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Ist Einsamkeit ein Problem?

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Doch ich gebe meinem Umfeld die Schuld, seien es Erzieher, einige Lehrer und einige Mitmenschen.

Oh ha. In Anbetracht seines anderen Fadens ist das genau das Thema von Nordrheiner. Die offensichtliche Frage wäre daher: Warum gibst du anderen die Schuld? (Denke mal, dass Nordrheiner das so fragen würde.)

Meine persönliche Entgegnung ist ein indisches Sprichwort:

Wir entscheiden nicht darüber, welche Karten uns ausgeteilt wurden, aber darüber, wie wir sie spielen.

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Ein gestandener Skatspieler würde bei schlechten Karten beispielsweise auf "Null" bzw. "Null Ouvert" spielen und dennoch gewinnen.

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Soll heißen, dass man auch mit dem schlechtesten Blatt gewinnen kann. Spreche da aus Erfahrung. Also theoretisch, hypothetisch, vielleicht. Allerdings gibt es auch Menschen mit dem besten Blatt, die das Spiel dennoch versauen.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Schon wieder gehst Du auf angenehme Art mit Situationen und ihren Einflüssen um. Du hast eine positive Grundeinstellung. Deswegen verwendest Du die positive Bezeichnung „Bereicherung“. Das finde ich gut, das gefällt mir.

Hallo Nordrheiner,
weißt du, wer sehr lange darauf verzichten musste, verzichtet hat, sich Gefühle verboten hat, egal ob sie als positiv oder negativ zu bewerten wären, der ist einfach froh, wenn Gefühle da sind, auch wenn es erst einmal Angst macht, wenn es erst mal gelernt werden muss mit Gefühlen umzugehen. Da ist es sehr hilfreich ihnen freundschaftlich zu begegnen, denn sie sind eine echte Bereicherung.Sie zeichnen das Leben aus.

...
Das ist eine schöne Einstellung. Nur mit Deinem letzten Satz habe ich etwas Probleme. Gebe ich meinen Gefühlen „zu oft“ oder an der falschen Stelle nach, dann versäume ich meine Pflichten. Meinen Gefühlen stelle ich Selbstdisziplin und Verantwortungsbewusstsein gegenüber. Also wir können uns auf folgendes einigen: Solange meine Gefühle mich nicht an meinen Pflichten hindern, sind sie willkommen.

Warum glaubst du, das Gefühle daran hindern Pflichten nachzukommen? Wenn der Umgang mit Gefühlen ein positiver ist, dann hindern sie nicht, sie bereichern das Leben. Denn Freude ist auch ein Gefühl. Es wäre schon gut dieses Gefühl zu empfinden, auch oder gerade, wenn es darum geht Pflichten nachzukommen. Gut es darf auch gern mal gerade mal ätzend sein, doch sollte es schon sein überwiegend Freude an seine Pflichten zu haben. Wenn nicht, dann wäre dies auch ein Signal mal darüber nachzudenken, ob es das Richtige ist, was immer wieder getan werden muss, oder ob es eine andere Möglichkeit gibt.
Ich stimme insoweit zu, wenn es dann trotzdem eine Zeit und eine Gelegenheit gibt, diese Gefühle zu beachten. Gefühle gehören zum Leben einfach dazu und wer diese nicht beachtet, nimmt sich selbst einen Teil des Lebens - einen sehr wichtigen Teil.
Ich finde das Differenzieren ist wichtig. Also den Fall zu erkennen, bei dem die Angst immer wieder kommt, immer in gleichartigen Situationen, in denen sich dann die Angst immer wieder als unbegründet herausstellt.

Das Beispiel mit der einsamen Strecke, mit dem einsamen Wald, habe ich gewählt, weil es deutlich macht, dass es eben doch, trotz immer wieder positiven Erfahrungen, immer wieder passiert nichts, trotzdem aber bleibt es ratsam, Wenn diese Angst dann kommt, zu prüfen, ob es diesmal genauso frei von Gefahren ist, wie die anderen Male, sich dann dann trotzdem zu fragen, wie wenn es diesmal anders ist agiert werden kann. Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist Ängste, egal wie oft sie nur gewarnt hat und es ist nichts passiert, für diese oder ähnliche Situationen nicht zu beachten oder sie als falsch zu sehen, sondern zu lernen mit ihr oder trotz ihr zu agieren. Sich einfach Möglichkeiten des eigenen Handelns aufzuzählen, die in der Situation hilfreich wären, wenn sie denn doch eintreten sollte, die für eine Beruhigung sorgen, die zeigen ich bin gerüstet ich bin handlungsfähig, egal was kommt.

Dieser Fall 1 ist nicht zu vergleichen mit Fall 2) Angst in Situationen, die wenig oder keine Vergleichsmöglichkeit, Ähnlichkeit bieten.
Bei Fall 1) ist es egal, ob Du die Angst Freund nennst oder ich künstliche Angst. Auch ein Freund, der immer und immer wiederkommt und mich abhält zu tun, was ich tun möchte oder muß, ist einfach nervig.

LG, Nordrheiner

Ein Freund der immer und immer wieder kommt, der weiß von dir vielleicht nicht, dass du auch andere Freunde hast mit denen du deine Zeit verbringen magst. Dem hast du vielleicht noch nicht gesagt, was du alles noch tun magst, auf das Beispiel Angst, das du auch jemanden, wie Wut, Rage, Macht, Rage, Gelassenheit... hast. So dass du auch Zeit mit ihnen verbringen möchtest. Das muss dann einfach mal geklärt werden.

LG
Mittendurch
 
Hallo Nordrheiner,
weißt du, wer sehr lange darauf verzichten musste, verzichtet hat, sich Gefühle verboten hat, egal ob sie als positiv oder negativ zu bewerten wären, der ist einfach froh, wenn Gefühle da sind, auch wenn es erst einmal Angst macht, wenn es erst mal gelernt werden muss mit Gefühlen umzugehen. Da ist es sehr hilfreich ihnen freundschaftlich zu begegnen, denn sie sind eine echte Bereicherung.Sie zeichnen das Leben aus.[/I][/COLOR]

Warum glaubst du, das Gefühle daran hindern Pflichten nachzukommen? Wenn der Umgang mit Gefühlen ein positiver ist, dann hindern sie nicht, sie bereichern das Leben. Denn Freude ist auch ein Gefühl. Es wäre schon gut dieses Gefühl zu empfinden, auch oder gerade, wenn es darum geht Pflichten nachzukommen. Gut es darf auch gern mal gerade mal ätzend sein, doch sollte es schon sein überwiegend Freude an seine Pflichten zu haben. Wenn nicht, dann wäre dies auch ein Signal mal darüber nachzudenken, ob es das Richtige ist, was immer wieder getan werden muss, oder ob es eine andere Möglichkeit gibt.
Ich stimme insoweit zu, wenn es dann trotzdem eine Zeit und eine Gelegenheit gibt, diese Gefühle zu beachten. Gefühle gehören zum Leben einfach dazu und wer diese nicht beachtet, nimmt sich selbst einen Teil des Lebens - einen sehr wichtigen Teil.

LG
Mittendurch


Hallo, Mittendurch,

also meine Gefühle sind schon manchmal lästig. Ich habe angenehme und unangenehme, lästige Pflichten. Und meine Gefühle plädieren ab und an dafür, jetzt mal lieber etwas Schönes zu tun, als einer lästigen Pflicht nachzukommen. Wäre dies nicht ab und an sondern häufig oder würde ich auch den lästigen Pflichten nicht rechtzeitig nachkommen, hätte ich schon mehr Probleme, als mir lieb sind.

Wie gehe ich damit um? Früher meinte meine Mutter, wenn ich keine Lust hatte, meine Schulaufgaben zu erledigen: Mach zuerst was Dir unangenehm ist und dann brauchst Du nur noch das tun, wozu Du Lust hast.

Also ein Grund, lästigen Pflichten nachzugehen und „Lust auf…“ hintenanzustellen ist das Ziel, Nachteile zu vermeiden, die kämen, würde ich „der Lust auf…“ nachgeben.
Um unangenehme Aufgaben besser zu erledigen, habe ich mir ein kleines Belohnungssystem ausgedacht.

Heute denke ich oft an solche und andere Lehren, die ich in meiner Ursprungsfamilie gelernt habe. Aber ich habe auch Neues hinzugelernt: dass es für mich wichtig ist, dass ich hinter allem Tun ein positives Ziel sehen muß.

Unangenehme Gefühle, die sich auf unangenehme Pflichten beziehen, geben mir Anlass über das „warum“ nachzudenken. An den letzten Fall, an den ich mich gut erinnere, weil er frisch ist, mußte ich Formulare ausfüllen. Formulare sind für mich eh „blöd“. Wenn man mich zwingen würde, jeden Tag Formulare mit meinen Personalien und Zusatzangaben auszufüllen, immer nur das gleiche, von morgens bis abends, würde ich erst verblöden und dann sterben. Es wäre der perfekte Mord.

Also im letzten Fall habe ich über die „warum-Frage“ nachgedacht und kam zu dem Ergebnis, dass ich das positive Ziel nicht sah sondern eher nur ein negatives Ergebnis. Wie ging ich damit um? Die ganze Angelegenheit war eh für mich neu. Ich habe mir jemanden gesucht, der sich darin auskannte und habe durch neue Informationen erkannt, worin das positive Ziel für mich liegen könnte. Die Formulare finde ich immer noch blöd, aber ich habe mir eine Bearbeitung ausgedacht, die mir als sinnvoll erscheint. Ich werde in diesem speziellen Fall die Formulare nur teilweise ausfüllen und unterschreiben, aber darüberhinaus einen Begleitbrief schreiben, in dem ich das mitteile, was durch das Ausfüllen des Formulares alleine nicht erkennbar wäre. So, denke ich, werde ich meinen positiven Zielen bzw. mir eher gerecht.

LG, Nordrheiner
 
Beobachtung.

Darf ich mal meinen aktuellen Eindruck, meine momentane Befindlichkeit zu diesem Baum schildern?
Wir weichen aus.
Wir wissen, dass Isolation und Einsamkeit ein Problem für viele von uns ist.
Wir wissen, dass es nicht nur hier, sondern auch in der Gesellschaft zu einem immer größeren Problem wird.
Dafür gibt es viele Gründe, die aufzuzählen müßig ist, denn letztlich kennen wir sie.
Für mich geht es darum, und das wird für mich zum entscheidenden Problem, wie ich damit umgehe.
Ich könnte mich in die fremdbestimmte Behütung begeben, es gibt ja Angebote, die eine Antwort geben sollen, ja auch Abhilfe schaffen. Da geht man dann für zwei, drei Stunden irgendwo hin, wird beglückt, und dann bitte sehr, soll ich dankbar sein, dass es so etwas gibt.
Und dann bin ich wieder allein. Damit ich mich nicht einsam fühle, bin ich dann u.a. hier. Das mildert das unangenehme Gefühl.
Ja, Einsamkeit ist das Problem. Und daran haben wir auch mitgewirkt, irgendwie und auf eigene Weise.
Als ich ins Internet einstieg damals, fühlte ich mich mit der ganzen Welt verbunden.
Ich weiß schon lange, dass dies eine Illusion war.
Wenigstens aber kriege ich hier ein Echo, im Leben ist das weniger so.

Das Problem bleibt.
Und ich ignoriere es manchmal, weil ich es dann besser aushalte.

Burbacher
 
Beobachtung.

Darf ich mal meinen aktuellen Eindruck, meine momentane Befindlichkeit zu diesem Baum schildern?
Wir weichen aus.

Nur ein bißchen, Burbacher... Wir haben das nebenan liegende Thema "Umgang mit unseren Gefühlen" gestreift. Und das spielt fast überall im Leben mit rein, auch gerade im Thema "Einsamkeit". Wenn wir es umgekehrt machen, einen Faden "Umgang mit Gefühlen" besprechen, kommen 100 und 1 Themen zusammen.


Wir wissen, dass Isolation und Einsamkeit ein Problem für viele von uns ist.
Wir wissen, dass es nicht nur hier, sondern auch in der Gesellschaft zu einem immer größeren Problem wird.
Dafür gibt es viele Gründe, die aufzuzählen müßig ist, denn letztlich kennen wir sie.
Für mich geht es darum, und das wird für mich zum entscheidenden Problem, wie ich damit umgehe.
Ich könnte mich in die fremdbestimmte Behütung begeben, es gibt ja Angebote, die eine Antwort geben sollen, ja auch Abhilfe schaffen. Da geht man dann für zwei, drei Stunden irgendwo hin, wird beglückt, und dann bitte sehr, soll ich dankbar sein, dass es so etwas gibt.
Und dann bin ich wieder allein. Damit ich mich nicht einsam fühle, bin ich dann u.a. hier. Das mildert das unangenehme Gefühl.
Ja, Einsamkeit ist das Problem. Und daran haben wir auch mitgewirkt, irgendwie und auf eigene Weise.
Als ich ins Internet einstieg damals, fühlte ich mich mit der ganzen Welt verbunden.
Ich weiß schon lange, dass dies eine Illusion war.
Wenigstens aber kriege ich hier ein Echo, im Leben ist das weniger so.

Das Problem bleibt.
Und ich ignoriere es manchmal, weil ich es dann besser aushalte.

Burbacher

Lieber Burbacher,

Du ignorierst manchmal das Gefühl der Einsamkeit? Das ist jetzt der Hinweis, Dich auf den Wert unseres Nebenthema's aufmerksam zu machen: „wie gehe ich mit meinen Gefühlen um?“.

Ich denke schon, dass man seinen Gefühlen nicht immer oberste Priorität einräumen soll. Insofern verstehe ich Dich. Aber gerade in Deinem Fall könnte die Einstellung von Mittendurch für Dich hilfreich sein, die Situation zu verbessern.

Was meinst Du? Wie empfindest Du die Einstellung von Mittendurch?

LG, Nordrheiner
 
Lieber Burbacher,

Du ignorierst manchmal das Gefühl der Einsamkeit? Das ist jetzt der Hinweis, Dich auf den Wert unseres Nebenthema's aufmerksam zu machen: „wie gehe ich mit meinen Gefühlen um?“.

Ich denke schon, dass man seinen Gefühlen nicht immer oberste Priorität einräumen soll. Insofern verstehe ich Dich. Aber gerade in Deinem Fall könnte die Einstellung von Mittendurch für Dich hilfreich sein, die Situation zu verbessern.

Was meinst Du? Wie empfindest Du die Einstellung von Mittendurch?

LG, Nordrheiner

Tut mir leid, Nordrheiner, das ist weder eine Missachtung deiner Frage, noch eine Bewertung des Beitrags von Mittendurch, aber der Beitrag hilft mir nicht, ich finde keine Antwort, die ich für mir einen Weg zeigen könnte.

Mir wird zudem, und das ist ein Ergebnis meiner letzten Bemühungen, mehr und mehr bewusst, dass mich der Versuch, meinen Zustand zu überwinden, mehr fordert als die Anstrengung, ihn zu akzeptieren.

Ich habe viel Kraft, sehr viel Hoffnung und noch mehr Energie investiert, um zu überwinden und das hat mich nicht selten an die Grenze gebracht.

Es ist irgendwie wie mit meiner physischen Behinderung: Ich habe - auch wenn es schwer war, manchmal noch ist- gelernt, damit zu leben.

Dass mir das auch mit dem inneren Zustand gelingt, dem gilt mein Bemühen.
Wenn ich dort ankomme, dann hat das - so mein Bild - etwas von Vollkommenheit, weil Zustand und Gefühl stimmig sind. Ich bin dann bei mir, in mir.

Und das halte ich aus, ertrage es wesentlich besser, als dem nachzujagen, was ich nicht erreichen kann.

Danke für deine Nachfrage.

Burbacher
 
Oh ha. In Anbetracht seines anderen Fadens ist das genau das Thema von Nordrheiner. Die offensichtliche Frage wäre daher: Warum gibst du anderen die Schuld? (Denke mal, dass Nordrheiner das so fragen würde.)

Meine persönliche Entgegnung ist ein indisches Sprichwort:

Wir entscheiden nicht darüber, welche Karten uns ausgeteilt wurden, aber darüber, wie wir sie spielen.

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Ein gestandener Skatspieler würde bei schlechten Karten beispielsweise auf "Null" bzw. "Null Ouvert" spielen und dennoch gewinnen.

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Weil ich von denen Unterdrückung und allgemein fertig gemacht wurde.

Soll heißen, dass man auch mit dem schlechtesten Blatt gewinnen kann. Spreche da aus Erfahrung. Also theoretisch, hypothetisch, vielleicht. Allerdings gibt es auch Menschen mit dem besten Blatt, die das Spiel dennoch versauen.

Weil ich von denen Unterdrückt wurde und allgemein fertig gemacht wurde.
 
Weil ich von denen Unterdrückt wurde und allgemein fertig gemacht wurde.


Anderen die Schuld geben, hilft Dir heute nicht weiter, selbst wenn Du 100x Recht hast.
Die Wut, von der Du schreibst, beruht auf einer Kraft in Dir bzw. weist auf Kraft hin.
Es stellt sich die Frage, wofür Du diese Kraft einsetzt?

LG, Nordrheiner
 
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