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Innere Ruhe gut Verdienender

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 124133
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Und so leicht ist der Wechsel dann auch nicht.
Unter 55 Jahren in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wechseln und schon geht's in die GKV. Und das kanns nicht sein. Wer sich der Solidargemeinschaft entzieht um Beiträge für sich zu sparen, soll auch drin bleiben wenn es später teurer wird.
Ich mache da niemandem persönlich einen Vorwurf, ist halt eine Gesetzeslücke und die zu nutzen ist natürlich legitim.
Die Werbung mit günstigen Beiträgen sehe ich auch oft. Ich bin schon lange freiwilliges Mitglied in der GKV, da über der BBG.
 
Ich glaube innere Ruhe und auch das Fehlen selbiger findest du bei allen möglichen Menschen und Einkommensverhältnissen.
Innere Ruhe ist für mich durch sehr vieles beeinflusst, vor allem aber durch das Empfinden etwas sinnvolles und befriedigendes im Leben zu tun.

Ein Selbstständiger mit einem sehr unsicheren Geschäftsmodell kann total happy sein wenn er an seine Idee glaubt und mit Feuereifer für seinen kleinen Laden brennt. Jemand mit wenig Einkommen kann täglich freudig zur Arbeit gehen wenn er das Gefühl hat auf etwas hinzuarbeiten, sei es eine Familie, ein Hobby oder sonstwas.

Umgekehrt gibt es sehr gut verdienende Menschen, die extrem viel konsumieren und nie das Gefühl haben genug im Leben zu bekommen. Sie schauen immer, ob der Nachbar ein größeres Auto fährt und finden so nie innere Ruhe oder Zufriedenheit denn immer hat irgendjemand mehr.

Innere Ruhe ist sehr subjektiv. Oft sieht man einen Menschen von außen und denkt: Gutes Einkommen, Familie mit Kinder und ein dickes Auto, toll!
Aber in Wirklichkeit ist dieser Mensch vielleicht 24 Stunden unter Stress. Er arbeitet 12 Stunden am Tag, muss sich noch um den Haushalt kümmern und hat eine dreifache Schuldenlast durch Haus, Auto und Studium der Kinder. Er fühlt sich getrieben und auch wenn sein Job sicher ist, nagt an ihm der Gedanke: Falls doch mal was schief geht, würde mein Leben wie ein Kartenhaus zusammen brechen.

Das gleiche beim Thema "Eingeschlafen". Es gibt auf allen Ebenen eingeschlafene Menschen. Wenn jemand 30 Jahre im selben Job arbeitet und weder Beförderung, noch Weiterqualifizierung noch sonstwas gemacht hat, ist es doch fast egal ob es ein gut oder schlecht bezahlter Job ist, die Person hat sich schlicht ihrem "Schicksal" gefügt und will sich auch nicht mehr für eine Veränderung anstrengen.

Innere Ruhe, Zufriedenheit, Glück, alles sehr subjektiv.
 
Mein Einkommen ist immer unsicher und ich habe so einen Überlebensdrang sowie immer eine gewisse Grundpanik und Existenzangst. Ich treffe immer mal wieder Menschen, die sehr gut verdienen, in sehr sicheren Verhältnissen. Die haben diese unendliche innere Ruhe, Gewissheit, dass nie was passieren wird. Aber irgendwie sind die auch ziemlich eingeschlafen, bzw. langweilig mit langweiligen Leben. Was meint ihr, ist der Zustand wünschenswert oder eher eine Art goldene Schlaftablette?

innere Ruhe ist nicht vom Gehalt abhängig, auch wenn ein sicheres Gehalt eine gute Grundlage ist, um schon mal keine Existenzängste haben zu müssen.
Dennoch wirst du massenweise Leute mit gutem Gehalt und massiven psychischen Problemen und Ängsten treffen.
Und Leute, die das Nötigste haben und dafür dankbar sind.Nur weil man Geld hat, stellt sich die innere Ruhe nicht automatisch ein. An der muss man auch arbeiten - das kann man auch ohne besonders gut zu verdienen.

Ob ein Leben langweilig ist, hat auch wenig mit dem Geld oder der inneren Ruhe zu tun.
 
innere Ruhe ist nicht vom Gehalt abhängig, auch wenn ein sicheres Gehalt eine gute Grundlage ist, um schon mal keine Existenzängste haben zu müssen.
Dennoch wirst du massenweise Leute mit gutem Gehalt und massiven psychischen Problemen und Ängsten treffen.
Und Leute, die das Nötigste haben und dafür dankbar sind.Nur weil man Geld hat, stellt sich die innere Ruhe nicht automatisch ein. An der muss man auch arbeiten - das kann man auch ohne besonders gut zu verdienen.

Ob ein Leben langweilig ist, hat auch wenig mit dem Geld oder der inneren Ruhe zu tun.
Vielleicht kann man sagen, dass "innere Ruhe" sehr unterschiedliche Ansätze hat. Mit einem sehr guten und sicheren Einkommen, hat man meist keine finanzielle Unruhe. Dafür steigt aber manchmal die Unruhe durch den Stress auf der Arbeit oder die Erwartungshaltung.

Mein persönlicher Lebenslauf ist relativ stabil aufwärts, von Abi, Ausbildung, Studium und Beförderungen ging es zwar immer langsam aber stetig bergauf. Ich kann aber nicht sagen, dass ich irgendwann das Gefühl hatte "jetzt habe ich Ruhe".

Stell dir einen Fussballclub vor, der eine Liga aufsteigt. Wird nach dem Aufstieg das Leben ruhiger weil jetzt mehr Geld reinkommt? Oft passiert sogar das Gegenteil weil man zwar erfolgreicher ist, aber sich auch nur mit anderen Erfolgreicheren vergleicht. Überhaupt neigen wir ja dazu uns nur nach oben zu vergleichen.

Wer innere Ruhe sucht, sollte sich vielleicht lieber statt mit anderen lieber mit sich selbst vergleichen. Habe ich gemessen an meiner Vergangenheit und meinen Möglichkeiten etwas geschafft, mit dem ich zufrieden bin und das mir eine innere Ruhe verleiht? Hier merke ich übrigens, dass für mich innere Ruhe und Zufriedenheit zwei sehr ähnliche Schuhe sind.

Warum sind viele Menschen unzufrieden, ruhelos und haben psychischen Problemen und Ängsten? Oft weil sie den Erwartungen Anderer und den eigenen Erwartungen nicht gerecht werden. Viele machen sich selber fertig, weil sie meinen, die müssten im "Lebenserfolg" eine Liga höher spielen. Sie wollen nicht von Anderen (ver-)urteilt werden.

Ich glaube innere Ruhe ist insofern vor allem auch eine Zufriedenheit mit dem Erreichten aber auch eine Akzeptanz des nicht-Erreichten bzw. der eigenen Fehler.
 
Ich denke der Zusammenhang zwischen innerer Ruhe und finanzieller Unabhängigkeit geht anders auf.

Geld fällt den wenigsten in den Schoß, meist ist man erst finanziell unabhängig, wenn man das zuvor auch so wollte.
Der eine sagt so, der andere sagt so , aber schau Dir mal wirklich Leute an , die viel oder mehr verdienen, als die von Dir genannten 4 K .
Abgeordnete bspw. , denkst Du die haben eine innere Ruhe ??? Sehe ich anders, ich denke die haben eine Menge Stress sowas wie innere Unruhe.
Stars oder Schauspieler...viele sind schwer depressiv....Identitätskrisen ....Suizide ....an der Tagesordnung.
Fußballspieler - genauso , es ist alles vertreten die goldene Schlaftablette, wie der goldene Wachmacher, sozusagen schwarz oder weiß ????

Gut , wenn das Leben sich so einfach definieren ließe schwarz oder weiß....was ist aber die Mischung - einer der zig Grautöne , das Leben, die Menschen, ist och mehr als schwarz oder weiß gut oder schlecht.
Vielleicht nur ein Haschen nach Wind....
das weiß doch keiner ......von daher .....Du entscheidest was Du tust ....deshalb lebst Du wie Du lebst.
 
Jeder ist seines Glückes Schmied.
Daher verstehe ich den Neid nicht. Wer in Schule nicht aufgepasst hat und selbst danach keine Eigeninitiative ergriffen hat, sein Leben in die Richtung Laufbahn zu bringen, muss ich mit einem Job in Niedriglohnsektor zufrieden stellen.

Wenn es dir nicht gefällt, dann ändere es. In Deutschland hat man jederzeit unendliche viele Möglichkeiten sich sinnvoll weiterzubilden. Man muss nur den Willen zeigen.
Als ich noch in der Ausbildung war hatte sich ehemaliger Arbeitskollegen beklagt, dass er (Lagerist) "schlecht" verdienen würde (Chemie Tarif). Ich als Azubi habe ihn dann zu einer Weiterbildung geraten. Seine Antwort "Auf keinen Fall. Da die Firma den Techniker nicht bezahlen möchte, müsste ich es von meinem eigenen Geld machen. Und dann auch noch meine private Freizeit opfern. Ne, kein Bock drauf". Daraufhin habe ich ihm dann erklärt, dass selbst wenn die Firma die Weiterbildung nicht zahlt und im schlimmsten danach auch keine Beförderung anbietet, könnte es sich wegbewerben, weil er eine höhere Qualifikation hätte. Das wollte er jedoch nicht einsehen. Stattdessen bevorzugte er das Jammern.
 
Also ich bin recht froh über meinen "langweiligen" 9-5 Job. Den ich je nach Gusto auch zu einem 6-3 oder 11-20 Job machen kann oder heute länger arbeiten, dafür morgen früher gehen etc.

Existenzängste und das Angst um das Morgen hatte ich im Studium genug, das brauche ich nicht nochmal haben. Da finde ich es ganz angenehm, dass monatlich ein nettes Sümmchen Geld auf meinem Konto landet und ich mir nicht den Kopf zerbrechen muss von wegen was ist, wenn morgen mein Auto verreckt, denn dann kaufe ich mir von meinen Ersparnissen eben ein neues.

Ob man in seinem Leben Abenteuer braucht oder nicht, ist ohnehin abhängig von der Persönlichkeit. Ich gehöre zu jenen Menschen, die zu viel Aufregung in ihrem Leben nicht abkönnen und geregelte Tagesabläufe genießen. Hie und da eine Abweichung ist ok, aber nicht ständig. Wieder andere fühlen sich regelrecht getrieben und brauchen es einfach, dass immer Action (und sei es negative Aufregung) um sie ist. Zu denen gehörst wohl du.

Und weißt du was? Beides ist doch ok. Wir brauchen Leute, die getrieben sind und mal nach vorne rennen, das bringt unser Land vorran. Und wir brauchen Leute, die gediegener sind und die wilden Zugpferde auch mal auf den Boden der Tatsachen zurückziehen, dass im Übermut nicht versehentlich zuviel kaputt gemacht wird. Gäbe es nur "Schlaftabletten" (einen Begriff, den ich so übrigens auch nicht ok finde, denn nur weil es jemand beruflich eher gediegen mag, ist er privat noch lange kein Langweiler), würde bei uns wohl gar nichts vorrangehen. Und gäbe es nur Leute wie dich, würden wir vermutlich ebenfalls nicht vorran kommen, weil Leute wie du (meiner Erfahrung nach) an viel zu vielen Suppen gleichzeitig kochen und sowieso würde alles den Bach runtergehen, wenn jeder nur noch "spannende Aufgaben" will, aber keiner mehr die Müllabfuhr macht oder in der Pflege arbeitet oder schlicht und einfach dein Büro putzt.
 
@Supervisor
Es geht hier im Thread, m.M. nach, nicht um Neid, sondern eher darum, ob man die Existenzangst über Jahre hinweg ertragen kann, ohne dabei zugrunde zu gehen. Und das man mit nem guten Einkommen als AN nicht zwangsläufig zum Langweiler mutiert.
Nö, es geht nicht darum ob man eine vermeintliche Existenzangst ertragen kann sondern ob der Zustand eines guten Einkommens und sicheren Jobs erstrebenswert ist:
Ich treffe immer mal wieder Menschen, die sehr gut verdienen, in sehr sicheren Verhältnissen..... Was meint ihr, ist der Zustand wünschenswert oder eher eine Art goldene Schlaftablette?
Ich persönlich halte den Gedanken nach wie vor für falsch einen guten Job mit gutem Einkommen damit zu verbinden, dass man hier eine Schlaftablette hätte. Mehr noch, ich sehe gerade bei vielen Menschen mit gutem Einkommen ein sehr aktives Leben.
Meine Cheffin, die einen Bereich von rund 200 Mitarbeitern leitet, arbeitet teilweise 7 Tage die Woche und es gibt viele Selbstständige, die gut verdienen aber dafür eben auch nicht um 17 Uhr den Stift fallen lassen.
Tendenziell würde ich sagen, dass man mehr steigendem Einkommen eher mehr machen muss oder zumindest mehr Stress hat.

Die entscheidende Frage ist: Was will man im Leben?

Es gibt viele Menschen, die sind mit einer kleinen Bürotätigkeit oder einfachen Verkäufertätigkeit durchaus zufrieden. Sie haben im Idealfall fest Arbeitszeiten und keine große Verantwortung. Ihre "Schlaftablette" besteht daraus, dass sie sich im Leben nicht mehr verändern müssen und einfach nur jeden Tag 7-8 Stunden ihre gewohnte 08/15 Arbeit machen.

Dann gibt es Menschen die wegen des Geldes, der Anerkennung oder wegen sonstwas richtig Gas geben. Sie gründen eigene Unternehmen, qualifizieren sich kontinuierliche weiter, werden befördert, arbeiten oft deutlich über 38,5 Stunden.

Beides ist legitime und völlig nachvollziehbare Modelle und es gibt alles dazwischen. Vielleicht kommt auch für einen Karrieremenschen der Zeitpunkt an dem er sagt "bis hierhin und nicht weiter" weil irgendwann Familie oder Privatleben dann doch wichtiger werden oder er eine Belastbarkeitsgrenze erreicht hat.

Muss und darf jeder für sich selbst entscheiden, ob er einen auf "Schlaftablette" macht und im jeweiligen Job versucht nur eine Minimumleistung zu machen oder mehr macht.
 

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