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Katastrophale Erfahrung & Trennung mit einer vermutlichen Borderlinerin

feuertanz

Neues Mitglied
Hallo liebes Forum,


ich würde gerne folgende Erfahrung, welche mir immer noch auf der Seele lastet, mit euch teilen und eure Meinung dazu hören:


Im vergangenen Februar lernte Ich (M24) ein Mädchen (19) über eine Dating App kennen. Das erste Treffen fand bei einem Spaziergang einem Park statt. Wir verstanden uns von vornherein recht gut und hatten ähnliche Interessen und Ansichten.

Etwa eine Woche später haben wir uns für ein Wanderwochenende in den deutschen Alpen verabredet. An diesem Wochenende sind wir uns auch nähergekommen und haben über Ziele und Beziehungen gesprochen. Sie erzählte mir von sich aus, dass sie, nachdem sie sich von Ihrem Exfreund, welcher auch ihr erster Freund war, getrennt hat, eine recht „wilde Phase“ durchlebte und innerhalb der letzten vier Monate mit über 30 verschiedenen Männern geschlafen hat (zu dem Zeitpunkt war sie noch 18). Ich bin jetzt wirklich nicht sehr konservativ oder prüde, aber diese hohe Zahl in einer solch kurzen Zeit hat mir erstmal tatsächlich die Sprache verschlagen. Zudem kommt noch hinzu, dass diese Männer größtenteils doppelt so alt waren, wie sie. Dies passte eigentlich gar nicht zu ihr, da sie eigentlich wie ein ganz normales und anständiges Mädchen wirkte, welches selbstbewusst ist und weiß was sie will.

Als das Wochenende vorüberging, brauchte ich erstmal ein wenig Zeit um das ganze Revue passieren zu lassen. Nach einiger Überlegung schrieb ich sie trotzdem wieder an, da sie mir vom menschlichen Aspekt sehr gut gefiel und es sich so angefühlt hat, als würden wir uns schon eine Ewigkeit kennen. Zudem wollte ich sie nicht aufgrund ihrer Vergangenheit verurteilen und über diese Phase hinwegsehen, was sich im Nachhinein jedoch als riesen Fehler herausgestellt hat.

Wir trafen uns also erneut, mit dem Ziel eine gemeinsame Fahrradtour zu machen. Sie kam schon den Abend davor zu mir, damit wir am nächsten Tag früher starten konnten. Als wir an dem besagten Abend ins Bett gingen, sagte sie mir, dass sie keinen Sex haben kann, da sie sich ein paar Tage zuvor mit einem anderen Mann getroffen hat und dieser sie sehr intensiv gefingert hätte. Ich kam mir in diesem Moment wie ein Idiot vor und verstand die Welt nicht mehr. Ab diesem Moment hätte ich eigentlich einen Schlussstrich ziehen und den Kontakt zu ihr abbrechen sollen. Auf der anderen Seite war die Sache zwischen uns noch nichts Offizielles und ich konnte ihr deswegen auch keine Vorwürfe machen. Wir haben uns nach der Radtour dann nochmal über das Thema Beziehung unterhalten. Sie meinte, dass sie sich wieder nach einem festen Partner sehnen würde und sich dies auch mit mir vorstellen könnte. Es störte sie jedoch, dass ich Fleischesser bin, da sie sich größtenteils vegan ernährt. Das Perplexe war auch, dass sie, obwohl sie von Ihrer Seite noch nicht sicher war, ob sie eine Beziehung mit mir eingehen wollen würde, extrem beleidigt und eifersüchtig reagierte, als ich parallel mit anderen Frauen geschrieben habe. Einmal riss sie mir sogar mein Handy aus der Hand und schrieb einer Frau etwas Abwertendes, was ich jedoch schnell wieder löschen konnte.

Wir trafen und schließlich erneut und verbrachten wieder ein Wochenende in den Alpen. Hier gab es die erste merkwürdige Situation. Wir sind am Sonntag auf zwei verschiedene Gipfel gelaufen und waren beide schon recht erschöpft. Ich schlug vor, da es schon recht spät war, den Gipfel irgendwann mal im Sommer zu besteigen, sie wollte aber unbedingt noch auf diesen gehen und ich lies mich dann schließlich dazu überreden. Als wir kurz vor dem Ziel angekommen waren, gab es nur noch eine etwas steilere verschneite Stelle zu erklimmen. Sie fühlte sich etwas unsicher und wollte eigentlich wieder umkehren, jedoch konnte ich sie dazu ermutigen, diese letzte Hürde zu überwinden. Sie war dann, als wir angekommen sind etwas still und schlecht gelaunt. Ich versuchte die Stimmung dann etwas aufzulockern, was ihr jedoch gar nicht gefiel. Wir sind dann wieder in Richtung Ferienwohnung gegangen und haben erstmal eine halbe Stunde nichts geredet. Als wir dann unsere Sachen gepackt haben, warf sie mir vor, dass sie auf dem Berg eine Panikattacke gehabt hätte und ich nicht auf diese eingegangen wäre. Ich habe selber zwar noch keine Panikattacke live erlebt, kann jedoch mit gutem Gewissen sagen, dass dies alles andere als eine war. Ich versuchte ihr klar zu machen, dass wenn Sie sich wirklich deutlich bemerkbar gemacht und unwohl gefühlt hätte, dass ich dann auch mit ihr umgekehrt wäre. Als sie mich dann nach Hause gefahren hat und wir bei mir angekommen sind, fragte ich sie, was sie noch machen würde. Sie sagte, dass sie jetzt zu ihrem Exfreund fahren und dort auch übernachten würde, da dieser sie besser beruhigen könne. Spätestens jetzt hätte vermutlich jeder vernünftige Mensch hier den Kontakt abgebrochen, jedoch geht die Geschichte noch weiter.

Wir hatten dann für ein bis zwei Tage keinen Kontakt, da ich sehr verärgert aufgrund ihres Verhaltens war. Sie wollte sich jedoch wieder mit mir treffen und über die Sache reden, was wir dann auch schließlich taten. Sie entschuldigte sich bei mir zwar für Ihr Verhalten, versuchte dies jedoch wieder mit der Situation auf dem Berg zu rechtfertigen. Wir sprachen dann noch weiter über unsere Vergangenheit und sie erzählte mir schließlich, dass sie in letzter Zeit einige Arrangements mit Sugar Daddys hatte und mit diesen gegen Geld Intimitäten tauschte. Zudem hatte sie Ihren Exfreund, mit dem sie immer noch regelmäßig Kontakt pflegte, in der zweieinhalbjährigen Beziehung vier Mal betrogen. Sie rechtfertigte dies damit, dass sie depressive Phasen hatte und mit Ihrem Körper nicht zufrieden war. Sie sagte auch, dass sie das gar nicht tun wollte und schwor, dass sie so etwas nie wieder jemandem antun würde.

Auch wenn das jetzt schon mehr Red Flags für einen Beziehungspartner als auf einem chinesischen Flughafen sind und vermutlich jeder Andere sie abgeschossen hätte, mochte ich sie trotzdem und wir haben uns weiterhin getroffen. Der nächste Höhepunkt war dann, als Sie mir sagte, dass sie mich toll findet und gerne eine Beziehung mit mir eingehen würde, jedoch davor noch ein paar Erfahrungen wie einen Dreier oder Gang bang sammeln wollte. Ich sagte ihr, dass sie diese Erfahrung gerne machen kann, ich jedoch damit nicht einverstanden bin, da dies nicht meine Welt ist und den Kontakt zu ihr abbrechen werde. Sie weinte daraufhin und beteuerte, dass sie mich als Mensch nicht verlieren wolle. Sie nahm sich etwas Zeit, die Sache zu überdenken, änderte ihre Meinung bezüglich der noch offenen Erfahrungen und einige Zeit später gingen wir beide dann auch eine offizielle Beziehung ein.

Es lief Anfangs echt gut. Wir haben uns oft getroffen und viel unternommen. Jedoch hinterließ Ihre Vorgeschichte tiefe Narben in meinem Vertrauen zu Ihr. Ich wurde regelrecht zum Kontrollfreak, habe öfters auf Ihr Handy geschaut, nachdem sie mir mit meinem Fingerabdruck Zugang dazu verschafft hatte und war erstmal positiv überrascht, nachdem sie alte Sexpartner, die versucht hatten, sie zu kontaktieren, abwies und schrieb, dass sie in einer glücklichen Beziehung sei.

Da mich trotzdem diese Kontaktversuche, von denen sie mir auch von sich aus erzählt hatte, der ehemaligen one night stands störten, fragte ich sie, ob es ihr etwas ausmachen würde, diese Kontakte einfach zu blockieren und zu löschen. Sie sagte, sie könne das nicht, da sie nicht so ein Mensch sei und deswegen ein schlechtes Gewissen bekommen würde. Zudem warf sie mir vor, dass das nicht meine Entscheidung wäre und sie sich deswegen von mir kontrolliert und nicht frei fühlt.

Einige Zeit später gab es dann wieder eine seltsame Situation. Wir sind in einem Möbelhaus gewesen und bei der Rückfahrt habe ich zweimal eine Ampel, welche etwa ein bis zwei Sekunden schon auf Rot geschaltet war, überfahren. Beim ersten Mal hat sie sich kurz aufgeregt, beim zweiten Mal jedoch hat sie mir aufs Bein geschlagen und mir vorgeworfen, dass ich sie und ihr Leben in Gefahr bringen würde. Ich bin mir bewusst, dass es nicht in Ordnung ist, was ich getan habe, jedoch war das wirklich keine gefährliche Situation, wo Schlimmeres hätte passieren zu können. Wir sind dann schweigend weitergefahren und hatten als nächstes Ziel einen Laufpark, den wir uns ansehen wollten.

Als wir dort angekommen sind, stieg sie aus dem Auto und ging schon im Laufschritt los. Ich packte noch gemütlich meinen Geldbeutel und mein Handy aus der Tasche, da war sie jedoch schon längst verschwunden. Ich versuchte sie einzuholen, suchte sie noch eine Weile vergeblich und wartete letzten Endes dann am Auto. Sie kam etwa eine Stunde später tränenüberströmt zurück und warf mir vor, dass ich sie alleine gelassen hätte und sie sich riesige Sorgen machte. Wir saßen dann im Auto und ich versuchte mit ihr nochmal über die Geschichte mit der Ampel zu reden und bat um Erklärung, warum sie sich deswegen so aufgeregt hat. Sie warf mir erneut vor, dass ich sie nicht verstehen würde und kein emotionales Verständnis für sie hätte. Da sie mir immer noch nicht die Situation erklärt hatte, fragte ich sie erneut. Plötzlich stieg sie aus dem Auto und lief wie eine wild gewordene davon. Ich rief ihr hinterher, dass sie nicht weglaufen soll und wir über alles reden können – ohne Erfolg. Ich fuhr ihr anschließend hinterher und habe fast fünf Minuten gebraucht, um sie zu beruhigen. Als ich sie dann fragte, was das Ganze soll, sagte sie mir, dass sie das getan hat, um mir zu zeigen, wie ernst ihr die Lage mit der Ampel war. Sie hat sich danach dann auch wieder eingekriegt, jedoch ließ sie nicht mit sich reden und machte mir nur Vorwürfe, dass ich sie nicht verstehen würde.
 

feuertanz

Neues Mitglied
Teil 2:

Sie sprach mich auch mal darauf an, dass die Art, wie ich zu ihr sage „Ich liebe dich“ nicht gefallen würde. Sie meinte es würde zu förmlich und gespielt klingen. Die Tonart hätte ihr auch nicht gefallen.

Daraufhin gab es dann noch ein weiteres solcher Psychospielchen. Sie war auf Wohnungssuche und machte sich deswegen selber fertig und war demotiviert, da sie dachte, sie würde nie eine passende Wohnung finden. Zudem kam noch hinzu, dass sie bald einen Sporttest für ihr Studium absolvieren musste und deswegen auch recht gestresst war. Da ich selber aus der Immobilienbranche komme und wusste, dass es im Moment nicht so schwer ist, eine Wohnung zu finden, da die Nachfrage aufgrund der Coronapandemie gesunken war, teilte ich ihr dies mit und empfahl ihr, jeden Tag auf den Immobilienportalen nachzusehen und motivierte Bewerbungen zu schreiben und sie so sicher eine passende Wohnung finden würde. Dies fasste sie allerdings wieder falsch auf und warf mir erneut vor, dass ich für sie kein emotionales Verständnis hätte und ihre Probleme klein machen würde und sie sich deswegen angeblich am Anfang mit einer Beziehung mit mir unsicher war. Fun Fact: eine Woche später hat sie eine Wohnung gefunden. Eskaliert ist die ganze Sache dann etwas später am selbigen Abend, als wir gemeinsam einen Film gesehen haben. Sie war die ganze Zeit nebenbei am Handy und spielte ein Spiel. Nachdem sie mehrere Male nachfragte, was jetzt im Film passiert sei, bat ich sie, das Handy wegzulegen, was wieder in einem völlig überzogenen Streit endete.

Als sie dann in die neue Wohnung eingezogen war, wollte ich mit ihr nochmal über unsere Beziehung sprechen. Sie meinte dann, dass zwar alles passen würde, jedoch fehle ihr mein emotionales Verständnis für sie und sie sei sich deswegen unsicher, ob unsere Beziehung langfristig funktionieren würde. Da es schon recht spät und sie recht müde war, wollte ich am nächsten Tag mit ihr nochmal darüber sprechen. Sie war jedoch arbeiten und ich musste auch mal wieder nach Hause und konnte nicht bei Ihr übernachten.

An diesem Abend, wo sie alleine war, schrieb sie mir, dass ein „Kumpel“ zum Essen vorbeikommen würde. Ich denke, es ist nicht schwer nachzuvollziehen, dass in dem Moment meine Alarmglocken läuteten. Ich schrieb ihr darauf hin einfach nur „Ok“. Da ich bei der ganzen Sache ein verdammt schlechtes Bauchgefühl hatte, konnte ich mich nicht mehr halten, stieg in mein Auto und fuhr zu ihrer Wohnung und checkte die Lage erstmal von außen ab. Schließlich ging ich auch in das Mehrfamilienhaus, in dem sie wohnte und lauschte an der Tür. Es stellte sich recht schnell heraus, dass der Besuch bei ihr eine ehemalige Affäre war. Die beiden redeten und ihre ehemalige Affäre versuchte, sie zu überreden, sich ins Bett zu legen. Sie erwiderte daraufhin, dass sie das nicht könne, aber Kuscheln sei in Ordnung. Ich hörte, wie sich die beiden dann doch ins Bett gelegt haben. Kurz darauf sagte meine Freundin zu ihm „Ich hab dich lieb, gib mir einen Kuss.“. Der darauffolgende Kuss war unüberhörbar. Ich ging aus dem Mehrfamilienhaus raus und versuchte drei Mal, sie anzurufen. Nachdem sie nicht ranging, bin ich wieder zu ihr an die Türe gegangen. Sie schien meine Anrufe bemerkt zu haben, ist ins Badezimmer gegangen und hat währenddessen gesagt „Ich hasse diesen Typen, das ist so ein Psycho.“ Es war unmissverständlich, dass ich damit gemeint war, da sie mich einige Sekunden später zurückgerufen hat. Ich bin dann wieder rausgegangen und versuchte telefonisch, sie zur Rede zu stellen und fragte direkt, was dort laufen würde. Sie meinte, sie hätten gerade zusammen gegessen, reden noch ein wenig und das ihr Besuch bald wieder gehen würde. Ich ließ die Katze noch nicht aus dem Sack, sondern beteuerte ihr, dass ich ein ganz schlechtes Gefühl bei der Sache habe und dass sie zu mir ehrlich sein soll. Sie erwiderte daraufhin, dass zwischen den beiden absolut nichts laufen würde und ich mir keine Sorgen machen soll. Sie versprach mir, mich anzurufen, wenn er wieder weg ist. Nach dem Telefonat ging ich wieder zu ihrer Tür und einige Zeit später schien ihr Besuch auch wirklich zu gehen. Ich versteckte mich schnell im Keller. Die Tür ging auf und ich dachte tatsächlich, ihr Ex-Lover würde gehen. Stattdessen jedoch, wartete er im Flur. Meine Freundin schrieb mir, dass er jetzt weg sei und versuchte mich mehrmals per Videocall anzurufen. Erst, als ich dann erfundener Weise geschrieben habe, dass ich auf dem Weg zu ihr sei, ist die Ex-Affäre abgehauen.

Als er dann gegangen war, bin ich zu ihr in die Wohnung und tat erstmal noch so, als wüsste ich von nichts. Ich gab ihr noch einmal die Chance die Wahrheit zu sagen. Sie versuchte sich wieder herauszureden und schwor, dass zwischen den Beiden nichts gelaufen ist. Selbst als ich aufgedeckt habe, dass ich alles mitbekam, stritt sie es ab, bemerkte jedoch recht schnell, dass sie den Boden unter den Füßen verliert. Sie versuchte, sich noch herauszureden und sagte, dass mehr als Kuscheln nicht passiert wäre. Das Highlight war dann, als ich Sie auf den Kuss angesprochen habe, sie diesen als „Luftkuss“ darstellen wollte. Da sie nicht bereit war zu reden, packte ich all meine Sachen, die ich bei Ihr hatte und bin nach Hause gefahren. Auf dem Weg nach draußen ist mir dann ihre Ex-Affäre begegnet, welche Kommentarlos wieder in ihre Wohnung gegangen ist.

Am nächsten Tag schrieb sie mir noch, dass ihr es leidtue, sie das gar nicht wollte und ihr nicht bewusst war, wie sehr mich das verletzen würde, weil sie mit einem anderen ja angeblich nur gekuschelt habe und versuchte dann auch noch den Spieß umzudrehen und warf mir vor, dass ich sie jetzt traumatisiert hätte, weil ich an Ihrer Wohnungstür gelauscht habe und sie sich jetzt deswegen dort nicht mehr sicher fühlen würde. Zudem hätte sie angeblich sowieso die Beziehung mit mir ein paar Tage später beenden wollen, da ihr mein emotionales Verständnis für sie gefehlt hätte. Als Antwort darauf habe ich ihr eine ziemlich eindeutige und direkte Nachricht geschickt, auf die sie nicht mehr eingegangen ist. Nach ein paar Tagen kontaktierte sie mich erneut, äußerte mir ihr Unverständnis, warum ich sie so hassen würde und erzählte mir, dass sie einen Radunfall hatte und danach dachte, dass ich mir wohl gewünscht hätte, dass sie ein Auto überfahren würde.

Ich bin mir bewusst, dass die Art- und Weise, wie ich das Ganze aufgedeckt habe, nicht in Ordnung war und bin deswegen auch nicht stolz auf mich. Trotzdem bin ich froh, das Ganze so enttarnt zu haben.

Ich habe sie wirklich geliebt, hatte auch echte Gefühle für sie und wollte Ihr helfen, wieder zu einem geregelten Leben zurückzufinden. Auch wenn ich geahnt habe, dass so etwas passieren wird, bin ich seitdem nicht mehr derselbe und fühle mich emotional ausgelutscht. Wir hatten schon Urlaube, sowie weitere Wanderungen geplant. Der Partner, den du geliebt hast, lebt zwar noch weiter, aber er ist für dich gestorben. Ich verstehe bis heute nicht, warum sie mit mir nicht einfach geredet und die Beziehung auf eine ordentliche Art- und Weise beendet hat.

Die Beziehung lief im Nachhinein betrachtet auch sehr einseitig. Sie hat oft über Dinge genörgelt, war unzufrieden und auch oft undankbar. Ich schenkte ihr regelmäßig kleine Aufmerksamkeiten und erwähnte öfters, dass ich froh bin, sie an meiner Seite zu haben. Von Ihrer Seite kam nichts dergleichen.

Seit der Trennung, welche jetzt ca. einen Monat zurückliegt, habe ich mich intensiv mit ihrem Verhaltensmuster auseinandergesetzt und auch viele Erfahrungen von anderen Betroffenen, welche ähnliches durchlebt haben, gelesen, sowie einige Videos über Persönlichkeitsstörungen gesehen. Ich vermute ganz stark, dass sie soziopathische und/oder borderlineartige Züge aufweist. Diese Erkenntnis hat mir geholfen, das Ganze ein wenig besser nachvollziehen und verarbeiten zu können. Ich war lediglich der Wirt für ihre Spielchen und ihre innere Leere. Leider bin ich viel zu spät zu dieser Erkenntnis gekommen, da ich mich sonst nicht so in die Beziehung hineingesteigert hätte. Wir kannten uns zwar nur etwa vier Monate, jedoch hatten wir eine solch intensive gemeinsame Zeit, wie ich sie bisher noch nie hatte. Meine erste und auch einzige langfristige Beziehung davor, welche 1,5 Jahre hielt, war eine Fernbeziehung mit etwa 1.000 km Entfernung.

Sie ist immer noch fest in mir verankert und es fällt mir sehr schwer loszulassen. Ich merke jedoch, dass es von Tag zu Tag ein wenig besser wird.

Mein Fazit aus der ganzen Geschichte: Ignoriere niemals Red Flags, egal wie sehr du diese Person liebst. Auch werde ich nicht mehr der Mensch sein können, der über eine abnormale Vergangenheit hinwegsehen kann. Die vergangenen Handlungen von jemanden sind ein besserer Hinweis auf seine zukünftigen Handlungen als seine aktuellen Absichten. Das hätte mir viele Nerven und Kopfkino erspart, da die Beziehung von vornherein zum Scheitern verurteilt war.
 
D

Die Katze

Gast
Nicht jeder "doofe Expartner" ist automatisch ein böser soziapatischer, psychopathischer, Borderliner, Narzisst und *sonstige Störung hier einfügen* und man ist das arme Opfer, nur weil die ganzen Heulblogs im Internet es ein erzählen - das so nebenbei.

Es hat auch btw seine Gründe warum man an komische Leute gerät...

Zu Geschichte an sich würde ich sagen, dass ihr nicht zsm gepasst hat von eure Mentalitäten her. Sie hätte vielleicht eine offene Beziehung ausprobiert und einen Mann, der sich besser bei ihr durchsetzen kann, während du in einer festen Beziehung mit einer durchschnittlicheren Partnerin aufgehoben bist.
 

Vindobona

Aktives Mitglied
Hey
Mit einer Borderlinerin wirst Du nicht fertig!
Einmal habe ich das auch erlebt.
Es wird niemals so schön bleiben und wenn
Du etwas sagst ist fast alles falsch...
Mein Ratschlag:
Es war super,bis zum bitteren Ende.
Suche Dir eine "normale" Frau.Punkt.
LG,Vindobona
 

SAK

Mitglied
zu einer Beziehung gehören immer zwei, wie stehst du denn zu deinem eigenen Verhalten? Handy kontrollieren und an der Wohnung lauschen gehört nicht unbedingt dazu, normalerweise. Ihr passt von den Denkweisen her natürlich eher nicht zusammen, das ist klar. Aber halt dir mal selber einen Spiegel vor, bevor du andere (v.a. aufgrund ihrer Erkrankungen) verurteilst - zumal es niemals ein "Fehler" sein kann, jemanden nicht zu verurteilen, sondern eine Kunst, die man lernen kann, das nennt sich Empathie...man kann kein Buch beurteilen, nur weil man den Klappentext kennt.
 
G

Gelöscht 117789

Gast
Was oder wer sie war.
Du hast Dir zuviel gefallen lassen und nicht rechtzeitig den Schluß gezogen.
 

Herzpflaster

Mitglied
Ich habe sie wirklich geliebt, hatte auch echte Gefühle für sie und wollte Ihr helfen, wieder zu einem geregelten Leben zurückzufinden.
Erstmal muss ich den anderen Kommentaren zustimmen, dass eine Beziehung mit ihr einfach keinen Sinn macht. Sie probiert sich aus, was angesichts ihres sehr jungen Alters irgendwo auch normal ist.
Ich habe eine Stelle deiner Geschichte zitiert. Sie erweckt in mir den Eindruck, dass du eine bestimmte Vorstellung eines "geregelten Lebens" hast, die du ihr ein wenig aufzwingen wolltest. Das könnte sie mit der fehlenden Emotionalität gemeint haben. Menschen haben unterschiedliche Ideen, wie sie ihr Leben gestalten möchten. Es wirkt ein wenig lieblos, wenn man seiner Freundin ständig das Gefühl gibt, ihr Leben sei nicht richtig. Da fehlt auf deiner Seite Einfühlungsvermögen.
 

Lele92

Neues Mitglied
Lieber TE,

ich lese hier eigentlich nur mit, aber als ich die Antworten hier zu deinem Beitrag gelesen habe, musste ich mich tatsächlich anmelden.

Ich persönlich finde dich für deine 24 Jahre sehr reflektiert und reif. Das Verhalten deiner Ex-Freundin dagegen finde ich auch sehr ungesund und hochgradig problematisch.

In den Situationen, die du beschreibst, wirkst du auf mich sehr einfühlsam, geduldig und gutmütig. Bei einem derartigen Verhalten wie Tobsuchtsanfällen, weglaufen, heulen, schwachsinnige Vorwürfe wegen Nichtigkeiten machen etc. wären sicher viele Partner sehr schnell weg gewesen. Du dagegen hast versucht, auf sie einzugehen, sie zu verstehen, für sie da zu sein, da dir wirklich etwas an ihr lag. Sie dagegen ist wirklich mies mit mir umgesprungen und aus meiner Sicht ist der einzige Vorwurf, den du dir machen kannst, dass du nicht früher die Reißleine gezogen hast. Du analysierst eure Zeit zusammen aus meiner Sicht sehr gut, erkennst eigene Fehler und bist dir ihrer bewusst - längst nicht selbstverständlich und meiner Meinung nach wichtige Eigenschaften. Zumindest liest es sich so und ihre Seite der Geschichte kenne ich nicht.

Ihr Verhalten ist aus meiner Sicht ganz und gar nicht normal und es erinnert mich in Grundzügen an mein jüngeres Ich. Auch wenn ich mich mittlerweile mit fast 30 Jahren gut im Griff habe, kämpfe ich seit meiner Jugend mit psychischen Problemen und habe auch leichte Borderline-Züge. Es ist definitiv nicht normal, in so jungen Jahren schon so extrem zu sein, was Sexualität angeht. Ich bin sicher nicht prüde oder konservativ, aber das Verhalten deiner Ex-Freundin scheint mir über eine gesunde, experimentierfreudige Sexualität hinauszugehen. Vermutlich hast du das schon irgendwo gelesen, aber Menschen mit Borderline-Problematik leben teilweise Selbstschädigung über extreme Sexualität aus. Auch diese plötzlichen Streitausbrüche mit dem Versuch, dich in jeder Situation als Schuldigen darzustellen, ist typisch. Ich möchte hiermit nicht sagen, dass deine Ex-Freundin unter Borderline leidet - das kann ich auch gar nicht - aber ich sehe die Züge davon in dem, was du beschreibst, ebenfalls. Wie man es schlussendlich nennen will ist auch eigentlich egal, psychisch auffällig und meiner Meinung nach auch hochgradig manipulativ finde ich ihr Verhalten auf jeden Fall. Und ich kenne das teilweise von mir selbst und habe solche Fälle auch in meinem Umfeld schon miterlebt. Gerade diese plötzlichen Streitanfälle wegen Nichtigkeiten, die extrem drüber und emotional sind und scheinbar aus dem Nichts kommen hatte ich früher auch. Und auch ich habe immer versucht, mein Gegenüber in die Position des Schuldigen zu manipulieren. Klar geworden ist mir das erst sehr viel später und noch heute weiß ich noch nicht zu hundert Prozent, weshalb ich mich so verhalten habe. Ich kann dir nur sagen, dass ich in diesen Momenten aus irgendeinem Grund eine extreme Spannung und Wut empfunden habe, die nichts mit den realen Umständen zu tun hatte, sondern irgendwo anders her kam. Und projektiert habe ich diese auf mein Gegenüber und habe dabei haarsträubende Erklärungen präsentiert, weshalb das Gegenüber die Schuld dafür trägt oder mich in irgendeiner Weise verletzt hat. Mit dem Ziel, mich an meinem Gegenüber abzureagieren, alle negativen Emotionen auf ihn abzuwälzen und mich gleichzeitig in die angenehme Position zu bringen, in der der andere dann reumütig zu Kreuze kriecht, mir Aufmerksamkeit und Liebe schenkt und ich das Gefühl habe, geliebt zu werden. Mir ist bewusst, dass das furchtbar klingt, aber ich war damals noch nicht so weit, das zu erkennen und mein Verhalten zu reflektieren. Ich habe einfach komplett impulsiv gehandelt und mich wie die Axt im Wald aufgeführt, ohne Rücksicht auf Verluste, wie ferngesteuert. Jahre später kann ich das zumindest einordnen und verhalte mich nur noch sehr, sehr selten so.

Was ich damit sagen will, lass dir nicht einreden, du hättest ihr Verhalten in irgendeiner Weise verdient oder provoziert. Du warst mit deiner einfühlsamen, gutmütigen Art einfach jemand, der nicht sofort abgehauen ist, sondern tatsächlich bereit war, dich mit diesem Verhalten auseinanderzusetzen und sie trotz allem einfach zu lieben. Das einzige, was ich dir raten kann ist, in Zukunft mehr auf dich zu achten und dir darüber klar zu werden, wo deine Grenzen sind, wie du Beziehungen führen willst, welche Ansprüche du an die gemeinsame Kommunikation hast und wo deine Grenzen im Hinblick darauf, wie andere dich behandeln, sind.

Deiner Ex-Freundin kann man auch nicht wirklich einen Vorwurf machen, da ich denke, dass sie starke Probleme hat und nicht wie ein völlig gesunder Mensch im Hinblick auf ihr Verhalten bewertet werden kann. Ich hoffe, dass sie in ihrem Leben den richtigen Weg für sich findet.

Dir wünsche ich das natürlich auch. Du wirst vermutlich noch eine Weile an der Geschichte zu knabbern haben, aber mit ein bisschen Distanz viel für dich lernen können.

Alles Gute.
 

Jusehr

Sehr aktives Mitglied
Vermutlich ist sie psychisch erkrank. Und ich glaube kaum, dass Du - vor allem in Deinem Alter - mit ihr fertig werden würdest.

Mir hätte dies gereicht:
innerhalb der letzten vier Monate mit über 30 verschiedenen Männern geschlafen hat
Bestenfalls kann man das als Lüge interpretieren. Andernfalls scheint mir dies böse ohne eine entsprechende psychotherapeutische Behandlung zu enden. Und Du wirst es wohl kaum ändern können. Es scheint mir sinnvoller zu sein, wenn Du Deine Zeit anders investierst.
 

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