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Job beim IT-Dienstleister, Stress, Panik

Fina

Mitglied
Guten Abend liebe Mitglieder,

ich habe schon viel über meine berufliche Situation gepostet. Vor einer Woche habe ich einen Job bei einem IT-Dienstleister angefangen.

Die Einstellung wird vom Arbeitsamt gefördert, weil ich wenig Berufserfahrung habe und einen misserablen Lebenslauf habe.

Mein erster Eindruck ist schrecklich!

Mein Chef gibt mir Aufgaben, die ich einfach lösen soll. Keine Erklärung oder wie ich es machen soll.

Am Mittwoch hat er mich mit einem Praktikanten zur einer Baustelle geschickt. Wir sollten ein Netzwerk einrichten und es gab immer wieder technische Probleme. Ich musste ihn immer wieder anrufen, um zu fragen was ich tuen sollte.

Es hat vieles auf Anhieb einfach nicht geklappt!

Und der Chef hat mir einfach die Aufgaben gegeben! Keine wirkliche Einarbeitung!

Ich habe mich nicht getraut zu fragen, wenn ich ein Problem hatte.

Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll!
 

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unschubladisierbar

Aktives Mitglied
Nein, wenn du etwas nicht weißt dann frage nach. Du bist erwachsen und hast einen Mund um zu fragen. Dann tu das auch.

Es hat keiner etwas davon wenn du dort tagelang arbeitest und am Ende doch nichts bei raus kommt.
Das wirft ein schlechtes Licht auf dich und auf die Firma.
Sollte dein Chef genervt wirken wegen der Fragen dann bitte ihn es dir anständig zu erklären.

Ich empfehle dir auch für den Anfang die Arbeitsschritte die du nachfragen musst und erklärt bekommst aufzuschreiben. Denn wenn du immer wieder die gleiche Frage stellen musst dann kommt das auch nicht gut rüber.

Ich hoffe du hast bei deinem Lebenslauf nicht behauptet das du IT Kenntnisse hast obwohl dem nicht so ist.

Alles auf den Praktikanten zu schieben wäre nicht nur falsch sondern in meinen Augen auch verachtenswert.
Warum sollte ein junger Mensch für deine Unkenntnis herhalten? Erspare dem Praktikanten solch eine Erfahrung.
 

HalliGalliSuperstar

Aktives Mitglied
Doch, natürlich musst du fragen, wenn es nötig ist. Dein Chef will ja, dass die Arbeit erledigt wird, und nicht, dass du da rätselnd rumstehst und Zeit verplemperst. Frag ihn ruhig, wie das weitergehen soll in Zukunft, also ob er dich weiter ins kalte Wasser wirft und damit rechnet, ständig Fragen beantworten zu müssen. Oder woher du die Informationen kriegen sollst.

Man muss dazu sagen, dass in der IT ein hohes Maß an eigenständigem Lernen dazugehört, d.h. wenn irgendwas in der Doku des jeweiligen Gerätes oder im Internet steht, musst du nicht unbedingt deinen Chef dazu fragen. Aber manches eben doch.

Aus der Perspektive deines Chefs machst du nichts falsch, wenn du fragst; gut möglich, dass ihm selber klar ist, dass ihm gerade die Zeit oder die Leute für eine richtige Einarbeitung fehlen. Nur wenn du ständig Sachen fragst, die man sich eigentlich aus der Doku aneignet, wenn man sie braucht (auch Leute, die schon länger dabei sind), wird er sich fragen, ob du in der IT richtig bist. Beiß dich durch, das wird schon.
 
B

Beruflicher_Neustart_2021

Gast
Hallo Fina,

jetzt heißt es "Kämpfen".

Du glaubst gar nicht wie oft ich als IT Berater ins kalte Wasser geschmießen wurde ohne Einarbeitung.

Du musst deine Aufgaben strukturieren und alle Fragen aufschreiben und adressieren damit Du deine Aufgaben erledigen kannst.

Angst kann manche Menschen lähmen, manche beflügeln.

Bei mir war Angst immer ein Ventil um zu Kämpfen, manchmal habe ich auch verloren.

Aber ich habe es versucht.

Versuche Du es auch mal.
 
Leider für dich wieder eine ähliche Situation wie bei einigen vorherigen Arbeitgebern.
Das "kalte Wasser" ist dummerweise üblich im Bereich IT, weil der Studienabschluss impliziert, dass man alle Themen der IT abdecken kann - natürlich völlig utopisch.
Ein Rat von meiner Seite:
- dokumentier dir deinen Tag (stunden- / aufgabenweise), denn es wird mit Sicherheit Kritik kommen
- Unklares (Fragen / Zuständigkeiten / fehlenden Informationen seitens des Arbeitgebers) ebenfalls dokumentieren
- wachse an der Aufgabe - wenn sie dir denn gefällt
- "IT" / Informatik ist mehr als ein Beruf; auch außerhalb der bezahlten Arbeit muss man damit regelmäßige Berührungspunkte haben (eigene kleine Projekte / Support im Freundes-/Familienkreis), sonst verkümmert das Wissen.
 

Fina

Mitglied
Hallo liebe Mitglieder,

ich bekomme einfach Aufgaben. Und ich soll ständig alles hinterher fragen. OK, das ist noch okay.
Aber manchmal rufen Kunden an und ich stehe dann planlos da, weil ich die Software noch nicht kenne. Heute war es ziemlich schlimm.

Ein Kunde hat angerufen und ich wusste nicht genau über die Software Bescheid.

Ich habe gesagt, das ich zurück rufe.

Ich bin zum Chef gegangen.
Es stellt sich heraus, das ich vom Kunden zu wenig Informationen eingeholt habe, weil ich nicht genau Bescheid wusste, was das Problem ist.

Nochmal den Kunden angerufen.
Mit Chef gesprochen.

Wie der mit dem Kunden gesprochen. Dieses ging 2,3 hin und her.

Ich muss dazu schreiben, ich kannte das Programm nicht, und ich wusste nicht worauf ich achten soll. Um was es geht.
Und es stellt sich heraus, das der Kunde selber es falsch erklärt hat und selber Blödsinn fabriziert hat.
Aber ich konnte es nicht wissen, weil ich das Programm nicht kannte, nicht Bescheid wusste..

Meine Aufgabe wäre es gewesen herauszufinden, was da KONKRET beim Kunden los ist.

Ich habe das Gefühl, das ich total ungeeignet bin.
Und es ist kein gutes Gefühl.
 
Informatik bedeutet auch "pattern recognition" - Muster erkennen: in der eigenen Tätigkeit, bei der Lösung von Problemen, im Umgang mit Personen (ja, auch diese folgen Mustern ;)), bei der Entwicklung von Software.
Der Faktor "Mensch / Anwender" wird bei der IT nahezu völlig ausgeblendet. Ich hatte schon unzählige Gespräche, bei denen ich a) keine Ahnung hatte, b) der Gesprächspartner extrem wütend war und / oder c) eigentlich keine Lösung für das Problem anbieten konnte.
Unterschätze nicht die Kommunikation und die menschliche Komponente - damit kannst du dir Türen öffnen und Zuspruch sichern.

Versuch dich etwas besser zu organisieren; tages- oder wochenweise:
- Supportfälle
Du wirst dir einen Fragenkatalog erstellen müssen, mit Informationen, die du benötigst um das Problem angehen zu können. Bspw.: Betriebssystem, Screenshot senden, Fernwartungs-Infos/Zugang
- Termine vor Ort / beim Kunden
Alle Infos zum Projekt geben lassen; sprich Personen, die bisher das Projekt im Unternehmen betreut haben, Kontakt-/Ansprechpartner des Kunden, Meilensteine / Termine und ggf. Deadlines
 

Sofakissen

Aktives Mitglied
Lassen wir die Kirche mal im Dorf: sie ist Berufsanfängerin, arbeitet noch keine Woche dort, man schickt sie aber zu einem Kunden als hätte sie 3 Jahre Berufserfahrung in Sachen Netzwerktechnik. Wo soll sie die denn bitteschön herkriegen? Das lernt man nicht im Studium. Da lernt man vielleicht ein paar Basics an einfachen Netzwerken, diverse Techniken und Protokolle, aber sicher nicht, wie teils komplexe Kundennetzwerke aufzubauen sind. Mit dem, was ich im Studium gelernt habe, hätte ich kaum meinen privaten Router einrichten können, geschweigedenn ein komplettes Netzwerk, das braucht einfach Übung und Zeit.

Ein ordentliches Unternehmen würde sie das erste halbe Jahr (oder zumindest die ersten 3 Monate) erst mal bei einem erfahrenen Mitarbeiter mitschicken, dass sie ihm nebenher unter die Arme greift und vor allem erst mal alles wichtige lernt. Sowie Schulungen anbieten. Ich wusste nach einer Woche gerade mal, um was es im Projekt so grob geht, nach einer weiteren Woche in welchem Teilbereich ich arbeiten soll und was ich dazu lernen muss. Erst nach 1 Monat musste ich erste einfache Aufgaben selbstständig übernehmen, die dann immer mehr und komplexer wurden. Und erst nach einem halben Jahr war mein Mentor weg und ich absolut auf dem Stand der anderen (von den Seniors vielleicht mal abgesehen).

Denn ja, man wird in unserer Branche ins kalte Wasser geworfen. Das wurde ich auch. Aber Fina wird eher in eiskaltes Wasser geworfen in dem noch Eiswürfel rumschwimmen und in welchem man kaum überleben kann. Kein Wunder, dass die Firma es nötig hat, übers Arbeitsamt die Leute zu suchen.

Ansonsten würde ich jedoch die Tipps von @Vincent Adultman befolgen. Was mir bei meinem Einstieg damals half war zudem Eigeninitiative. Ich musste nämlich von Anfang an etwas arbeiten, von dem ich so absolut 0 Plan hatte. Ich hatte mir dann erst mal ein Fachbuch zu dem Thema bestellt und abends gelesen + noch einen udemy Kurs gemacht + geübt. Macht zwar keinen Experten aus einem, aber ich hatte zumindest die Basics schnell genug drauf, um irgendwie über Wasser zu bleiben. Mit der Zeit wird man dann auch selbstsicherer und kann irgendwann sogar richtig schwimmen.

Zudem könntest du doch auch immer erst Kollegen fragen, was sie dir über den Kunden erzählen können. Vielleicht hat irgendwer ja irgendwelche Notizen dazu.
 

Fina

Mitglied
Danke @Vincent Adultman und @Sofakissen.

Der Chef kritisiert viel, auch für Arbeiten die ich garnicht gemacht habe. Ich arbeite im Team mit dem Kollegen zusammen.

Mein Kollege arbeitet nur Teilzeit, und wenn er nicht da ist und wenn wir "wir Blödsinn" gemacht haben, bekomme ich den Ärger.

Das zieht mich alles nur runter.

Ich stehe nur dann meistens da und und frage nach was wir konkret anders machen könnten.

Letztes habe ich einen Kunden verärgert.

Es gab einen großes Missverständnis in der Firma.

Ich sollte eine Datenübernahme machen.

Dann kam ein Nebensatz einer Kollegin "am besten wir sichern alle Daten."
Dann habe ich gedacht, aha wir machen eine Datensicherung. Ich habe die Datensicherung auf einer Festplatte gemacht, aber die Daten nicht auf dem Gerät kopiert.

Kurz: Kundin hat die Dateien nicht gefunden. Angerufen, sie war verärgert.
Chefin war sauer und hat gesagt, sowas darf nicht vorkommen.

Findet ihr es nicht normal, das man den neuen Kollegen erstmal zeigt, was man erwartet?

Der Chef hat mir die Aufgabe nur gesagt, was ich machen soll. Also er hat gesagt, mach eine Datenübernahme.

Vielleicht stelle ich mich vielleicht blöd an. Ich weiß nicht.

Ich muss da unbedingt raus aus dem Teufelskreis. Ich bekomme Ärger, ich werde nervöse, mache Fehler. Ich bekomme Ärger.

Ich vermute das ich auch bald rausgeschmissen werde. Aber das würde mir nicht gut tuen.

Kann Jemand mir einen Tipp geben, wie ich besser mit dem Chef umgehen kann?

Wenn er sagt ich habe Blödsinn gemacht habe, frage ich konkret nach, was wir/oder ich anders machen könnten. Dann besprechen wir das und ich sage ich arbeite daran.

Aber ich versuche zu meinen Fehlern zu stehen. Aber wie bereits beschrieben, werde ich für Sachen kritisiert, die ich nicht zu verantworten habe.
Wie soll ich damit umgehen?
 

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