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Keine Jungfrau mehr

meant to be

Mitglied
Woher willst du denn wissen, dass er dich nicht auch über seine Jungfräulichkeit belügt? Denn bei Männern kann man das gemeinhin nicht beweisen.
Bei Frauen lässt sich anatomisch auch keine Aussage darüber treffen, ob sie Jungfrau sind oder nicht!

Das Jungfernhäutchen jeder Jungfrau ist anders und es reißt auch nicht zwangsläufig beim Sex.
Die Vagina weitet sich auch nicht vom Sex, sondern ist umgeben von Muskeln, die mehr oder weniger trainiert sein können. Eine "enge" Vagina ist ein Muskelkrampf wegen psychischer Abwehr.
 

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W

Windlicht

Gast
Liebes Windlicht,

vielleicht sollten wir auf die Themenstarterin achten und nicht so sehr unsere Privatmeinungen im Blick haben. Man kann das Problem eines Menschen nur lösen helfen, wenn man IHN und nicht die eigene Person in den Fokus der Überlegungen stellt.
Dein oder mein Hymen sind hier nicht Gegenstand der Reflexionen. Die Themenstarterin leidet jedoch ganz massiv unter der verlorenen Jungfernschaft. Und IHR soll geholfen werden.
Was DU dabei abwegig findest, spielt in diesem Zusammenhang eine eher untergeordnete Rolle, denn du trägst die Last der jungen Frau nicht.
Ich hoffe, dass die Fragestellung aus allen Anregungen das wählt, was ihr weiterhilft.
Zunächst mal möchte ich nicht pauschal für jeden das "liebe Windlicht" sein :)

Selbstverständlich habe ich die TE in den Focus meiner Überlegungen gestellt (ich sprach nirgends von dir oder mir, also bitte mir nichts in den Mund legen!).
Gerade deshalb sehe ich die Angelegenheit auch vom gesundheitlichen Aspekt. Ganz so einfach ist es nicht, sich etwas in den Unterleib basteln zu lassen. Physisch und psychisch nicht.

TE, ich kann mir vorstellen, dass du durch manches hier noch mehr verunsichert wirst.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du die für dich richtige Lösung findest. Vielleicht kannst du auch versuchen, ohne allzu drastische Maßnahmen zur Ruhe zu kommen.
Beitrag # 4 hat dir doch geholfen. Magst du das nochmal in Erwägung ziehen?
 

Tamer1.2

Mitglied
Hallo Liebe Gästin, bin seit gestern auch zum ersten Mal hier auf Hilferuf :D

Dein Problem löst aber ein Gespräch aus, all so viel werde ich nicht schreiben können, weil mir gerade nicht viel zu dein Thema einfällt aber bedenke einfach eins, dass was passiert ist, bedeutet noch lang nicht, dass du ein schlechter Mensch bist!
Du hast eine Religion, die du schätzt, du schätzt soeben die Liebe in der Liebe und die Liebe zueinander, also Sex.

Ich finde deine Einstellung gut, wirklich, ich bin aber nicht Religiös und kann dir nicht sagen wies mit dir dabei aussieht.

Fühle mich auch benutzt, kann es also verstehen

Aber eine Sache stimmt einfach, meine Vorrednerin hat es ziemlich gut beschrieben

Ob du ein guter oder ein schlechter Mensch bist, wird sicher nicht daran festgemacht werden, ob dieser Penis nun ganz eingedrungen bist oder nicht. Du hast dich nackt mit Jungs beschäftigt, das reicht eigentlich schon, um dich als "Sünderin" abzustempeln, wenn man das denn unbedingt will.Aber wer will das schon?
Deine Sexualität ist deine Sache und die deines Partners.
 
G

Gast

Gast
Liebe Threaderstellerin,

eine weitere Möglichkeit wäre, den künftigen Ehemann im Glauben zu lassen, du seist noch Jungfrau. Mir selbst ist Ehrlichkeit und Offenheit in Beziehungen sehr wichtig, aber ich weiß auch, dass viele das anders praktizieren.
Eine große Sorge von dir ist wohl, dass dein künftiger Ehemann merken könnte, dass du nicht mehr Jungfrau bist, denn der andere Mann hat dich ja auch danach gefragt. Das heißt aber noch lange nicht, dass er es auch gemerkt hat. Woran merkt man denn, ob eine Frau noch Jungfrau ist? Nicht am Jungfernhäutchen, das ist ein Ammenmärchen. Beim ersten Mal sind viele unsicher und verkrampft. Später vielleicht nicht mehr. Daraus könnte der Mann etwas schließen. Es heißt, Jungfrauen hätten eine engere Vagina. Auch das stimmt nicht. Das Gerücht kommt sicher daher, dass bei Unsicherheit oder Gewalt die Frau einen Scheidenkrampf bekommt, was die Vagina verengt und den Sex für die Frau schmerzhaft werden lässt.

Dein Posting hat mich angesprochen wegen deiner sanften Art zu schreiben und weil „Reinheit“ bis vor kurzem auch für mich ein heikles Thema war, mit dem ich aber inzwischen ganz gut umgehen kann. Als Protestantin teile ich deine Wertvorstellungen nicht, aber ich bin aber auch so (pseudochristlich) erzogen worden, dass eine Frau im Leben nur mit einem Mann zu schlafen hat, den sie (dann) heiraten muss und dem sie sexuell hörig sein muss. Da ich als Kind sexuellen Missbrauch erleben musste, fühlte ich mich unrein und nicht würdig, eine Partnerschaft und sexuelle Beziehung haben zu dürfen. Wenn Reinheit für mich heute noch eine Rolle spielt, dann in dem Sinn, dass ich nur noch tue, was ich wirklich will und fühle (und der Partner natürlich auch). Früher hatte ich aus einem Gefühl der Verpflichtung heraus Sex und damit habe ich mich an meinem Körper und an meiner Seele versündigt. Vielleicht auch an Gott, weil er dies geschaffen hat. Ich versuche mir dafür zu verzeihen. Ob Gott mir verzeiht, das weiß ich nicht.

Zurück zu dir: Der Beinahe-Sex mit dem zweiten Mann scheint mir durch ein Missverständnis entstanden zu sein, weil ihr beide nicht klar kommuniziert habt. Ich lese heraus, dass dich die Geschichte mit dem ersten Mann mehr beschäftigt. Du hast „ihm zuliebe“ deine Werte verraten bzw. aufgeweicht. Du stehst dazu. Du fandst es richtig und gleichzeitig auch wieder nicht. Da sehe ich dein eigentliches Problem. Wie würde dein Umfeld damit umgehen, wenn sie es wüssten?
Im Übrigen glaube ich, dass es auch tolerante und gleichzeitig gläubige Muslime gibt.

Bitte nimm dir, was dir hilft und den Rest lass bei mir
meant to be


Hallo,
zunächst einmal muss ich sagen, dass du ebenfalls wie ich darunter gelitten hast und es mir im Herzen weh tut so etwas zu lesen.
Ich möchte dazu eins sagen: Das ist nicht deine Schuld. Aus diesem Grund denke ich eher weniger dass Gott wütend auf dich ist, sogar im Gegenteil, du hast um dich zu beherrschen und für Gott, dich und deine Gefühle unterdrückt. Das zeigt stärke.
Ich hoffe dass du mittlerweile besser damit umgehen kannst.

Zurück zu mir; bei mir ist es nun leider anders. Ich war im Mittelpunkt der Geschehnisse und habe aktiv gehandelt. Ich habe alles bewusst getan. Und das für den Mann den ich über alles liebte, und immer noch liebe. Ich tat es, weil ich naiv war und dachte die Liebe hält uns für ewig zusammen. So ist es leider nicht gekommen. Und genau das ist es was mich am meisten verletzt, ich habe einen Fehler für jemanden begangen der mich im Stich gelassen hat.

Wenn mein Umfeld das wüsste würde mich jeder herabschauend und erniedrigend behandeln. Ich wäre eine 0.
Ich wäre dann, im Sinne anderer den anderen "untergeordnet" weil ich keine Jungfrau mehr bin.
Meine Familie würde mich hassen.
Man würde mich als ungläubig und schlampig abstempeln.
Genau das macht mich auch so unglücklich.
Denn eigentlich glaube ich im Herzen besser zu sein als andere, die zwar noch Jungfrau sind, im Herzen jedoch wie Stein.

Man würde nur mit der Jungfräulichkeit urteilen und alles andere, wer ich eigentlich bin, wie ich bin und wie gut ich bin würde keine Rolle mehr spielen.
 
G

Gast

Gast
Lieber Gast,
mit der Auswahl einer der Alternativen ist in Deiner Religion des Islam Deine problematische Situation leider nicht beendet.
1) Ich vermute, dass "gar nicht heiraten" Dich persönlich sehr unglücklich machen könnte.
2) Aber einen Nicht-Muslimen zu heiraten wird Dich in eine Situation bringen, bei der Du gemäß dem Glauben im Islam eine Abtrünnige, eine Gottesfrevlerin sein wirst. Wie siehst Du das? Ist das für Dich eine wichtige Frage in Bezug auf Gott? Würde Dich das ebenfalls unglücklich machen? Wenn ja, wie willst Du dieses Problem dann lösen? Oder ist Dir das nicht so wichtig?


Hallo Nordrheiner,

nicht zu heiraten würde mich mehr als nur unglücklich machen, ich denke das wäre für mich ein Horror. Denn auch wenn ich momentan nicht die geringste Motivation für so einen Schritt habe, möchte ich natürlich später einmal in paar Jahren auch wie jeder andere eine glückliche Ehe führen.

Wenn dies mit einem "Nicht- Muslim" wäre, dann wäre mein Problem an dieser Stelle beendet, denn er würde nicht auf meine Jungfräulichkeit bestehen. Ich denke nicht dass mich das unglücklich machen würde, denn ich bin ein toleranter Mensch und offen für neues. Abgesehen davon bin ich (obwohl ich der Jungfräulichkeit noch viel Wert gebe) ein sehr moderner Mensch.
Um mit diesem modernen Lebensstil meine eigene Religion und Tradition nicht zu überspielen habe ich mich entschlossen mich dennoch an einigen Stellen an meine Religion und Tradition zu halten. Da wären wir z. B. bei der Jungfräulichkeit. Die halt nun leider nicht geklappt hat. Deswegen spüre ich in mir ein Gefühl der Verlogenheit. Als hätte ich mich hier selber Betrogen.

Zurück zum Thema; einen Nicht- Muslim heiraten: Wie gesagt wäre es für mich nicht schlimm. Ich denke auch nicht dadurch Gott gegenüber untreu zu sein, denn schließlich bleibe ich selber immer noch Muslim. Was dann andere darüber denken ist mir egal, denn ich bin dann wie es meine Religion vorschreibt in eine Ehe gegangen, mit wem ich es tue ist meine Entscheidung.
Die Sache ist nun die; ich möchte mich nicht zwangsweise auf Nicht - Muslime beschränken müssen.
Wenn es aus Liebe so kommt ist es okay, aber ich möchte halt nicht innerlich dazu gezwungen werden einen Nicht - Muslim zu heiraten, nur weil dieser der einzige wäre der mich akzeptieren würde.

LG
 
G

Gast

Gast
Liebe TE :blume:

sei mal ehrlich zu dir selbst: Willst du lieber einen Mann, der dich so liebt wie du bist, mit deiner Vergangenheit, deinen (vermeintlichen) Fehlern und Schwächen, oder willst du einen Mann, bei dem sonst alles passt, der dich aber aufgrund der Tatsache, dass du keine Jungfrau mehr bist, nicht haben will? Willst du so einen engstirnigen, in mittelalterlichen Idealvorstellungen gefangenen Mann? Woher willst du denn wissen, dass er dich nicht auch über seine Jungfräulichkeit belügt? Denn bei Männern kann man das gemeinhin nicht beweisen.

Hallo,
natürlich möchte ich jemanden der mich so nimmt wie ich bin.
Ich muss jedoch auch zugestehen dass die Jungfräulichkeit bei den Muslimen sehr sensibel und hochwertig ist, deswegen könnte ich auch diejenigen verstehen, die es unbedingt von mir verlangen. Denn so haben wir es gelernt und es wurde uns so eingeprägt.

LG
 
G

Gast

Gast
Liebe Themenstarterin,

du kannst das Problem so lösen, wie es einige deiner Glaubensschwestern bereits hier in Deutschland tun: Kontaktiere einen platischen Chirurgen und informiere dich über Intimplastiken. Leider fällt mir nichts anderes mehr ein, da man das Geschehene nicht ungeschehen machen kann.
Wenn das Hymen eine solche Bedeutung hat, sollte man es wiederherstellen. Dein künftiger Ehemann wird sich freuen und du kannst deinen Seelenfrieden zurückhaben.
Du musst nicht einmal lügen, da dich niemand fragen wird, woher das Jungfernhäutchen stammt und ob es "echt" ist.
Im Kontext deiner Religion wird Gott dir so oder so nicht verzeihen, schreibst du. Dann würde ich zumindest zusehen, dass ein künftiger Ehegatte nichts an dir auszusetzen haben wird.

ich hoffe, du findest eine gute Lösung für dein Problem und quälst dich nicht weiter.

Hallo, vielen Dank für deinen Ratschlag
diese alternative kenne ich, und ich muss sagen dass ich sie von Anfang an ausgeschlossen habe.
Denn ich kann mir nicht vorstellen mich operationstechnisch zu verändern, damit ein anderer zufrieden mit mir ist.
Das wäre für mich ein zu großer Eingriff in meine körperliche Unversehrtheit dass ich denke dass mich das psychisch krank machen würde.
Volt denke ich in paar Jahren anders darüber aber momentan ist es für mich undenkbar.

Vielen Dank noch mal für die Antwort und LG
 
G

Gast

Gast
Bei Frauen lässt sich anatomisch auch keine Aussage darüber treffen, ob sie Jungfrau sind oder nicht!

Das Jungfernhäutchen jeder Jungfrau ist anders und es reißt auch nicht zwangsläufig beim Sex.
Die Vagina weitet sich auch nicht vom Sex, sondern ist umgeben von Muskeln, die mehr oder weniger trainiert sein können. Eine "enge" Vagina ist ein Muskelkrampf wegen psychischer Abwehr.
Das stimmt, denn bei meinem ersten mal hatte ich auch keine Schmerzen und keine Blutung.
Das ist aber schwer den Männern zu erklären, schließlich hat mich mein 2. Partner nur weil ich angeblich nicht eng war und nicht geblutet habe sofort als keine Jungfrau abgestempelt. Und egal was ich sagte, er hat es mir nicht geglaubt.

LG
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Liebe Gast-Muslima,

mich wundert, dass es für Dich nicht schlimm ist, einen Nicht-Muslimen zu heiraten.
Soweit ich unterrichtet bin, ist es einer Muslima untersagt, einen Christen zu heiraten. Der Grund hierfür liegt darin, dass Muslime davon ausgehen, dass sich die Frau religionsrechtlich in einer schwächeren Stellung befindet und die korrekte Erziehung gemäß Islam nicht gewährleistet ist.
Noch schlimmer ist es gemäß der Sure 2: al-Baqara 221 einen Atheisten (Götzendiener) zu heiraten.

In Deinem Beitrag Nr. 30 sehe ich schon, dass Du anscheinend das Problem der Jungfräulichkeit für wichtiger hältst als das Befolgen aller islamischen Regeln. Damit habe ich kein Problem. Ich denke, dass Du Gott mehr verpflichtet bist als den islamischen Glaubensregeln. Jedoch denke ich, dass es im Moment so aussieht, dass Du nicht Gott und dem Islam und Dir selbst treu sein kannst. Im Islam gilt doch „alles oder nichts“ oder? Wenn Du also nicht alle islamischen Regeln befolgst, sondern nur die Punkte beachtest, die Dir gefallen, wärest Du zumindest gegenüber dem Islam nicht treu. Oder sehe ich das falsch?

Daher – das wäre meine Empfehlung – würde ich schon überlegen, auf welcher Basis Du dieser Verpflichtung Gott gegenüber nachkommen willst, denn – so geht es wenigstens mir – ist mir mein Verhältnis zu Gott wichtiger als alle traditionellen Regeln. Und ich denke, wenn Du dieser Frage „was ist Gott wichtig?“ nachgehst, wirst Du am Ende weder Gott noch Dir untreu werden müssen.

Helfen Dir diese Gedanken? Wenn Du Fragen hast ..... ?

Was meinst Du übrigens mit Deiner Bemerkung, dass Du offen für Neues bist? Meinst Du offen für Neues aus der Welt der Nicht-Gläubigen (Atheisten) oder offen für Neues aus der Welt der Gläubigen (Christen) oder beschränkt sich Deine Offenheit auf die islamische Welt?

LG, Nordrheiner
 
W

Windlicht

Gast
Möchte mal in die Diskussion werfen: Das islamische Recht wurde von Männern gemacht. Demzufolge haben Männer selbst für unsere Begriffe recht großzügig bemessene Rechte, Frauen aber werden - insbesondere, was ihre Sexualität anbetrifft - klein gehalten.
 

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