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Kann ihre Nähe nicht mehr ertragen

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Moin Schneee,

Mensch bin ich heute müde, gähn... Kaffee wirkt überhaupt nicht...

...Haus ...
War das ein Thema, das ihr damals besprochen habt? Ich mein.. wie kann man sich in der Ehe wohl fühlen, wenn man sich in seinem eigenen zuhause unwohl fühlt? Kam für dich/euch nie in Frage, umzuziehen, nachdem du das ja sogar bemerkt hast?

Es war ihr Wunsch ein Haus zu haben und auch genau an dieser Stelle (ihre Schwester wohnt nebenan) und wir haben alles gemeinsam geplant und entschieden. Damals war sie noch recht fit. Wenn also dann bin ich es der hier Zugeständnisse gemacht hat. Ich wollte wo anders hin.
Wegziehen...will sie auf keinen Fall, sie hat mir schon gesagt dass wenn dann ich gehen müsste.

Wie verliefen denn die Jahre bis dahin? Ihr scheint ja doch schon ne ganze Zeit zusammen gewesen zu sein.. ward ihr da glücklich? Also ich mein im großen und ganzen, kleine Reibereien gibt es ja vermutlich in jeder Ehe 🙂

Du tippst richtig, die Probleme fingen an mit dem Einzug. Sie kam von Anfang an nicht zurecht, ich denke sie hat sich das alles einfacher vorgestellt. Ich war tagsüber meist weg aber es war ja fast immer jemand bei ihr und hat sie unterstützt, Aupair, Putzfrau (darf man das überhaupt noch sagen?), ihre Schwester, trotzdem hat's mit der Ordnung nie geklappt und es gab öfters Probleme zwischen uns deswegen.
Ich bin kein Ordnungsfanatiker, ich denke praktisch, wenn ich was gleich wegräume finde ich es wieder schneller. Und mein Büro ist auch nicht gerade ein Musterfall an Ordnung, aber so wie's im restlichen Haus aussieht ... kann sich vmtl. kaum jemand vorstellen der in normalen Verhältnissen lebt. Klar, ich könnte viel mehr machen aber ich habe festgestellt sobald ich etwas mache macht sie es nicht mehr. Also lass ich den Wäschkorb eben wochenlang vor ihrem Schlafzimmer stehen, die Kids haben sich schon daran gewöhnt ihre Klamotten zuerst da drin zu suchen bevor sie an den Schrank gehen.

Einmal der Stress mit dem Haus...mit mir...die Krankheit ... vmtl. hängt das alles miteinander zusammen und schaukelt sich gegenseitig hoch.

... Medikamente ...
Ich finde immer noch, dass das ein wesentlicher Satz ist. WARUM kümmert sich da niemand drum, dass sie die Medikamente dann tatsächlich richtig dosiert?? Das würde doch SO VIEL einfacher machen! Wenn sie in dem Zustand ist, wie du das beschreibst, kann sie das doch gar nicht alles selbst entscheiden. Das siehst du doch daran, dass es nicht klappt.

Weil sie a) nicht will dass ich da dreinrede und b) ich bisher ihr glaubte als sie sagte dass sie die Medikamente nach Bedarf selbst dosieren kann/soll.

... Medikamente ...
An deiner Stelle würde ich nicht noch 2 Monate bis zum nächsten Arztbesuch warten. Du machst es dir doch auch selbst schwer damit!
Eine richtige Dosierung halte ich für das A und O.

Das habe ich mir bereits fest vorgenommen. Danke ! Herzlichst, LLR
 
Hallo Luisa,

Ich kann mit Drogen nichts anfangen; ich treibe Sport und da passt das nicht....

Genau, sagt Jan Ullrich auch immer 😀
Sorry, kann's mir einfach nicht verkneifen, ich liebe diese Thema 😀

Ich halte es auch für ganz wichtig, dass deine Frau ihre Medikamente richtig dosiert nimmt. Dann ist sie ja in der Lage, auch Dinge zu erledigen, wenn auch nur eine Sache auf einmal.

Ist zwar besser dann aber so richtig klasse auch wieder nicht. Sie ist trotzdem zerstreut und vergesslich. Weit weg davon wieder ein 'normaler Mensch' zu sein. Aber wenigstens scheint es ihr dabei relativ gut zu gehen.

Wenn ich deinen letzten längeren Beitrag lese, dann kommen mir mehr Bedenken: du hast vorher schon über einiges hinweggeschaut. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ihr auch ohne die Erkrankung irgendwann Probleme bekommen hättet. Die Erkrankung verschärft das m.E. jetzt nur.

Das stimmt. Im Nachhinein habe ich mir Vorwürfe gemacht weil vieles was mir auf die Nerven ging vmtl. zum Teil durch ihre Krankheit bedingt war. Hätte ich das gewusst hätte ich mich wenigstens nicht so darüber aufgeregt. Aber das was mich früher wenig an ihr störte und durch andere positive Eigenschaften kompensiert wurde bedrückt mich heute immer mehr.


Geht deine Frau eigentlich in eine MS-Selbsthilfegruppe?

Nein. Ich denke es ist ihr unangenehm. Auch ihre engsten Freundinnen und Verwandte wissen garantiert nicht wie es um sie steht. Ich denke sie möchte so wenig wie möglich über ihre Krankheit nachdenken und möche auch nicht dass andere wissen wie es ihr wirklich geht.

Wir reden auch nur darüber wenn ich sie anspreche, zwar ist es so dass ich sie auf ihre Krankheit auch nicht ständig anspreche, aber wenigstens dann wenn mir Veränderungen an ihr auffallen die ich mir nicht erklären kann.

Auch liebe Grüsse, LLR
 
Wegziehen...will sie auf keinen Fall
Naja wenn sie auf gar keinen Fall wegziehen will, kanns ihr doch sooo schlecht gar nicht gefallen, oder? 😕 Hast du sie denn mal gefragt, was sie vom Haus und allem hält, oder ist das nur dein eigener Eindruck, dass sie sich nicht wohl fühlt?

sie hat mir schon gesagt dass wenn dann ich gehen müsste
Habt ihr schon öfter über Trennung gesprochen?

trotzdem hat's mit der Ordnung nie geklappt und es gab öfters Probleme zwischen uns deswegen.
Also irgendwie hört sich das so an, als wäre die Sache mit der Ordnung eins deiner größten Probleme. Wäre interessant mal n Blick in eure Wohnung zu werfen, wie schlimm das wirklich ist.
Aber wenn dir das echt so zu schaffen macht.. dann verstehe ich nicht, warum ihr nicht wieder zur Au pair / Putzfrau -"Lösung" greift. Das wäre doch zumindest ein Anfang, oder nicht?

Weil sie a) nicht will dass ich da dreinrede
Das hört sich jetzt vielleicht hart an.. aber meinst du nicht, dass das ab einem gewissen Punkt irrelevant ist? 🙄

und b) ich bisher ihr glaubte als sie sagte dass sie die Medikamente nach Bedarf selbst dosieren kann/soll.
Eben. BISHER. Jetzt weißt du es, dass dem nicht so ist, und es ist Zeit zu HANDELN.

Nein. Ich denke es ist ihr unangenehm. Auch ihre engsten Freundinnen und Verwandte wissen garantiert nicht wie es um sie steht. Ich denke sie möchte so wenig wie möglich über ihre Krankheit nachdenken und möche auch nicht dass andere wissen wie es ihr wirklich geht.
Hm.. das hört sich überhaupt nicht so an, als hätte sie die Krankheit "akzeptiert". Auch das ist wie ich finde ein wichtiger Punkt. Das alleine durchzustehen und niemand an einen ranzulassen.. wie soll das denn richtig funktionnieren?
Hmmm.. irgendwie habt ihr in der Behandlung noch überhaupt nicht das für sie passende "Rezept" gefunden. Weder medikamentös, noch psychisch. 🙄
 
Hallo Schneee,

dieses 'Gespräch' von vorhin beantwortet vielleicht einige Fragen:

Sie: "Warum beobachtest Du mich so ?"

Ich: "Ich wollte wissen wie's dir geht. Du siehst gestresst aus, hast du keine Tablette genommen ? Nimmst du deine Medikamente jetzt regelmässiger ?"

Sie: "Ich mag es nicht wenn du dich so über mich stellst und mich wie eine Irre behandelst. Das tust du schon seit Jahren. Am liebsten würde ich mit den Kindern ausziehen !"

Dann Funkstille. Ich gehe nach nebenan und höre wie sie in der Küche raschelt, sie nimmt eine Tablette ! Dann geht sie nach oben, malt wieder an ihrem Bild. Eine Stunde später kommt sie wieder herunter und wir unterhalten uns ganz normal über dies und jenes was heute alles so vorgefallen ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
dieses 'Gespräch' von vorhin beantwortet vielleicht einige Fragen
Naja ich kann dir eigentlich nur immer wieder das gleiche sagen. Diese Situation beweist doch nur wieder, wie unheimlich wichtig die Tabletten und die richtige Einnahme für sie sind!
Und das ihr absoluten Redebedarf habt.

Ich denke an eurer Situation kann man noch einiges verbessern, du musst es nur mal entschiedener in Angriff nehmen. Nur darüber reden allein hilft dir da nicht so viel weiter.
 
Hallo Schneee,

heute ist wieder einer dieser Tage... die eine Tochter hat mich die halbe Nacht auf Trab gehalten, Husten, Brechreiz, die 2. habe ich in die Schule gequält und gerade eben wieder abgeholt, dasselbe in grün. Der Klassenlehrer möchte dass ich jetzt mit ihnen zum Arzt gehe weil sie in letzter Zeit mehrmals gefehlt haben. Was soll ich tun, es ist nun mal Erkältungszeit und ich habe nicht die Kraft sie zur Schule zu zwingen auch wenn ich merke dass es nicht ganz so schlimm ist wie sie vorgeben...

Habt ihr schon öfter über Trennung gesprochen?

Kommt öfters auf den Tisch aber sie will unbedingt die Kinder haben, was für mich aber nicht in Frage kommt da sie das unmöglich alleine schaffen kann.

Also irgendwie hört sich das so an, als wäre die Sache mit der Ordnung eins deiner größten Probleme. Wäre interessant mal n Blick in eure Wohnung zu werfen, wie schlimm das wirklich ist.

Ja, neben der Sorge wegen ihrem aufgekratzten Zustand, insbesondere während der letzten Woche, ist das so mein Hauptproblem gerade. Ich habe mich gerade mal umgesehen und überlegt ob ich das mal fotografieren soll, nur so mal für mich, vielleicht gibt es mal eine Zeit wo ich dann das ansehe und mich frage wie ich das überhaupt so lange aushalten konnte. Und ich merke dass die Kinder auch anfangen zu schlampen. Das Kinderzimmer ist inzwischen genauso unordentlich und verdreckt wie ihr Schlafzimmer. Dass in diesen Staubschichten sich die Krankheitskeime prächtig entwickeln ist wohl sicher ... Ich habe auch schon Anrufe von der Klassenlehrerin bekommen weil sie oft die Hausaufgaben nicht machen oder nicht dabei haben.

Auch wenn es ihr mal 'besser geht' und sie den Entschluss fasst mal was im Haushalt zu tun: sie hat keine Strategie und kann keine Prioritäten setzen. Da wird dann das Wohnzimmer gewischt obwohl das noch am besten in Schuss ist weil ich da besonders drauf achte weil die Kids da am häufigsten sind. Das Bad welches seit Monaten unter keinem Reinigungsmittel mehr gelitten hat bleibt dreckig wie's ist. Und wenn ich was anspreche, egal ob gaaaanz vorsichtig oder streng, kommt gleich ein Ausbruch. Ich weiss da nicht mehr weiter, ich will nur noch meine Ruhe. Lieber ziehe ich in den Keller als diese Chaos noch länger mit ansehen zu müssen.


Hmmm.. irgendwie habt ihr in der Behandlung noch überhaupt nicht das für sie passende "Rezept" gefunden. Weder medikamentös, noch psychisch. 🙄

Ich versuche jetzt mal behutsam auf einen Arzttermin zu drängen.
 
[Trennung] Kommt öfters auf den Tisch aber sie will unbedingt die Kinder haben, was für mich aber nicht in Frage kommt da sie das unmöglich alleine schaffen kann.
Das spricht wieder ganz dafür, dass sie ihre Krankheit nicht wirklcih akzeptieren kann. Wenn sie das bewusst sieht, dann müsste sie doch selbst wissen, dass sie das nicht alleine schaffen kann. Oder hat sie für den Fall einen "Plan B"?
"Öfter" von Trennung sprechen ist jetzt natürlich die Frage, WIE oft. Wenn ihr ständig vorgehalten wird, wie grausam sie doch ist, und dass du dich am liebsten trennen würdest.. naja, da gehts ihr sicherlich nicht gut dabei. Wenn sie dann auch noch ohne die Kinder müsste.. ja was hat sie denn dann noch vom Leben? (ums mal etwas dramatisch auszudrücken 😱 )

Das Kinderzimmer ist inzwischen genauso unordentlich und verdreckt wie ihr Schlafzimmer. Dass in diesen Staubschichten sich die Krankheitskeime prächtig entwickeln ist wohl sicher
Ich sags nochmal ganz deutlich: HANDLE!
Es scheint bei euch ja über die "normale" Unordnung weit hinaus zu gehen. Wenn es schon so schlimm ist, dass du auch nur annähernd Bedenken hast, dass es gesundheitsschädlich sein könnte.. warum zögerst du dann noch?? Wenn du selbst nicht den Putzlappen in die Hand nehmen willst, dann kümmer dich DRINGEND um eine Alternative! Welche das sein können, weißt du doch schon.
Wenn deine Frau in einem halbwegs normalen Zustand ist.. sieht sie das mit dem Chaos dann genauso?

.
.. Ich habe auch schon Anrufe von der Klassenlehrerin bekommen weil sie oft die Hausaufgaben nicht machen oder nicht dabei haben.
Gut.. warum sollten sie das auch machen, wenn sich so keiner drum kümmert, und es keine Konsequenzen gibt? Wenn deine Frau da nicht durchgreifen kann, bist wohl wieder einmal du an der Reihe. Ich versteh schon, das wird immer mehr für dich, du sollst hier sein, du sollst da sein, klar zieht das an deinen Nerven. Du solltest meiner Meinung nach versuchen, Prioritäten zu setzen. Und zu schauen, was kannst du machen (Die Kinder sollten da an Nr. 1 kommen), was müssen andere unternehmen (putzen), was kann warten (ausmisten von irgendwelchen Schränken).

Lieber ziehe ich in den Keller als diese Chaos noch länger mit ansehen zu müssen.
Was macht das besser? Also im Bezug auf das Chaos? Dein Kinder sind da immer noch drin.

Ich versuche jetzt mal behutsam auf einen Arzttermin zu drängen.
Behutsam drängen? 😀
..ist es denn nicht auch eine Möglichkeit, alleine mit dem Arzt zu reden? Oder geht das in Punkto Schweigepflich nicht? Du hast doch ne ganze Menge Fragen, oder nicht? Also ich hätte die an deiner Stelle.
Hat deine Frau eigentlich in irgendeiner Form psychische Hilfestellung?

Liebe Grüße 🙂
Schneee
 
Hallo Schneee,

Das spricht wieder ganz dafür, dass sie ihre Krankheit nicht wirklcih akzeptieren kann. Wenn sie das bewusst sieht, dann müsste sie doch selbst wissen, dass sie das nicht alleine schaffen kann. Oder hat sie für den Fall einen "Plan B"?

Vielleicht. Sie trifft sich ab und zu mit einem früheren Freund von dem man sagt dass seine Frau eine eifersüchtige Furie ist die ihm das Leben zur Hölle macht. Ich sehe auch seine Handynummer ab und zu auf ihrem Display.
Ehrlich gesagt wäre mir das nicht unrecht, dann käme wenigstens Bewegung in die Geschichte ...

"Öfter" von Trennung sprechen ist jetzt natürlich die Frage, WIE oft. Wenn ihr ständig vorgehalten wird, wie grausam sie doch ist, und dass du dich am liebsten trennen würdest.. naja, da gehts ihr sicherlich nicht gut dabei.

Statistisch gesehen vielleicht 1x pro Woche kocht das hoch. Eigentlich redet nur sie von Trennung, ich sage dass ich das Chaos nicht aushalte. Sie weiss dass ich ohne Kinder nicht gehen würde.

Wenn sie dann auch noch ohne die Kinder müsste.. ja was hat sie denn dann noch vom Leben? (ums mal etwas dramatisch auszudrücken 😱 )

Sie gibt sich da sicher, vmtl. hat sie sich bereits informiert wie das läuft 🙁
In ihrem Freundeskreis sind so gut wie alle getrennt oder geschieden...sie kennt sich garantiert besser aus als ich.


Es scheint bei euch ja über die "normale" Unordnung weit hinaus zu gehen. Wenn es schon so schlimm ist, dass du auch nur annähernd Bedenken hast, dass es gesundheitsschädlich sein könnte.. warum zögerst du dann noch?? Wenn du selbst nicht den Putzlappen in die Hand nehmen willst, dann kümmer dich DRINGEND um eine Alternative! Welche das sein können, weißt du doch schon.

Genau das sagt sie auch: wenn ich das Chaos nicht aushalte kann ich a) gehen, b) selbst putzen oder c) eine Putzfrau bezahlen, so einfach ist das.

Aber b) und c) führen nur dazu dass sie sich noch mehr zurücklehnen - sorry - sich wegen ihrer Krankheit schonen kann.
Gestern war sie 'kurz' einkaufen in der Stadt - von 9 bis 18 Uhr. Sie hat Brot, Eier und eine Tüte Rosenkohl mitgebracht, das hätte es hier im Supermarkt um die Ecke auch einfacher gegeben, aber sie muss ja 'auch mal raus'. Sehe ich ja irgendwie auch ein, nur: Hinterher war sie natürlich völlig fertig, da kam ich mit meiner Frage ob sie denn ihre Medikamente genommen hat echt passend. Und heute geht gar nichts, sie muss sie sich erstmal erholen, sie hatte wieder ihre schrecklichen Alpträume heute Nacht ...

Wenn deine Frau in einem halbwegs normalen Zustand ist.. sieht sie das mit dem Chaos dann genauso?

Das ist es ja: es stört sie nicht sonderlich und, was jetzt verrückt klingt, sie meint dass andere Personen das als 'ganz normal für eine Familie mit 3 Kinder' ansehen würden. Am Samstag Mittag hat eine Mutter ihren Sohn bei uns abgeholt der bei unserem Sohn übernachtet hat. Bei uns war echt das Chaos. Auf dem Fussboden lagen offene Schulhefte herum, die Schulranzen standen mitten auf der Treppe, der Frühstückstisch war noch nicht abgeräumt, in der Küche war nicht abgewaschen usw. Eigentlich wollte sie gar nicht herein aber meine Frau hat sie eingeladen hereinzukommen. Ich wäre am liebsten im Fussboden versunken. Die tapfere Frau hat wirklich versucht nicht nach links und rechts zu schauen sondern hat uns immer direkt ins Gesicht geschaut. Ich meine, klar, es war kein Arbeitstag, da lässt man es ein wenig langsamer angehen, aber man bittet dann doch keine fremden Personen herein, schon gar nicht wenn es sich bei dieser Person um eine Zahnärztin handelt die eine Strasse weiter wohnt und die nur um ihren Sohn abzuholen den protzigen Daimler aus der Garage holt 😱 😱. War mir das peinlich 😕!


Was macht das besser? Also im Bezug auf das Chaos? Dein Kinder sind da immer noch drin.

Ich weiss es nicht. Ich hoffe aber dass ich wenn ich ein wenig mehr Distanz zu ihr und dem Chaos habe und dass ich meine Batterien ein wenig aufladen kann.

..ist es denn nicht auch eine Möglichkeit, alleine mit dem Arzt zu reden? Oder geht das in Punkto Schweigepflich nicht? Du hast doch ne ganze Menge Fragen, oder nicht? Also ich hätte die an deiner Stelle.

Ich weiss es nicht. Ich meine es gibt eine Schweigepflicht, es sei denn sie ist dabei bzw. erlaubt das. Meinst Du ein Arzt kann das beurteilen oder getraut sich zu sagen 'ihre Frau ist gesund genug um den Haushalt zu machen' wenn der Patient a) MS b) Depressionen und c) einen Suizidversuch hinter sich hat ?


Hat deine Frau eigentlich in irgendeiner Form psychische Hilfestellung?

Sie geht seit Jahren monatlich zu einer psychologischen Beratung. Da war ich noch nie dabei, ich wurde glaube ich noch nie gefragt ob ich dabei sein will. Bei der Ärztin ist das anders.
So wie's aussieht werde ich mal mit der Ärztin reden und fragen ob meine Frau Unterstützung im Haushalt braucht. Aber ich denke dass eher sie mich das Fragen wird. Und dann 😕

Ich weiss nicht ob das was bringt. Ich versuche irgendwie durchzuhalten, wenigstens solange bis die Kids alt genug sind um mit nur einem Elternteil zurecht zu kommen. Und ich denke sie sind zwangsläufig da schon recht weit. Heute beim Mittagessen haben sie mich gefragt wie man die Frau nennt wenn ein Papi nochmals heiratet. Und sie wollten wissen ob ich nach der Mama 'auch' wieder jemanden heiraten würde. 😕
 
Statistisch gesehen vielleicht 1x pro Woche kocht das hoch.
Find ich viel. Zu viel.

Eigentlich redet nur sie von Trennung, ich sage dass ich das Chaos nicht aushalte.
Naja ist im Prinzip das Gleiche in anderen Worten.

Genau das sagt sie auch: wenn ich das Chaos nicht aushalte kann ich a) gehen, b) selbst putzen oder c) eine Putzfrau bezahlen, so einfach ist das.
Aber b) und c) führen nur dazu dass sie sich noch mehr zurücklehnen - sorry -sich wegen ihrer Krankheit schonen kann.
Hm. Ganz ehrlich? Finde nicht, das da was dagegen spricht. Du kannst es so nicht aushalten, also TU WAS DAGEGEN! Sieh es doch mal von der Seite: wenn sie das dann nicht mehr machen braucht, kann sie sich mehr "schonen" wie du sagst, und ihr bleibt schonmal die Ausrede weg, dass sie ja "so viel" für den Haushalt tun muss.
Mensch, es stör dich, dann geh doch nen Kompromiss ein. Kümmer dich um ne Haushaltshilfe, mein dringender Rat.

Das ist es ja: es stört sie nicht sonderlich und, was jetzt verrückt klingt, sie meint dass andere Personen das als 'ganz normal für eine Familie mit 3 Kinder' ansehen würden.
Stimmt die Aussage? Sehen das andre Personen wirklich so? Wenn ja, hast du vielleicht doch einen Ordnungsfimmel 😛

Meinst Du ein Arzt kann das beurteilen oder getraut sich zu sagen 'ihre Frau ist gesund genug um den Haushalt zu machen' wenn der Patient a) MS b) Depressionen und c) einen Suizidversuch hinter sich hat ?
Es dreht sich bei dir echt immer um dieses eine Thema. Ein bisschen erschreckend finde ich das schon. Als ich geschrieben hab "du hast bestimmt eine menge Fragen", dachte ich nicht dran, dass du die Ärztin ausquetschst, in wieweit du sie für den schlechten Haushalt verantwortlich machen kannst.
Wie wärs mal mit "Wie kann ich meiner Frau helfen?" "Haben wir wirklich schon die optimale Medikamenteneinstellung gefunden?" "Muss ich darauf achten, dass sie sie regelmäßig nimmt, oder ist es besser, sie nimmt sie nach eigenem Ermessen?" "Kann meine Frau das in ihrem Zustand überhaupt selbst entscheiden, oder muss ich da dahinter sein?" "Sollte meine Frau nicht mehr psychische Behandlung bekommen?" und und und..!!!

Sie geht seit Jahren monatlich zu einer psychologischen Beratung.
Monatlich! Wie hast dus vorhin aufgezählt? MS, Depressionen, Selbstmordversuch.. und da geht sie MONATLICH in Beratung? Du warst noch nie dabei.. woher weißt du, dass sie da überhaupt hin geht??


MENSCH!!! 🙄 😕 :mad:
 

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