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Katze angefahren und weiter gefahren, Angst vor Anzeige

Selbstverständlich darf man wegen jedem Tier aufwärts von Maus bremsen. Und wer wegen Hund oder Katze bremst, der ist an einem Auffahrunfall des Hintermannes nicht schuld. Der kommt dann dran, weil er zu wenig Abstand eingehalten hat.
 
Ich entschuldige mich jetzt im Vorraus an alle Tierliebhaber..
Aber ich habe heute auf dem Weg nach Hause eine Katze angefahren
Sie lief auf der Strasse genau in der Mitte und ich konnte leider nicht abbremsen weil viele Autos hinter mir waren und Gegenverkehr war auch.
Ich habe das Auto jedoch so ein wenig gedreht das sie zwischen den Rädern "durch kommt" ich hoffe ihr wisst wie es gemeint ist.
Es hat vorne an der Stoßstange kurz gerumst und dann sah ich im Rückspiegel das sie irgendwie zur Seite gerollt ist und aber noch den Kopf angehoben hat, wenn ich mich nicht verguckt habe.
Ich habe mich so erschrocken ich bin weiter gefahren...
Was mich jedoch irritiert der hinter mir war, blieb einfach mitten auf der Strasse stehen, ich vermute mal wegen der Katze.
Ich stand so unter Schock und hab zu hause natürlich erstmal geheult und weil mir das keine Ruhe gelassen hat hab ja selber nen kleinen Hund (gut das ist nicht ganz das selbe aber trotzdem), bin ich dann nochmal zu der Stelle hingefahren und da war nichts. Keine Katze, Kein Blutfleck keine Leute, kein stehendes Auto gar nichts.
Ich hab nur so Angst das ich vllt ne Anzeige kriege, vllt hat doch jemand mein Kennzeichen notiert. Ich hatte erst Stress mit den Bullen, weil ich angeblich beim ausparken das Auto von jemand anderen angeschrammt habe. (wurde aber fallen gelassen)

Und mich quält das schlechte Gewissen wegen der Katze ;( Aber ich konnte echt nicht bremsen ich schwörs, sonst hätt ich es doch getan.




Ich habe wenig Verständnis für diese Situation.So sehr unter Schock gestanden, dass du beobachtet hast, wie der Hintermann angehalten hat? wie würdest Du fühlen, wenn so etwas mit deinem Tier geschehen würde.Aber wenn dich dein Gewissen plagt, geh zur Polizei, dann erfährst Du ob das Tier noch lebt und kannst dich mit dem Besitzer in Verbindung setzen, denn dem blutet sicher das Herz seit dem verschwinden des Tieres

liebe grüsse
 
Nein, da steht nichts anderes, als ich geschrieben hatte. Ein Ausweichen auf eine andere Fahrbahn ist selbstverständlich nicht erlaubt, wenn dort ein Crash droht. ( das war in diesem Fall sowieso nicht so ) Es gilt aber in jedem Fall, daß derjenige der auffährt schuld ist.
( wenn es sich um Tiere handelt die größer sind - also Katze, Hund, Elefant ) Ich galube es steht im 1.§ - jeder muß so fahren, daß er....
 
Hallo liebe Threaderstellerin (hab ich das richtig gelesen, dass Du eine "Sie" bist?),

Unfälle passieren halt. Du weisst, was Du falsch gemacht hast. Daher braucht Dir auch eigentlich keiner ein schlechtes Gewissen einreden, das hast Du schliesslich eh schon.

Hast Du Dich denn mal selbst an die Polizei gewandt und Dich dort erklärt?
Du bist ja offensichtlich unter Schock weiter gefahren. Ich würde das zumindest so interpretieren, dass Du unmittelbar nach dem Unfall nicht wirklich in der Lage warst, einen klaren Gedanken zu fassen. Dass Du da weiter gefahren bist, könnte also darauf zurück zu führen sein.

Du kannst Dich aber trotzdem selbst bei der Polizei stellen. Für diesen Thread hast Du ja auch "die Kraft" gehabt.
Wenn Du Dich dort erklärst, wird Dir das vermutlich nicht zum Nachteil ausgelegt.

Deiner Versicherung solltest Du das Ganze natürlich auch melden.

Auf die Diskussion Vollbremsung für die Katze oder nicht, gehe ich mal nicht so sehr ein; aber auch ich sehe Katzen als "Niederwild" im verkehrsrechtlichen Sinn, auch wenn ich selbst vor nicht allzu langer Zeit noch "Dosenöffner" war.
 
Ich habe da echt heute Nachmittag noch öfters drüber nachgedacht wie man da weiterfahren kann aber ich kann es mir nicht erklären vielleicht erklärst du es Te 😕

Ich habe im Sommer nen Hasen überfahren habe gehalten und wollte ihm helfen aber er war ganz zermatscht :wein: danach gabs nen Stau weil mein Auto auf der Str. stand und ich war am heulen und konnte nicht weiterfahren 🙁
Ich mein das is ja auch schrecklich vielleicht war er auf dem Weg zu seiner Familie oder so :wein:
 
Ich habe da echt heute Nachmittag noch öfters drüber nachgedacht wie man da weiterfahren kann aber ich kann es mir nicht erklären vielleicht erklärst du es Te 😕
Hoffe ich auch.

Ich kann auch nur von mir selber ausgehen: als das Kind da auf der Gegenfahrbahn überfahren worden ist, war ich froh, dass ich im Rückspiegel oder Seitenspiegel gesehen habe, dass jede Menge Leute angerannt kamen und dass ich nix mit zu tun hatte, außer telefonieren. Das schafft jeder.

Vielleicht sind es Ängste, unüberwindbare.

Das wäre auch keine Entschuldigung, denn irgendjemand muss ja handeln, aber für mich nachvollziehbar, dass da eben kein eiskalter Tierverächter am Werk war, sondern ein Mensch, der nicht anders konnte.
 
TE, wärest du stehen geblieben, wenn keine anderen Autos zugegen gewesen wären und hättest dich um die Katze gekümmert? Sie zu einem Tierarzt gefahren?



Ich muss hier mal Einhalt gebieten hinsichtlich irgendwelcher Hypothesen. Ein Schock lässt einfach keine Hypothesen zu, denn er ist unkalkulierbar.
Und um mal vergleichbar auf die Situation zu sprechen kommen, die ich vor kurzem selbst erlebt habe:

Eine Frau stürzte vor meinen Augen auf den Schienen vor einer herannahenden Straßenbahn. Ich war noch zu weit weg, um selbst eingreifen zu können, und die Menschen an der Haltestelle taten es nicht. Warum auch immer, das lasse ich unkommentiert, weil ichs nicht weiß.

Als ich den Sturz sah, schossen mir nur 2 Gedanken durch den Kopf:

1. Ich kann sie nicht mehr rechtzeitig erreichen, um ihr zu helfen.
2. Die Bahn kann nicht mehr rechtzeitig halten, sie schafft es nicht mehr.

Und ich stand wie erstarrt - genau vermutlich wie die Menschen an der viel näheren Haltestelle. Dss einzige, was mir entfuhr, war ein völlig sinnloses "Nein".
Und dann wars auch schon geschehen, die Bahn hatte die Frau erfasst......

Erst dann - das alles waren nur Sekunden, genau wie im Geschehen der TE - rannte ich los, aber viel zu spät.

Der Schock - und dessen Auswirkungen sollte man NIEMALS unterschätzen! - hatte verhindert, dass ich das (in dem Falle einzig Richtige und einzig mir noch Mögliche) tat, was vielleicht das Leben der Frau hätte retten können:
Statt wie erstarrt dazustehen und nur sinnlos "Nein" zu schreien, hätte ich den Leuten an der nahen Haltestelle zubrüllen müssen: "Zieht sie rauf"!!!!

Doch ich habe genau das nicht gerufen - und die Frau starb.....:wein:

Mit diesem bitteren Versagen muss ich leben. Angeklagt hat mich niemand, aber frei von Schuld bin ich dennoch nicht.
Aber ich kann auch draus lernen und das tue ich - und das ists, was ich der TE auch ans Herz legen möchte: Sich diese Situation immer wieder vor Augen zu führen, bis sie so verinnerlicht ist, dass bei einer möglichen Wiederholung die Reaktion dann angemessen und richtig ist.
 

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