@Supervisor
Es geht hier im Thread, m.M. nach, nicht um Neid, sondern eher darum, ob man die Existenzangst über Jahre hinweg ertragen kann, ohne dabei zugrunde zu gehen. Und das man mit nem guten Einkommen als AN nicht zwangsläufig zum Langweiler mutiert.
Nö, es geht nicht darum ob man eine vermeintliche Existenzangst ertragen kann sondern ob der Zustand eines guten Einkommens und sicheren Jobs erstrebenswert ist:
Ich treffe immer mal wieder Menschen, die sehr gut verdienen, in sehr sicheren Verhältnissen..... Was meint ihr, ist der Zustand wünschenswert oder eher eine Art goldene Schlaftablette?
Ich persönlich halte den Gedanken nach wie vor für falsch einen guten Job mit gutem Einkommen damit zu verbinden, dass man hier eine Schlaftablette hätte. Mehr noch, ich sehe
gerade bei vielen Menschen mit gutem Einkommen ein sehr aktives Leben.
Meine Cheffin, die einen Bereich von rund 200 Mitarbeitern leitet, arbeitet teilweise 7 Tage die Woche und es gibt viele Selbstständige, die gut verdienen aber dafür eben auch nicht um 17 Uhr den Stift fallen lassen.
Tendenziell würde ich sagen, dass man mehr steigendem Einkommen eher mehr machen muss oder zumindest mehr Stress hat.
Die entscheidende Frage ist: Was will man im Leben?
Es gibt viele Menschen, die sind mit einer kleinen Bürotätigkeit oder einfachen Verkäufertätigkeit durchaus zufrieden. Sie haben im Idealfall fest Arbeitszeiten und keine große Verantwortung. Ihre "Schlaftablette" besteht daraus, dass sie sich im Leben nicht mehr verändern müssen und einfach nur jeden Tag 7-8 Stunden ihre gewohnte 08/15 Arbeit machen.
Dann gibt es Menschen die wegen des Geldes, der Anerkennung oder wegen sonstwas richtig Gas geben. Sie gründen eigene Unternehmen, qualifizieren sich kontinuierliche weiter, werden befördert, arbeiten oft deutlich über 38,5 Stunden.
Beides ist legitime und völlig nachvollziehbare Modelle und es gibt alles dazwischen. Vielleicht kommt auch für einen Karrieremenschen der Zeitpunkt an dem er sagt "bis hierhin und nicht weiter" weil irgendwann Familie oder Privatleben dann doch wichtiger werden oder er eine Belastbarkeitsgrenze erreicht hat.
Muss und darf jeder für sich selbst entscheiden, ob er einen auf "Schlaftablette" macht und im jeweiligen Job versucht nur eine Minimumleistung zu machen oder mehr macht.