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Ist Einsamkeit ein Problem?

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Für weitere Antworten geschlossen.
Zeit ist ein sehr relatives Konstrukt, in welches eine Menge Emotionen, Gefühle und Menschenleben einfließen.

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Wer verkennt, dass es unbrechbare Prinzipien gibt, wird ein sehr schwieriges Leben auf dieser Welt haben.
 
Sorry, sorry, sorry. Meine letzten Beiträge sollten eigentlich in "die Logik". Tut mir wirklich leid. Bitte dies zu entschuldigen.
 
Ja, Gefühle sind wichtig.

Vielen Menschen scheint gar nicht so klar zu sein, warum und wofür sie leben.

Da stimme ich Dir zu. Deinen Eindruck teile ich. Ich geh sogar soweit, dass ich sage: Viele Menschen wissen nicht, was Glück ist.

Jetzt würden mir viele Menschen widersprechen und sowas antworten wie: "ich leben für den Augenblick" oder "ich bin glücklich, wenn ich eine Blume sehe". Das Problem einer solchen Definition liegt in der Vergänglichkeit. Und das Bewusstsein, dass der Mensch vergänglich ist, führt in vielen Fällen zu einem Zeitdruck (siehe dazu den Beitrag von Burbacher). Und Zeitdruck ist ein Druck, der nicht fröhlich macht, sondern eher traurig, depressiv stimmen kann. Und dann kommen wir wieder zum Thema Einsamkeit.

LG, Nordrheiner
 
Sorry, sorry, sorry. Meine letzten Beiträge sollten eigentlich in "die Logik". Tut mir wirklich leid. Bitte dies zu entschuldigen.

Ist doch nicht schlimm. Glück, Zeit, Gefühle... sind alles Begriffe, die auch mit "einsam sein" oder "nicht einsam sein" zu tun haben. Über den Zusammenhang zwischen diesen Begriffen und Einsamkeit sollte man auch nachdenken.

LG; Nordrheiner
 
Ist doch nicht schlimm. Glück, Zeit, Gefühle... sind alles Begriffe, die auch mit "einsam sein" oder "nicht einsam sein" zu tun haben. Über den Zusammenhang zwischen diesen Begriffen und Einsamkeit sollte man auch nachdenken.

LG; Nordrheiner

Danke, Nordrheiner.

Ich denke, ein großer Teil der Einsamkeit kommt auch daraus, dass niemand einem sagt:

"Ich verstehe dich und ich mag dich."

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Liebe und Liebenswürdigkeit müssen sich auch zu einem gewissen Maße verdient werden.

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Zur Liebe gehören auch intelligente Abwehrmechanismen. Abwehrmechanismen alleine sind jedoch keine Liebe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da stimme ich Dir zu. Deinen Eindruck teile ich. Ich geh sogar soweit, dass ich sage: Viele Menschen wissen nicht, was Glück ist.

Jetzt würden mir viele Menschen widersprechen und sowas antworten wie: "ich leben für den Augenblick" oder "ich bin glücklich, wenn ich eine Blume sehe". Das Problem einer solchen Definition liegt in der Vergänglichkeit. Und das Bewusstsein, dass der Mensch vergänglich ist, führt in vielen Fällen zu einem Zeitdruck (siehe dazu den Beitrag von Burbacher). Und Zeitdruck ist ein Druck, der nicht fröhlich macht, sondern eher traurig, depressiv stimmen kann. Und dann kommen wir wieder zum Thema Einsamkeit.

LG, Nordrheiner

Ich weiß nicht, ob ich eines Tages dieses Gefühl von Zeitdruck bekomme. Jetzt ist es oft so, ich wache morgens auf und freue mich, dass ich noch lebe. Ich gehe abends ins Bett mit dem Bewusstsein einen Tag erlebt zu haben.

Wem bewusst ist, das Leben kann gleich zu Ende sein, der lebt anders. Der wird wach und freut sich darüber, der geht abends zu Bett und freut sich, wenn viel gutes am Tag gewesen ist. Der lebt aktiv. Ich weiß nicht, ob es wirklich für alle zutrifft, doch ich lebe so, wenn es irgend geht. Das heißt nicht, dass es immer so ist, doch so gut es geht, lebe ich so.

Manchmal ist dies schwieriger, manchmal leichter und manchmal, da ist das Leben rundum so, dass dieses denken auch ein wenig im Hintergrund ist. Doch sehr oft ist es so. morgens aufwachen, dankbar und glücklich sein einen neuen Tag erleben zu können. Sich einen guten Morgen und einen guten Tag wünschen. Abends zu Bett gehen und dankbar und glücklich, darüber, den Tag gelebt und erlebt zu haben.

Glück ist vergänglich ja und auch das Leben, darum lebe jeden Tag als könnte es dein letzter sein. Denn niemand kann sagen, wann das Leben zu Ende ist, es kann gleich sein, es kann morgen sein und es kann noch Jahre dauern. Doch sollte es so sein, egal wann es ist, so sollte ich bis zu diesem Tag mein Leben so gut es irgend geht gelebt haben.

Wenn ich aktiv lebe, fühle ich auch kaum Einsamkeit. Sie ist eher da, wenn ich etwas brauchen würde, wenn etwas fehlt. Wenn ich auf mein "Innerstes" höre, meine Bedürfnisse ernst nehme,kommt Einsamkeit eher selten vor.
Aktiv leben heißt aber nicht unbedingt immer nur rum wuseln, es kann auch bedeuten auszuruhen, einfach auf einer Liege liegen und um mich herum zu beobachten, einfach etwas lesen was ich gern mal lesen mag, manchmal auch unter Menschen gehen. Unter Menschen gehen mit Kontakt, aber auch nur um am Rande zu sein und zu beobachten, gerade so, wie es für mich passt.
 
Mir liegt das Thema sehr auf der Seele. Zudem aber halte ich es für ein gesellschaftliches Problem größeren Ausmaßes, das in seiner Bedeutung noch gar nicht und wirklich erfasst ist.

Zum Teil "ernten" wir heute die Verklärung des Single-Lebens der letzten zwei, drei Jahrzehnte. Emanzipation von Partnern wurde da - selbst von Kanzeln gepredigt. Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung standen auf der Agenda.

Beziehungen wurden und werden immer noch in der Regel kritisch hinterfragt, unter dem Gesichtspunkt der Emanzipation betrachtet. Die Aufgaben, die ursprünglich als Aufgabe der Familie galten, wurden institutionalisiert.

Das feierte man als Fortschritt. Die Kehrseite dieser Entwicklung freilich nahm man nicht wahr, wollte sie nicht wahrnehmen. Es galt und gilt geradezu als gesellschaftliches Gebot, nicht darüber zu sprechen.

Da, wo die Probleme dennoch sichtbar werden, schafft man Institutionen, die sich damit beschäftigen: Jugendämter und Jugendeinrichtungen befassen sich damit, was die Familien nicht mehr leisten, nicht mehr leisten wollen oder gar nicht mehr erbringen sollen.

Die Zahl der Krisen- und Notruf-Hotlines wächst ständig.
Uns fällt auf die Füße, was wir selbst herbeigeschrieben, herbeigerufen haben.

Und wenn dann wahrgenommen wird, was sich als Folge dieser - ich nenne es ideologiegesteuerten Wirklichkeit- einstellt, wird verwaltet. Institutionen treten auf den Plan, die wiederum dem Einzelnen suggerieren, er müsse sich nicht kümmern.

Wir ernten, was wir gesät haben.

Burbacher
 
Danke, Nordrheiner.

Ich denke, ein großer Teil der Einsamkeit kommt auch daraus, dass niemand einem sagt:

"Ich verstehe dich und ich mag dich."

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Liebe und Liebenswürdigkeit müssen sich auch zu einem gewissen Maße verdient werden.

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Zur Liebe gehören auch intelligente Abwehrmechanismen. Abwehrmechanismen alleine sind jedoch keine Liebe.

Hallo, Tsunami,

ich denke, da hast Du eine sehr wichtige Wahrheit mitgeteilt. Wenn "mir" niemand zu verstehen gibt "ich mag Dich", dann vereinsamen Menschen.

Dann schreibst Du, dass man sich Liebe und Liebenswürdigkeit verdienen muß. Wie meinst Du das?
Burbacher lebt alleine, wie viele andere Menschen auch. Wie sollen sie sich Liebe und Liebenswürdigkeit verdienen?

Dein Satz mit den Abwehrmechanismen ist interessant. Wie ist das zu verstehen?

LG, Nordrheiner
 
Hallo, Tsunami,

ich denke, da hast Du eine sehr wichtige Wahrheit mitgeteilt. Wenn "mir" niemand zu verstehen gibt "ich mag Dich", dann vereinsamen Menschen.

Dann schreibst Du, dass man sich Liebe und Liebenswürdigkeit verdienen muß. Wie meinst Du das?
Burbacher lebt alleine, wie viele andere Menschen auch. Wie sollen sie sich Liebe und Liebenswürdigkeit verdienen?

Dein Satz mit den Abwehrmechanismen ist interessant. Wie ist das zu verstehen?

LG, Nordrheiner

Da Du mich hier ansprichst, Nordrheiner, will ich mich dann auch noch einmal äußern. Ich denke schon, dass es etwa ein Kotzbrocken, ein Ekelpaket anderen Menschen schwerer macht, ihn wertzuschätzen. Ja, das man solchen Menschen aus dem Wege geht, verstehe ich auch.
Ich etwa kann und will auch nicht Everybody`s Darling sein. Wer jedermann gefallen möchte, wird schlussendlich unkenntlich und verliert auf gewisse Weise sein Gesicht.
Mir sind auch immer wieder mal solche Menschen begegnet, die sich anbiederten, heute so, morgen anders redeten.
Ich mag weder diese Strategie, noch die die Menschen, die sie fahren.

Wenn ich mich nicht völlig falsch sehe, kann ich zwischen Menschen und ihrer Meinung trennen. Ich mag etwa ein paar Menschen, die meine politische oder religiöse Einstellung gar nicht teilen.
Wiederum sind mir manche Menschen wenig angenehm, die mir nach dem Munde reden.

Insofern glaube ich nicht, dass ich mir die Liebe, die Zuneigung anderer verdienen muss. Oft sogar fällen sie mir unerwartet und vielleicht sogar unverdient zu.
Das empfinde ich dann durchaus als Geschenk: Man mag mich, weil ich gerade so bin und eben nicht anders.
Dann nämlich werde ich um meiner Selbst willen geschätzt.

In meiner Umgebung gibt es solche Menschen auch, und trotz mancher Unterschiede in unseren Überzeugungen und Ansichten, sind wir seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden.

Das aus meiner Perspektive und als Ergänzung.

Burbacher
 
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