Wenn ein Freund Bekannter oder sogar Kollege eine Wohnung sucht ich mit offen Augen rumlaufe. Ich habe eine Zeitung in der Hand und sehe aha Wohnungsanzeigen auch ich guck mal drüber. Oder Stellenangebote..... Wenn ich weiß jemand will sich was anschaffen und ich sehe sowas in der Art.... Von einer Freundin ein Freund den ich nur vom Hörensagen kenne hat z. B. ein 2. Haustier gesucht für sein vorhandenes. Mir fiel eine Anzeige auf
Du scheinst da ziemlich Zeit und Energie zu investieren.
befinde mich in Depression und kurz vor Burnout.
In therapeutischer Behandlung?
Warum ziehst Du nicht jetzt - gerade noch rechtzeitig - die Reißleine?
Dein Arzt/Therapeut kann für Dich in einer
psychosomatischen Klinik anrufen.
Eine Depression kann den Blick verstellen. Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet komnen Freunde vielleicht zu einem völlig anderem Eindruck als Du.
Aktuell schlafe ich vor dem PC fast immer ein. Kann mich nicht informieren wenn ich lese Zack fallen die Augen zu.
Über der Zeitung, bei der Suche für andere, nicht?
Und da wäre es doch dann ideal gewesen, gemeinsam zu suchen.
Wenn Freunde nicht helfen und sehen ich packe es nicht, sich aber beschweren ich nehme mir keine Zeit für sie dann läuft was falsch.
Sprichst Du sie an, erzähkst von Deinem Probkem und bittest um Unterstützung in einem konkreten Fall?
"Wenn sie sehen..." klingt, als hättest Du die Erwartung, sie müssten von selbst erkennen, dass Du Hilfe brauchst. Kann auch täuschen.
Nur bin ich nun in so einer Situation und stehe allein da.
Tatsächlich?
Dich hat niemand unterstützt, wenn Du um etwas gebeten hast?
Unterstützung ist nicht alles abnehmen, wie Du es bei der Urlaubsplanung gerne gehabt hättest. Da wurde ja konkrete Hilfe angeboten: die gemeinsame Suche. Was Du aber nicht möchtest, wie ich Dich verstand.
Es kann nicht sein das Freunde erwarten das ich jedes We Zeit habe wie die wollen, ich dadurch nicht zu meinen Dingen komme, sich alles aufstaut und wenn ich dann sage ich pack das nicht mehr allein dass sie dann meckern ich habe nur meine Sachen im Kopf und nie Zeit.
War das bisher immer so? Standst Du immer zur Verfügung, hast eigene Belange dafür zurückgestellt?
Das hat dann weniger mit anderen, dafür mehr mit Dir selbst zu tun. Therapiethema!
"Ich packe das nicht mehr alleine" fällt eher unter Jammern und kann nerven.
Depressive kreisen irgendwo schon sehr um sich und ihre Gedankenwelt, verlieren häufig das Interesse an vielen Dingen.
Erwartungen hier und da, Außenwirkung, Kommunikation...
Das klingt hier für mich nach einem komplexen Zusammenspiel, das Du wirklich mit einem Therapeuten aufdröseln solltest.
Der hilft nicht da war ich schon. Hatte mir viel davon versprochen. Mehr als eine Liste mit Therapeuten und paar Gespräche habe ich nicht bekommen.
Komisch, das scheint sehr unterschiedlich zu sein. Meine Erfahrungen sind sehr positiv.
Die "paar Gespräche" waren für mich sehr wertvoll. Auch die Entlastung beim Ausfüllen von Anträgen, Formularen.
Familie oder Freunde wollte ich damit nicht belasten, die sind auch alle eingespannt.
Und nicht unbelastet durch die Veränderungen, die eine Depression mit sich bringt; das wirkt sich immer auf Beziehungen aus.
Da ließ ich mir gelegentlich (!) etwas mitbringen, wenn sie sowieso irgendwo waren. Oder genoss einen Spaziergang, ein Eis mit jemandem.
2 x ließ ich mir etwas ausdrucken, weil ein Papierstau zum Nervenzusammenbruch führte. Danach musste ich ein bisschen über mich selbst lachen; ich, die früher alles organisierte und machte und funktionierte. 😄
Pass gut auf Dich auf und darauf, dass Du durch die Depression keine wertvollen Kontakte verlierst.