Hallo,
ich schreibe das hier, weil ich gerade absolut verzweifelt bin. Ich (37) fühle mich, als hätte man mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Bis vor Kurzem dachte ich, wir führen eine stabile, super organisierte Beziehung. Wir haben eine wundervolle 2-jährige Tochter, ein gemeinsames Haus und hatten eigentlich nie Streit – wir haben aufeinander aufgepasst. Doch jetzt stehe ich vor den Trümmern von allem, was ich mir aufgebaut habe.
Alles begann Ende 2025 bei der Urlaubsplanung. Plötzlich sagte meine Partnerin, sie würde nur noch unserer Tochter zuliebe mit mir wegfahren. Ich war fassungslos. Als ich nach den Gründen fragte, warf sie mir mein Hobby (Gaming) vor. Wegen meines Schichtdienstes konnte ich früher oft morgens zocken, was nach der Elternzeit nicht mehr ging. Als die Kleine im August 2025 in die Kita kam, habe ich die neue Freiheit wohl etwas übertrieben und den Haushalt vernachlässigt – das gebe ich offen zu.
Im September habe ich eine Vasektomie durchführen lassen. Wir hatten lange Gespräche darüber, ob wir ein zweites Kind wollen. Sie schwankte: Einerseits wollte sie kein Einzelkind, andererseits bejahte sie meine Argumente, dass wir unsere Freiheit und Urlaube genießen wollten und die erste Zeit mit Baby extrem hart war. Doch als im Oktober befreundete Pärchen zum zweiten Mal schwanger wurden, kippte die Stimmung komplett.
Ab Oktober zog sie sich emotional zurück. Unsere festen Verabredungen um 21 Uhr auf der Couch wurden zur Qual; sie saß nur noch am anderen Ende und mauerte. Nach Weihnachten kam dann die Hiobsbotschaft: Sie wollte nicht mehr.
Sie servierte mir eine Liste mit „Kleinigkeiten“, um die Trennung zu rechtfertigen: Ich ließe die Kleine 30 Minuten am Tag fernsehen, ich würde ihr aus Spaß Essen vom Teller klauen, der Haushalt, die Vasektomie. Ich nahm mir das extrem zu Herzen und änderte alles: Ich schmiss den Haushalt, kochte, bespaßte die Kleine und zockte nur noch, wenn sie ihrem Hobby (Basteln) nachging. Ich sagte ihr, dass in einer Beziehung mit Kleinkind die Verliebtheit oft der Logistik weicht, aber sie verneinte auf Nachfrage, dass sie jemand anderen wolle.
Auf Anraten einer Freundin machten wir getrennt Urlaub. Ich fuhr mit unserer Tochter weg, damit sie Zeit für sich hatte. Kurz vor der Abfahrt sagte sie mir plötzlich, sie wolle sich mit einem „Monteur“ von der Arbeit treffen. Ich bat sie, es zu lassen.
Im Urlaub dann der Horror: Unsere Tochter hatte schreckliches Heimweh und schrie nach Mami. Ich habe 6-8 Mal per Video angerufen – akute Notfälle und abends vor dem Schlafengehen. Sie ist kein einziges Mal rangegangen. Später behauptete sie, sie würde das Handy jetzt auf laut stellen, doch am nächsten Tag passierte genau dasselbe. Niemand nahm ab.
Nach dem Urlaub war sie eiskalt. Sie starrte mich bei Gesprächen nur noch wortlos an. Als sie mich dann am Donnerstag vor Ostern erneut fragte, ob sie sich mit einem „Arbeitskollegen“ treffen dürfe, zog ich die Reißleine und sagte: „Wenn du das machst, ziehe ich morgen aus.“
An Karfreitag fand ich dann ihr Handy im Badezimmer. Ich kannte den Code. Was ich dort sah, riss mir das Herz raus: Nachrichten mit einem Typen seit Monaten, knapp 300 Bilder, die er ihr geschickt hatte, und ellenlange Texte, in denen sie sich bei ihm ausheulte und er den „Retter“ spielte. Die letzte Nachricht: *„Ich freue mich auf dich, bis gleich ❤️😘“*
Seit drei Wochen bin ich in einem absoluten Loch. Ich habe damit niemals gerechnet – nicht von diesem Menschen, nicht so kurz nach der Geburt unserer Tochter. Wir haben bis zum Schluss Familienfeiern besucht und nach außen alles aufrechterhalten, während sie mich hintergangen hat.
Ich habe massive Gewissensbisse und suche den Fehler nur bei mir. Ich schlafe nur noch 3-4 Stunden, den Rest der Nacht grüble ich: Was hätte ich anders machen können? Ich will mich auf ADHS testen lassen, weil ich glaube, dass mich die Ablehnung deshalb so vernichtet. Ich weiß nicht mehr, wer ich bin. Patchwork? Die Zukunft meiner Tochter? Alles fühlt sich leer an. Selbst mein Hobby macht keinen Spaß mehr. Ich treffe zwar Freunde und Verwandte (was ich früher für die Familie vernachlässigt habe), aber es fühlt sich falsch an.
Hört dieser Schmerz und dieses Grübeln jemals auf? Hat jemand Ähnliches erlebt und kann mir sagen, wie man da wieder rauskommt? Ich verbringe Stunden damit, mit KIs nach Lösungen zu suchen, wo es scheinbar keine gibt.
Das schlimme ist, dass sie meint mich nicht zu hassen und wenn ich sie mal sehe oder anrufe bekommt sie das grinsen nicht aus dem Gesicht als würde sie sich freuen mich zu sehen. Auch wenn ich ihr am telefon meinen standpunkt schildere und frage ob ich das nach 6 jahren verdient habe so abgespeist zu werden fängt sie an zu weinen. Minuten später aber bin ich ihr wieder egal. Ich kann mir nicht erklären ob die abneigung mir gegenüber sie dazu getrieben hat den anderen gut zu finden oder rechtfertigt sie ihr verhalten damit.
Vielen dank im voraus für eure hilfe und Unterstützung.
ich schreibe das hier, weil ich gerade absolut verzweifelt bin. Ich (37) fühle mich, als hätte man mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Bis vor Kurzem dachte ich, wir führen eine stabile, super organisierte Beziehung. Wir haben eine wundervolle 2-jährige Tochter, ein gemeinsames Haus und hatten eigentlich nie Streit – wir haben aufeinander aufgepasst. Doch jetzt stehe ich vor den Trümmern von allem, was ich mir aufgebaut habe.
Alles begann Ende 2025 bei der Urlaubsplanung. Plötzlich sagte meine Partnerin, sie würde nur noch unserer Tochter zuliebe mit mir wegfahren. Ich war fassungslos. Als ich nach den Gründen fragte, warf sie mir mein Hobby (Gaming) vor. Wegen meines Schichtdienstes konnte ich früher oft morgens zocken, was nach der Elternzeit nicht mehr ging. Als die Kleine im August 2025 in die Kita kam, habe ich die neue Freiheit wohl etwas übertrieben und den Haushalt vernachlässigt – das gebe ich offen zu.
Im September habe ich eine Vasektomie durchführen lassen. Wir hatten lange Gespräche darüber, ob wir ein zweites Kind wollen. Sie schwankte: Einerseits wollte sie kein Einzelkind, andererseits bejahte sie meine Argumente, dass wir unsere Freiheit und Urlaube genießen wollten und die erste Zeit mit Baby extrem hart war. Doch als im Oktober befreundete Pärchen zum zweiten Mal schwanger wurden, kippte die Stimmung komplett.
Ab Oktober zog sie sich emotional zurück. Unsere festen Verabredungen um 21 Uhr auf der Couch wurden zur Qual; sie saß nur noch am anderen Ende und mauerte. Nach Weihnachten kam dann die Hiobsbotschaft: Sie wollte nicht mehr.
Sie servierte mir eine Liste mit „Kleinigkeiten“, um die Trennung zu rechtfertigen: Ich ließe die Kleine 30 Minuten am Tag fernsehen, ich würde ihr aus Spaß Essen vom Teller klauen, der Haushalt, die Vasektomie. Ich nahm mir das extrem zu Herzen und änderte alles: Ich schmiss den Haushalt, kochte, bespaßte die Kleine und zockte nur noch, wenn sie ihrem Hobby (Basteln) nachging. Ich sagte ihr, dass in einer Beziehung mit Kleinkind die Verliebtheit oft der Logistik weicht, aber sie verneinte auf Nachfrage, dass sie jemand anderen wolle.
Auf Anraten einer Freundin machten wir getrennt Urlaub. Ich fuhr mit unserer Tochter weg, damit sie Zeit für sich hatte. Kurz vor der Abfahrt sagte sie mir plötzlich, sie wolle sich mit einem „Monteur“ von der Arbeit treffen. Ich bat sie, es zu lassen.
Im Urlaub dann der Horror: Unsere Tochter hatte schreckliches Heimweh und schrie nach Mami. Ich habe 6-8 Mal per Video angerufen – akute Notfälle und abends vor dem Schlafengehen. Sie ist kein einziges Mal rangegangen. Später behauptete sie, sie würde das Handy jetzt auf laut stellen, doch am nächsten Tag passierte genau dasselbe. Niemand nahm ab.
Nach dem Urlaub war sie eiskalt. Sie starrte mich bei Gesprächen nur noch wortlos an. Als sie mich dann am Donnerstag vor Ostern erneut fragte, ob sie sich mit einem „Arbeitskollegen“ treffen dürfe, zog ich die Reißleine und sagte: „Wenn du das machst, ziehe ich morgen aus.“
An Karfreitag fand ich dann ihr Handy im Badezimmer. Ich kannte den Code. Was ich dort sah, riss mir das Herz raus: Nachrichten mit einem Typen seit Monaten, knapp 300 Bilder, die er ihr geschickt hatte, und ellenlange Texte, in denen sie sich bei ihm ausheulte und er den „Retter“ spielte. Die letzte Nachricht: *„Ich freue mich auf dich, bis gleich ❤️😘“*
Seit drei Wochen bin ich in einem absoluten Loch. Ich habe damit niemals gerechnet – nicht von diesem Menschen, nicht so kurz nach der Geburt unserer Tochter. Wir haben bis zum Schluss Familienfeiern besucht und nach außen alles aufrechterhalten, während sie mich hintergangen hat.
Ich habe massive Gewissensbisse und suche den Fehler nur bei mir. Ich schlafe nur noch 3-4 Stunden, den Rest der Nacht grüble ich: Was hätte ich anders machen können? Ich will mich auf ADHS testen lassen, weil ich glaube, dass mich die Ablehnung deshalb so vernichtet. Ich weiß nicht mehr, wer ich bin. Patchwork? Die Zukunft meiner Tochter? Alles fühlt sich leer an. Selbst mein Hobby macht keinen Spaß mehr. Ich treffe zwar Freunde und Verwandte (was ich früher für die Familie vernachlässigt habe), aber es fühlt sich falsch an.
Hört dieser Schmerz und dieses Grübeln jemals auf? Hat jemand Ähnliches erlebt und kann mir sagen, wie man da wieder rauskommt? Ich verbringe Stunden damit, mit KIs nach Lösungen zu suchen, wo es scheinbar keine gibt.
Das schlimme ist, dass sie meint mich nicht zu hassen und wenn ich sie mal sehe oder anrufe bekommt sie das grinsen nicht aus dem Gesicht als würde sie sich freuen mich zu sehen. Auch wenn ich ihr am telefon meinen standpunkt schildere und frage ob ich das nach 6 jahren verdient habe so abgespeist zu werden fängt sie an zu weinen. Minuten später aber bin ich ihr wieder egal. Ich kann mir nicht erklären ob die abneigung mir gegenüber sie dazu getrieben hat den anderen gut zu finden oder rechtfertigt sie ihr verhalten damit.
Vielen dank im voraus für eure hilfe und Unterstützung.