt in solchen Angelegenheiten, denn sonst passiert das, was mit mir passierte, ich habe nämlich irgendwann gesagt, dass ich nicht mehr zu Papa will. Und das ist dann ein größeres Problem als die Ex-Frau, die sich manchmal quer stellt.
 

Burbacher

Aktives Mitglied
Ostergesetz,

Dein Beitrag bestätigt aus meiner Sicht die fast ausweglose Situation von Vätern in einer solchen Situation. Nutzen sie die rechtlichen Möglichkeiten, sind sie diejenigen, die einen scheinbaren Familienfrieden stören. Halten sie sich dagegen zurück, finden sich mit dem scheinbar Ausweglosen ab, hängt man ihnen an, sie seien an ihren Kindern nicht interessiert.
Nach dem Krieg hatten wir streckenweise eine vaterlose Gesellschaft. In unserer Zeit gibt es mehr und mehr Väter, die das nicht mehr sein dürfen. Und, auch das sage ich jetzt, zu keiner Zeit gab es so sichere Möglichkeiten, eine Schwangerschaft zu vermeiden, wie heute.
Da darf dann auch die Frage mal erlaubt sein, warum Mütter Mütter werden und das mit Männern, die sie nach vollzogenem Akt gleich wieder zum Teufel jagen. Ist solchen Frauen eigentlich bewusst, welches Bild sie auf diese Weise von sich selbst erzeugen?

Burbacher
 

Guppy

Aktives Mitglied
Hallo. Traurig.

Ich finde es falsch dem Kind jetzt die Vorwürfe zu machen und von
ihm zu verlangen: Nenne mich Vater. Ich bin dein Vater. Der andere
ist nicht dein Vater, usw.

Du hast diesen Anschluss 0-2 Jahre verpasst, in dem dein Kind den
Bezug zu einem Elternteil kennenlernt.

Das schlimmste was du jetzt machen kannst, von dem Kind etwas zu
verlangen oder zu fordern. Es wäre so, wenn das Kind von dir verlangen
würde: Papa, ich möchte dass du die Zeit zurückdrehst und mich als
Kleinkind kennenlernst und an meinem Leben teilnimmst.

Du musst den Bezug zu deiner Tochter suchen. Nicht nur
durch die Besuche, sondern auch durch gemeinsame Fotos, durch
das regelmäßige telefonieren, ihr deine Geschichten erzählen, von ihr die Geschichten
anhören, deinen Eltern mit dem Kind besuchen und deine Ex-Frau einbinden.

Deine Ex-Frau muss natürlich mitspielen. Auch dir erlauben, wenn das
Kind emotional aufgeraut ist, dass du mit dem Kind wenigsten am Telefon
während dieser Zeit sprichst. Der Tochter den Trost, Geborgenheit und die Sicherheit gibst.

Das hat sie alles von dir nicht gehabt und deswegen bist du auch nicht der Papa.

Du musst dich entscheiden und nur noch für deine Tochter da zu sein. Mit deiner
Ex-Frau alle Grenzen für euch und das Kind festlegen. Sie muss dir auch erlauben das Kind in den
Kindergarten zu bringen und aus dem Kindergarten abzuholen. Mit ihr als erster über den Tag zu
sprechen. Ihre Geschichten, ihre Gedanken und den Tag ganz Nahe zu erleben.

Was du auf keinen Fall machen darfst:

- vom Kind zu verlangen
- vom Kind zu fordern
- dem Kind zu verbieten, dass er andere doch bitte nicht Papa nennen soll
- das Kind weiterhin vernachlässigen
- dem Kind das Gefühl geben, sie kann sich nicht auf dich verlassen
- mit der Mutter in ihrer Anwesenheit streiten, da die Tochter dich in dem Fall
als Feind ansehen und sich noch mehr von dir entfernen würde
- sie weiterhin enttäuschen
- an wichtigen Veranstaltungen nicht teilnehmen
- zu dir die Nähe verbieten
- von der Ex-Frau verlangen, dass sie doch bitte dem Kind sagen soll, wer der
echte Papa ist

Ein hartes Pflaster.

L.G.uppy
 
G

Gast

Gast
Mir gings nur um die Frage, ob ein Kind in dem Alter zutraulicher wird, wenn es weiss, dass der Mann ihr Papa ist.


Vor 2 Monaten war ihre Oma zu Besuch, sie muss ihr gesagt haben, dass ich der Vater bin. Anders kann ich es mir nicht erklären.

Die Kleine kam sofort angelaufen, hat mich umarmt und sagte " Hallo Vater Schuhe suchen ! Wir gehen Spielplatz "
Sind Spielplatz gegangen und sie wollte nicht nach Hause zurück.

Und jetzt verneint sie, dass ich ihr Papa bin.


@Burbacher" Vielleicht bemühst Du dich auch um eine ausgewiesene Anwältin für Familienrecht.."

Ich habe bereits 2014 gerichtlich Umgang alle 7 Tage zugesprochen bekommen.

Die Mutter ist nicht umgangsfeindlich. Sie duldet den Umgang.

" Wenn etwa Familiengerichte und Jugendämter in solchen Fällen nur annähernd so aktiv wären wie sie emsig sind,
wenn es um Unterhaltsfragen geht, sähe es sicher anders aus."

Bis ich meine Tochter sehen dürfte hat es ein Jahr gedauert. ( bis auf 2 Termine beim Jugendamt )

Der Familienrichter war neutral, liess sich auf keine Diskussion ein.

@Phelia " Schlagende Väter, Alkoholiker etc. werden auf weinende Kinder, die Angst vor diesen Vätern haben losgelassen "

Das kann ich mir nicht vorstellen, vor dem Gerichtsverfahren wird das Jugendamt eingschaltet. Es werden Gespräche geführt.
Im Verfahren, fragte der Richter das Jugendamt, ob es Gründe gegen Umgang gibt.

@Ostergesetz
" Es gab ja anscheinend lange keinen Umgang, das Kind ist mit einem anderen Mann als "Papa" aufgewachsen "

Das Kind hat den anderen " Papa " seit einem Jahr nicht gesehen.
 

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