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Kind weiss nicht, dass ich der Papa bin.

Liebe Violetta,
Deiner Aussage - dass der Platz im Herzen das Wesentliche ist - stimme ich zu. Dieser Platz ist einmalig. Und eine einmalige Person will diesen Platz mit Liebe und Fürsorge füllen. Und gerade deshalb passt zu dieser Einmaligkeit auch eine unverwechselbare Bezeichnung: Papa

Wir Menschen, Violetta, sind so angelegt. Wir wollen Personen und Dingen einen Namen geben. Bezeichnungen und Namen transportieren Informationen und Werte. Wenn Deine Mutter dement wäre, dann wärest Du nicht einfach nur Violetta. Wie stellst Du Dich dann vor? Ich bin Violetta? Oder würdest Du das verstärken, in dem Du sagst: Ich bin Deine Tochter!

Es ist zunächst der Papa, der dem Kind vermittelt, dass mit diesem Begriff etwas Einmaliges verbunden ist. Und im Laufe der Zeit erfährt das Kind, was dieses Einmalige bedeutet.

LG, Nordrheiner
 
Vor vielen Jahren habe ich als Stiefvater ein Mädchen hinzubekommen. Wenn ich z.B. nach den Hausaufgaben fragte, sträubte sie sich, mir Einblick zu gewähren. Sie meinte mehr als einmal: "Du bist nicht mein Vater. Ich habe schon einen und zwei brauche ich nicht." Das hatte ich wortlos akzeptiert. Es vergingen ca. 8 Jahre. Sie war inzwischen erwachsen und aus dem Haus. Wir schrieben Emails, ob sie uns am nächsten Wochenende besuchen käme. Sie antwortete sowas wie: "ja Papa, ich werde kommen." Ich war super erstaunt und fragte, ob sie sich nicht vertan hätte. Sie antwortete: Nein, denn jetzt erst habe ich begriffen, wieviel Du für mich getan hast. Deswegen bist Du mein Papa" Meine Stieftochter hatte mich zu ihrem Papa gemacht.

Bei meinen eigenen Kindern kann ich als Vater sagen: Ich bin Dein Papa. Wie wertvoll dieser Papa dann werden kann, ist wieder eine Sache der Liebe, Fürsorge und Verantwortung. Bin ich Stiefvater, muß mich das Kind zu seinem Vater machen, damit ich sein Papa bin.

Anders ausgedrückt: Beim Vater kommt die Kür und dann die Pflicht. Beim Stiefvater kommt zuerst die Pflicht und dann die Kür.
 
Liebe Violetta,
Deiner Aussage - dass der Platz im Herzen das Wesentliche ist - stimme ich zu. Dieser Platz ist einmalig. Und eine einmalige Person will diesen Platz mit Liebe und Fürsorge füllen. Und gerade deshalb passt zu dieser Einmaligkeit auch eine unverwechselbare Bezeichnung: Papa

Wir Menschen, Violetta, sind so angelegt. Wir wollen Personen und Dingen einen Namen geben. Bezeichnungen und Namen transportieren Informationen und Werte. Wenn Deine Mutter dement wäre, dann wärest Du nicht einfach nur Violetta. Wie stellst Du Dich dann vor? Ich bin Violetta? Oder würdest Du das verstärken, in dem Du sagst: Ich bin Deine Tochter!

Es ist zunächst der Papa, der dem Kind vermittelt, dass mit diesem Begriff etwas Einmaliges verbunden ist. Und im Laufe der Zeit erfährt das Kind, was dieses Einmalige bedeutet.

Ja, das stimmt, deswegen wünscht sich der TE ja auch, dass das Kind ihn Papa nennt, jedoch kann man Deine Aussage ergänzen:
Beim Vater kommt die Kür und dann die Pflicht. Beim Stiefvater kommt zuerst die Pflicht und dann die Kür.
...nicht nur beim Stiefvater, sondern auch bei "Halbtagsvätern" (mir fällt grad kein besseres Wort für einen Vater ein, der eben nicht beim Kind wohnt)
Auch hier kommt erstmal die "Pflicht".
Der TE muss sich die Postion des Papas erstmal erobern. Dazu hatte er noch nicht viel Zeit- es wird Zeit brauchen und im Endeffekt wird das Kind entscheiden, wie es ihn nennen will.
Das kann dann Papa sein, oder sein Vorname, oder etwas ganz anderes.
Momentan zählt halt der Wunsch des Kindes und nicht der verständliche Wunsch des Vaters.

Jedoch weiß ich ebenso aus eigener Erfahrung: Ob man jetzt das Wort Papa nimmt, oder ein anderes: Wichtig (auch für den Väter) ist nicht das Wort, sondern die Bedeutung, die das Wort innerhalb der Beziehung einnimmt.
Um mal aus meinem Nähkästchen zu plaudern: Der wichtigste Mann in meinem Leben war mein Opa. Ich habe ihn aber NIE Opa genannt. Das hat sich aus Zufall ergeben: Ich gab ihm offenbar als ich sprechen lernte einen Spitznamen, den er bis an sein Lebensende behielt. Ich hätte es als seltam empfunden, ihn Opa zu nennen. Ich hatte meinen eigenen Ehrentitel für ihn. So hat er das auch empfunden und war sehr stolz. Auch der Rest der Familie nannte ihn von da an nurnoch so.🙂 Meiner kleinen Schwester wurde dann garnichtmehr nahegelegt, ihn Opa zu nennen: Er hatte schon einen anderen Namen bekommen😉
Also: Das Wort ist nur "Schall und Rauch"- der Sinn, den das Kind hineinlegt kann viel erhebender sein....

(PS: Lieber TE, wie wäre es für Dich, wenn ihr ein Papa-ähnliches Wort nehmt? ZB Papi, oder Pa? Wäre vielleicht ein Kompromis)
 
Ohne mich jetzt ganz in die Diskussion einklinken zu wollen: die Bezeichning " Papa" hat auch etwas mit dem Alter zu tun und der Sprachentwicklung. Unsere Tochter, 2 1/2 Jahre alt, hat zu gleichen Teilen Mama und Papa und bezeichnet momentan alle Menschen in unserem Alter als "Mama" bzw. "Papa". Grauhaarige Menschen sind "Oma" und "Opa". Dabei hat sie zu ihren Großeltern auch ein sehr intensives und liebevolles Verhältnis. Ich glaube, dass sich in diesem Alter Kategorien noch ausbilden, ganz abgesehen davon, dass sie auch noch sprachlich differenziert werden müssen.

Ich sehe es wie Violetta. Wenn Du mit Deiner Tochter regelmäßig intensiven Umgang hast, dann wird sie Dich mit der Zeit auch als ihren Papa erkennen. Aber das "ich" muss sich halt auch erst bilden. Und das passiert genau in diesem Alter.

Geduld und alles Gute wünscht Dir,
stella nigra
 
Burbacher, ich habe Dich bisher ausgeglichen und fair erlebt. Um so entsetzter bin ich über Deinen Beitrag. Meine Erfahrungen (beruflich) sind da völlig andere. Die Familienrichter sind extrem väterfreundlich, so dass auch Umgang erzwungen, wenn er nicht dem Kindeswohl dient. Schlagende Väter, Alkoholiker etc. werden auf weinende Kinder, die Angst vor diesen Vätern haben losgelassen. Und das weil Väter eben auf Biegen und Brechen das Recht haben, die Kinder zu sehen.
Und Unterhalt. Es gibt zig Möglichkeiten, sich zu drücken und das wird auch reichlich genutzt. Ich habe nicht erlebt, dass da auch nur angemessen gegenan gegangen wird.
Die einschlägigen Männervereine sind zumeinst Frauenhetztreffs, wo Männer sich endlich mal über ihre "faulen Weiber" auslassen können. Ob das so hilfreich ist?
Ich rate dem TE zu einem guten Anwalt für Familienrecht!

N Anwalt wäre glaube ich nicht schlecht. Andererseits stimme ich hier auch noch Guppy zu, bei:

Was du auf keinen Fall machen darfst:

- vom Kind zu verlangen
- vom Kind zu fordern
- dem Kind zu verbieten, dass er andere doch bitte nicht Papa nennen soll
- das Kind weiterhin vernachlässigen
- dem Kind das Gefühl geben, sie kann sich nicht auf dich verlassen
- mit der Mutter in ihrer Anwesenheit streiten, da die Tochter dich in dem Fall
als Feind ansehen und sich noch mehr von dir entfernen würde
- sie weiterhin enttäuschen
- an wichtigen Veranstaltungen nicht teilnehmen
- zu dir die Nähe verbieten
- von der Ex-Frau verlangen, dass sie doch bitte dem Kind sagen soll, wer der
echte Papa ist

Ein hartes Pflaster.

Die Regelung von Umgangs- und Sorgerecht bei Kindern gilt ja nicht nur, dass du sie holen oder Besuchen darfst. (hab ich hier gelesen: Dein Recht: Tätigkeitsgebiete Damit das mit der Quelle auch passt) also.. Ich weiß ja auch nicht. Das klingt, als wäre da was faul.
 
Ich bemühe mich Liebe und das Vertrauen meiner Tochter zu erwerben !

Verstehe nicht wie es sein kann, dass meine Tochter um Bussie bat bevor ich gegangen bin und vier Tage später sagte " Geh nach Hause "
 
Ich bemühe mich Liebe und das Vertrauen meiner Tochter zu erwerben !

Verstehe nicht wie es sein kann, dass meine Tochter um Bussie bat bevor ich gegangen bin und vier Tage später sagte " Geh nach Hause "


Aus meiner Sicht ist es sehr sehr wichtig, daß Du Signale Deiner Tochter verstehst. Sie kann sich nicht wie eine erwachsene Person ausdrücken.

"Geh' nach Hause" kann bedeuten
1) ... auseinandergehen tut mir weh. Also mach' es mit der Verabschiedung kurz
2) ... gefühlsmässig bin ich jetzt an meiner Grenze. Das war heute mit Dir anstrengend genug. Ich möchte jetzt meine Ruhe haben...
3) ... ich habe mich über Dich geärgert. Es ist besser, wenn Du jetzt gehst.
4) ... ich habe mitbekommen, dass Du mit meiner Mama bös gesprochen hast. Das mag ich nicht.

Also finde heraus, was Deine Tochter mit diesen Worten ausdrücken wollte.

Liebe und Vertrauen erwerben geht um so leichter, je mehr Feingefühl Du für Deine Tochter hast.
Und Feingefühl benötigst Du, wenn Du Signale und Worte Deiner Tochter richtig verstehen willst.

Wichtige Stichworte für Dich: Emotionale Kommunikation - Empathie

In manchen Familien neigen Familienmitglieder (z.B. Oma, Opa, Tante, Onkel) dazu, ein Kind mit Geschenken zu überhäufen. Wird dies übertrieben, dann nenne ich das: Korrumpieren. Emotionale Zuwendung wird durch materielle Zuwendung ersetzt. Auch wenn das Kind sich freut. Wie traurig für beide. Den Fehler solltest Du auf keinen Fall machen.

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bemühe mich Liebe und das Vertrauen meiner Tochter zu erwerben !

Verstehe nicht wie es sein kann, dass meine Tochter um Bussie bat bevor ich gegangen bin und vier Tage später sagte " Geh nach Hause "

Kinder sind nicht so kompliziert wie Erwachsene. Die denken nicht soviel nach. Gerade sind sie noch sauer und im nächsten Moment entspannen sie sich und spielen weiter.
Wenn du locker mit ihr umgehst, sie beachtest und freundlich zu ihr bist, aber auch konsequent, wenn es um Erziehungsfragen geht... dann klappt das.
Wenn du dir aber ständig den Kopf zerbrichst, machst du es dir nur selbst sehr schwer.

Mal am Rande erwähnt, betrifft vllt dich nicht, aber könnte ja noch auf dich zukommen, je enger der Kontakt wird und umso älter sie wird:
Man darf Kinder sogar bestechen um etwas zu erzielen in der Erziehung. Also nach Belohnungssystem vorgehen. Ist immer noch besser als ein Bestrafungssystem.

Spiel mit ihr, knuddel sie und gib ihr ein gutes Gefühl. Sei nicht gekränkt, wenn sie mal patzig ist, sie meint es nicht schlimm. Du kannst ihr nur vormachen, wie sie es richtig macht, besser machen kann.
 

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