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Kann man denn eigentlich wirklich jeden Menschen helfen ?

Vor allem ist Selbstinszenierung ein Signal dafür, dass was nicht stimmig ist.

Ich hatte mal einen Therapeuten, der meinte, ich solle einfach nur so tun als ob. Also die Körperhaltung, Gestik, Mimik an jemanden anpassen (nachahmen), der erfolgreich ist und eine selbstbewusste Erscheinung hat. Denn die Körperhaltung und das antrainierte Auftreten, wirke sich dann unmittelbar auf das eigene Selbstbewusstsein (Selbstvertrauen) aus, so der Therapeut.
Andere Konzepte hatte er leider nicht, weswegen ich das ganze nach ein paar Stunden wieder abgebrochen habe.

Scheinbar scheint die Selbstinszenierung ein gängiges Therapieverfahren zu sein. Meine Ansicht ist ja, dass man sich durch nicht authentisches Verhalten selber erst recht zum Sonderling macht. Und in Kreisen, in denen inszeniertes Auftreten Würdigung findet, fühle ich mich nicht wohl. Das wollte er (der Therapeut) aber nicht gelten lassen.
 
zwischen Leben meistern und Seelenkrüppeln die nix mehr auf die Reihe kriegen liegt ne weite Spannbreite und etliche Zwischenmöglichkeiten und ich denke die allermeisten Menschen bewegen sich eher im Feld ganz gut über die Runden zu kommen.

In welchem Feld man landet hängt von unerschiedlichen Faktoren ab. Ein wichtiger Faktor ist was man selbst aus seiner Lage macht. ob man eigenverantwortlich handelt, inwiefern man sich selbst dabei hilft nen guten Platz im Leben für sich zu finden.

Es stimmt was Truth schreibt, dass zu viel Mitgefühl zeigen oft auch das Gegenteil bewirken kann und oft sehr mit den eigenen Ängsten und Unsicherheiten zu tun hat.

Interessantes Beispiel von Zappzarapp mit dem so-tun-als-ob-Therapeuten..aber an sich gar nicht mal so schlecht diese Grundidee. Klar ist Therapie auch sone Art Selbstinszenierung aber auch Selbstfindung oder -neuerfindung. Man sollte schon einige Rollen spielerisch ausprobieren um zu gucken was einem liegt und was man ausbauen könnte. Um zu sehn welche Facetten alle in einem stecken.

Buchtipp:
Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag: Amazon.de: Erving Goffman: Bücher

Es stimmt das die Körperhaltung sich auf die innere Haltung auswirkt...wenn man gerade und Brust raus geht hebt das (manchmal nicht sofort aber bei mehrfachem Training auf Dauer) Selbstbewusstsein. Verzieht man sein Gesicht zu einem Grinsen oder Lachen hebt sich die Stimmung.
Alles ist miteinander in Wechselwirkung...daher betone ich ja auch oft das Körpertraining, rate zu Kampfsport....eben wegen der verbesserten Körperhaltung und mehr Körperbewusstsein was auch wichtig ist um sich selbst erst einmal richtig kennen und einschätzen zu lernen.
Menschen erkennt man an ihrer Körperhaltung....ich zumindest kann sehr viel daraus ableiten...Man erkennt ob jemand sich wohl in seiner Haut fühlt oder nicht, ob Frauen ein solides Körperbewusstsein haben und stolz auf ihren Körper sind oder nicht...etc.
Authentizität spielt natürlich eine Rolle...durch die Wechselwirkung und Lust am Rollenspiel (ohne Furcht vor Blamagen beim einstudieren) läßt die sich jedoch auch aufbauen...

Ich finde wie Goffman: wir alle spielen mal mehr mal weniger Theater...mit einem soliden Kern und Selbstbewusstsein ist es gar kein Problem jeweils auch authentisch zu sein in den verschiedenen Rollen die wir im Leben spielen, also stets man selbst in diversen Rollen zu sein. Problematisch ist es nur wenn man krank und verwirrt ist und gar nicht weiss wer man ist....dann wird einem das ganze Rollenspiel zu viel und man kriegt Schiss davor...
Das ICH ist kein statischer Klotz und nur festgelegt auf ne Einzelrolle...z.B die Mutterrolle, Freundinnenrolle, Partnerrolle, Liebhaberrolle, Jobrolle etc.und meiner Ansicht nach sollte man sich hüten zu einseitig auf ne spezielle Rolle fest zu legen sondern ein wenig flexibel und offen auch mal für was Neues zu bleiben.
An Truths Beispiel kann man es ja sehen: die Rolle der mitfühlenden, verständnisvollen und behutsamen Mutter reichte nicht...sie musste lernen auch mal ne andere Rolle für ihre Tochter zu spielen...sonst kommt man oft nicht aus Abhängigkeitsmustern raus...Mutter-Kind-Abhängigkeit. Zu viel Schonhaltung ist manchmal gar nicht gut....ggf für einen selbst indem man den anderen für schwach und abhängig erklärt damit man selbst die Helferrolle spielen kann....letztlich scheitert ein solches Projekt jedoch und ich finde Truth Grad an Reflexion bewundernswert das erkannt und sich dem gestellt zu haben.

Und ich glaube, sein bester eigener Therapeut wird man, wenn man es schafft, sich selbst aus einer gewissen Distanz heraus zu betrachten - und das so urteilsfrei wie möglich.

dem stimme ich zu...Distanzierungsmittel ist ja Reflexion und nichts anderes lernt man in Therapie. Dort tritt man quasi aus sich heraus und guckt sich seine Lage mal von einem anderen und distanzierteren, sachlichen Standpunkt aus an....da hat man dann oft viele aha-Effekte...
Wer stets zu sehr emotionsverhaftet zu nah an sich dran und in sich drin hängt der kommt oft nicht weit...der bleibt manchmal gleichsam in sich und ungünstigen Verhaltensmustern stecken. Mit Mitgefühl kann man hier wenig ausrichten...sondern oft eher im Gegenteil manchmal viel Nachteiliges.

Wie gesagt: Mitgefühl ist gut (aber nur in Maßen) aber reicht nicht insbesondere nicht in schwierigen Problemsituationen und Traumata etc.

Ich kann mir vorstellen das viele Menschen so viele Gefühle haben und Mitgefühl teilen und mitteilen wollen....weil das in erster Linie ihnen selbst gut tut...die Frage ist nur ob das immer auch für andere gut ist. Gut ist an sich so eine Art Mittelding: unverbindliches Mitgefühl zeigen + sachliche und konkrete Analyse und Tipps. Ist gar nicht so einfach denke ich...sehe ich ja an mir selbst...bei mir hakt es offenbar (aus der Sicht einiger User, komischerweise nicht aller) daran genug Mitgefühl zu zeigen...andere haben Probleme mit genügend innerem Abstand und Grad an Reflexion an die Sache ran zu gehen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer stets zu sehr emotionsverhaftet zu nah an sich dran und in sich drin hängt der kommt oft nicht weit...der bleibt manchmal gleichsam in sich und ungünstigen Verhaltensmustern stecken. Mit Mitgefühl kann man hier wenig ausrichten...sondern oft eher im Gegenteil manchmal viel Nachteiliges.

Das stimmt bis zu einem gewissen Grad. Menschen, die zu sehr in ihrer Würde verletzt wurden, sehen oft alle Schuld bei sich selbst. Und das oft ganz unbewusst! Also Menschen, die von Kind an nicht respektvoll und würdevoll behandelt wurden - körperlich oder psychisch - und im Erwachsenenalter noch immer unter den gleichen Missständen leiden oder manchmal sogar erst im Erwachsenenalter da hineingeraten sind. Diese Menschen müssen erst einmal loslassen können. Uzw. das Schuldgefühl. Und so ein Schuldgefühl musst du zuerst emotional loslassen können - danach kannst du erst rational rangehen. Treffen wir also auf so einen Menschen und geben ihm rationale Ratschläge, helfen wir ihm nicht aus seiner emotionalen Gefangenschaft. Die MUSS sich zuerst auflösen. Danach kommt alles andere.

Es IST Tatsache, dass jeder Mensch eigenverantwortlich ist, und es IST eine Tatsache, dass wir die Grenzen setzen und das wir selbst im Grunde bestimmen, was der andere mit uns machen kann. Aber da kommen wir oft erst ran, wenn wir uns zugestehen dürfen: ICH WAR NICHT SCHULD! Und dazu brauchst du ganz viel Gefühl. 🙂

Viele Morgengrüße
 
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stimmt es gibt Loslassphasen von diesem Schuldgefühl, das vor allem Frauen ja an sich direkt in die Wiege gelegt zu sein scheint...bzw in die Tradition...vgl. Evas Ursünde und diese Übertragungskiste auf alle Frauen...die weibliche Erbsünde. Es ist ein Machtmittel einem Menschen ein schlechtes Gewissen und Schuldgefühle ein zu reden...und Ohnmachtsmittel sich das einreden zu lassen oder sich selbst ein zu reden. So etwas muss einem erst einmal rational bewusst werden und von da aus eröffnen sich auch neue Handlungsmöglichkeiten aber auch neue Verantwortung, Eigenverantwortung sich da selbst in Hinsicht auf die Schuldgefühle eine Grenze zu setzen und zu überlegen wie man das hinbekommt etc....also nen Haufen Arbeit an sich selbst.

Ich stimme dir zu Truth, es gibt 2 Seiten beim Loslassen: einmal die emotionale Seite dabei und dann die bewusste rationale Seite,
Für viele sind die Schuld- oder auch Schamgefühle zu sehr Gewohnheit geworden dass sie gar nicht mehr loslassen können/wollen (können und wollen hängen ja auch eng beinander), da sie ansonsten denken sich in Luft auf zu lösen oder so...da ihr Sein zuvor sehr ausgeprägt und ausgefüllt durch diese Emotionen war.
In diese Lücke muss dann was Neues: ein eher positiv (und nicht mehr so negativ durch Schuldgefühle) bestimmtes Selbstbewusstsein z.B. das man jedoch erst einmal bewusst aufbauen muss.
Das Ganze ist nicht leicht aber hat man die Grundzusammenhänge erst einmal begriffen wird es wesentlich leichter.

Natürlich braucht es viel GEfühl und Gespür für sich selbst um die Dinge und Zusammenhänge zu erkennen...aber um dieses Gefühl zu kriegen braucht es einen reflektierenden, ordnenen Verstand, Rationalität, die die Gefühle mal etwas mit Abstand betrachtet, guckt wo sie herkommen und sie kritisch hinterfragt, manchmal neu ordnet, ein wenig räsoniert in manchen Punkten...Sein Herz verliert man übrigens nicht wenn man ihm manchmal rational den Weg bestimmt. Ich denke viele befürchten das manchmal oder aber liegen dem Klischee auf dass frauen halt einseitig herzbestimmt sind und Männer der Kopf als rational sind...Frauen das nicht können. Die Frauen die das machen geben damit ein sehr wichtiges Machtmittel aus der Hand...

Rationalität und Emotion sind ohnehin in Wechselwirkung untrennbar miteinander verbunden...wer das eine stärkt stärkt auch das andere.
Mein Weg war der über die Rationalität um Ordnung zu schaffen...ich räume halt sehr gerne auf und will die Dinge so real wie möglich erkennen können (was ein Machtfaktor ist und einem das Leben erleichtert) und für diesen Blick braucht es genug Ordnung im Geist und in den Emotionen.
Ich denke nicht das es klappt den Ansatz über die Emotionen zu finden...es muss zunächst rational klar sein woher diese Schuldgefühle oder auch Schamgefühle genau stammen, welche Funktionen sie haben und wie man sie bewertet.

Ich denke in jedem Menschen steckt sone Art Urintuition was gut oder schlecht für einen ist...zu verwirrte Emotionen versperren den Weg zu dieser Intuition und ich denke das Rationalität eine gute Schaufel ist um den Blick auf das Wesentliche und wesentliche Lebenszusammenhänge frei zu schaufeln. Irgendwie muss sich da jeder auf seine Weise rausbuddeln und frei buddeln...Die Alternative ist dass man dem Leid = Ohnmacht durch (von anderen oder sich selbst) eingeredeten Schuldgefühlen, Schamgefühlen etc. verhaftet bleibt. Ich kenne Lebensläufe in denen das durchgängig der Fall war oder ist...und einige sich vehement gegen ihre Eigenverantwortung sperren....so sind die Menschen halt verschieden. Für mich besteht eine bessere Lebensqualität und v.a. mehr Menschenwürde darin sich seiner Verantwortung ohne Zip oder Zap zu stellen, nach vorne zu sehen und v.a. nach vorne zu gehen, anstatt sich sein Leben lang greinend nach rückwärts zu wenden und um die verlorenen und missratenen Dinge zu trauern.

Genau diese Zusammenhänge zu erkennen war ein rationaler Schritt für mich dem das intuitve Gefühl voraus ging dass da irgendwo was nicht stimmte und richtig zu stellen war. Je gründlicher man mit der (emotional-rationalen oder rational-emotionalen) Richtigstellung ist desto höher die Aussichten auf einen guten Neustart und Aufbau einer soliden Lebensbasis.

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich habe heute ein Märchen gelesen, das meiner Meinung nach wunderbar an diesen Platz passt.

Aus Gründen des Urheberrechts verzichte ich darauf, es hier zu posten und verweise auf diese Webseite:

Die kleinen Leute von Swabeedoo


Der Vollständigkeit halber hier noch gleich ein Link zum Buch:

Die kleinen Leute von Swabedoo: Amazon.de: Bücher


Ganz besonders berührt hat mich der Kobold, der am Ende feststellt, dass er den Swabeedoo-dahs ja nur zeigen wollte, wie die Welt wirklich ist. Und so ist es doch, nicht wahr? Wir glauben immer den Kobolden. Dabei tragen wir die Weisheit für ein erfülltes Leben bereits in uns.



Tuesday
 
Es IST Tatsache, dass jeder Mensch eigenverantwortlich ist, und es IST eine Tatsache, dass wir die Grenzen setzen und das wir selbst im Grunde bestimmen, was der andere mit uns machen kann. Aber da kommen wir oft erst ran, wenn wir uns zugestehen dürfen: ICH WAR NICHT SCHULD!
Das schließt jetzt hoffentlich mit ein, dass jeder Mensch eine Verantwortung gegenüber anderen trägt. Ich nenne es mal den „gesitteten“ und „achtvollen“ Umgang (der leider sehr vielen fremd ist). Man scheint das leider nicht verlangen zu können, da viele mit so viel Unverständnis darauf reagieren, dass einem nur Angst wird. Mit dem Schlagwort „Eigenverantwortung“ ist man da immer schnell und es ist (nebenbei gesagt) natürlich auch das Bequemste. Gibt ja auch keinen Grund, an sich zu arbeiten, wenn andere leiden.

Was ist denn nun mit denen, die aufgrund Ihrer „Auffälligkeiten“ (Abnormalität) Ihre sogenannte „Eigenverantwortung“ in Hinsicht auf Grenzen setzen und Selbstbestimmung nicht wahrnehmen und aufzeigen können?

Aber setzen nicht menschenwürdige Umgangsformen die Entwicklung von bestimmten kognitiven Fähigkeiten voraus? Kann man den verantwortungs- und respektvollen Umgang anderen gegenüber wirklich verlangen?

Ich denke, an dieser Stelle sollten „Verhaltens-Coaches“ ansetzen, die den menschenwürdigen Umgang beibringen und Leistungen in der Hinsicht sollten belohnt werden, wie andere Leistungen auch... Das ist natürlich nur ein Gedankenmodell von mir für eine bessere Welt.

Aber ich meine, wenn das Wahrnehmen der Eigenverantwortung in Hinsicht auf Kompromissbereitschaft und „guten Willen zeigen“ nicht genug ist, dann kann man nur noch so eigenverantwortlich handeln und sich aus einem emotional verrohtem Umfeld zurückziehen (bevor man daran zugrunde geht). Man darf von Glück reden, wenn man so viel Selbstständigkeit erlangt hat! Das Ergebnis ist bekannt: die u.U. totale Vereinsamung.

Was kennzeichnet ein emotional verrohtes Umfeld? „Knallharter“ Konkurrenzkampf, immerwährende Demonstration der eigenen Selbstsicherheit ist Pflicht, Schwächen dürfen nicht gezeigt werden – Angriffe würden sogleich erfolgen, da ein regelrechter Zwang besteht, die eigene Überlegenheit gegenüber dem „trivialen Durchschnitt“ fortwährend darzulegen. Frauen sind Möpse und Mu**** (Frauen betonen aber auch nur zu gerne Ihre „weiblichen“ Eigenschaften), Männer müssen „tough“ sein, wer nicht dazugehört, ist faktisch tot. Gefühle zu entwickeln ist unbekannt. Die Zwischenmenschlichkeit ist auf den „Akt“ beschränkt, das aber ausgiebig und hemmungslos. Partnerschaften und Kontakte sind zweckdienlich. Überhaupt liegt das Hauptinteresse eigentlich schlicht beim „Akt“.

Meiner Erfahrung nach, ist die emotionale Verrohung besonders auch im „elitären“ Umfeld weit fortgeschritten. Mir persönlich macht das sehr große Angst...

- - -
Ja, die Welt ist wie zum Schluss im Swabeedoo-Dorf: Die meisten Leute beneiden sich völlig grundlos und nur scheinbar einige wenige wissen, was das für ein Blödsinn ist.
 
Das schließt jetzt hoffentlich mit ein, dass jeder Mensch eine Verantwortung gegenüber anderen trägt.

Vorsicht Falle, würde ich sagen. Selbstverständlich schließt die Eigenverantwortung auch das Verantwortungsgefühl gegenüber deinen Mitmenschen mit ein. Allerdings sehe ich dieses in Richtung, Menschen generell respektieren. Ansonsten überlasse ich - auf jeden Fall heute - den Menschen in meinem näheren Umfeld IHRE Verantwortung. Denn du kannst da ja auch in eine Falle tappen und dir den Schuh des anderen anziehen. Und der passt nie so gut, dass es dir wirklich damit gut geht. 🙂
 
Ich spreche nicht ÜBER User, ich rede MIT einer Userin. Dass diese mir nicht mehr antwortet, ist ja nicht mein Problem, aber schon interessant und bezeichnent. Ich vermute mal, dass ich mit meiner Frage ins schwarze getroffen habe...

Ich habe übrigens überlegt, ob man das Thema absplitten soll, aber da es sich anscheinend beim Ursprungsbeitrag um einen fiktiven Fall und nicht um ein konkretes Problem handelt, hab ich es so gelassen. Es geht immer noch um das Thema helfen, Helfende und Geholfenen 😉, somit ist es sicher nicht völlig OT. Und ich finde, dass die Diskussion recht sachlich und konstruktiv abläuft, wenn man auch nicht unbedingt von einsichtig sprechen.
 
Dass hier - fernab vom Thema - Tyra zum Thema gemacht wird und innerhalb der Diskussion in die Ecke gedrängt, finde ich interessant und nicht mal schlimm, weil diese Diskussion längst mal überfällig ist.

Das hättest du dir glaube ich sparen können! Denn das zeigt schon mal, dass da nichts Wohlwollendes ist und wenn etwas nicht wohlwollend ist, kann es niemals konstruktiv sind. Ich finde das wirklich respektlos! Und deine Kritik über Sori finde ich kindisch! Musst du dich über Sori auskotzen, damit du dich in ein besseres Licht stellen kannst? Meine Güte - es ist doch interessant, wie Menschen glauben, einen gerechten Sinn zu haben und dann einfach nicht fähig sind über sich selbst zu reflektieren. Du bist für mich da ein schillerndes Beispiel - oder missverstehe ich dich letztendlich? Haste auch so ne tolle Mauer?

Was mir eigentlich am Herzen liegt: Hier stoßen konträre Meinungen aufeinander. Ich würde aber nie soweit gehen, zu sagen, dass der eine alles und der andere überhaupt nichts versteht. Das gilt für uns alle - mich mit eingeschlossen! Manchmal sollten wir genau da besser hinhören, wo wir etwas total absurdes vermuten. Denn genau da kann manchmal ein kleiner Schlüssel für uns liegen. Wers erlebt hat, versteht was ich meine.

Grüße
 
Das schließt jetzt hoffentlich mit ein, dass jeder Mensch eine Verantwortung gegenüber anderen trägt. Ich nenne es mal den „gesitteten“ und „achtvollen“ Umgang (der leider sehr vielen fremd ist). Man scheint das leider nicht verlangen zu können, da viele mit so viel Unverständnis darauf reagieren, dass einem nur Angst wird. Mit dem Schlagwort „Eigenverantwortung“ ist man da immer schnell und es ist (nebenbei gesagt) natürlich auch das Bequemste. Gibt ja auch keinen Grund, an sich zu arbeiten, wenn andere leiden.


Ich sehe das ähnlich wie du. Eigenverantwortung heißt für mich nicht allein, dass man sich vor anderen schützen muss, sondern vor allem, dass ich für meine Handlungen verantwortlich bin und wenn ich jemanden verletze, muss ich die Verantwortung übernehmen und zukünftig mein Verhalten ändern.

Mir erscheint das völlig logisch und ich kann überhaupt nicht verstehen, wie jemand einen so einfachen Grundsatz des Zusammenlebens nicht akzeptieren und verstehen will/kann.

Ich kann doch nur da Respekt von anderen verlangen, wo ich auch selbst bereit bin ihn zu geben.

Da sehe ich eine große Schwachstelle der Fraktion "der Mensch ist des Menschen Wolf". Sie sagen zwar, meinen Respekt muss man sich verdienen, erwarten aber im gleichen Atemzug, dass man sie respektiert. Das ist eine ziemlich schräge Welt, die mich sprachlos macht 😕

Es ist auch nicht das, was ich erlebe. Und je offener ich selbst werde, umso mehr treffe ich auch auf Leute, die meine Lebensphilosophie teilen. Das ist ein sehr entspanntes miteinander, wo die Leute sich aufeinander verlassen können.

Das versuche ich auch an Betroffene weiterzugeben. Ich bemühe mich verlässlich zu sein und zu vermitteln, dass ich an sie glaube. Das ist wohl die stärkste Kraft, die man geben kann. Den anderen nicht aufgeben.

Jedenfalls hat mir dein Beitrag gut gefallen.


Tuesday
 

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